Norwegen – Jotunheimen – August 2015

Wieder nach Norwegen. ­čśÇ Zuletzt war ich in 2011 in Norwegen und endlich, vier Jahre sp├Ąter geht es wieder nach Norwegen. Jotunheimen hatte ich mir als Zielregion f├╝r diesen Urlaub ausgesucht. Mit dabei war eine Tour ├╝ber einen Gletscher auf den h├Âchsten Berg Skandinaviens, dem Galdh├Şppigen geplant.┬á

Der Herbst war bewusst gew├Ąhlt worden, in der Hoffnung, einen Indian Summer in den Bergen erleben zu k├Ânnen. Da dadurch aber mit k├╝hleren Temperaturen ├╝ber Nacht zu rechnen ist, hatte ich mir f├╝r die Woche dort ein Hotel ausgesucht. Das Hinds├Žter ist auf aktive Urlauber ausgerichtet. F├╝r aktive G├Ąste gibt es im Sommer Wandertouren und im Winter Schneetouren/Loipen um das Berghotel.

Gebuchte wurde das Hotel und die F├Ąhrr├╝ckfahrt nach Deutschland ├╝ber ein Reiseb├╝ro in Deutschland.


12. August ÔÇô Reise nach Norwegen 

Mitten in der Nacht war ich Zuhause losgefahren. Mitten in der Nacht, da die F├Ąhre am Nachmittag in Hirtshals ablegen sollte und es bis dorthin rund 1000 Kilometer sind. Mit mehreren Stopps kam ich fr├╝h genug in Hirtshals an, so dass es dort nicht in Hektik ausarten musste.

Die F├Ąhre legte┬á p├╝nktlich um 12:15 Uhr ab und war um 15:30 Uhr in Kristiansand. So war ich schon am Anreisetag in Norwegen. ­čśŐ Von hier nahm ich die Landstra├če RV9, die von Kristiansand nach Norden geht. Zwei Stunden sp├Ąter hielt ich an einem Campingplatz, um dort zu ├╝bernachten.


12. August ÔÇô Fahrt nach Jotunheim

Weiter ging es am zweiten Tag n├Ârdlich, bis zum Ende der RV9 in Haukeli. Von dort dann westlich um die Hardanger Vidda. So kam ich ├╝ber Edda bis zum Hardanger Fjord und sp├Ąter zum Sognefjord.

Alleine auf dieser Strecke war alles, von sonnig und warm bis k├╝hl und Schneefelder in der n├Ąheren Umgebung. Auf diesem Weg kam ich wieder einmal am L├ątefossen vorbei, der von den ersten Regentagen des Herbstes reichlich Wasser hatte.

Den Sognefjord ├╝berquerte ich mit einer F├Ąhre und folgte der Landstra├če RV53. Hier ging es nach oben und es wurde deutlich k├╝hler. Kein Wunder, lag doch schon Schnee im Fjell.

Nachmittags erreicht ich dann das B├Şverdalen Vandrerhjem, welches direkt an der RV53 liegt. Hier gibt es G├Ąstezimmer und auch einen angeschlossenen Campingplatz. F├╝r zwei ├ťbernachtungen buchte ich einen Platz, um mein Zelt aufzubauen.

Das B├Şverdalen Vandrerhjem liegt am westlichen Rand von Jotunheim und nicht ganz so hoch. Hier lag noch kein Schnee und die Temperaturen waren angenehm f├╝r die Jahreszeit.

Was ich ebenfalls hier buchte, war eine gef├╝hrte Tour ├╝ber einen Gletscher zum Gipfel von Skandinaviens h├Âchstem Berg. Bis zur Bergstation, ab der die Tour beginnen sollte, f├╝hrt eine Privatstra├če (Maut) und es wurde empfohlen schon am Abend das Auto hinter der Mautschranke zu parken. Gesagt, getan.


15. August ÔÇô Galdh├Şppigen

F├╝r das Fr├╝hst├╝ck hatte ich mir das Buffett im Vandrerhjem gebucht. Fand ich einfacher, da wir uns danach alle vor dem Vandrerhjem f├╝r die Tour treffen sollten. Es wurde die Tour, mit der ├ťberquerung des Gletschers und worauf zu achten ist erkl├Ąrt. Zuerst in Norwegisch und dann in Englisch, f├╝r die paar, die dabei waren und nicht Norwegisch konnten. Die norwegische Erkl├Ąrung war f├╝r mich an diesem Morgen verst├Ąndlich genug.

Wir fuhren anschlie├čen die Privatstra├če bis zur Bergstation, der Galdh├Şppigen Sommerskistation. Hier bekamen wir einen Gurt und los ging es, dem Bergf├╝hrer hinterher durch eine Ger├Âllw├╝ste bis zum Rand des Gletschers. Dort zogen wir den Gurt an und es wurde nochmals erkl├Ąrt, dass wir alle an einem Seil mit einigem Abstand hintereinander dem Bergf├╝hrer ├╝ber den Gletscher zu folgen haben. In der N├Ąhe machten sich noch andere Gruppen ebenfalls auf den Weg ├╝ber den Gletscher.

Verbunden mit dem Seil liefen wir in einer Reihe ├╝ber den Gletscher bis zum gegen├╝berliegenden Felsgrat. Das Laufen ├╝ber den Gletscher war wie laufen auf festem Schnee. Nichts so besonderes. Da sich aber immer wieder Spalten ├Âffnen oder Stellen einsacken, ist es gut, gef├╝hrt ├╝ber den Gletscher zu laufen. Auf dem Felsgrat angekommen, konnten wir uns wieder vom Seil l├Âsen und einzeln nach oben laufen. Von hier sah der Gletscher zur Seite auch wesentlich spektakul├Ąrer aus, mit gro├čen Rissen und Einbuchtungen. 

├ťber den Grat ging es nach oben und dann das letzte St├╝ck ├╝ber ein Schneefeld. In der Mittagssonne war die Schneefl├Ąche oberhalb leicht angetaut und daher rutschig. Also drei Schritte vorw├Ąrts und gef├╝hlt zwei zur├╝ck gerutscht. Sehr m├╝hsam! Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt.

Wir waren der Seile wegen in zwei Gruppen aufgeteilt gewesen. Insgesamt sind es mit anderen Gruppen vielleicht 6 oder 8 Gruppen von je bis zu 20 Personen gewesen. Entsprechend gro├č ist die Menge auf dem Schneefeld gewesen. Davor und auf dem Gipfel verteilt sich das so, dass es sich nicht wie eine gr├Â├čere Menschenmenge anf├╝hlt. Bemerkbar machte es sich aber beim schlechten Mobilfunkempfang. War aber kein Problem, der WIFI-Empfang der Gipfelh├╝tte war super und kostenfrei. In der Gipfelh├╝tte gab es f├╝r jeden Geschmack zu Essen und Trinken (auch warm).┬á

Einige Zeit sp├Ąter hie├č es dann in der Gruppe wieder zur├╝ck zu laufen. Wir l├Âsten uns danach am Ausgangspunkt der Tour auf und ich fuhr wieder zur├╝ck zum Vandrerhjem.┬á


16. August ÔÇô Veostigen

Heute hie├č es Abschied nehmen vom Vandrerhjem und zum Berghotel Hinds├Žter fahren. Dies ist auf der gegen├╝berliegenden Seite von Jotunheim und somit stand eine Umfahrung des Gebirges ├╝ber den Norden an. Dichte Wolken pr├Ągten den fr├╝hen Morgen und verzogen sich nach und nach.

Die Fahrt dauerte nicht lange, obwohl ich mich nicht beeilte und auch noch Zwischenstopps einlegte. Gegen Mittag war ich im Berghotel und konnte sogar direkt einchecken. Mein feuchtes Zelt durfte ich mit Nachfrage auf einer Wiese zum Trocknen aufbauen. Die Sonne und der leichte Wind trockneten es im Nu. 

Vom Hotel aus beginnen ein paar Wanderwege und den Veostigen nahm ich f├╝r diesen Nachmittag. Eine leichte Tour mit m├Ą├čigem Anstieg und einem Nadelwald. Im Wald duftete es herrlich und dahinter gab es einen freien Blick ├╝ber die Landschaft bis zu den Bergspitzen.

11 Kilometer f├╝r einen tollen Blick in diese herrliche Landschaft und gerade im Wald waren die Herbstfarben und die leuchtenden Flechten fantastisch. ­čśÇ

Da vor dem Abendessen genug Zeit war, unternahm ich einen Spaziergang zu einem in der N├Ąhe befindlichen Wasserfall.

Das Berghotel ist ein umgebauter Berghof. Dies sieht man nicht nur von au├čen, sondern auch im Inneren. Es macht es gem├╝tlich, ohne auf Komfort verzichten zu m├╝ssen. F├╝r Gruppen gibt es hinter dem Hauptgeb├Ąude noch weitere H├╝tten. Besonders hervorzuheben ist das abendliche drei G├Ąnge Men├╝, das ich an diesem Tag zum ersten Mal erleben durfte. 

Alle warteten in der Eingangshalle auf das Zeichen zum Betreten des Essensraumes. Dort wurde uns zuerst mitgeteilt, was es an diesem Abend zu essen geben wird. Zus├Ątzlich wurde es beim Reichen der Speisen nochmals erw├Ąhnt. Die Speisen sind meist aus der Region und es wird u. a. erw├Ąhnt, woher sie kommen. 

Meine Tischnachbarn waren ein junges P├Ąrchen aus Luxemburg und so konnten wir uns zum Gl├╝ck in Deutsch unterhalten. Macht es doch etwas einfacher. Nach dem Essen verzogen wir uns noch in die Lobby, in die N├Ąhe des offenen Kamins, in dem ein kleines Holzfeuer f├╝r die gem├╝tliche Stimmung prasselte.


17.08. – Hulderstigen

Das Fr├╝hst├╝ck im Berghotel fand in der alten Stube statt. Im Zwischenbereich des Raumes, in dem das Abendessen war und der alten Stube war ein ├╝ppiges B├╝fett aufgebaut. Gem├╝tlich gefr├╝hst├╝ckt und danach noch mein Matpakke zusammengestellt. Das Matpakke ist ein Pausenbrot und dazu durfte man sich vom B├╝fett nehmen, was man wollte, mit Ausnahme dessen, was auf dem Spezialit├Ątentisch war. Finde ich gut, da so selbst bestimmt werden kann, was und wieviel man m├Âchte. Der Spezialit├Ątentisch ist mit Leckereien der Region gef├╝llt. Diese sind wohl etwas teurer und daher nicht f├╝r das Matpakke gedacht. Butterbrotpapier und T├╝ten zum Packen liegen selbstverst├Ąndlich auch bereit.

F├╝r diesen Tag nahm ich mir die kurze Wanderung Hulderstigen vor. Der Wanderweg liegt ein paar Kilometer s├╝dlich und geht von einem Wanderparkplatz an der Stra├če ab. Die rund 6 Kilometer sind keine gro├če Herausforderung, zumal die Strecke relativ eben ist. So hatte ich mit dieser Wanderung einen Teil des Tals, in dem das Berghotel liegt, erkunden k├Ânnen. 

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour vom Hotel zum H├╝gel auf der anderen Talseite unternommen und sp├Ąter den Whirlpool im Keller genutzt. Das Hintergrundbild auf dieser Seite mit den Holzbalken wurde ├╝brigens auf dieser Tour aufgenommen.

Ein insgesamt ruhiger Tag, nach den anstrengenderen Tagen zuvor.


18. August ÔÇô Peer Gynt Hytta

Der Rondane Nationalpark liegt ├Âstlich von Jotunheimen und ist eher durch sanfte H├╝gel, den durch Berge gepr├Ągt. Am H├Şvringsvatne (See) in Rondane liegt eine Fjellstue und das war mein Ausgangspunkt an diesem Tag. Entlang in flachen und weiten T├Ąlern bin ich durch das Rondanefjell bis zu einem Fluss gewandert. Dieser wurde ├╝berquert und kurz danach kam ich zu meinem Ziel, der Peer Gynt Hytta.

Die Peer Gynt Hytta ist eine im Sommer bewirtschaftete H├╝tte, die mit anderen einfachen H├╝tten ein Ensemble bildet. Wie ich dort ankam, war sie leider geschlossen. Es war Herbst und kein Sommer! In einer gesch├╝tzten Kuhle widmete ich mich meinem heutigen Matpakke. ­čśŐ

Mit einem leichten Bogen und durch ein anderes Tal ging es danach wieder zur├╝ck zur Fjellstue.

Eine sehr sch├Âne Tour, die sich v├Âllig von den Touren der Vortage in Jotunheim unterschied. Keine wirklichen Berge und eine Vegetation, die eher aus niedrigem Gestr├╝pp bestand. B├Ąume sucht man hier vergebens.┬á

Das leckere Abendessen war wieder mit meinen Tischnachbarn vom Vortag und wir unterhielt uns danach noch in der Lodge bei einem Getr├Ąnk und lie├čen den Tag dabei ausklingen.


19. August ÔÇô Besseggen

F├╝r diesen Tag stand das zweite Highlight des Urlaubes an ÔÇô die Besseggen Tour. Der Besseggen ist eine Engstelle zwischen zwei Seen, die jedoch einen deutlichen H├Âhenunterschied haben. Einige gehen die Wanderung von Gjendesheim, dem Seeende an, die meisten jedoch ab der Seemitte von Memurubu.┬á

Ich entschied mich ebenfalls die Tour ab Memurubu anzugehen. Dazu nahm ich die F├Ąhre ab Gjendesheim ├╝ber den Gjende See nach Memurubu. So gibt es keinen Zeitdruck, um noch die F├Ąhre zur├╝ckzubekommen. Die zwei Optionen w├Ąren dann in Memurubu zu ├╝bernachten oder am See entlang zur├╝ck zu laufen.

Mit die erste F├Ąhre war meine, da ich las, dass die F├Ąhren sp├Ąter durchaus sehr voll sein k├Ânnen und vielleicht sogar zu voll um mitzukommen. So fr├╝h morgens war es noch etwas k├╝hl auf der F├Ąhre, im Schutz vor dem Fahrtwind lie├č es sich jedoch gut ertragen.

In Memurubu nahm ich die Gelegenheit wahr, auf eine der dort stehenden Toiletten zu gehen, bevor es auf die Tour geht. Sicher ist sicher und schont so auch ein wenig die Umwelt. Ab Memurubu geht der Weg eine ganze Zeit lang Bergauf, bis man auf dem Weg oberhalb des Gjende Sees gelangt, der diesem bis Gjendesheim folgt. Es ist ein stetiges leichtes auf und ab bis zum Besseggen, an dem ich eine Pause einlegte.

Anstrengend wurde es danach, da es dann deutlich steiler Bergauf geht und gelegentlich auch die H├Ąnde zum Einsatz kommen. Hier und da ist es gut keine H├Âhenangst zu haben, hat man doch an gewissen Stellen einen freien und steilen Blick mehrere hundert Meter nach unten.

Hat man es nach oben geschafft, so ist man wie so oft in den Bergen nicht wirklich oben, sondern sieht nur besser, dass es noch h├Âher geht. Ab hier dann allerdings nur noch mit einer ganz leichten Steigung. Der Gipfel ist ein gro├čer Steinhaufen in einer Ger├Âllebene, der ohne den Steinhaufen gar nicht als Gipfel auffallen w├╝rde. 

Anschlie├čend geht es genauso lange leicht bergab, bis zum letzten, dann steileren Abstieg nach Gjendesheim.

Eine wirklich sch├Âne Tour, auf der sich die Menge der Wandernden gut verteilt.

Abends gab es zur Belohnung wieder ein super Essen.


21. August ÔÇô Leirungsdalen

In der Fr├╝h konnte ich vor dem Fr├╝hst├╝ck von meinem Zimmer den Morgennebel im Tal betrachten. Alles so friedlich und ruhig. Nach dem Fr├╝hst├╝ck war vom Morgennebel nichts mehr zu sehen. Das Tal war klar und es schien ein sch├Âner Tag zu werden.

Die Tour ├╝ber den Besseggen ist durchaus anstrengend und so entschied ich mich f├╝r eine leichte Tour an diesem Tag. Das Leirungstal ist ein Tal s├╝dlich des Gjende Sees und durch einen langezogenen Bergr├╝cken von diesem getrennt.

Zuerst ging es in das weite Tal, einem Wanderpfad bis zum Berg, der das Tal zum Gjende See trennt, entlang. Diesem eigentlich steil nach oben und auf dem Bergr├╝cken bis zu einem Einschnitt. Auf dem St├╝ck nach oben war der Wind jedoch schon so stark, dass andere, die mit mir an dieser Stelle waren, genauso wie ich entschieden, diesen Weg nicht zu gehen. Es w├Ąre vermutlich schon m├Âglich gewesen nach oben zu kommen, nur im starken Wind auf einem Bergr├╝cken entlangzulaufen macht keinen Spa├č.

So sind wir alle in einigem Abstand dann im Tal selbst weitergelaufen bis zum zuvor genannten Einschnitt. Der Einschnitt ist nicht besonders hoch vom Tal aus und war schnell erklommen. Diese Stelle mit einem weiten Blick ├╝ber den Gjende See hatte ich dann auch f├╝r meine Mittagspause gew├Ąhlt.

Auf demselben Weg ging es dann zur├╝ck zum Wanderparkplatz auf den schmalen Pfaden im Tal.


22. August ÔÇô Hindflyin

Eine leichte Bergtour suchte ich mir f├╝r den letzten Tag in Jotunheim aus. Hindflyin nennt sich die Tour und beginnt ebenfalls am Berghotel. Auf dieser Tour begleitete ich einen Bergbach in Richtung seiner Quelle nach oben. Danach war ├╝ber den n├Ąchsten zwei Erhebungen jedoch kein weiterer Weg mehr zu erkennen und ich kehrte nach einer Pause um.

F├╝r den R├╝ckweg w├Ąhlte ich einen Bogen, um auf den Veostigen vom ersten Tag zu gelangen. ├ťber diesen ging es dann wieder durch den Wald mit seinem mit Flechten ├╝bers├Ąten Boden zum Berghotel.

Den Nachmittag verbrachte ich zum Packen und f├╝r einen Spaziergang in der N├Ąhe des Hotels.


23. August ÔÇô Jotunheim ÔÇô Oslo

Bye, bye hie├č es an diesem Morgen nach dem Fr├╝hst├╝ck zum Berghotel Hinds├Žter und zu Jotunheimen zu sagen.

Am Nachmittag erreichte ich den Ekeberg Campingplatz in Oslo und baute mein Zelt dort auf. Der Campingplatz mitten in Oslo ist beliebt und war entsprechend voll. F├╝r mich, mit einem kleinen Zelt, fand sich zum Gl├╝ck noch ein Flecken.

Um die Beine nach der langen Fahrt zu vertreten, bin ich den Ekeberg runter und ├╝ber die Oper zur Innenstadt gelaufen. Nichts Besonderes, einfach so um mich noch ein wenig zu bewegen.

Die Bilder entstanden in den Zwischenbereichen des Barcodes, einer H├Ąuserreihe in der N├Ąhe der Oper, die durch ihre v├Âllig unterschiedlichen Gestaltungen auffallen.


24. August ÔÇô Oslo

Ein ganzer Tag um Oslo zu erkunden stand vor mir. Ein ganzer Tag f├╝r ganz Oslo ist nat├╝rlich viel zu wenig, aber ausreichend f├╝r das, was ich mir vorgenommen hatte.

Zuerst herab vom Ekeberg, vorbei an der Oper und der alten Festung erreichte ich Aker Brygge durch dieses Viertel kam ich an dessem Ende auf die angrenzende Insel Tjuveholmen mit dem Astrid Fearnley Museum. Das Museum selbst war gar nicht so mein Ziel, sondern das durchaus interessant gestaltete Museumsgeb├Ąude, welches die Insel mit dem Festland verbindet. Am s├╝dlichsten Ende der Insel befindet sich dann sogar neben dem Museum eine kleine Bucht, in der Baden m├Âglich ist und auch wahrgenommen wurde.

Aker Brygge, sobald es erwacht ist ebenso ein Viertel, das einiges zu bieten hat. Neben Gesch├Ąften, gibt es u. a. ganz viele Caf├ęterien und Restaurants.

Von hier bin ich anschlie├čend ├╝ber das Schloss in der Stadtmitte zum Vigelandpark gelaufen. Dieser Park ist immer ein Besuch wert. So viele Figuren des K├╝nstlers gibt es zu entdecken, dass es jedesmal wieder Neues zu erkunden gibt.

Die zunehmende Wolkendecke empfand ich f├╝r die Fotos spannend, bis es langsam windiger wurde und ich den R├╝ckweg zum Campingplatz antrat. Leider nicht fr├╝h oder schnell genug. ­čÖâ Kurz nachdem ich an der Oper vorbei war und am Barcode entlang lief, erwischte mich der Schauer. Durchn├Ąsst kam ich an meinem Zelt an und zog mich gleich um. 

Auf dem Campingplatz gibt es R├Ąume zum Kochen und Reinigen des Geschirrs. Das war dann auch der Ort, an dem ich an diesem Abend mein Essen zubereitet. Diese R├Ąume haben kein Fenster, daf├╝r ist man im Trockenen beim Kochen und Abwaschen.


25. August ÔÇô Oslo ÔÇô Heimreise

Am Morgen packte ich alles zusammen und fuhr zum Terminal, an dem die F├Ąhre Mittags nach Kiel ablegt. Nach dem Check-In parkte ich dort und lief in der letzten halbwegs sauberen Hose, die f├╝r das Wetter viel zu lang war, in die Innenstadt. Mein Ziel war ein Outdoorladen, an dem ich am Vortag schon vorbei kam. Eine 3/4 Hose war schnell gefunden und wurde auch gleich anbehalten.

Mit frischer Hose ging es erneut nach Aker Brygge und dort zu einem Caf├ę. Ein Latte Macchiato und ein Kanelboller (Zimtschnecke) waren meine Wahl. Die Frage, ob ich den Kanelboller warm m├Âchte, bejahte ich. Hmmm, der warme duftende Zimt und der Latte waren toll.

Nun war es Zeit, langsam zum F├Ąhrterminal neben Akker Brygge zur├╝ck zu laufen. Bald danach konnte ich auf die F├Ąhre und los ging die Fahrt nach Kiel, um dort am fr├╝hen Morgen anzukommen. Das Fr├╝hst├╝ck erfolgte auf der Fahrt nach Hause an einer Rastst├Ątte.

Voll mit neuen Erfahrungen war ich am sp├Ąten Nachmittag dann Zuhause.


Res├╝mee

Die Herbstfarben waren zwar nicht so intensiv, wie ich sie mir erhofft hatte, dennoch hatte die Woche in Jotunheim seinen Reiz. Das Wetter war die ganze Woche dort gut und tags├╝ber so angenehm, dass ich auch hin und wieder nur im T-Shirt unterwegs war. 

Durch die k├╝hleren N├Ąchte war die Wahl des Berghotels gut gewesen und mit dem Berghotel Hinds├Žter war es eine sehr gute Wahl. Man f├╝hlt sich dort heimelig und gut aufgehoben. Die K├╝che dort ist sehr zu empfehlenswert.


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