Frühling in der Wetterau – Glauberg und Ockstadt

An diesem Tag im Frühling (Samstag, 11. April) führte mich die Tour in die Wetterau, nordöstlich von Frankfurt. Alles erstrahlte in dem frischen grün des Frühlings und die Blüten der verschiedensten Pflanzen zeigten sich. So richtig schön bunt, nach der dunklen Winterzeit. 😀

Für die Tour parkte ich Aurora an der Kulturhalle Stockheim. Dies war das Warenumschlagsgebäude des Bahnhofs vor vielen, vielen Jahren. Ein enthusiastischer Bürger von Stockheim kaufte die Halle und baut sie seit dem ständig weiter aus. Während der warmen Jahreszeit gibt es hier einen Sommergarten am Wochenende und Sonntags oft mit Live Musik.

An diesem Tag jedoch war der Sommergarten noch geschlossen. Wenn dann wäre das eh etwas nach der Tour zum Einkehren gewesen.

Von hier ging es über einen Fußgängerweg zur Hauptstraße, über diese hinweg zu einer Nebenstraße. Wenige Minuten später war ich am Ortsrand und hatte die Felder sowie einen Wald vor mir.

Langsam bergauf durch die Felder und dann den Wald gelangte ich bis zu einer Hütte des lokalen Wandervereins. Zweimal kam ich bis hierher durch Vogelschutzgebiete. Kleine, ruhige Täler mit viel Gezwitscher um einen. 😊

Die Hütte liegt am Waldrand des Waldes, der den Glauberg umgibt. Der Glauberg ist ein Tafelberg, der die umliegende Landschaft deutlich überragt. Bekannt ist er in der Region jedoch hauptsächlich durch die Ausgrabungen und Funde der Kelten. Ein Besonderheit, was die Kelten angeht, wurde hier gefunden. Der Keltenfürst – eine große Sandsteinstatur.

Durch den Wald kam ich nach oben und gelangte am hinteren Ende auf den Tafelberg. Über den Berg ging es auf der anderen Seite herunter. Dort befindet sich das Keltenmuseum.

Von dort ging es einen Weg hinunter nach Glauberg(!) – gemeint ist dabei das Örtchen. Durch dieses hindurch kam ich über Wirtschaftswege auf der anderen Seite wieder auf eine Anhöhe. Es bot sich ein Blick zurück auf Glauberg – den Ort und den dahinterliegenden Berg sowie auf Stockheim, den zweiten Ortsteil von Glauburg.

Vor Stockheim kreuzte ich eine Landstraße. Es ging am Hofgut Leustadt vorbei auf einen Wirtschaftsweg, der gesäumt ist mit Apfelbäumen. Obstwiesen, hauptsächlich mit Apfelbäumen, sind in der Wetterau oft zu finden. Die Äpfel sind seit alters her wichtig für das regionale Traditionsgetränk – Ebbler.

Durch das nächste Dorf kam ich auf einen Weg durch Auenwiesen. Ein Verbindungsweg brachte mich dann auf den Vulkanradweg. Dabei ging es an einem Wäldchen vorbei. Hier befanden sich einige Störche. Bevor ich sie sehen konnte, war ihr markantes Klappern der Schnäbel deutlich zu vernehmen.

Auf dem Bild, vom Vulkanradweg aufgenommen sind viele der Störche zu sehen. Ein weitere Horst befand sich links neben dem Bild und mehrere in dem Wäldchen auf der rechten Seite.

Durch die Auenwiesen und Nidderauen von Stockheim ist dieses Wäldchen umgeben von einem großen Naturschutzgebiet, was den Störchen viel Nahrung bietet. In den Nidderauen werden sogar Rinder gehalten – meist Hochlandrinder mit langem Fell.

Der Vulkanradweg brachte mich zurück nach Stockheim, zurück zur Kulturhalle Stockheim.zurück zu Aurora,

Wanderung: ~15 Kilometer, ~340 Höhenmeter


Damit endete der Tag jedoch nicht. Abends ging es kurz auf den Glauberg für ein Foto und anschließend in die Kulturhalle Stockheim. Zwei mir bekannte Musiker traten an diesem Abend als Duo auf.

Oder auch nicht. Es war bewölkt und somit kein abschließendes Sonnenuntergangsbild möglich und dann viel die Veranstaltung in der Kulturhalle aus. Sachen gibt’s…..


Am Sonntag, dem 12. April war ich mit einer kleinen Gruppe erneut in der Wetterau unterwegs. Ockstadt, ein Ortsteil von Friedberg war das Ziel. Wobei, das eigentliche Ziel war das Obstanbaugebiet bei Ockstadt. In der Nacht hatte es geregnet, womit die Temperatur im Vergleich zum Vortag niedriger war. Leider war es den ganzen Tag bewölkt – was kein Grund ist nicht nach draußen zu gehen.

Ockstadt ist in der Region bekannt für seine Kirschen. Im April ist die Kirschblüte und genau deshalb wollten wir dort hin, so wie viele andere auch. 🙃 An diesem Sonntag wurden Führungen angeboten rund um den Obstanbau. zusätzlich gab es im Anbaugebiet eine Straußwirtschaft in einem Zelt und ein Traktor Verein präsentierte eine ganze Menge an alten Traktoren und Unimogs.

Unser Rundgang war hauptsächlich auf den etwas abgelegeneren Wegen. So konnten wir dem größten Rummel ein wenig aus dem Weg gehen.

Als es in den Ort zurück ging, suchte wir die Straußwirtschaft Zum Gerippte auf. Diese war zwar in dem genannten Zelt anzutreffen, im Ort liegt jedoch ist der eigentliche Sitz. Mir war eher nach Süßen, weshalb ich einen Apfelflammkuchen mit einem Kaffee bestellte. Der leckere Flammkuchen war mit eigenen kleinen Apfelstückchen und Rosinen belegt; verfeinert mit ein wenig Zimt. 😊

Spaziergang: ~3,5 Kilometer


Ein paar Bilder von Veranstaltungen in der Kulturhalle Stockheim.


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