Norwegen – Trondheim – August 2026

2026 ist für mich das Skandinavien Jahr. Nach Kopenhagen im Mai, Lofoten und Vesterålen im Sommer kommt im letzten Monat des Sommers eine Reise nach Trondheim. Nicht alleine, sondern zusammen mit Miri, mit der ich schon länger nicht mehr unterwegs war.

Bei meiner Suche nach Festivals und ähnlichem im Sommer für die Reise auf die Vesterålen und Lofoten stolperte ich über das Matfestival und das Bryggerifestival in Trondheim. Da ich Trondheim nur von einem Ausflug während einer Hurtigrutenfahrt kenne, ist dies die Möglichkeit die Stadt mit Umgebung zu erkunden und dabei noch zwei Festivals mit einzubeziehen.


Der August ist da. Nur noch wenige Tage bis zum Reisebeginn. 😀

Zwei Fragen, die vorab schon aufgelöst werden können sind: Ekspressbus oder Flybus und Festivalpass oder Dagspass. Was?

Also, von vorne. Irgendwie muss man ja vom Flugplatz nach Trondheim kommen. Zu Fuß mit dem Gepäck ist möglich, aber eher unbequem. Angenehmer ist das mit Zug, Bus, Taxi oder Mietwagen. Von den Fahrzeiten angenehm ist der Bus und dort gibt es zwei Möglichkeiten. Der Expressbus fährt zwischen Flughafen und Trondheim Zentrum. Der langsamere Flughafenbus (Flybus) hält dafür direkt vor unserem Hotel. Über die Webseite können ganz einfach die Tickets für uns beide und beide Fahrten gebucht werden (818 NOK).

Wir werden am späteren Nachmittag in Trondheim ankommen. Somit bietet sich direkt ein Gang zum Foodfestival für das Abendessen an. Am Rand des zentralen Platzes ist das Bryggeriefestival. Dort kommt man nur mit Altersnachweis herein. Zudem wird dort mit Biermünzen bezahlt. Jetzt könnte man für jeden Tag einzeln einen Pass kaufen (Dagspass = 495 NOK) oder gleich einen Festivalpass (3 Tage = 575 NOK). Bei den Pässen sind 10 Oi!-Münzen, ein Glas (Limitierte Edition) und ein Fast Track-Zugang enthalten. Ohne Pass geht es auch, da wird dann ein Pfand für das Glas fällig und die 10 Oi!-Münzen müssten gekauft werden. Möglicherweise jedes Mal mit anstellen. Gute Frage also, zumal vorab nicht heraus zu finden ist, wie viel die 10 Münzen in NOK kosten.


05. August

Am späteren Nachmittag kam Miri in Frankfurt an. Wir sind dann direkt nach Sachsenhausen zum Klaane Sachsenhäuser. Eine urige Ebbelwoi-Wirtschaft, wie sie typisch ist für Frankfurt. Im Innenhof bekamen wir einen Platz zugewiesen. Wir fanden beide etwas lecker auf der Speisekarte, was wir bestellten.

Vor und während des Essens quatschten wir ausgiebig, schließlich hatten wir uns schon einige Zeit lang nicht mehr gesehen gehabt.

Bei mir Zuhause setzten wir in die Tat um, was wir zuvor festgelegt hatten. Die beiden Fragen: Wie kommen wir vom Flugplatz nach Trondheim und wie ist das mit dem Festivalpass. Zuerst wurde der Flybus gebucht und danach kam der Festivalpass für alle drei Tage dran.


06. August – Anreise

Früh waren wir beide vor dem Wecker wach. Einen ersten Kaffee genossen wir bei mir in der Küche. Dann liefen wir zum Bäcker um Brötchen für das Frühstück zu holen. Draußen war es angenehmer wie in der Wohnung. Die Wohnung hatte sich über Tage aufgeheizt.

Bei einem Frühstück mit verschiedenen Marmeladen, Honig und Schokocreme unterhielten wir uns über alles möglich. Noch deutlich vor 8 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt. Zuerst die Fahrt mit Aurora zu meiner Arbeit zum parken. Mit der Bahn kamen wir dann zum Flughafen. Ja, deutlich zu früh. so waren wir jedoch mit dem Gepäck nicht in der warmen Vormittags- bzw. Mittagszeit in Frankfurt unterwegs.

Die Gepäckaufgabe am Baggage Drop-Off erfolgte reibungslos. Da im Flughafen viel los war, entschlossen wir uns gleich durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Gewohnt bin ich es, das ich fast immer abgetastet werde, da die Scanner nicht für meine Größe ausgelegt sind. Diesmal war es nur eine einfach Nachkontrolle. Fast. Beim entgegennehmen meiner Tasche kam ein Polizist von hinten und fragte wie intensiv die Kontrolle war. Letztlich durfte ich mit ihm nochmal zur Kontrolle und die Damen, die mich abtastete bekam eine kurze Sicherheitseinweisung. Ich wurde darauf hin komplett abgetastet, wie es Vorschrift ist.

Während wir bei einem Kaffee auf den Abflug warteten, änderte sich immer wieder der Sitzplatz und/oder das Gate. Im Flieger nach München, erfolgte dann auch noch der Abflug verspätete.

In München durften wir mit einer Bahn zu einem Nebengebäude. Das ging Ruck Zuck. Wir schauten erst wo unser Abflug Gate war. Es ging gleich wieder einige Meter zurück zu einem zentralen Platz mit mehreren Essens- und Getränkestände. Eine vegetarische Rolle und ein Baguette waren unser Mittagessen. Mehr nicht, den der Flug sollte bald los gehen. 

Es begann das Boarding. Ich schaute in die App um zu sehen in welcher Gruppe wir waren. Waren dann im doppelten Sinne. Kaum in der App änderte sich die Sitzplatzzuordnung. Das war so kurzfristig, das selbst die elektronische Bordkarte dies nicht mehr mitbekam. Vom Personal wurde uns das bestätigen. Die letzte Änderung war dann nicht nur eine Platzänderung, sondern auch ein Upgrade auf Business Class. 😀

Wie das so in der Business Class ist, gab es dann selbstverständlich während des Fluges ein warmes Mittagessen. Ok, wir fliegen nach Trondheim zu einem Food Festival. Warum nicht schon deutlich vorher mit sehr regelmäßigem Essen anfangen. 😂

In Trondheim kam das Flugzeug auf einem Außenplatz zum stehen. Lt. Stewardess sollte ein Bus kommen. Da kam keiner, statt dessen durften wir die wenigen Meter im Regen bis zum Flughafengebäude laufen.

Auf das Gepäck mussten wir etwas länger warten. Dann kamen wir ohne weitere Kontrolle durch den Zoll und durch einen fast leeren Flughafen zum Ausgang. Dort stand schon der Flybus. Das Ticket wurde gecheckt und wir konnten gleich rein. Kaum saßen wir, fuhr der Bus schon los. Unsere Haltestation war dann auch tatsächlich genau gegenüber dem Hotel.

Über die Straße, ins Hotel und bald darauf im Zimmer. Genug hin und her. Erst mal ganz gemütlich ankommen. 

Gut eine Stunde später machten wir uns auf zum zentralen Marktplatz. Am nördlichen Eingang zum Bryggerifestival wurde das Ticket geprüft. Wir bekamen neben Bändchen, ein kleines Glas (1 DL) und ein Beutelchen mit 10 Münzen. In den zwei Zelten, die in der Mitte des Platzes standen gab es reichlich Auswahl an Getränken von vielen Brauereien. Die meisten Cidre und Biere kosteten eine Münze. Nur wenige Ausnahmen kosteten zwei Münzen. 

Das 1 DL Glas hat eine angenehme Größe zum Probieren. Erst war es ein Cidre, danach folgten zwei Biere. Vor den Bieren fanden wir an einem Stand eines anderen Zeltes was zu essen.

Mit einem Schlender über die Alte Stadtbrücke (Gamle Bybrua) liefen wir zum Hotel zurück.


07. August – Bymarka

Für das Frühstück im Hotel liessen wir uns reichlich Zeit, zumal es während des Frühstücks kurz regnete. 

Als wir uns auf machten auf unsere erste Wanderung in die Bymarka von Trondheim, schaute die Sonne zwischen den Wolken heraus. Wir mussten erst durch die Stadt um zum eigentlichen Anfang der Tour zu kommen. Das war ganz praktisch, da wir so in einem Supermarkt etwas für die Tour einkaufen konnten.

Vom eigentlichen Startpunkt an einem Park folgten wir einer Straße bis zu einem Bach (Ilabekken. Dort bogen wir auf einen Weg (Kantstein) nach oben, immer am wilden Bach entlang. Wir liefen durch einen Wald, von Wasserfall zu Wasserfall. 😀 Der letzte Wasserfall, war an der Staumauer, die das obere Ende des Baches ist.

Um den halben See und an einem Golfplatz ging es gemächlich weiter bergauf. Weiter oben zogen wir unsere Jacken wieder an. Aus dem T-Shirt-Wetter (12 Grad) wurde ein Nieselwetter. Kurz und leicht aber immer wieder.

Auf einer größeren Fläche, auf der viele Schafe weideten, liefen wir fast am Lavollen vorbei. Wir drehten und kehrten in der Hütte ein. Eine kleine gemütliche Hütte mit Bäckerei. Einen Kaffee mit einem Kanelboller gab es, während es draußen mal wieder nieselte. 

Als wir uns auf den weiteren Weg machten kam dann die Sonne; das Nieselwetter. Es war an dem Tag sehr abwechslungsreich in diesem Bezug. Weiter liefen wir bis zum See Kobberdammen. Diesen umrundeten wir und liefen dann auf einem ähnlichen Weg zurück. Dabei kamen wir am See Baklidammen vorbei, bis wir den Stausee vom Vormittag erreichten. 

Durch einen Park und mehrere Straßen erreichten wir bergab den Park, an dem die Tour begann. Quer durch die Stadt gelaufen kamen wir zum zentralen Platz. Wir liefen durch die Zelte des Matfestivalen um davon einen Eindruck zu erhalten. Danach dann ein paar Seitenstraßen bis zum Hotel. 

Wir duschten, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Die Sonne schien. 😀 So erreichten wir das Matfestival. Durch die langen Zelte mit ihren Ständen sind wir mehrmals gelaufen. Hier und da fanden wir was zu essen oder zum Probieren. Empanada mit Käsefüllung und Chorizo oder Kürbis. Ein Rentierwrap, Fisch mit einer Senfsoße, Pfannkuchen mit einer Kaffeecreme. 😋

Viele kleine Happen, die am Ende doch satt machten. So gesättigt ging es dann zum Bryggerifestival. Es wurden ein Cidre und zwei Biere (Stout, Rauchbier) an diesem Abend.

Später am Abend, als es schon dunkel war, bin ich raus aus dem Hotel für eine Runde mit der Kamera. Es war gefühlt gar nicht so kalt auf der Runde.

Wanderung: 19 Kilometer, ~400 Höhenmeter


08. August – Ladestien

Wir frühstückten etwas früher. So früh war es wesentlich ruhiger und wir konnten vorne, an der Glasfront zum Fluss einen Platz ergattern.

Vom Hotel liefen wir über ein paar Straßen durch Wohn- und Industriegebiete bis wir den Ladestien erreichten. Der Ladestien ist ein Küstenweg um den Vorort Lade von Trondheim. Der Weg ist gut ausgebaut und wird viel von den Einheimischen genutzt; gerne zum Joggen. 

Unterwegs sahen wir neben den Möwen, die überall sind sogar Rehe und ein Eichhörnchen. 😍

Ungefähr in der Mitte des Weges erreichten wir das Ladekaia. Den Tipp dazu hatte ich von einer Trondheimerin bekommen, die ich im Juni auf den Lofoten traf. Die Zeit bis zur Öffnung vertrieben wir uns mit der Besichtigung der Überreste der Verladeanlage sowie von Bunkern dort. 

Wir nahmen zuerst je einen Kaffee und teilten uns dazu eine Zimtschnecke. 😋 Wir schauten dabei, welche Touren wir in den nächsten Tagen angehen könnten. 

Es war zwar noch vor 12:00 Uhr, aber wir entschieden uns für ein frühes Mittagessen dort. Dazu bestellten wir je eine kleine Fischsuppe und ein Krabbenbrot, das wir teilten. Es wurde dabei mitgedacht und uns zwei Teller für das Krabbenbrot gebracht. Beides war sehr lecker. 😋 Zumal wir super Wetter hatten; 14 Grad und Sonne.

Voll gefuttert machten wir uns auf den weiteren Weg des Ladestien bis zu seinem Ende.

Von dort bis zum Zentrum von Trondheim nahmen wir den kürzesten Weg. Dabei liefen wir Anfangs durch Straßenzüge mit eher zweckmäßigen Wohnblocks. Je näher wir der Innenstadt kamen, desto dörflicher wurden die Gebäude. Es waren sogar Straßenzüge dabei, die nur aus einer Schotterpiste bestanden. 

Über die alte Stadtbrücke erreichten wir den Eingang zum Dom. Nicht so verwunderlich, da wir den letzten Kilometer bis dort auf dem Olavsweg (Pilgerweg) unterwegs war.

Durch die Straße mit den Zelten des Matfestivals kamen wir zum zentralen Platz. Für mich fand sich dort beim Merch-Stand ein T-Shirt. Der Besuch der Tourist Information ein paar Häuser weiter brachte nichts. Das ist nur ein Infodesk mitten in einem Einkaufszentrum. 

Durch die Altstadt erreichten wir bald unser Hotel. 

Wie wir uns später auf den Weg zum Marktplatz machten, merkte wir vor Ort, das wir zum Essen zu spät dran waren. Da macht das Matfestival am Samstag doch tatsächlich um 17:30 Uhr schon zu. Eine Zeit, zu der wir noch gesättigt waren.

Das Bryggerifestival dagegen hat an allen Tagen bis 23:00 Uhr auf. Dort fanden wir was zu Essen. Erst danach widmeten wir uns drei Getränken. Zwei Biere und ein Cidre. Das waren: I Hope, I Think, I IPA – Raspberry Sour und Attåt Sider med Eple, Kirsebær, Solbær & Rips (Cidre mit Apfel, Kirsche, Schwarze Johannisbeere und Johannisbeere)

Während wir den Cidre tranken saßen wir auf einer Bank. Dann fing es zu regnen an. Was soll’s, wir machten es wie viele der Norweger und blieben einfach sitzen und spannten den Regenschirm auf.

Zum Hotel sind wir in einem Bogen gelaufen. Bis zu den Kais und auf dem weiteren Weg noch in einen Supermarkt um was zum Knabbern zu kaufen. Geknabbert wurde auf dem Zimmer, während wir eine Dokumentation schauten.

Wanderung: ~16 Kilometer, ~260 Höhenmeter


09. August – Wanderung bei Loholt

Heute viel das Frühstück bei uns beiden kleiner aus. Wir waren noch gesättigt vom vorherigen Tag. Während des Frühstücks schaute ich nach der Busverbindung und den Abfahrtszeiten. Das sah relaxt aus, so das wir keine Hektik hatten. Wir sind noch auf das Zimmer, haben uns entsprechend umgezogen für die Tour und die Rücksäcke gepackt.

Die Bushaltestelle ist direkt vor dem Hotel. Bezahlt wird das Ticket über eine App. Das ging ganz einfach.

Wir fuhren bis Loholt, eine Fahrt im sehr warmen Bus von ungefähr einer halben Stunde. Die Tour beginnt außerhalb, Miri hatte jedoch am Vortag diese in einer App nachgebildet und so erweitert, das Start und Stopp an einer Bushaltestelle liegen.

An der nächsten Kurve der Straße bogen wir schon ab auf einen Seitenweg durch Felder zu dem Örtchen Hildheim. Das Örtchen streiften wir an einem großen Parkplatz auf dem ein paar Autos standen. Von dort ging es auf breiten Wegen durch den Wald. 

Nach ein paar Kilometern fing es an zu nieseln. Die Wettervorhersage hatte dies schon angekündigt. Der Nieselregen begleitete uns die ganze restliche Tour über, die fast komplett in einem Wald verläuft. Ab ungefähr einem Kilometer vor Hildheim kamen wir auf einen typischeren Wanderweg. Es galt dabei aufzupassen, um nicht auf den nassen Steinen oder Wurzeln auszurutschen.

Wie wir wieder am Parkplatz ankamen, war dieser fast voll. Uns sind zwar einige Personen unterwegs entgegengekommen, aber so viel nun auch nicht. 

Von dort beeilten wir uns auf dem Weg durch die Felder zur Bushaltestelle um den nächsten Bus zu erreichen. Wir waren dann sogar so schnell, das wir einen Bus vorher bekamen.

Im Hotel machten wir es uns gemütlich. Nachmittags sind wir losgezogen durch Bakklandet, die Gegend ab dem Hotel in Richtung der Alten Stadtbrücke. In der Bakklandet Skydsstation kehrten wir ein. Ein altes Gebäude mit schiefen Wänden, in dem über viele Zimmer(chen) das Lokal verteilt ist. Miri bestellte sich ein Butterbrot mit Fisch, während ich eher die süße Wahl nahm – Waffel mit Rømme und Marmelade.

Ein Rundweg am Fluss entlang und über eine Brücke erreichten wir den Dom. Von dort liefen wir zur Gamle Bybrua um dahinter in das Kaffebrenneriet avd Bakklandet einzukehren. Einen doppelten Espresso für Miri, Eine leckere Schokolade und eine Zimtschnecke für mich. 

Zufrieden traten wir den Rückweg zum Hotel an. 

Während ich es mir gemütlich machte, verschwand Miri im Hotel-Gym.

Abends hatten wir natürlich wieder Hunger. So machten wir uns auf zu den Søstrene Carlsen. Es gab einen Salat und danach Muscheln bzw. Humus und Chef’s Pasta. 

Wanderung: ~8,9 Kilometer. ~300 Höhenmeter


10. August – Trondheim

Für diesen Tag entschieden wir uns bereits am Tag zuvor für einen Stadttag. Die Regenwahrscheinlichkeit und Regenmenge sollten hoch sein. Spoiler: War nicht so.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einem Spaziergang. Vom Hotel den Berg hoch und von dort die Forsvarsrunden um die Festung Kristiansen, in der wir auch waren, sowie durch verschiedene Viertel von Trondheim. Wir hatten ein gutes Timing dabei, da es erst zu Nieseln begann, als wir auf dem Weg bergab zum Hotel waren. 

Zur Mittagszeit sind wir wieder los. In der Innenstadt steuerten wir zuerst das Jacobsen & Svart Kaffebrenneriet an. Zu den Kaffees bestellten wir je eine kleine Süßigkeit und ließen es uns gut gehen. Drei Mädels an einem Tisch neben uns unterhielten sich über verschiedene Reisen und Reiseziele. Witzig, da wir uns ebenfalls viel über Reisen austauschen.

Shopping. Nach dem Kaffee sind wir über mehrere Shops quer durch die Innenstadt. Gefunden hatten wir beide in verschiedenen Geschäften etwas. Dann war es wieder Zeit für einen Kaffee. Im Sellanraa Bok & Bar fanden wir etwas. Kaffee und für Miri einen Salat; für mich ein Butterbrot.

Nochmal shoppen. Jetzt wurde ich fündig und griff bei einer Regenjacke zu. Da hatte ich bei dem Hersteller eh schon seit Monaten drauf geschaut. Zumal es ein norwegische Hersteller ist und der Preis umgerechnet identisch mit dem in Deutschland war.

Von dort sind wir zum Fluss, diesen entlang bis wir ihn in Richtung Meer überqueren konnten. Am Meer folgten wir der Promenade bis zum Anlieger für die Schnellboote. Wir folgten dem Weg ab dort am Bahnhof vorbei zur Innenstadt um zum Hotel zu kommen.

Am frühen Abend machten wir uns auf für das Abendessen. Der Weg war nicht weit, da das Restaurant gegenüber dem Hotel auf der anderen Flussseite liegt. Das AiSuma bietet leckeres Essen zu gehobeneren Preisen. Daran gewöhnt man sich in Norwegen jedoch recht schnell.

Spaziergang: ~6,6 Kilometer, ~110 Höhenmeter


11. August – Bymarka

Wir nahmen uns Zeit beim Frühstück. Die gelegentlichen Regenschauer animierten nicht sich zu beeilen. Als wir das Hotel für unsere Tour verließen war es schon fast 10:00 Uhr. Kaum aus dem Hotel, kam uns feiner Sprühregen entgegen. 🙃

So ging es eine Zeit lang mit Schirm, ohne Schirm, mit Schirm, ohne …. Es nieselte immer wieder nie lange und dann war wieder eine Zeitlang nichts. 

Unser Weg durch die Stadt war ähnlich der ersten Wanderung. Erst am Stadtrand liefen wir einen deutlich anderen Weg. Ein schmaler Wanderweg auf dem wir über Wurzeln und Steine liefen. Weiter oben sogar über Holzwege. Der Weg gefiel uns obwohl es immer wieder nieselte. Wir kamen durch Wald und Moorgebiete und erreichten dabei zwei Gipfle in der Bymarka. Beim Ersten war die Aussicht übersichtlich. 🙃 Trondheim konnten wir im Nieselregen gerade noch erkennen. Beim zweiten Gipfel war es schon besser mit der Weitsicht.

Zu den zwei Gipfeln liefen wir mehr oder weniger bergauf. Dann kam nach dem zweiten Gipfel ein längerer Weg bergab bis wir ungefähr bei Kilometer 8 beim Lavollen ankamen. In der Hütte machten wir es uns mit Kaffee und Kanelboller gemütlich. 

Der Weg in die Stadt verlief an zwei Seen vorbei. Vom Stadtrand folgten wir dem Gubrandsdalenleden (Weitwanderweg) bis hinunter in die Innenstadt und am Fluss entlang. Am Café Kaffebrenneriet an der alten Stadtbrücke kehrten wir ein. Tee, Heiße Schokolade und was zu Essen bestellten wir. 

Es war dann nur noch ein kurzer Weg bis zum Hotel.

Für das Abendessen sind wir in das Himalayan Oven. Für uns insofern etwas Besonderes, da wir einzeln und auch schon gemeinsam in Nepal und gemeinsam in Bhutan waren.

Wanderung: ~17,7 Kilometer, ~500 Höhenmeter


12. August – Bymarka und Lade

Früher wie sonst sind wir zum Frühstück. Am Abend zuvor checkte eine Gruppe ein, was zu mehr Personen beim Frühstück führen sollte. Wir hatten mit dem früheren Frühstück einen schönen Platz mit Sicht über den Fluss. Am Ende des Frühstücks buchte ich die Bustickets per App.

Wir sind vom Hotel gut zehn Minuten in die Innenstadt zur Bushaltestelle gelaufen, um uns ein Umsteigen bis dorthin zu ersparen. Der Bus fuhr bis Trollahaugen 64 und dann sollten wir umsteigen um bis Trollahaugen 10 zu kommen. Das war einfach, den wir mussten dazu einfach sitzen bleiben. 😁

Die Wanderung führte uns sehr bald in den Wald hinter Trollahaugen. Eine Wanderung bis zu einem Aussichtspunkt – St. Olavspranget – und zurück war es. Der Weg gefiel uns. Hauptsächlich waren es Waldwege (mit Wurzel). Zwischendurch liefen wir über Bohlenwege durch Sumpfgebiete. Die frische Waldluft tat wieder sehr gut. Witzig war der Anfang der Tour. Dort waren Schilder wie Hull 8 (Loch 8) und Körbe zu sehen. Es stellte sich heraus, das es ein Discgolf-Parcoure ist. Auf dem Rückweg haben wir sogar eine Gruppe spielen sehen.

Am Ende der Tour waren wir wieder bei Trollahaugen 10 um auf den Bus zu warten. Dieser kam zehn Minuten später, womit genügend Zeit zum Buchen der Tickets war. In Trondheim mussten wir für unser Ziel in Lade umsteigen. An einer Kreuzung sahen wir den anderen Bus – vor uns! Somit sind wir an der nächsten gemeinsamen Haltestelle ausgestiegen und zügig nach vorne gelaufen um den anderen Bus zu bekommen. Mit uns sind Kontrolleure eingestiegen. Gut das wir die Tickets gekauft hatten.

In Lade stiegen wir an einer Schule aus. Es folgte ein Fussweg von einem Kilometer bis wir am Ladekaia ankamen. Das hatten wir uns als Ziel für ein Mittagessen ausgesucht, das es uns beim letzten Mal dort gut gefiel.

Wir hatten beide “nur” einen Salat, fühlten uns jedoch beide sehr gesättigt. Ergo: Der Weg zurück zum Hotel über den Ladestien verlief ganz gemütlich. Am Hafen machten wir im Havet einen Zwoschenstopp für einen Kaffee. Für den Kaffee nahmen wir uns Zeit. Es war angenehm, mit der leichten Bewölkung und sogar warm (T-Shirt Wetter). 

Vom Havet war es nicht mehr weit bis zum Hotel. Dort legte Miri eine längere und ich eine kurze Sporteinheit im Hotel-Gym ein. 

Gegessen wurde im Bakklandet, im Kalas & Canaster. Wir teilten uns die Vorspeise, welche aus frittierter Dorschzunge bestand. Beim Hauptgericht nahmen wir beide den Fang des Tags (Fisch) mit Muschelsauce auf Tomatenbasis, Rote-Bete-Salat, Blumenkohlpüree und Kartoffeln. Dazu gab es einen roten Cidre. Zum Nachtisch wählen wir Mozzarella Pannacotta (Tomaten-Erdbeer-Kompott, Basilikumsorbet) und Sticky Toffee Pudding (Steinpilz-Karamell und Vanilleeis).

Auf dem Weg zum Hotel hat es wieder mal angefangen leicht zu nieseln.

Wanderung (Bymarka): ~6,5 Kilometer, 200 Höhenmeter
Wanderung (Lade): ~5 Kilometer, ~70 Höhenmeter


13. August – Abreise

Nach einem langgezogenen Frühstück, während dessen es immer wieder regnete, machten wir uns auf zu einem Spaziergang. In der Nähe des Hotels gibt es ein Einkaufszentrum mit einem Spezialitätengeschäft. Vor Ort war es dann nichts besonderes; nur ein Florist. 😅

Wir sind von dort mit einem Umweg zu einem Bäcker/Café geschlendert, an dem wir die Tage zuvor immer wieder vorbei kamen. Dieses Mal war es geöffnet. Vor Ort hatten wir nur etwas getrunken. Das witzigste an dem Laden ist die Toilette – diese ist mit Weihnachtsdeko vollgestopft. 😊 Am Ende kaufte ich noch Tee und einen Boller mit Erdbeere/Rhabarber.

Weiter zum nächsten Bäcker, der Abends dann eine Pizzeria ist. Dort wurden für später Zimtschnecken gekauft. Unsere Beute brachten wir ins Hotel. Wir checkten aus, ließen unsere Taschen jedoch dort. 

So schlenderten wir weiter durch die Innenstadt bis wir zur Mittagszeit beim Kallas & Canastas ankamen. Dort gab es ein Krabbenbutterbrot bzw. eine Fischsuppe zu Mittag. Gemütlich und satt sind wir mit einem Bogen zum Hotel um die kurze Zeit bis zur Busfahrt in der Lobby zu verbringen. 

Während wir unterwegs waren, hatte es nicht geregnet und es wurde sogar richtig warm. Mit dem aufbrechen der Wolkendecke, gab es sogar sonnige Blicke auf Hausreihen und Straßen.

Unser Bus brachte uns Nachmittags zum Flughafen. Dort mussten wir warten bis der Schalter zur Gepäckabgabe geöffnet wurde. Für viele Fluggesellschaften konnte das Gepäck per Drop-Off selbst eingecheckt werden, bei Lufthansa nicht. Warum auch immer.

Über München ging dann unser Flug zurück nach Frankfurt. Von dort mit der Bahn bis zu meinem Arbeitgeber und mit Aurora weiter nach Hause.


Resümee

Eine Woche in Trondheim lässt sich gut mit City und Wanderung in der näheren Umgebung verbinden. Die Bymarka im Westen der Stadt bietet dazu ein sehr weitläufiges Gelände. Im Osten gibt es ebenfalls genügend Wandermöglichkeiten. Selbst in Trondheim sind mehrere Stadtwege ausgeschildert und natürlich der Olavs Pilgerweg, der am Dom endet. 

Der Ortsteil Lade von Trondheim mit dem Küstenweg Ladestien bietet eine angenehme Alternative zu den anderen Wanderwegen. Hier und an den Wegen am Nidelva, dem Fluss der sich durch Trondheim schlängelt, sahen wir viele Jogger. Bei Nieselwetter sogar mehr, wie an Tagen ohne Regen.

Wenn so eine Woche sich mit dem Matfestival und dem Bryggerifestval verbinden lässt, wie wir es gemacht haben ist das eine zusätzliche Abwechslung. Das Angebot des Matfestivals konnten wir leider nur an einem Tag nutzen. Am Anreisetag waren wir dazu zu spät in Trondheim angekommen und am letzten Tag des Festivals machten die doch tatsächlich am späteren Nachmittag zu. Das Bryggerifestval hingegen hatte immer bis 23:00 Uhr offen. Zwei große Zelte mit vielen Brauereien und noch sehr, sehr viel mehr Bieren, Cidres und Cocktails. Für die Getränke gab es Münzen; zu dem Festivalpass ein 1 DL Glas (was auch einzeln gekauft werden konnte). Fast alle Getränke kosteten eine Münze, nur selten mal zwei. Zehn waren beim Festivalpass dabei und mit zwei nachgekauften reichten uns die 22 Münzen für die drei Tage, Wir hatten damit genügend Abwechslung. Selbst für das Ausspülen der Gläser gab es mehrere Becken mit Wasserhähnen außerhalb des Zeltes. 

Gut versorgt wurden wir in allen Restaurants. Die Preise sind durchaus höher, wie in Deutschland aber es war immer gut. Im Bakkelandet finden sich gute Restaurants und Cafés. In der größeren Innenstadt ebenfalls. Wobei Bakkelandet den deutlich ruhigeren Eindruck hinterliess. 


Kosten

Die Kosten (pro Person) für Flug, Hotel und Bus (inkl. Flybus) lagen bei ~1100 €. Fast 600 € gab jede in dieser Woche für das Bryggerifestival, Matfestival und hauptsächlich für viele Essen und weitere Getränke aus. Eine Menge Geld für eine Woche, nur für Essen und Trinken, das jedoch auf einem meist gehobenem Niveau.


Alle Touren 

Danke fürs gehen – Mehr laufen, besser leben

Ein paar weitere Street Arts, soweit nicht zuvor schon gezeigt…


Und zum Abschluss: Wenn man nicht alleine unterwegs ist, wird man selbst gerne als Motiv verwendet. 😅


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