23. Mai – Naurother Grubengold
Morgens war es für mich ein normaler Samstag. Aufstehen, Einkaufen und in Ruhe Frühstücken. Dann ging es los auf die Tour ins Wispertal. Für den Trip hatte ich bereits am Vorabend alles in Aurora verstaut. So konnte ich direkt los.
Am späteren Vormittag kam ich am Wanderparkplatz bei Nauroth an. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und es war bereits ziemlich warm. Nach eher mäßigen Tagen in der Woche zuvor, wechselte das Wetter am Tag zuvor auf Sommer. Während des Tages stieg das Thermometer bis auf 27 Grad. Dazu kam eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, die die Tour anstrengender machte, wie sie eigentlich ist.
Vom Wanderparkplatz führt der Weg am Waldrand entlang und bis zu einer alten Grube. Die Grube Rosit, war dort und große Mengen Schieferschutt sind gut zu erkennen. Das Gebiet ist mittlerweile ein Naturschutzgebiet und das mit Erfolg. Es summte um einen und viele Vögel waren zu hören.



Weiter ging der Wanderweg durch Wälder und Wiesen. Bei dem warmen und drückenden Wetter war ich froh, das der überwiegende Teil der Runde im Wald verläuft.
Es gab öfter Forst- und Landschaftswege, die zu bewältigen waren. Der meiste Teil davon ist jedoch wenig genutzt. Das machte es nicht so langweilig, da dadurch diese Wegabschnitte gefühlt keine Strecke-machen-Wege waren. Highlight war und ist die Menge an Single Trails. 😀



Nach der Wanderung begab ich mich auf den Weg zum Campingplatz. Eine ziemlich gut ausgebaute und sehr kurvenreiche Straße, die Spaß machte.
Am Campingplatz war mein Ankommen unerwartet, obwohl ich zuvor per E-Mail angefragt und die Bestätigung für das Wochenende erhielt. Wie sich herausstelle, lag der Fehler bei mir. 🙃 Hatte ich doch tatsächlich Juni und nicht Mai in der E-Mail angegeben. Plätze sind reichlich vorhanden, da der Campingplatz jedoch Autark ist, können nur eine bestimmte Menge an Personen dort unterkommen. Ein Plätzchen fand sich dennoch für mich.
Das Zelt war aufgebaut und ein paar Meter entfernt standen zwei Bäume in einem guten Abstand. Das wurde gleich genutzt und die Hängematte dort befestigt.
Später folgte das Abendessen am Zelt, nachdem ich zuvor geduscht hatte.
Der Abend klang bei einem alkoholfreien Weizen an der Wirtschaft des Campingplatzes aus.

Wanderung: ~14 Kilometer, 440 Höhenmeter
Wisper Trails – Naurother Grubengold
24. Mai – Wispergeflüster – Ranseler Höhenrausch
Wie zu erwarten war das Zelt und die Wiese darum am morgen feucht vom Tau der Nacht. Um das Zelt war es noch schattig. Dreiviertelhose und eine Fleecejacke gingen dennoch ganz gut. So machte ich es mir vor dem Zelt für das Frühstück gemütlich.
Die Fahrt zum Wispersee dauerte gut 20 Minuten. Eine schöne, kurvig Strecke war das. Morgens war noch nicht so viel los, dennoch hieß es immer wieder langsam um die Kurve da diese oft nicht einsehbar waren.
Die Wanderung verlief Anfangs durch zwei Täler. Zuerst an der Wisper entlang und dann in ein Seitental. In diesem engeren Seitental führte der Weg stetig nach oben. Einmal musste ich an einer schmalen Stelle platz machen. Ein Traktor kam mir entgegen, der den Weg mähte. Der Geruch des morgendlichen Waldes wurde schlagartig durch das feuchte, gemähte Gras überdeckt. Beides Gerüche, die ich mag. 😊




Am oberen Talende lief ich durch mehrere Felder. Alles ungemähte Wiesen mit farbenfrohen Sprenkel der verschiedenen Wiesenblumen. Mal mehr Weiß, mal mehr Gelb. Über den Kamm folgte der Abstieg in das Dörfchen Wisper. Dem Weg folgte ich durch das Dorf und nahm am Ende den falschen Waldweg. 🙃 Das merkte ich recht bald, da die Beschilderung auf einen anderen Wisper Trail hinwies. Der richtige Weg ist am Dorfende ein versteckter Single Trail. Ein paar überwucherte Stufe hinunter, war ich auf einem schönen Single Trail. Es wäre schade gewesen, den anderen Weg, der auch zum Wanderparkplatz führt gegangen zu sein. So kam ich über den Single Trail in ein Nachbartal und diesem folgend erreichte ich den Wanderparkplatz wo Aurora stand.



Über reichlich kurvige Straßen fuhr ich nach der Wanderung nach Ransel, ein Ortsteil von Lorch am Rhein. Direkt neben dem Parkplatz zum Einstieg der Wanderung befindet sich das Landart Restaurant. Mit einer Portion Pommes stärkte ich mich für die nächste Wanderung – der Ranseler Höhenweg.



Mit gefülltem Magen machte ich mich los. Der Wanderweg von dort lt. GPX-Track nach rechts, ich bin nach links. Sollte bei einem Rundweg der leichten Kategorie unerheblich sein. Spoiler: War es auch.
Also, los. Vorbei an einem Traktoren- und Landwirtschaftsmuseum ging es auf Feldwegen durch die Felder. Gräser und Getreide waren es. In der Mittagssonne nicht ohne so zwischen den Feldern. Der leichte Wind machte es erträglich. Bald erreichte ich den Wald durch den es auf Forstwegen ging. Nur gut zwei Kilometer und ich war wieder auf offener Fläche unterwegs. So ging es bis kurz vor Ende der Tour weiter.



Es waren vielleicht noch 3,5 Kilometer bis zum Ziel, da bog der Weg auf eine Wiese und zwar auf eine mit einem Single Trail. Quer durch die Wiese, dann entlang dem Wald und schließlich in den Wald. Im Wald ging der Single Trail weiter. Durch den Wald hinunter zum Ranselbach.
Mitten im Wald raschelte es in der Nähe. Ich erblickte gerade so noch eine Gruppe von Rehen, die durch das Laub huschten.
Am Ranselbach kühlte ich Arme und Beine mit dem erfrischenden Wasser des Bachs. Wie immer: Wo’s runter geht, geht’s bestimmt auch hoch. Hier auch! Langsam und stetig führte der Waldweg nach oben bis zum Rand des Weges.
Aus dem Wald heraus befand ich mich in der glühenden Nachmittagssonne. Der Wind machte es wieder angenehm, durch die Felder bis zum Ausgangspunkt zu laufen.
Am Campingplatz angekommen begab ich mich zur kleinen Versorgerhütte am Eingang des Campingplatzes. Da gibt es viel Lokales. Neben Marmelade und Brotaufstrichen auch Hackfleischsoße von Galloway Rindern. Mir hatte es das Eis angetan. Davon gab es sehr viele Sorten. ABER nur Barzahlung in die Kasse. Am Campingplatz fragte ich nach dem nächsten Geldautomaten um mir Geld für Eis zu holen. Der nächste Geldautomat ist gut 10 Kilometer entfernt. Claudia (Campingplatzbesitzerin) stellte mir die vier Euro zu Verfügung, die dann mit der Campingplatzabrechnung später beglichen wurden.
Mit dem Eis machte ich mich zum Zelt, fixierte die Hängematte wieder zwischen die zwei Bäume und genoss in Ruhe das Blaubeere-Schmand-Eis. Irgendwann, ich lag noch in der Hängematte, kamen ein paar Hühner mit Hahn vorbei. Die waren sehr relaxt und hatten keine Scheu.
Später gab es am zentralen Platz neben alkoholfreien Weizen einen gegrillten Burger und Pommes.




Wanderung: ~8,9 Kilometer, ~220 Höhenmeter
Wisper Trails – Wisper Geflüster
Wanderung: ~10,7 Kilometer, ~290 Höhenmeter
Wisper Trails – Ranseler Höhenrausch
25. Mai – Wispertalsteig
Da war er wieder, der Abreisetag. Frühstück am Zelt und dann alles packen. Das Zelt leider feucht.
Die Fahrt nach Espenschied war schnell hinter mir gebracht. Geparkt hatte ich auf dem fast leeren Wanderparkplatz am Ortsende. Von dort aus bin ich los über Wirtschaftswege durch Felder bis zum Wald. Im Wald gab es den ersten von mehreren noch folgenden Single Trails.



Sehr schön und leicht bergab. Ein kleiner Abstecher auf einen anderen Single Trail reizte mich. So kam ich mit leichtem Umweg wieder auf den ursprünglichen Waldweg des Wispertalsteigs. Das war am Werkerbrunnen, am tiefsten Punkt des Wanderweges für dieses Tal.



Ein langer Single Trail durch den Wald bergauf endete am Waldrand, um dort auf einem Wirtschaftsweg durch die Felder weiter zu gehen. In einem großen Bogen führte der Weg zurück in den Wald, wieder heraus und in den nächsten Wald.
Auf einem Waldstück führte der Steig durch Uli’s Märchenwald. Reichlich Schilder mit Sprüchen, sowie Figürchen, Stoffherzchen und vieles mehr gab es am Wegesrand zu entdecken. Eine Schöne Idee.



Insgesamt eine schöne Strecke, bei der Temperatur mit den Anstieg jedoch schweißtreibend.



Zufrieden und K.O. kam ich am Wanderparkplatz an. In Espenschied hatte nichts auf, daher machte ich mich auf den Heimweg. Dabei kam ich wieder mal durch Geroldstein. Der dortige Biker Treff ist immer gut belagert. Zeit für ein Mittagessen und Trinken. Es gab Bratkartoffel mit Leberkäse und Spiegelei. Wie ich von Bikern erfuhr, die sich an den Tisch gesellten, ist das Fleisch aus der eigenen Schlachtung.
Die Menge war für mich genau richtig und das Gespräch mit den Bikern nett. Nicht alle Biker fahren wie die Irren durch das Wispertal mit seinen unzähligen Kurven.
Es folgte eine gemütlich und interessante Heimfahrt. Interessant, da die Entfernung nach Navi 107 Kilometer betrug, die Reichweite bei 110 Kilometern lag. Das Navi plante die Strecke jedoch ohne Ladestopp ein. Es hat mit einer Restreichweite von 12 Kilometern bis nach Hause gelangt.
Wie ich erwähnte, das Zelt wurde Nass eingepackt. Also wurde es flugs Zuhause zum Trocknen aufgebaut.

Wanderung: ~15,6 Kilometer, ~570 Höhenmeter
Wisper Trails – Wispertalsteig