Norwegen – Lofoten – 2026

14. Juni – Svolvær

Am morgen war der Himmel immer noch gut bewölkt in Nyksund. Nach einem Kaffee machte ich mich auf zum Parkplatz und fuhr mit dem Auto zur Unterkunft. Ein Teil meiner Sachen packte ich gleich ins Auto.

Vor dem Eingang machte es sich der Chef gemütlich mit einem Kaffee. Wir kamen ins Gespräch. So erfuhr ich, das es Anfang Juni sogar noch geschneit hatte. Er meinte, das ich von den Änderungen auf den Lofoten deutlich überrascht sein würde; es wäre eine größere Veränderung zu 15 Jahren zuvor. Deutlich mehr Touristen.

Beim Frühstück selbst kam ich noch mit zwei Australiern ins Gespräch. Bei der Abgabe des Zimmerschlüssels kam ich noch mit einer Angestellten ins Gespräch. Insgesamt eh eine freundliche Truppe dort. 

Am Morgen entschied ich mich dazu nicht den Campingplatz bei Svolvær anzusteuern, sondern den bei Kabelvåg. Dieser ist besser bewertet, was die Sanitäranlagen angeht. Die Fahrt ging erst einmal bis Sortland auf den Vesterålen, um eine Ladestation anzusteuern. 

Da für den Tag nicht groß was vorgesehen war, entschied ich mich für die Route durch Stokmarkes und der Fähre von Melbu nach Fiskebøl. Shit happens – ich kam genau dann an der Fähre an, als diese ablegte. Somit hatte ich eine längere Wartezeit. 

Ab Fiskebøl war ich dann auf den Lofoten. Die zeigten sich bald mit ihrem tollen Terrain. Ein schmaleres Tal, mit steil nach oben gehenden Bergen, die sogar noch einzelne Schneefelder aufwiesen.

Am Campingplatz bei Kabelvåg, dem Kabelvåg Feriehus and Camping war nur ein Paar vor mir, das lediglich ein Eis kaufen wollte. Gute Idee, bei 19 Grad und strahlendem Himmel. Sommer. 😀 Da der Quittungsdrucker kein Papier hatte, sollte ich mir erst einen Platz für das Zelt auf den Zeltflächen suchen. 

So bin ich dann bis zum obersten Feld gefahren. Ein stellenweise steiler Schotterweg, der mit dem Allradantrieb kein Problem darstellte. Während ich dort das Eis aß, schaute ich mich genau um, um zu entscheiden wo das Zelt hin sollte. Noch war fast alles frei. 

Ein hübscher Platz war gefunden, auf dem ich das Zelt aufbaute. Danach fuhr ich zur Anmeldung für die Formalitäten. Auf dem Ausdruck gab es den Zahlencode zu den Duschen und die Info zum WiFi. 

Nun konnte ich nach Kabelvåg fahren ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich noch einen Platz für das Zelt bekomme. In Kabelvåg unternahm ich einen Spaziergang. An einem Sonntag ist das ein ausgestorbenes Dorf. Es war absolut gar nichts los. Selbst die beiden Cafés hatten schon zu.

Somit hatte ich mir nach meiner Rückkehr am Campingplatz zuerst einen Kaffee gemacht. Versorgt mit dem Kaffee beschäftigte ich mich dem Umpacken der Kleidung, da diese für den Flug gut, für das Campen aber ungünstig aufgeteilt war.

Alles erledigt war es schon fast 19:00 Uhr. Zeit für das erste Essen am Zelt. Ein Curry mit Kokosmilch, Karotten, Paprika und Reis als Beilage. Mit dem schönen Ausblick schmeckte das Essen bestens. 😊

Nach dem Abwasch kam das Duschen. Dabei stellte sich heraus, das es nur vier Duschen gibt. ABER dafür sind das kleine Bäder mit Dusche, Waschbecken und Toilette.

Vor dem Schlafen gehen war noch Zeit um im Roman “Amalthea” weiter zu lesen.


15. Juni – Matmora

So um 7:30 Uhr stand ich auf. Im Zelt war es etwas heller wie am Abend. Die fast durchgehende Wolkendecke hatte sich in den letzten Stunden aufgelöst.

Auf dem Weg zu einer Toilette stoppte ich bei einem Radfahrer, der unweit von mir zeltete. Gestartet ist er in Hamburg und sein Ziel ist das Nordkap. Schon crazy, er hat vor dort Anfang Juli, zu seinem 66 Geburtstag zu sein. 

Ich gehe das ruhiger an und machte mir nach der Morgentoilette mein Frühstück. 

Die ausgesuchte Wanderung ist auf der anderen Inselseite. Also einmal halb um und durch die Insel. Das Wetter ist gut und das muss genutzt werden. 

Die Wanderung beginnt an einem kleinen Wanderparkplatz. Es geht durch den Wald in großzügigen Serpentinen nach oben bis das Rangeldalen erreicht ist. Nun folgte ein leicht Wanderpfad, der leicht auf und ab geht bis zum Ende des Tales. Ab dort geht es in meist kurzen Serpentinen nach oben. Dabei muss auch ein Geröllfeld überquert werden oder, so dachte ich mir, bei dem Alternativweg darum. Der war zwar schön, endete jedoch dann im Geröllfeld ohne erkennbaren weiteren Verlauf. Also einmal quer über das Geröllfeld zum anderen Weg. Weiter steil nach oben bis kurz vor dem Gipfel nochmal ein Geröllfeld zu erklimmen war. 

Oben am Gipfel der Matmora gab es einen wahnsinns Ausblick in alle Richtungen. 😀

Nach einer Pause versuchte ich den weiteren Weg. Der führte nach ungefähr einem Kilometer auf einem Grat. Da der Grat breit war, war es kein Problem, bis zu einer herausfordernden Stelle. Ca. 4 Meter nach unten über einen Erdweg und dann auf einem schmalen Pfad (zwei Fuß breit) am Abhang einen Fels umlaufen um dann wieder nach oben zu kommen. Bis zu dem Pfad bin ich und dann wieder zurück. Ohne Sicherung fühlte ich mich da nicht so sicher, zumal ich nicht wußte was noch kommen wird. Bevor ich wirklich zurück bin, versuchte ich es auf einem abgehenden Weg. Der war ebenfalls nicht ohne und endete dann einfach im Nichts.

Ergo: Zurück. Das bedeutete, das ich wieder hoch zur Matmora laufen durfte. Auf der anderen Seite hatte ich so erneut einen tollen Ausblick. 😀

Dann aber: Der Rückweg den Berg herunter antreten. Das klingt einfacher als es war. Durch die Steigung und dem Untergrund hieß es schön aufpassen.

Die Rückfahrt unterbrach ich in Svolvær aus zwei Gründen. Zum einen das Auto laden und zum shoppen. Von einem Kreisel abgehend kommt man relativ einfach zu einem Shopping Center. Etwas Kokosmilch hatte ich erneut gekauft. Kapern habe ich jedoch wieder nicht gefunden.

Am Campingplatz angekommen machte ich mich auf zum Duschen. Im Gesicht merkte ich da, das ich leicht weiß war. Das kam vom Salz, das ich auf der Tour ausgeschwitzt hatte.

Den One-Pot-Thunfisch gab es danach mit Nudeln und leider ohne Kapern. Gegessen wurde im Zelt, den die Sonne verschwand hinter dem Berg, womit der Zeltplatz im Schatten lag. Ohne Wind kamen gleich wieder nervende Kriebelmücken. 🫤 Mein Zelt lässt es zu, im Innenzelt einen Teil des Stoffes so zu teilen, das ein Mückenschutz immer noch vorhanden ist. So hatte ich beim Essen zumindest eine nette Aussicht. 

Wanderung: ~9 Kilometer, ~890 Höhenmeter


16. Juni – Moskenes oder doch nicht!?

Es war ein schöner sonniger Morgen. Für das Frühstück hatte ich mir eine der Tisch-Bank-Kombination in der Nähe meines Zeltes geschnappt. Es folgte ein Packen aller Sachen, denn es stand ein Wechsel des Campingplatzes an.

Ziel war der Campingplatz in Moskenes um an das untere Ende der Lofoten zu kommen. Die Idee dabei war ab dort langsam in den folgenden Tagen nach Norden zu ziehen. Einen Zwischenstopp in Napp hatte ich im Navi eingeplant.

So fuhr ich los und stoppte immer wieder um Fotos zu machen. Um nicht die ganze Zeit die E10 zu fahren, bog ich auf eine vorgeschlagene alternative Route ab. Einige Kilometer vor Napp sah ich ein Schild, das mich zum Abbiegen brachte. Lofoten Wool hatte ich schon vor der Reise bei meiner Suche nach lokaler Seife entdeckt. Der kleine Laden ist voll mit Wolle und Wollprodukten. Die Wolle dazu kommt von den eigenen Schafen, sowie Schafen aus der Gegend, erfuhr ich in einem Gespräch. Seife gab es ebenfalls, die mit Schaffett hergestellt wird. Recht dünne Seifen waren das. War dann doch nicht so interessant. Dafür entdeckte ich einen schönen Schal aus Wolle mit verschiedenen Nuancen von Rot.  

Auf dem, weiteren Weg nach Napp stoppte ich für weitere Fotos. Da hielt ein Auto und das Fenster ging runter. Es stellte sich heraus, das dies ein Pärchen war, mit dem ich mich in Nyksund unterhielt. Sie meinten am nächsten Tag die Tour zum Reinebringen unternehmen zu wollen. Genauso wie ich. Es wird sich also zeigen, ob man sich wieder trifft.

Napp war bald erreicht. Der Shop dort, Lofoten Seeweed hatte ich ebenfalls auf der Seifensuche entdeckt. Es gab genau eine Sorte von Seife, die ich nahm. Dazu kam dann noch dehydrierte Tang, der für Salat, Pasten usw. verwendet werden kann, sowie eine spezielle Salzvariation. All das gab es vor Ort zum probieren mit Erklärung.

Dort legte ich gleich noch eine Pause ein. In der Sonne vor dem Laden mit einem Kaffee und einem großen Cookie. Es gab dann sogar noch ein nachfüllen des Kaffees, wozu die Verkäuferin von sich aus mit der Kanne nach draußen kam. Insgesamt ein Laden mit sehr freundlicher Bedienung, die alles gut erklärte.

Als ich beim Campingplatz in Flakstad vorbeikam, schien die Sonne immer noch. Hm. Also die Wettervorhersage gecheckt und die Idee mit dem Campingplatz in Moskenes fallen gelassen. Nach der Anmeldung beim Lofoten Beach Camp suchte ich mir einen Zeltplatz im Dünenbereich vor dem Strand. Mein rotes Zelt war von weit her zu sehen. 😀

In der Beach Bar, die zum Campingplatz gehört, bestellte ich mir nach dem Aufbau einen Flat White mit einer Waffel. Die gab es mit Marmelade und Früchten. 😊

Da es noch früh am Tag war, ich jedoch keine anstrengende Wanderung unternehmen wollte, machte ich mich auf nach Å. Å ist der südlichste Ort der Lofoten. Ich kenne es noch als ein Fischerdorf in dem nicht viel los ist. Tja, das hat sich deutlich geändert. So viele Leute die dort mit Bussen angekarrt werden, ist mir neu dort. 

Zurück am Campingplatz unternahm ich, was ich mir vorgenommen hatte – ins Meer gehen. Es war mittlerweile bewölkt, bei 12 Grad mit spürbarem Wind (Bft. 3). Immerhin bis zum Bauchnabel habe ich mich rein getraut. Und sogar geduckt in eine herankommende Welle. Als ich aus dem Wasser rauskam, fühlte es sich gar nicht mehr so kalt an. Dennoch, schnappte ich mir alles, was ich vorbereitet hatte und machte mich auf zu den Duschen. Die heiße Dusche war sehr angenehm. Später hatte ich nach der Wassertemperatur recherchiert und diese lag wohl bei 10 Grad.

Am Zelt suche ich mir einen größeren Stein als Windschutz für den Campingkocher um mein Abendessen zuzubereiten. Etwas einfaches. Nudel mit Pesto, das mit Knobi und Zwiebel die ich angebraten hatte verfeinert wurde.

Am späteren Abend machte ich es mir in der Beach Bar gemütlich. 


17. Juni – Reinebringen

Der Wind des Abends hatte deutlich nachgelassen. Das Frühstück am Zelt war direkt angenehm. Noch zierten sich die höheren Berge und versteckten ihre Spitzen in den Wolken. 

Durch die Bewölkung ging ich den Tag ganz langsam an. Alles nötige für die Wanderung wurde gepackt, um anschließend nach Reine zu fahren. Dort parkte ich auf dem Parkplatz am Hafen. Eigentlich sollte das Auto durch die Kameras automatisch erfasst werden. Die App Easy Park und die alternative Webseite gaben jedoch an, das ich nicht auf dem Parkplatz bin. Das wird sich möglicherweise später lösen.

Die Tour startete ich mit einem Umweg über den örtlichen Bäcker. Was süßes für die Gipfelpause. 😊 Der Weg führt durch Reine und danach an der E10 bis zum eigentliche Einstieg. Vom Parkplatz bis zur Spitze sollen es 2,8 Kilometer sein. Am eigentlichen Einstieg zog ich die Jacke aus um im T-Shirt den zweiten Abschnitt nach oben anzugehen. 

Vor 15 Jahren hieß es für mich hier auf einem Gravelpfad nach oben kraxeln. Nun, die Zeiten haben sich geändert. Nur noch 1,1 Kilometer. Nur noch 1978 Stufen. Nur noch ein kleiner Gravelteil ganz oben. Nur noch gut 480 Höhenmeter. 

Was war ich froh, das es beim Weg nach oben noch bewölkt war. Witzig war eine kleine Gruppe aus Spanien, die parallel mit mir ging. Durch die unterschiedlichen Pausen trafen wir uns oft. Die eine Spanierin meinte immer – Nur noch zwei Minuten. 😂

Oben angekommen lichteten sich die Wolken langsam. Ein paar Bilder, bevor es Zeit war für den Gipfelsnack. Ich hatte mir dazu etwas typisch norwegisches in der Bäckerei gekauft – eine Zimtschnecke. 😀 Ich aß jedoch nur einen Teil ganz oben, den anderen weiter unten. Oben war doch viel los. Nicht wie früher, wo wir nur zu fünft dort oben waren.

Als ich den weiteren Weg hinunter anging, kam mir bei den ersten Stufen jemand bekanntes entgegen. Wie am Vortag scherzhaft gesagt, trifft man sich vielleicht bei der Tour und so war es dann auch. Wir sind dann sogar nochmal ein paar Meter wieder zurück; also nach oben, denn die Sonne kam immer mehr heraus.

Die ganzen Stufen nach unten sind wir zusammen gelaufen und haben uns gut unterhalten. So kam der Abstieg gefühlt sehr kurz vor. Oben hatten wir wegen dem Wind noch Jacken an, auf dem Weg nach unten wurde es immer weniger. Unten angekommen, fühlten wir beide uns als würden wir auf einer Wolke laufen. Durch die vielen Treppenstufen fühlte sich das Laufen auf einer ebenen Fläche merkwürdig an. Der Effekt war aber bald wieder weg.

In Reine trennten sich unsere Wege. Sie lief zu ihrem Auto um zur Unterkunft zu fahren und dann ihrem Mann die Möglichkeit für die Tour zu geben, der sich um das Baby kümmerte. Meiner war der zum Parkplatz. Die App hatte immer noch keine Bestätigung, das ich dort parkte. So schrieb ich eine kurze E-Mail an die Kommune, wie es auf einem Schild auf dem Parkplatz stand.

Dann parkte ich kurz um, um das Auto zu laden. Während dessen konnte ich die Schuhe tauschen, sowie ein paar andere Dinge erledigen.

Auf Sakrisøy stoppte ich bei Anita’s Seafood Café. Ein Cappuccino mit einer warmen Zimtschnecke bestellte ich mir. Das was ich dort an Fischburgern und sonstigem Essen sah, sah gut aus. Da beschloss ich an einem anderen Tag dort zu Abend essen.

Auf dem Rückweg hatte ich leider zweimal wieder Schnarchnasen mit ihren Wohnmobilen vor mir. Bis eine geeignete Stelle zum Überholen kam, dauerte es. Die sollten sich mal bei dem Fahrer des Müllwagens vom Vormittag erkundigen. Der war mit dem Müllwagen sehr zügig unterwegs gewesen.

Am Campingplatz angekommen entschied ich mich dazu den Tag ruhig ausklingen zu lasen. Duschen und dann am Zelt einen Kaffee, sowie Lesen bis zum Abendessen. Das ganze bei sonnigem Wetter, das am Strand mit dem immer wieder auffrischenden Wind kühler wirkte. Im Zelt war es sehr angenehm. 😊 

Wanderung: ~5,5 Kilometer, ~530 Höhenmeter


18. Juni – Kvalvika Beach und Nesland – Nusfjord

Heute wurde ich etwas früher wach. Eigentlich ganz gut, da die Wettervorhersage für Nachmittags gemischtes Wetter ankündigte. Wie auch immer, erst mal Frühstück.

Die Fahrt zur ersten Wanderung war eine, zu einer der Nachbarinseln. Dazu musste ich über zwei schmale, gebogene Brücken fahren. Ist immer wieder eine interessante Sache, da diese so gebogen sind, das man den entgegenkommenden Verkehr nicht sehen kann. Also vor der Brücke checken, ob was entgegen kommt.

Dann ging es durch da Örtchen Fredvang, das eher wie eine weit verstreute Ansammlung von Häusern, denn einem Dorf erscheint. Weiter die Straße bis zur einer weiteren Ansammlung von Häusern. Der Fluß Markelva ist eher ein kleiner Bach, der die geschotterte Straße quert. Das ist der Startpunkt der Tour.

Es ging durch ein Tal, dem Bach lose folgenden. Es ist am Anfang ein Weg, der immer wieder durch ein Feuchtgebiet geht. Daher ist der Weg oft mit Holzblanken ausgelegt. Wenn es nicht durch eine offene Landschaft ging, ging es durch einen Birkenwald. Vorbei an insgesamt drei Seen, bis ich zum Kvalvika Beach kam. Unterwegs sah ich Zwei ihre Zelte zusammenpacken und einige, die mir mit kompletten Gepäck begegneten. Ich war somit die Einzige, auf einer Tagestour.

Angeblich sollen in dieser Gegend Schafe weiden. Gesehen hatte ich keine, dafür aber einen Hasen.

Kvalvika Beach besteht aus drei Sandstränden. Den ersten sah ich schon von oben aus dem Tal kommend. Die nächsten zwei sind von jeweils großen Felsen getrennt. Bei dem ersten Felsbereich entschloss ich mich unten rum zu gehen. D. h. durch das Wasser. Dazu zog ich die Schuhe aus, krempelte die Hose hoch und umging die Felsen. Das kalte Wasser kribbelte ordentlich. Bei der zweiten Felsblockade zum dritten Sandstrand versuchte ich es genauso, brach aber ab, da dort das Wasser zu tief war. Ohne Hose wäre es möglicherweise gegangen, aber bei der Wassertemperatur(!).

So trocknete ich meine Füße nach der Kneipp Tour ab und machte mich oben herum um die zweite Felsblockade. Angekommen am dritten Sandstrand war mir klar, wo die ganzen Tourer mit ihrem vollen Gepäck herkamen. Noch standen hier acht Zelte in Strandnähe.

Kvalvika Beach selbst erstrahlte in der morgendlichen Sonne mit tollen Türkis- und Blautönen.

Von hier war der Weg bergauf. Wobei “der Weg” nicht so einfach zu sehen war. Es gibt in dem Wirrwarr von Steinen teils keinen Weg von unten zu sehen. Egal, einfach nach oben. Es passte schon. Auf der anderen Seite ging es länger durch ein Feuchtgebiet. Auch hier wieder auf Holzbohlen. Auf dieser Teilstrecke vom Strand bis zur Straße (Wanderparkplatz) kamen mir reichlich Wanderer entgegen. Kein Wunder, ist das doch der kürzeste Weg zu den Stränden. Schöner ist jedoch der, den ich lief.

An der Straße angekommen folgte ich dieser gut 3,8 Kilometer. Eher langweilig an der Straße, aber es gibt leider keinen alternativen Weg.

Da es gerade erst Mittagszeit war, machte ich mich auf zur nächsten Tour. Wobei, nicht ganz am Dorfende von Fredvang, vor der ersten Brücke stand ein Food Truck. Dort bestellte ich mir einen Burger. Die Lebensmittel dazu kamen angeblich alle aus der Gegend. Lecker war er zumindest.

Jetzt aber tatsächlich weiter zur nächsten Tour. Der Startpunkt ist in Nesland. Gar nicht so weit weg, durch die Schotterstraße ist es dann doch eine längere Fahrt, zumal hier dann auch Schafe neben und auf der Straße waren.

Von Nesland ging ich den Fiskersti nach Nusfjord. Der Pfad geht immer wieder auf und ab; immer wieder durch offene Landschaft oder durch Birkenwälder. Aber vor allem geht er immer in der Nähe der Küste entlang. Durch das auf und ab usw. braucht man für die gut 5,5 Kilometer einige Zeit. Abwechslungsreich wurde der Weg durch die Querung eines Felssturzes. Dort lagen riesige Felsbrocken und auf einigen war das rote T der Wegmarkierung zu sehen. Such dir deinen Weg und falle in keine der Spalten!

Später kam dann noch eine Holzleiter nach unten, mit einem Abschlussklettern an einem Seil Klettern musste eh immer mal wieder auf dem Weg.

Nusfjord war relativ ausgestorben. Nur eine Hand voll Personen war im Hafenbereich zu sehen. Mehr sah ich erst vor der Pizzeria und im alten Landhandel, der nun ein Café ist. Dort machte ich es mir mit einem Flat White und einer Waffel gemütlich. Der alte Landhandel ist ein Café, aber auch ein Museum mit dem was dort alles zu sehen ist. In ganz Nusfjord sind einige Gebäude als Museum zu begehen. So kann man nachvollziehen wie der Fischfang und die Verarbeitung einmal war. Ebenso der Walfang.

Zurück ging es fast auf dem selben Weg. Aus dieser Richtung sind die Markierungen nicht ganz identisch. So kam ich z. B. nicht mehr an der Leiter vorbei. Die spannende Felskletterei kann jedoch nicht umgangen werden. Nicht so einfach dort, irgendwie aber auch spaßig.

Die Wanderung endete somit wo sie begann, in Nesland. Zurück ging es wieder über die Schotterstraße und dann die normale Straße zum Campingplatz. Dort angekommen war die Heckscheibe völlig zugestaubt. 😂

Nach einer nötigen Dusche machte ich mir Nudeln mit Pesto. Es war schon später und zu richtigem kochen hatte ich keine Lust mehr.

Über “Nacht” zog der Himmel zu. Es sollte regnen. Leider immer wieder für die nächsten drei Tage. Damit macht ein Wechsel des Campingplatzes keinen großen Unterschied. Somit beschloss ich, drei Tage länger auf diesem Campingplatz zu bleiben und zu schauen, was gehen wird.

Wanderung: Kvalvika – ~11,5 Kilometer, ~520 Höhenmeter
Wanderung: Nesland – Nusfjord – ~11,8 Kilometer, ~270 Höhenmeter


19. Juni – Munkebu

Wie ich morgens das erste Mal wach wurde, hörte ich leichten Regen, der auf das Zelt prasselte. Ich drehte mich um und schlief wieder ein. Als ich dann wach wurde, war es ok zum Aufstehen. Für das Frühstück saß ich im Zelt, mit der zum Strand offenen Seite. 

Die Berge im Hintergrund hatten wolkenverhangene Spitzen, ansonsten sah es ganz gut aus. Dennoch verkroch ich mich zum Lesen im Zelt für einige Zeit. So ganz geheuer war mir das Wetter nicht.

Am späteren Nachmittag machte ich mich auf nach Sørvågan. Unterwegs stoppte ich in Hamnøy. Beim dortigen Bäcker kaufte ich eine Zimtschnecke und einen Kaffee. Beides gab es in der Sonne vor der alten Bäckerei.

In Sørvågan fand ich auf dem Parkplatz gerade so noch einen Platz für das Auto. Von dort machte ich mich auf die Tour. Das erstes Highlight war bald erreicht  – ein schöner Wasserfall. Der Pfad querte einen kleinen Bach um dann zu einem See zu gelangen, an dem es entlang ging. Immer wieder mal über größere Steine und Wurzeln.

Am Ende des Sees nahm ich wohl den falschen Pfad und befand mich auf einem noch kleineren Pfad nach oben. Die Richtung stimmte, daher merkte ich es nicht sofort. Bis auf das knifflige Ende, dem hochklettern an einem 1,5 Meter hohen Felsblock am steileren Hang war es ein schöner Weg.

Dann war ich wieder auf dem eigentlichen Weg. Leicht bergab, um dann länger bergauf zu gehen. So im Inselinneren wurde es bald schon fast so wie in höheren Lagen in den Alpen. Viel Fels, Gras und höchstens kleine Büsche.

Der Munkebu ist ein See in einer Senke. Neben diesem ist eine DNT-Hütte, in der Mitglieder übernachten können. 

Unterwegs lief ich an Schneefeldern vorbei, bei meist sonnigem Wetter. Die Gipfel der Berge ringsum versteckten sich in den Wolken. Da die Wolken eher dunkel waren, kehrte ich ohne größere Pause wieder um. Auf dem Rückweg gab es in meiner Laufrichtung auf einer Seite große helle Wolken, die sich über die Berge in das Tal bewegten. Das war schon ein tolles Naturschauspiel. Die dunkleren Wolken hinter mir aber auch. 

Bergab bin ich den eigentlichen Hauptweg gelaufen. Damit kam ich über zwei längeren und steileren Felsen hinunter. Damit das gefahrlos geht, sind an beiden Abschnitten Ketten gespannt. 

Wohlbehalten kam ich am Startpunkt wieder an. Morgens hielt ich zwischendurch für Fotos, was auf der Fahrt zurück zum Campingplatz nicht geschah.

Nach der Dusche machte ich mir ein Curry mit Gemüse und Reis. 

An der Rezeption schaute ich kurz vorbei und buchte die Übernachtungen für drei weitere Tage. Der ursprünglich mit eingeplante Campingplatz in Moskenes entfiel damit. Denn dorthin zu wechseln, war nicht nötig, da ich die südlichen Touren bereits hinter mir hatte.

Zum Ausklang gab es an der Beach Bar an diesem Abend Live Musik. 

Wanderung: ~10,3 Kilometer, ~720 Höhenmeter


20. Juni – Ryten?

Es regnete am frühen Morgen, kombiniert mit reichlich Wind. Ich drehte mich noch ein paar Mal um, bis ich, für mich sehr spät aufstand. Es wurde warm im Zelt. Der Grund: Der Regen hatte aufgehört, kaum Wind und die Sonne zeigte sich. Supi. Frühstück am/im Zelt.

Eine Recherche nach dem Frühstück ergab fast überall in der Nähe (Fahrtzeit ~1 Stunde) das selbe bescheidene Wetter. Also versuchte ich es mit einer Tour in der Nähe. So fuhr ich erneut nach Fredvang bzw. dem dahinter liegenden Indresand. 

Kaum dort angekommen, fing es an leicht zu nieseln. Es gibt definitiv besser Voraussetzungen für eine Tour. Mit der Regenjacke zog ich somit los auf die Tour zum Ryten, von dem man die Sandstrände von Kvalvika sehen kann. Die Tour lt. Wanderführer macht auch einen Abstecher zum Strand, den ich auslassen wollte. Dort war ich bereits zwei Tage zuvor bei Sonnenschein.

Wie sich herausstellte, ist diese Tour sehr beliebt. Bis zu diesem Tag, die meistbesuchte während meines Urlaubs. Zu denken, ich wäre die Einzige die bei so einem Wetter los macht, ist eine Fehlannahme gewesen.

Unterwegs fluchte ich kurz, da ich die Stöcke im Auto gelassen hatte. Von der Steigung war es kein Problem, nur mit den Steinen, Felsen und dem gelegentlich rutschigen Untergrund hätten diese mehr Sicherheit geboten.

Auf dem Weg nach oben nieselte es schön weiter. Dazu kam dann ein deutlicher Wind – 5 Bft, in Böen bis 7 Bft. Da Teile des Weges über Holzblanken und teils sogar mit einem Meter Höhe verlaufen, hieß es gut aufpassen. Aufpassen war ebenfalls an ein paar leichten Kletterstellen angesagt.

Am Sattel, ab dem es weiter zum Gipfel oder nach unten zum Strand geht, hatte ich so langsam genug. Ein paar Meter lief ich noch zum See Forsvatnet, dann kehrte ich um. Es waren nur etwa 11 Grad, deutlicher Wind und Nieselregen. Den Gipfel des Ryten zu erklimmen war zusätzlich wenig anregend, da dieser in den Wolken versteckt war.

Nun also zurück, was nicht einfach war. Rutschig auf dem Erdboden, den Steinen und Felsen. Aufpassen war also angesagt.

Etwas wärmendes wäre nun gut. Zurück, über den Campingplatz fuhr ich bis Vikten. Dort gibt das Glasshytta Vikten. Eine Glassbläserhütte und Café. Die Tische des Cafés sind dabei im Shop verteilt. Ich wählte für mich einen Tisch im Raum wo der Glasbläser gerade seiner Arbeit nachging. Abgesehen davon, das dieser Bereich gut gewärmt war, konnte ich so dem Glasbläser zuschauen, wie viele andere und dabei meinen Flat White mit einem Stückchen genießen.

Sodann ging es zurück zum Campingplatz. Auf allen meinen Fahrten an diesem Tag, wie auch an den vorherigen war ich fasziniert von der Landschaft. Berge und davor Sandstrände mit türkisfarbenen Buchten. Die Wiesen mit ihren Blumen.

Am Campingplatz war es trocken und sommerlich. Sonne und kein Wind. Nach der obligatorischen Dusche gab es daher einen Kaffee am Zelt. Ich fing dann auch gleich an mit dem Abendessen. Knobi und Zwiebeln wurden in Chilli-Rapsöl angebraten. Dazu kam eine kleingeschnittene Paprika, die mitbruzeln durfte, bevor eine Packung Tomaten in Stücke darüber kamen. Ein paar Kräuter, Salz und Pfeffer. Den zuvor gekochten Reis gab es dazu.

Wie ich mit dem Spülen nach dem Essen beschäftigt war, wurde es wieder deutlich dunkler bewölkt, wie am Morgen. In der Beach Bar bei Live Musik war das weniger wichtig. 

Wanderung: ~4,5 Kilometer, ~180 Höhenmeter


21. Juni – Regentag

Es regnete, wie ich wach wurde und soviel schon vorneweg, es änderte sich während des Tages auch nicht mehr wirklich. Eine kleine Regenpause gab mir die Möglichkeit am Zelt zu frühstücken. Wobei, nur die Zubereitung war im freien ohne Regen. Gegessen hatte ich im Zelt, da es schon wieder regnete.

Mit dem Spülen des Geschirrs hatte ich mir Zeit gelassen. In der Tageszeitung gab es ein paar interessante Artikel, die die Zeit überbrückten bis zur nächsten Regenpause. 

Als das Geschirr gewaschen war, zog ich mich dem Wetter entsprechend an und machte mich auf nach Ytresand, das bei Fredvang liegt. Somit lag der Ausgangspunkt der Wanderung sehr nahe dem, des vorherigen Tages. 

Der Wanderparkplatz war voll, nachdem ich dort parkte. Hatte gar nicht so viel an diesem Regentag dort erwartet. Die Wanderung ging an einem Berghang schräg und stetig nach oben. Auf dem Weg nach oben, bei Nieselregen gab es immer wieder schöne Blicke zurück. Der böige Wind schmälerte das Erlebnis etwas.

Dann machte der Weg einen Bogen um den Hang; jedoch weiter nach oben gehend und somit zum ersten Gipfel. Weiter in eine Senke und wieder nach oben kam ich am zweiten Gipfel an. Hier bot sich ein toller Blick auf die Sandstrände und die Berge im Dunst. 

Den Weg zum letzten Gipfel hatte ich angetreten, dann wurde der Wind jedoch sehr stark, womit ich umkehrte. Alle anderen schienen an diesem Tag ebenfalls nur bis zu dem zweiten Gipfel (Røren) gelaufen zu seien. Weiter sah ich keine Person laufen. Kein Wunder, den weiter hieß noch ausgesetzter am Inselzipfel im starken Wind laufen, für eine Aussicht in die entgegengesetzte bergige Küstenlandschaft, wo doch die wesentlich interessantere Sicht bei Røren ist.

Auf dem Rückweg machte ich in Ramberg in einem Café halt.

Am Campingplatz angekommen, gab es eine Regenpause. Diese nutzte ich direkt für die Dusche. 

Die Zeit bis zum Abendessen verbrachte ich mit lesen im Zelt, denn, oh Wunder es regnete.

Für das Abendessen bin ich zuerst nach Reine gefahren. Erst bekam das Auto sein “Abendessen” am Schnelllader. Auf der Insel Sakrisøy bei Reine ist Anitas Sjømat. Dort soll es mit den besten Fischburger auf den Lofoten geben. Ein Grund, dort vorbei zu schauen. Ich bestellte mir den Burger Winnie The Pooh. Ein Burger mit einem Fischpaddy, geräuchertem Lachs, Shrimps und Salat. Richtig lecker. 😋

Am Campingplatz ging ich direkt in die Beach Bar. Es waren nur noch 10 Grad, so wie an vielen Tagen zuvor, jedoch mit Regen und Wind fühlte sich das deutlich kälter an. Nach der Wettervorhersage waren es “Feels like 0”.

Da es ein Wochenendetag war, gab es wieder Live Musik. Nebenbei konnte man die Saunabesucher beobachten. Es gibt zwei Saunen mit Panoramafenster zum Strand. Die Abkühlung nach dem Schwitzen ist das Meer.  

Wanderung: ~4 Kilometer, ~160 Höhenmeter


22. Juni – Relax-Tag

Als ich morgens wach wurde regnete es und stürmte. Wie an den letzten Tagen – umdrehen und weiterschlafen. 😅 Wie ich aufstand, dachte ich erst an ein Frühstück in der Beach Bar. Beim Weg zur Toilette, merkte ich, das es gerade ganz gut aussieht. Daher hatte ich mir vor dem Zelt ausreichend Wasser für den Kaffee und das Porridge gekocht. Der Kaffee war aufgesetzt und das Porridge zubereitet. Damit konnte ich alles wieder in das Zelt packen und dort Frühstücken. Das war genau die richtige Intention und der richtige Zeitpunkt. Kaum war das Zelt zu, begann es wieder zu regnen. Das machte mir ja nix, da ich Kaffee und Porridge im warmen und trockenen Zelt hatte.

Es war eh ein Relax-Tag geplant. Auszeit für die Beine; schließlich gingen alle Touren mehr oder weniger immer nach oben. Die ganze Zeit im Zelt rum sitzen wollte ich jedoch auch nicht. Daher ging es mit dem Auto auf eine erste Tour. In Ramberg kaufte ich Lebensmittel für die nächsten Tage. 

In der näheren Umgebung bin ich an ein paar Orte gefahren, um zu fotografieren. Es war neblig, trüb und regnerisch; dennoch hatte das alles eine gewisse Stimmung, die ich versuchte in Fotos fest zu halten.

Zur späteren Mittagszeit bin ich in der Beach Bar eingetrudelt. Eine Waffel mit Salat und Lachs war das Mittagessen, mit einer Zimtschnecke als Nachtisch.

Im Zelt verkroch ich mich einige Zeit danach. Ein Podcast über Roswell-Aliens vorgetragen von Rahel und Christian im Stay Forever Podcast.

Ein weiterer Anlauf zu einer Fotorunde wurde gestartet. Diese endete fast gleich. Auf dem Weg vom Zelt zum Auto hatte ich keine Regenhose an und prompt fing es richtig an zu schütten. 🙃 Also mit dem Auto soweit zum Zelt wie möglich; dorthin gelaufen und umgezogen (diesmal Regenhose!). Nun konnte ich los zur Fototour.

Es gab einige schöne Stellen, die bei dem Wetter durchaus ihren Reiz hatten. 

Da ich dabei wieder bis Reine kam, wurde nochmals der Akku geladen. 

Am Campingplatz gibt es zwar ein Zelt in dem reichlich Platz ist, um bei so einem Wetter zu kochen und zu essen, da ich aber schon mal in Reine war, hieß das, das ich wieder durch Sakrisøy komme. Somit bin ich wieder zu Anitas Sjømat. Eine Fischsuppe wurde es an diesem Tag.


23. Juni – Kabelvåg – Svolvær

Es hatte geregnet, während ich schlief. Für das Kochen des Wassers für Kaffee und Porridge hatte ich gerade so eine Regenpause erwischt. Ergo: Frühstück im Zelt. 

Es folgte ein packen aller Sache im Zelt. Die einzelnen Taschen packte ich auf einen Handwagen, den ich morgens beim Toilettengang auf dem Rückweg mitnahm. Dazu kam das schmutzige Geschirr. Dann wurde das Zelt abgebaut – im leichten Nieselregen. Es gibt schönere Momente dafür.

Mit dem Wägelchen wanderte ich zum Auto, um alles zu verladen. Erst nachdem ich den Handwagen wieder zurückgebracht hatte, wusch ich das Geschirr. 

Die Abfahrt vom Campingplatz verzögerte sich noch etwas. Erst kaufte ich zur Erinnerung ein T-Shirt in der Beach Bar und genoss noch einen letzten Kaffee.

Die Fahrt nach Kabelvåg war komplett im Regen. In Borg machte ich einen ganz, ganz kurzen Stopp am Wikingermuseum. Ein Bild und weiter. Im Museum war ich 15 Jahre zuvor schon. Vermutlich hat sich in der Zwischenzeit einiges dort getan. Jedoch standen sehr viele Autos, Vans, Wohnmobile und sogar einige Reisebusse auf dem Parkplatz. Das Gedränge innen mochte ich mir gar nicht vorstellen.

In Kabelvåg baute ich mein Zelt auf dem selben Campingplatz wie eine Woche zuvor auf. Der entscheidende Unterschied: Diesmal im leichten Nieselregen. 

Eigentlich wollte ich mir noch einen Kaffee kochen, bevor es weitergehen sollte. Nur mein Piezo-Anzünder wollte nicht mehr. Dann halt ohne nach Svolvær. Dort wurde ich im Sportladen leider nicht fündig für einem Ersatz. In dem Shopping Center bin ich daher noch in einen Supermarkt. Dort kaufte ich ein Feuerzeug, damit kann der Gaskocher ebenfalls angezündet werden.

Es nieselte immer noch ganz leicht, dennoch unternahm ich einen Spaziergang durch Svolvær. Der erste Gang natürlich zu einem Café. Das Deja Brew hatte ich mir ausgesucht. Es ist in einem kleinen Einkaufszentrum und gemütlich eingerichtet. Zum Flat White bestellte ich mir Pancakes mit Banane und Erdbeermouse. 😋

So konnte ich mich auf die weitere Erkundung von Svolvær machen. Das Zentrum ist ein Marktplatz, der am Hafen liegt. Das alles ist sehr übersichtlich. So groß ist die Lofoten-Hauptstadt nicht. In Geschäften fand ich neben einem T-Shirt, eine Fleecejacke. Nach ein paar Tagen mit Regen merkte ich schon die Kühle. Ein paar Fleecejacken, die ich dabei hatte waren zwar dick aber eben nicht so dick. Irgendwie irre, mir war teils kalt, während es Zuhause 39 Grad waren.

Am späteren Nachmittag hörte es auf zu regnen. Damit konnte ich mein Abendessen in Ruhe am Zelt zubereiten und dort essen.

In einem der Gemeinschaftsräume unterhielt ich mich mit einem anderen Camper während uns das Feuer des Holzofens wärmte. So ging der Abend schnell vorüber. Nur noch Duschen und ab in den Schlafsack.


24. Juni – Henningsvær

Ich wurde doch tatsächlich durch die Wärme im Zelt wach. Das hatte ich schon einige Zeit nicht mehr gehabt. Blauer Himmel und Sonne. 😀 Damit war klar, das das Frühstück auf alle Fälle vor dem Zelt sein sollte.

Die Fahrt zum Parkplatz für die Wanderung war ungefähr 20 Minuten. Es gibt dort ein paar vereinzelte kleine Parkbuchten, die alle bereits voll waren. Somit blieb nur übrig kurz vor Henningsvær auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz zu parken oder auf dem gebührenpflichtigen (und sehr teuren) nah an der Einstiegsstelle der Wanderung. Ich nahm letzteres.

Das Schild an Einsteig der Wanderung behauptet “nur” 1,4 Kilometer bis zum Gipfel des Festvågtinden. Es kamen eine Handvoll Treppenstufen, um danach über riesige Felsblöcke zu kraxeln. Hat man das geschafft, geht es nur noch geradeaus nach oben. Direkt ist eben kürzer. Das ist schon ziemlich steil auf dem Abschnitt bis zum See Heiavatnet. Immer wieder sind die Hände zu nutzen, um halt zu haben. 

Ab dort sieht man schon den Pfad auf einem Kamm nach oben gehen. Ebenso geradeaus und gut besucht. Der hinter mir liegende Weg war schon anstrengend, der von dort folgende noch deutlich mehr. Je höher ich kam, desto steiler und rutschiger wurde der Weg. Dafür ist die Aussicht super.

Runter ging es den selben Weg. Am See bin ich an diesem vorbei und bis zu einer kleinen Spitze, den Nippen gelaufen. Von dort hat man meiner Meinung nach sogar den besseren Blick auf Henningsvær. Den von hier kann man mehr vom Ort erkennen als von weiter oben.

Bis zur Straße kommt ebenfalls wieder der selbe Weg, den ich hoch lief nur halt runter. 

Diese Wanderweg grenzt schon ziemlich ans Limit dessen, was ein Wanderweg genannt werden kann. Es ist schon fast der leichteste Einstieg in die Kletterei.

So, nachdem ich Henningsvær von oben gesehen habe ging es natürlich auch nach Henningsvær. Ein ikonisches Fischerdorf heißt es. So wahr es nicht verwunderlich das dort viele Touristen unterwegs waren.

Neben einem Spaziergang durch den Ort gab es in dem Klatrekafeen einen Kaffee und einen Blaubeerkuchen. Das Klatre (Klettern) kommt u. a. dadurch, das dazu auch ein Shop mit Kletterartikeln gehört, sowie die Gegend um den Berg auf dem ich war auch ein Kletterberg ist.

Am Campingplatz war der Nachmittag mit relaxen und lesen bis zum Abendessen gestaltet worden.

Wanderung: ~4 Kilometer, reichlich Höhenmeter
Keine Karte, da sich das GPS der Uhr in dem Einschnitt schwer getan hat mit der Aufzeichnung und einige Ausreißer zeigt.


25. Juni – Um Svolvær

Über Nacht war es wieder kühl. Im Schatten des Berges, ohne direkte Sonne spürte ich die 10 Grad deutlich anders. Ich hatte sogar die Zusatzbelüftung des Zeltes geschlossen. Das bedeutete das das Außenzelt morgens von Innen feucht war. War schon klar; besser wie frieren. Das wiederum war am frühen morgen gar nicht der Fall. Die Sonne zeigte sich beim Frühstück am Zelt von ihrer freundlichen Seite.

Später soll es lt. Wetterbericht regnen. Daher machte ich mich nach dem Frühstück gleich auf zu einer kurzen Wanderung in der Nähe. Diese startete in Osan, einem Vorort von Svolvær. Der Anfang war eher langweilig, auf einem Schotterweg bergauf bis ich nach 1,3 Kilometer den eigentlichen Einstieg erreichte. Ab hier war es dann wieder ein Pfad über Wurzel und Stein. 😀

Am Sattel entschied ich mich zuerst nach links, zu einer Spitze zu gehen. Es bot sich mir ein schönes und bewölktes Bild von Svolvær und den Inselchen drum herum. 

Weiter, d. h. zurück zum Sattel und dort weiter zum nahen Tjeldbergtinden. Dort traf ich einen Local bei seiner Morgenwanderung. Still genossen wir die Aussicht.

Zurück ging es auf dem selben Weg. Nun kamen mir ein paar Personen entgegen. Zwei, die es wohl eher für einen Spaziergang hielten, so wie sie gekleidet waren. Das ist es jedoch nicht. Einfach ist der Weg schon, aber doch immer wieder feucht.

Am Auto angekommen, war es immer noch Vormittag. Nach der Wettervorhersage hatte sich der Beginn des Regens um fast zwei Stunden nach hinten verschoben. Im Wanderführer gibt es eine weitere einfache Wanderung. Von Svolvær zu einem Gipfel, mit der Option zu einem zweiten. Davor kommt man an einem See vorbei, der eine gute Aussicht bieten soll.

Somit nahm ich diese zweite Tour und beschloss sie aufgrund des kommenden Regens nur bis zu diesem See zu laufen. Auf dem steilen und felsigen Weg nach oben dachte ich schon, gut so zu entscheiden. Der Weg ist oft feucht, geht aber auch genauso oft über blanken Fels nach oben. Macht durch seine Abwechslung aber auch Spaß. Es geht durch viel grün, viel Farn, viele Birken. An einem unteren See vorbei, einem Bach mit Wasserfall entlang bis ich irgendwann oben am See war. Dort ist sogar eine große Holzplattform. 

Von hier könnte man weiter auf den Tuva. Diesen Gipfel sieht man auf dem einen Foto über dem See. Oder in die andere Richtung, auf den Blåtinden. Auf den Tuva, wie erwähnt wollte ich von vornherein nicht und der Blåtinden versteckte sich schon in den dunklen Wolken.

Auf der Holzplattform war es leider zu windig für eine ausgiebige Pause. Somit machte ich ein paar Fotos und begab mich auf den selben Weg zurück. In diese Richtung waren die Felsen nochmal vorsichtiger zu nehmen; vor allem die, die schon nass waren. 

Leicht durchgeschwitzt, entschied ich mich dazu den Campingplatz anzusteuern. Die Dusche war sehr angenehm. Auf den letzten Metern zum Zelt begann es dann auch leicht zu nieseln. Da war er, der angekündigte Regen.

Früher Nachmittag. In Svolvær suchte ich wieder das Deja Brew Café auf. Dort wurde ich gleich mit einem “Hallo, schön Dich wieder hier zu sehen” begrüßt. Das Café hat guten Kaffee, eine tolle Mannschaft und ist gemütlich. Hier war ich am Schreiben des Textes des Tages. Das geht am Besten mit einer Stärkung in Form von Pancakes. 😋

Es folgte ein Spaziergang durch Svolvær, bevor ich zum Campingplatz zurück kehrte.

Da es weiter regnete, machte ich es mir im Zelt gemütlich und las. Für das Abendessen packte ich alles in einen Beutel und lief zum Gebäude mit der Campingküche für alle. Dort machte ich mir ein Curry mit Gemüse und Reis. Dabei kam ich mit einer Schweizer Familie ins Gespräch. Dann kam sogar noch der Radfahrer, den ich dort zwei Tage zuvor traf.

Später lief ich zur Gemeinschaftshütte, da wir uns dort treffen wollten. Er war noch nicht dort, dafür eine Norwegerin, die es sich mit Kerzen auf dem Tisch gemütlich gemacht hatte. Wir kamen gerade ins Gespräch, als der Radfahrer zu uns traf. So waren wir – Emma, Wadim und ich – in dieser gemütlichen Hütte. Wadim sorgte für Feuer im Ofen, damit wir es bei unserer Unterhaltung gemütlich hatten und er seine Kleidung trocken bekam.

Es war bereits nach Mitternacht, als wir uns verabschiedeten und in unsere Zelte bzw. Auto verschwanden.

Wanderung – Tjeldbergtinden – ~4,9 Kilometer ~370 Höhenmeter
Wanderung – Tuvavatnet – ~4,3 Kilometer, ~370 Höhenmeter


26. Juni – Lofoten Beach Camp

Guten Morgen Regen. Zum Glück nur ganz leichter Nieselregen. 

Für das Frühstück machte ich mich mit meinem Beutel auf zu der einen Gemeinschaftshütte in der Nähe (eine andere wie am Abend zuvor). Dort traf ich Emma wieder, die genau aus dem selben Grund gerade dort ankam. Wir unterhielten uns erst mit einem anderen Camper und später mit einem Freund von Ihr, der sie abholte. 

Ich erwähnte, das ich im August erneut in Norwegen sein werde und zwar in Trondheim. Da Emma aus Trondheim ist, gab sie mir einen Tipp für ein Café dort.

Das Zelt mit allem wurde im immer noch leichten Nieselregen abgebaut. Ich machte mich auf nach Hov. Dort auf dem Hov Gård wollte ich mein Zelt für drei Tage aufschlagen. Den Preis fand ich dann doch zu hoch, zumal es nur sehr einfache Sanitäranlagen dort gibt. Im Restaurant/Café gab es was zu Trinken und einen leckeren Karottenkuchen während ich mir die Gestaltung der nächsten Tage überlegte.

Die Entscheidung: Weiter bis zum bekannten Lofoten Beach Camp für zwei Tage und danach für einen Tag nach Hov Gård.

Damit war klar, das eine Weiterfahrt nach Flakstad kam, um dort wieder das Zelt am Strand aufzubauen. Das Zelt baute ich diesmal eher in der Nähe der Beach Bar und nicht am äußersten Ende des Strandes auf. Mit Kaffee und Lesen verbrachte ich den Nachmittag im Zelt. Es nieselte immer wieder, zum Abendessen bestand dann doch noch dieses am Tisch in der Nähe des Zeltes zu mir zu nehmen. Mein Zeltnachbar tat dies ebenfalls, womit wir uns während des Abendessens angeregt unterhielten.

Der Abend wurde in der Beach Bar verbracht. Noch war es ordentlich bewölkt, was sich über Nacht auflösen soll.


27. Juni – Uttakleiv

Der Morgen war schon wieder viel freundlicher. Es zeigte sich die Sonne und teils blauer Himmel. Dafür war der Wind etwas stärker. Aber kein Problem, ich öffnete einfach die dem Strand abgewandte Seite des Zeltes und konnte so im fast Windstillen frühstücken.

Mit dem Zeltnachbar kam ich auch an diesem Morgen wieder ins Gespräch. Am Ende fuhr ich ihn bis zum nächsten Ort. Ich hatte Zeit und für ihn war die langweilige Teilstrecke (Wandern mit vollem Gepäck) an der Straße und über zwei Brücken damit überwunden. Zurück am Campingplatz zog ich eine dünnere Hose an, um zur Wanderung zu fahren.

Die Fahrt nach Haukland dauerte länger. Zwei Wohnmobile mit gemütlicher Geschwindigkeit hatte ich vor mir. Auf der schmalen Straße nach Haukland dachten diese wohl, das der entgegenkommende Reisebus ihnen platz machen würde. Natürlich Fehlanzeige. Dann meinte eine aus dem einen Wohnmobil noch aufgeregt das ich zurück fahren sollte und ignorierte dabei, das hinter mir schon ein paar Autos waren. Wir fuhren alle zurück in Seitenwege. Nachdem der Reisebus an mir vorbei war, fuhr ich auf die Straße. An den Autos und Vans hinter dem Reisebus konnte ich ohne Probleme vorbeifahren und hatte somit die Wohnmobile abgehängt.

In Haukland machte ich mich auf den Wanderweg. Eigentlich dachte ich mir den einen Küstenweg mit dem Weg zum Himmeltindan, dem höchsten Berg von Vestvågøy zu verbinden. Der Himmeltindan versteckte sich jedoch in Wolken, womit ich beschloss nur den Rundweg zu laufen.

Auf einem alten Weg nach Uttakleiv verlief die Wanderung an der Küste entlang. Erst gegen den stärkeren Wind und auf det anderen Seite vom Berg war von diesem kaum was zu spüren. Uttakleiv streifte ich, nahm kurz die normale Straße und bog auf einen noch älteren Weg über einen Sattel ab. Dies ist der älteste Weg nach Uttakleiv, während der an der Küste der neuere ist. Zur Jahrtausendwende wurde es einfacher durch einen Tunnel. Damit konnten diese beiden Wege zu Wanderwegen werden.

Am Anfang zum Sattel stand ein Schild, das nach dem Sattel Wegarbeiten seien und man den Anweisungen folgen sollte. Soweit so gut. Am Sattel stellte sich heraus, das die Anweisung “geschlossen” hieß. Damit war der Rundweg kein Rundweg mehr. Über einen Pfad bin ich in einer Schleife zurück zum Weg nach Uttakleiv und dann den ganzen Weg zurück nach Haukland. Selbstverständlich war nun der starke Wind auf dieser Seite und somit wieder entgegen meiner Laufrichtung. 

Am Ende wurde damit aus einem 8 Kilometer Rundweg ein über 13 Kilometer langer Weg. 

Am Haukland Beach gab es daher eine Waffel und einen Flat White.

Uttakleiv und Haukland haben beide tolle Sandstrände mit herrlich türkisfarbenem Wasser. An beiden Stränden ist es erlaubt mit einem Zelt zu campen. Daher bieten auch beide Frischwasser, Abwaschmöglichkeiten und Toiletten. Man muss sich je nach Strand nur mit den ganzen Tagestouristen und/oder Schafen arrangieren.

Das Abendessen, Nudeln mit einer Soße aus Tomaten und Paprika sollte es am Zelt geben. Dann ging kurz vor dem Ende des Kochens das Gas aus. So bin ich mit dem Pot in die Küche für die Zelter gelaufen und habe es dort auf einer Herdplatte zu Ende köcheln lassen. Gegessen hatte ich im daneben stehenden Zelt.

Wanderung. ~13,4 Kilometer, ~320 Höhenmeter


28. Juni – Brattflogan – Hov

Das Frühstück konnte wieder am Zelt eingenommen werden. Das nötige Wasser kochte ich dazu in der Küche für die Zelter. 

Das Abbauen des Zeltes war relaxt. Es war völlig trocken, was es schon länger nicht mehr war beim Zusammenpacken.

Entspannt bei Sonnenschein fuhr ich in das Slydalen (Tal) für die erste Wanderung. Der Weg von der Hauptstraße war jedoch ein geschotterter Weg und es gab ein paar Kühe, so wie viele Schafe. Die Schafe musste ich durchaus dazu bewegen, mir Platz zu machen.

Diese Wanderung ist eine leichte, die bewusst gewählt wurde. Ich wollte eine Tour in der Mitte der größten Lofoteninseln unternehmen. Es ging den Hang hoch. Links und Rechts kleine Büsche. Aufpassen musste ich eher auf den Weg, um nicht in die Hinterlassenschaften der Schafe zu laufen. Diese waren mit ihren Glocken gut zu hören; oft auch zu sehen.

Oben am Hügel, erreichte ich eine Hochebene. Diese war hauptsächlich mit Gras bewachsen. Hauptsächlich! Den was wäre eine norwegische Wanderung ohne durch ein morastiges Gebiet zu kommen. Es war schon gut, die wasserdichten Schuhe zu wählen. 

Nach der Hochebene ging es erneut nach oben, bis ich den höchsten Punkt des Brattflogan erreichte. Es war zwar im Slydalen während der Wanderung schon bewölkt, es bot sich dennoch eine gute Sicht.

Same way back.

Auf dem weiteren Weg mit dem Auto kam ich am Lofotr Museum vorbei. Diesmal hielt ich dort um eine Kleinigkeit zu essen. Dort traf ich die Schweizer Familie wieder, mit der ich mich in Kabelvåg schon unterhalten hatte. Sie sind in das Museum; ich bin weiter nach Hov. Die Sonne kam wieder heraus. Es war eine schöne Fahrt mit guter Sicht auf den Berg Hoven, der als einziger Berg am Ende der Insel herausragt. 

Da die Buchung schon am Tag zuvor erledigt wurde, konnte ich direkt einen Platz für das Zelt suchen. Den fand ich am Rand zum Strand. Bei der Entscheidung wurde ich von einer Norwegerin, die neben ihrem Zelt an einem Tisch saß angesprochen. Es war nicht das erste Mal, das man mich als Norwegerin vermutete aufgrund des norwegischen Kennzeichens am Auto. Wir kamen in ein längeres Gespräch (englisch und norwegisch gemixt) und stellten fest, das wir uns eventuell in ein paar Tagen auf Andøya wieder sehen.

Dann wurde tatsächlich noch das Zelt aufgebaut. Alles war soweit vorbereitet, womit ich auf die Tour zum Hoven gehen konnte. Mittlerweile war es leider wieder bewölkten das an einem Punkt der Lofoten, von dem die Mitternachtssonne gut anzusehen sei. Da sich die Bewölkung für den Rest des Tages nicht ändern sollte, machte ich mich auf die Tour. 

Vom Hov Gård (Campingplatz!) lief ich über den mir dort mitgeteilten Weg. Was keiner sagte, war das der schöne Wanderpfad durch ein Feuchtgebiet läuft. Es wurde besser, als ich auf den eigentlichen Hauptwanderweg kam. Dieser war zwar hier und da matschig aber eben kein Moorgebiet. Fast ganz oben wurde es nochmals ordentlich steil, bis der Gipfel erreicht wurde.

Es bot sich eine tolle Rundumsicht. Schön wie die vielen Inseln zwischen den größeren liegen. Genauso wie der Strand am Campingplatz heraus leuchtete. 😀 Mein rotes Zelt war wieder Mal deutlich zu erkennen. 😀

Zurück dachte ich mir, lieber den Hauptwanderweg bis zum Golfplatz zu laufen um dem Feuchtgebiet aus dem Weg zu gehen. Tja, Pech gehabt. Der Hauptweg war matschiger.

Am Campingplatz kam ich mit meinen neuen Nachbarn aus der Hamburger Gegend ins Gespräch bevor es unter die nötige Dusche ging.

Auf dem Weg zum Restaurant im Hov Gård traf ich dann Beat mit Sohn (die halbe Schweizer Familie) sie warteten auf die anderen beiden. Da es der Tochter nicht gut ging, gingen nur Beat und sein Sohn zum Essen, womit mir angeboten wurde mit zu gehen. Das machte es einfacher für mich ohne eine Reservierung. Wir hatten beim leckeren Essen – ich mit Bacalao und später einem Schokodesert – ein angenehmes Gespräch. Gezahlt wurde getrennt, wobei Beat mir den Wein ausgab; ich das Brot mit Butter.

Wanderung – Brattflogan – ~6,3 Kilometer, ~380 Höhenmeter. 
Wanderung – Hoven – ~5,4 Kilometer, ~390 Höhenmeter


Weiter auf den Vesterålen…

Nepal – Mustang – Trekking

25. März 2025 – Flug nach Jomsom

Zum Frühstückk gab es eine Tasse Tee. Eine Fahrt von wenigen Minuten brachte uns zum Flughafen. Der Flieger kann bald und so begann unser Flug nach Jomsom. Der Flug wurde Vor Jomsom ein wenig unruhig durch Windböen. In Jomsom liefen wir zum nahegelegenen Hotel. Dort konnten wir unser Frühstückspaket vom Hotel in Pokhara zu uns nehmen. 

Währenddessen packte unser „Träger“ die Pferde und machte sich auf den Weg. Wir unternahmen noch einen Spaziergang in Jomsom. Von Jomsom gab es eine schöne Sicht auf den Nilgiri (7061 M).

Es folgte eine Fahrt mit einem Geländewagen bis zum Taleingang ab dem das Trekking begann. Der Taleingang liegt nur wenige Minuten fahrt hinter Jomsom. Das Stückchen könnte man auch laufen, macht auf der geteerten Straße nur keine Freude und daher die Fahrt. Ab dort liefen wir gemütlich bis Lupra (~3000 M). Mit Blick zurück konnten wir immer wieder den Gipfel des Dhaulagiri sehen. In der Lodge angekommen gab es eine Nudelsuppe zu Mittag.

Mit Britta unternahm ich einen Fotospaziergang im und um das Dorf.

Anschließend ging es mit der gesamten Truppe auf eine Anpassungstour für die Höhe. Dabei kamen wir an einem Internat vorbei. Als wir den Rückweg angehen wollten, ttrafen wir die Schüler, welche von der Schule zum Internat kamen. Im Gespräch mit einem Mönch und mit älteren Schülerinnen (Übersetzt vom Guide) erfuhren wir dass 80 Kinder/Jugendliche im Internat sind und welche Vorstellung ein paar der älteren Schülerinnen für ihre berufliche Zukunft haben. Wir selbst wurden dabei genau beobachtet und waren bei der Teezeit, welche direkt nach der Schule ist, wohl Hauptthema.

Zurück an der Unterkunft, der Guide und ich waren in einer anderen untergebracht, konnte relaxt werden. Zum Sonnenuntergang gab es das Abgesessen. Beide Lodges sind dabei sehr rudimentär ausgestattet gewesen.

Tour: ~3,2 Kilometer
Höhenmeter: 290 hoch 
Übernachtungshöhe: 3000 M


26. März 2025 – Trekking Lupra – Muktinath

Früh war ich auf und musste so die Zeit bis zum Frühstück überbrücken. Vor dem Frühstück hatte ich mir u. a. die Thermoskanne mit heißem Wasser auffüllen lassen. Zum Frühstück selbst gab es Kaffee und einen Pancake.

Um 8:30 Uhr begaben wir uns auf unsere Tour. Zuerst folgten wir dem Tal auf der linken Seite, bis wir dann mitten im Tal liefen und letztlich die Talseite wechselten. Nachdem wir unter einer Hängebrücke durch liefen, begann der eigentliche Aufstieg zu einem Pass. Gut 600 Höhenmeter waren es, die wir in einem gemütlichen Tempo hinter uns ließen. Dabei machten wir ein paar Pausen. Für die Pausen hatten wir morgens ein Lunchpaket mitbekommen.

Oben am Pass war es sehr windig. Davor und danach war über weite Strecken T-Shirt Wetter angesagt. Strahlend blauer Himmel und mit der Höhensonne schön wärmend. Wir sahen unterwegs einiges an bewirtschaftet Feldern – Buchweizen für den Eigenbedarf und Äpfel hauptsächlich für den Verkauf.

Mit Blick zurück hatten wir immer wieder den Dhaulagiri in Sicht. 😀 An wilden Tieren waren lediglich Schmetterlinge und krähenartige Vogel zu sehen.

Vom Pass aus war es ein sich am Berghang schlängelnder Pfad, leicht bergab. Am Rand von Muktinath sahen wir einen Parkplatz am Ortseingang, mit dem die Straße endete, voll mit Bussen und Geländewagen. Transportmittel für die hauptsächlich aus Indien kommenden Religiösen. Dann kam ein großer Bereich mit Ständen, vor allem mit Transportmöglichkeiten – Pferde oder Träger mit Trage. 

Viel weiter hinten, weg vom Rummel erreichten wir unser Hotel. Zuerst gab es nach dem Beziehen der Zimmer einen Kaffee oder ein Bier auf der Terrasse. Nun versuchte ich eine warme Dusche zu bekommen. Duschen ja, Warm nein. 🥶

Am späteren Nachmittag unternahmen wir eine Spaziergang zu den Tempeln. Hauptpunkt ist der Vishnu Tempel, bei dem ich ein Armbändchen bekam. Die Zeichnung mit Farbe lehnte ich ab.

Um den Tempel gibt es eine Reihe von Wasserspeiern unter den die Religiösen durchliefen. Daneben gibt es noch zwei Buddhistisch Klöster sowie eine Buddahstatur.

Über einen steinigen Pfad gelangen wir zu einer weiteren religiösen Stätte mit einer großen Statue. Bald danach waren wir wieder im Hotel. 

Um 19:00 Uhr gab es das schon zuvor ausgewählt Abendessen. Ein Mustang Stew.

Tour ~8,6 Kilometer
Höhenmeter: 813 hoch
Spaziergang in Muktinath: ~3,6 Kilometer 
Übernachtungshöhe: 3650 M


27. März 2025 – Relaxtag

Nach einem sehr üppigen Frühstück machten wir uns auf zu einer Erkundungstour. Durch Muktinath kamen wir auf die alte Hauptstraße zum nächsten Dorf. In Jharkot sind viele Häuser verlassen, eine Erkundung dort war spannend. Zumal wir dort in das Kloster konnten und sogar auf das Dach des Klosters.

Es folgte ein längerer Weg zum nächsten verlassenen Dorf. Dabei folgten wir eine Zeitlang einem schmalen Wasserlauf, der von Bäumen und Laub umgeben war. Es entstand durch das Laub eine Stimmung eines Herbstspazierganges.

Das verlassene Dorf, Purang,  bot erneut vieles zu entdecken. In allen diesen Dörfern gibt es intakte Häuser, die von den Einheimischen für eine Übernachtung kostenfrei nutzbar sind. Unser „Träger“ übernachtete z. B. dort.

Ein langer Weg bergauf brachte uns zurück nach Muktinath. Unterwegs konnten wir Feldarbeiter beim Pflügen mit einem Yak-Gespann beobachten. Gepflanzt wurden Kartoffeln.

In Muktinath steuerten wir das Hotel Bob Marley für einen Latte Macchiato an.

Zur Mittagszeit gab es in unserer Unterkunft eine Nudelsuppe.

Relaxen, die Sonne genießen und dabei lesen war eine Nachmittagsbeschäftigung. In einer Gruppe machten wir uns später auf, um erneut das Bob Marley anzusteuern. Ein Apple Crumble mit Kaffee sollte es werden. Der Kuchen war sogar noch warm.

Ein kleiner Spaziergang brachte mich zurück zum Hotel. Später erfolgte das gemeinsame Abendessen.

Spaziergang: ~5 Kilometer, ~200 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: 3650 M


28. März 2025 Muktinath – Chhusang

Wir frühstückten früher um schon um 8:00 Uhr los zu laufen. Durch Muktinath die Straße zur Tempelanlage und dort nicht die Treppe hoch, sondern links vorbei. Ein Pfad brachte uns in das nahegelegenen Dorf Chongur. Dort gab es vieles zu entdecken in den schmalen Gassen durch das Dörfchen, das durch die Farbe der Gebäude und Wände direkt bunt wirkte.

Rund zwei Kilometer nach unserem Start überquerten wir eine Hängebrücke und waren damit nun in Upper Mustang. Nach der Hängebrücke passierte uns unser „Porter“Träger“ mit seinen drei Pferden und dem Gepäck.

Es folgte ein langer meist mäßig steiler Pfad zum Giyu La (Pass) auf 4077 Metern. Im Windschatten hinter dem Pass legten wir eine Pause ein. Im Lunchpaket waren Tibetisches Brot (fritiertes Hefebrot), zwei Eier und Kekse. Den Apfel hatte ich nicht mitgenommen.

Ab hier ging es deutlich nach unten. In einer Schlucht liefen wir lang bis zum Ende eines Weges, der einmal eine Straße werden wird. Die Landschaft in der Schlucht unterschied sich deutlich von dem was wir die letzten Tage gesehen hatten. Hier und da war Gras, Stellen mit weißen Flecken (was Salz ist) und unterschiedlichste Gesteinsschicht mit vielen verschiedenen Farben. Sogar Schnee und Eis gab es; allerdings zu wenig für eine Schneeballschlacht. 😅

Das Ende des Pfades war der Beginn auf einem Weg mit viel Geröll (Straße im Bau!). Das war weniger gut zu laufen. Ab und an gab es Verbindungspfade die uns den Weg nicht so langweilig erschienen ließen. Noch oberhalb von Tetang erblickten wir ein fast schon grünes Tal. Viele Anbauflächen mit frischem Grün und Bäume erzeugten einen deutlichen Kontrast.

In Tetang ging es einen Pfad hinunter in das Kiesbett des Flusses. Ein paar Minuten später über einen Pfad hoch zu einer Hängebrücke. Auf der Hängebrücke war es ziemlich windig. An der anderen Talseite wurde es spannend – ein schmaler, leicht ausgesetzter Weg zeigte den Weg. 😀  Es ging dann sogar noch an einen Wasserlauf entlang. Wasser, das in der Region rar ist.

Später gelangten wir über eine andere Hängebrücke zur gegenüberliegenden Talseite und waren damit am Ortseingang von Chhusang. Das Etapptenziel war damit in wenigen Minuten erreicht. Eine kleine Oase in der Hochgebirgswüste.

Da es gerade die letzten Kilometer windig und staubig war, war eine Dusche das erste in der Unterkunft. Frisch geduscht fanden wir uns zu einem Nachmittagskaffee oder -tee wieder.

Mit Britta war vor dem Abendessen eine Fotoerkundungstour im alten Dorf dran. Sehr spannend was es zu entdecken gab bei den schmalen Wegen, die immer wieder unter Häusern niedrig durchgingen. 

Für das Abendessen hatte ich mir Chowein mit Ei ausgesucht.

Tour: ~16,7 Kilometer
Höhenmeter: ~550 hoch, ~1225 runter
Übernachtungshöhe: 3050 Meter


29. März 2025 – Chhusang- Samar

Bei Sonnenschein verließen wir Chhusang am Morgen. Wir folgten der staubigen Schotterstraße bis zum Mustang Gate, das wir nach rund zwei Kilometern erreichten.

Das Mustang Gate war früher die einzige Möglichkeit den Kali Gandaki zu überqueren oder auch nicht, wenn der Fluss zu viel Wasser trug.

Danach folgten wir einem steileren Pfad in Serpentinen nach oben zum Dorf Tsaile (oder Chele genannt). Eine Pause und Dorferkundung waren angesagt.

Es ging weiter die Straße bzw. abkürzende Pfade nach oben. An der Straße war es nicht so toll, da der Wind und vorbeifahrende Autos Staub aufwirbelten. Vor Ghyakara bogen wir von der Straße ab auf einen Pfad zu einer Hängebrücke. Auf der anderen Seite führte uns ein Pfad durch bewirtschaftete Felder zum Dorf Ghyakara. Direkt am Dorfbrunnen war gefühlt das halbe Dorf und einem Mädchen wurden die Haare gewaschen. 

Bei einer einheimischen Familie gab es Mittagessen. Zuvor konnte ich auf das Dach, sowie das Dorf erkunden. Es hat eine überschaubare Größe und es gab wieder viele kleine Gänge zwischen und unter den Gebäuden.

Gestärkt durch eine Nudelsuppe mit Gemüse aus dem eigenen Garten gingen wir die zweite Etappe des Tages an. Bergauf! Die Landschaft änderte sich und wurde immer mehr von Canyons geprägt. Für eine Bachüberquerung mussten wir dann in Serpentinen rund 50 Höhenmeter nach unten und danach 80 Höhenmeter wieder hoch. Die letzten Höhenmeter ging es nicht auf der Seitenstraße sondern auf einem alten Pfad. Steinig und Steil, aber mit Spaßfaktor dass es wie eine schmale Schlucht war. 

Wir folgten der Seitenstraße und später der Hauptstraße nach Samar, unserem Tagesziel.

Geduscht ging es auf Exkursion. Zu dem Kloster Orgyen Drub Guye Gompa, das über Samar thront. Wir hatten Glück, uns wurde sogar aufgemacht.

Nun liefen wir zum Dorf und zu einem Aussichtshügel für ein paar Fotos. Genug an der frischen Luft und ab zum Hotel. Wir (Britta und ich) beschlossen im Hotel einen Kaffee und Apple Pie, der frisch zubereitet wurde, zu bestellen. Ein frittierter Teig mit einer frischen Apfel-Zimt-Mischung. 😊

Später fanden wir uns in der guten Stube zum Abendessen wieder. Gute Stube, da es dort einen Ofen gibt und sogar geheizt wurde. In gemütlicher Runde aßen wir und unterhielten uns.

Tour: ~9,7 Kilometer
Höhenmeter: ~780 hoch, ~180 runter
Übernachtungshöhe: 3620 Meter


30. März 2025 – Samar – Syangboche

Der erste richtig bewölkte Tag begann mit einem schönen Sonnenaufgang. Wir verließen Samar durch ein altes Tor. Der Pfad darauf führt bergab zu einer Hängebrücke in die Schlucht bei Samar um diese zu überqueren. Weiter bergauf gelangten wir zu einer weiteren Schlucht. Nun ohne Hängebrücke. Somit mussten wir über Serpentinen zum Bachlauf nach unten und dann über eine Natursteintreppe 55 Höhenmeter nach oben. 

Ein kurzes flaches Stück folgte, nur um dann stetig den Berg nach oben zu gehen bis zu einem Pass. Ein schmaler Pfad unterhalb des Bergkamms brachte uns bis zum Rand einer riesigen Schlucht. 

Über mehrere Kilometer folgten wir den Pfad die Schlucht hinunter. Am unteren Ende kamen wir am Bachlauf an. Ein guter Punkt für eine Mittagsrast. 

Dem Bachlauf folgend kamen wir zur Runchung Höhle. Vor Jahrhunderten kam ein Mönch der Bon-Religion (Vorläufer des Bhuddismus) aus Tibet dorthin um zu meditieren. 

Eine Pfad, der nicht besonders lang war endet an einen Parkplatz. Von diesem kamen wir nach langer Wegstrecke auf einem Schotterweg zum Tagesziel Syangboche.

Zum Nachmittag gab es Ginger-Lemon-Honey-Tee und ein Apple Pie.

Das Abendessen war in einem traditionellen Raum. D. h. am Rand des Raumes war eine durchgehende Bank um mehrere Wände und davor kleine längliche Tische. Weniger Traditionell war der Heizpilz. 😅 Bei einer Außentemperatur von gerade einmal vier Grad wurde er netterweise angemacht. Dazu sollte erwähnt werden, dass die Lodge im Grunde ein offenes Gebäude ist und keine wirkliche Isolierung oder gar eine Heizung hat.

Tour: ~8,6 Kilometer 
Höhenmeter: ~740 hoch, ~600 runter
Übernachtungshöhe: 3782 Meter


31. März 2025 – Syangbochen – Dhakmar

Gleich zu Beginn hieß es bergauf. Kaum am Kamm angekommen (15 Min.) gab es einen super Ausblick auf viele 6000er bis 8000er Gipfel. Während wir die Aussicht bestaunten kam der „Träger“ mit den Pferden und unserem Gepäck vorbei.

Ihm hinterher ging es zum Nyila-Pass auf 4035 Meter. Zuvor war es windig. Je näher wir dem Pass kamen, desto heftiger wurde der Wind. Um den Pass war der Wind so stark, das teils das Laufen schwierig war.

Danach ging es lange, langsam auf einem Pfad am Hang nach unten. In Gharni gab es in einer Lodge eine Nudelsuppe. Bevor wir die zweite Ettape angingen, gab es einen Spaziergang durch das Dorf. Aus dem Dorf heraus begleitete wir einen Bach und leider auch eine ziemlich Müllhalde.

Über einen Fluss durften wir wieder einmal bergauf. Wir kamen an einer sehr langen roten Manimauer an und folgten ihr in ein Tal, das von einer rötlichen Felswand dominiert wird.

In diesem Tal liegt Dhakmar, unser Ziel. Zu viert tranken wir einen Ginger-Lemon-Pott leer. Für Britta und mich gab es dazu jeweils einen Apple Pie.

Tour: ~16,5 Kilometer 
Höhenmeter: ~970 hoch, ~900 runter
Übernachtungshöhe: 3780 M


01. April 2025 – Dhakmar- Lomanthang 

Zum Abschied der Unterkunft bekamen wir alle einen traditionellen Schal – eine Khata. Die Khata soll eine sichere Reise erbitten. So Bedacht startete unsere Tour mit einem Anstieg. Zum ersten Pass sollte es gehen. Dazu liefen wir ein steileres Stück nach oben und manchmal sogar zwischen eigentümlichen Felsfornationen. So kamen wir zügig am Pass an. 

Direkt am Pass wehte es wieder ordentlich. Das hielt uns nicht davon ab einen Bergrücken neben dem Pass hoch zu laufen um die Aussicht zu genießen.

Wieder unten am Pass schnappten wir unsere Rucksäcke, die wir dort gelassen hatten. Bis zum nächsten (namenlosen) Pass mäanderte der Pfad durch ein leicht hügeliges Gebirgsplateau. 

Nach dem Pass ging es ins Tal zum Kloster Ghar Gompa. Dort besichtigten wir das Kloster und konnten auch in das 1350 Jahre alte Kloster selbst. Diese Kloster spielte eine wichtige Rolle in der Verbreitung des Buddhisnus. Aktuell (2025) sind einige Restaurierungsarbeiten am Kloster im Gange. 

In einem Nebenbereich des Kloster gab es das Mittagsessen. Gut gesättigt liefen wir ganz langsam, aber stetig zum nächsten Pass hoch. Dabei machten wir einige Pausen. U. a. an einer schönen Aussichtsstelle in ein Tal. Um das Ende des Tales mussten wir noch laufen um am Choku la anzukommen. Dies war mit 4290 Meter der höchste Pass des Tages und sollte der höchste des gesamten Trekkings sein.

Von hier an liefen wir mehrere Kilometer bergab bis wir am späteren Nachmittag Lomanthang erreichten. Ab dem Pass änderte sich das Landschaftsbild. Die Farben liefen mehr in Beige und Ocker. Auf dem Weg begegneten wir einer Yakherde und eine Hase kreuzte eilig unseren Weg.

Im Tal oberhalb von Lomanthang stoppten wir in der Nähe eines weißen Berghanges in dem Höhlen zu erkennen waren. Unser Guide, der in Lomanthang geboren und aufgewachsen war, erklärte dass er als Kind dort mit seinem Großvater kurzzeitig lebte. Sie hüteten Ziegen und ersparten sich so das täglich auf und ab nach Lomanthang .

Kurz vor Lomanthang passierten wir Feuchtwiesen und Bereiche, die einem Moor glichen. Der Ortseingang ist mit einem großen Tor markiert. Die ersten Straßen waren wie in den bisherigen Dörfern Naturwege. Erst als wir in die Straße zum Hotel abbogen, befanden wir uns auf einer gepflasterten Straße, wie im gesamten inneren Bereich des Ortes.

Tour: 16,33 Kilometer 
Höhenmeter: 866 hoch, 847 runter 
Übernachtungshöhe: 3820 M


02. April 2025 – Lomanthang 

Früh morgens wusch ich einen Teil meiner Wäsche und hängte sie auf dem Dach auf. Die Zeit bis zum Frühstück verbrachte ich mit lesen in der Küche. Dort, den es war der einzige beheizte Raum des Gebäudes.

An diesem Vormittag gab es eine Stadtführung durch unseren Guide. Im Ort geboren, aufgewachsen und politisch aktiv. Dadurch konnte er uns viel zum Leben – früher und heute – und der Stadtgeschichte erzählen.

Während des Rundgangs besichtigten wir mehrere Klöster (fotografieren nicht erlaubt).

Vor dem Mittagessen gab es noch eine Besichtigung des Elternhauses und des angeschlossenen eigenen Hauses des Guides. Sehr interessant wie es aufgebaut ist und wie das Leben dort früher war. Die Idee unseres Guides ist es, aus dem Elternhaus ein Museum werden zu lassen.

Am Nachmittag wurde in Eigenregie die restliche Stadt, die überschaubar ist, erkundet. Viele der Häuser stehen bereits leer und dies wird sich voraussichtlich noch steigern.

In der einzigen Bäckerei trafen sich einige von uns zu einem Kaffee und Gebäck.

Am späteren Nachmittag trafen sich einige Einheimische zum Spiel im Hotel. Eine Gruppe spielte wie am Vortag Karten (Skat). Eine andere Gruppe ein altes tibetische Würfelspiel (Sho). Im Laufe der Zeit kamen immer mehr und sahen den Würfelnden zu.

Übernachtungshöhe: 3820 M


03. April 2025 – Höhlen

An diesem Morgen wurden wir mit einem Geländewagen zu den Jhong-Höhlen bei Chhoser gefahren. Eine ruppige Fahrt über eine Schotterpiste. 

Die Jhong-Höhlen waren einmal Wohnhöhlen in grauer Vorzeit. Insgesamt sind es 40 miteinander verbundene kleine Höhlen in denen gewohnt wurde. Die Gänge und Verbindungen über die vier Ebenen machten Spaß bei der Erkundung. 😀 Eng, klein und reichlich verwinkelt – irgendwie kam der Eindruck, das das der Grund dafür ist, das in Mustang die Gebäude so verwinkelt sind. 🤔 Die oberste Höhle ist die, mit den vielen Khatas (oben rechts).

Zu Fuß nahmen wir den Rückweg. Zuerst kamen wir zum Nhypu Kloster, das zum Teil im Fels liegt.

Danach kamen wir nach Chhoser, einem Dorf in dem das Garphu Kloster besichtigt wurde. In diesem Ort machten wir eine Pause um danach den weiteren Weg anzugehen.

Durch die Dörfer Ghom, Dhuk und Bharcha kamen wir. In diesen Dörfern gab es vereinzelte Häuser, die zum Teil im Fels sind. Aufgefallen ist hier, das die örtlichen Mülleimer genutzt wurden und kein Müll in der Landschaft zu sehen war.

Bei Nenyul überquerten wir auf einer Hängebrücke einen Fluss. Ab hier nahm der Wind deutlich zu bis Lomanthang (Bft 5).

In unserer Unterkunft stand schon ein Buffet für das Mittagessen bereit. Der Nachmittag war zur Entspannung (lesen). 

Später ging es mit Britta zum Hotel Mandala. Dort gibt es im Innenbereich das Café Mendho. Lecker Cappuccino und Latte Macchiato mit Apple Pie bekamen wir dort.

Es folgte eine Stadt-(Dorf)-Runde. Lomanthang war mal eine Königsstadt, übrig geblieben ist nur noch ein Dorf mit einem verwinkelten alten Stadtkern.

Tour: ~10 Kilometer 
Höhenmeter: ~300 hoch, ~390 runter
Übernachtungshöhe: 3645 M


04. April 2025 – Lomanthang – Yara

Es hieß Abschied nehmen von Lomanthang. Die Schwester unseres Guides war uns eine gute Gastgeberin und Köchin die letzten Tage. Zum Abschied bekam jeder eine Khata für eine gute Reise. 

Hinter Lomanthang fing ein schöner Pfad an, der sich am Hang entlang windet. Schön langsam sind wir so zum ersten Pass gelangt. Es folgte ein Abschnitt durch eine hügelige Gebirgslandschaft. Gras und Büsche waren hier reichlich zu sehen. Im Sommer und Herbst ein beliebtes Weidegebiet für Ziegen.

Ein paar Kilometer später war der Pfad wieder am Berghang und führte zum höchsten Pass des Tages auf 4067 Metern. Ein guter Punkt für eine Pause. Es wurde Fladenbrot mit einer würzigen Paste zur Stärkung verteilt.  

So langsam ging der Pfad hinunter bis wir zu einem staubigen Geröllfeld kamen. Dort bergab zu laufen fühlte sich an wie bei einer Düne herunter. Jeder Schritt war mit einem leichten rutschen verbunden. Das Geröllfeld endete am oberen Eingang einer Schlucht. Durch diese nach unten zu laufen war spaßig. 😀

Am Ende der Schlucht folgte wieder ein Geröllfeld bis nach Dhee. In Dhee kehrten wir zu Mittag ein. Das „Restaurant“ war sehr rustikal; das Essen dort gut.

Durch das Dorf kamen wir zum Fluss Kali Gandaki. Der Fluss wurde über eine Hängebrücke überquert. Dem riesigen Flussbett des Zuflusses Puyung Khola folgten wir. Der Fluss war zu unserem Zeitpunkt nur ein kleiner Bach. Im Geröll des Flussbettes gab es vereinzelt Ammoniten zu finden. 

Vor Yara führte eine Natursteintreppe lange nach oben. Diese endete in einem Pfad und bald darauf in die Straße zum Dorf, dass bald erreicht war.

Im Zentrum der Unterkunft saßen wir zu einem Nachmittagsgetränk geschützt vor dem Wind in der Sonne.

Tour: 16 Kilometer 
Höhenmeter: ~660 hoch, ~845 runter
Übernachtungshöhe: 3600 M


05. April 2025 Yara – Tangge

Vom warmen(!) Yara sollte es nach Tangge gehen. Nach unserem Guide ist es in Yara wärmer wie in Lomanthang. Das es Nachts unter 0 Grad war, spricht nicht wirklich von wärmer. 😅

Es sollte bergauf auf ein Hochplateau gehen. Damit es nicht zu einfach ist, liefen wir erst einmal bergab. Es galt einen Bach an einer geeigneten Stelle zu überwinden. Danach ging es dann aber tatsächlich nach oben. Oben angekommen hatten wir einen guten Blick über das weite Plateau mit Gras und Büschen.

Wir querten das Plateau bis zu einem Berghang, an dem es wieder hoch ging. Am Pass angelangt konnte ich einen Fuchs am gegenüberliegenden Hang sehen. Zumindest soll es lt. Guide ein Fuchs gewesen sein.

Über eine hügelige Hochgebirgslandschaft legten wir einiges an Strecke zurück. Da hier Gras wächst wunderte es nicht Ziegenhirten mit ihren Tieren zu sehen. 

Zwischendurch führte der Pfad an Hängen entlang um dann wieder auf weiter Stecke zu verlaufen. Bevor es nach unten ging machten wir Pause.

Über ein Geröllfeld gelangten wir zu einem Flussbett. Es soll eine Holzbrücke geben und daher sind wir nicht über die Hängebrücke. Um jedoch in das Flussbett zu gelangen mussten wir uns erst eine geeignete Stelle an der Abbruchkante suchen. 

Die Holzbrücke entpuppte sich als drei dünne miteinander verbundene Baumstämme. Ein kleines Abenteuer so einen Fluss zu überwinden. Am anderen Flussbettufer erreichten wir die Lodge in der es Essen gab – eine Nudelsuppe.

Nun waren gut 450 Höhenmeter zu einem Pass zu überwinden. Immer geradeaus nach oben bis wir den Pass bei etwas über 3900 Metern erreichten. Ganz schön anstrengend nach dem Essen und in dieser Höhe.

Ein kurzes Geröllfeld nach unten und wir erreichten eine Straße, der wir länger folgten. Staubig war es und der Wind, der auffrischte machte es nicht besser.

Wir bogen auf einen Pfad ab, der durch hügeliges Gebiet führte. Er ging in einem Pfad an einem felsigen Hang über. Als dies hinter uns lag, öffnete sich eine weite Ebene, durch die wir mehrere Kilometer bis zur Kante liefen.

Wieder einmal brachte uns ein Geröllfeld nach unten. Erst weit und dann verengenden in eine Schlucht hinein. Der Wind wurde in der Schlucht deutlich stärker. Wir waren froh, das die Schlucht nicht allzu lang war. Weiter das Geröllfeld nach unten brachte uns nach Tangge. Um das Dorf sind viele grüne bewirtschaftet Felder zu sehen. Soviel Grün auf einmal ist was Neues in Mustang.

Nach einer Dusche gab es einen Kaffee und einen Apple Pie. 😀

Es folgte ein Spaziergang durch das Dorf. Schöne schmale Gänge und manchmal sogar überbaut.

Tour: 16,43 Kilometer 
Höhenmeter: 861 hoch, 1120 runter
Übernachtungshöhe: 3390 M


06. April 2025 – Tangee – Chhusang 

Der letzte Trekkingtag begann recht früh. Vor 5 Uhr macht sich der Wecker bemerkbar. Frühstück um 5 Uhr. Die Wirtin hatte zwar verschlafen, aber mit der Unterstützung von unserem Guide und Assistenz Guide war das Frühstück innerhalb von 15 Minuten fertig.

Pünktlich um 6 Uhr starteten wir unsere Tour. Es war mit 5 Grad frisch. Anfangs lag alles noch im Schatten, nur die Bergspitzen waren schon hell erleuchtet.

Bis zu einer Hängebrücke liefen wir auf einen Pfad bergauf, bergab. Dabei konnte ich ein Schneehuhn mit Hilfe des Guides entdecken. Rüber über die Hängebrücke waren wir in der Sonne und umgeben von ganz vielen Ziegen und Zieglein. Der Ziegenhirt hatte nicht viel und dennoch verschenkte er Trockenfrüchte.

Wir mussten uns von den Zieglein verabschieden und den Weg zum Pass antreten. Stetig bergauf bis zum Paa Pass auf 4180 M. Dort gönnten wir uns eine verdiente Rast. Im Lunchpaket befanden sich Tibetisches Brote und Eier.

Danach war es eine Art Höhenweg. Immer bergab und bergauf. So ging es Kilometerweit. Unterwegs hatten wir die Sicht auf hohe Berge, z. B. den Dhaulagiri.

Am Nachmittag zogen Wolken auf und es wurde kühler, zumal Wind einsetzte.

Bis wir unsere letzte Steigung auf dem Höhenweg hinter uns hatten war einige Zeit vergangen. Die Landschaft änderte sich. Es wurde leicht hügelig und die Büsche nahmen zu. Abgesehen davon ging es langsam nach unten und der Wind wie auch die Bewölkung nahmen zu.

Bevor es dann richtig nach unten ging, verschwanden die Büsche und es wurde deutlich karger. Dann aber: bergab. Wie sollte es anders sein, natürlich über ein Geröllfeld. Dabei kam dann noch ein Hirte mit Ziegen, der uns der Vorrang lies.

Je tiefer wir kamen, desto stärker wurde der Wind. Teils war das geradeaus laufen nicht möglich. Dennoch konnten wir vor Chhusang sogar wild lebende Blauschafe sehen.

In der Lodge wurden wir freundlich empfangen und unser Gepäck war sogar im selben Zimmer wie beim letzten Mal.

Später verabschiedeten wir unseren“Träger“ und Assistenz Guide mit Dank und einem Trinkgeld.

Tour: ~24 Kilometer 
Höhenmeter: ~1100 hoch, ~1650 runter
Übernachtungshöhe: 3050 M


Unser Guide Chhewang und Assistent-Guide Nima….


zurück…

Nepal – Pokhara und Kathmandu

09. April 2025 – Pokhara 

Das Wetter am Morgen war angenehm und wir entschieden uns für ein Frühstück im Freien. Tische und Stühle standen bereits auf einer Wiese vor dem Gebäude.

Zu Dritt nahmen wir nach dem Frühstück ein Taxi zur Shiva Statue auf einem Berg außerhalb von Pokhara. An und um die Statue war viel los. Der Himmel war leider wie am Vortag trüb durch Smog und Rauch. 

Von der Statue liefen wir die Straße einige Kurven nach unten. So konnten wir einige der Stände am Straßenrand genauer betrachten. Einen großen Haufen von öligen Samen und Samenhülsen konnten wir erst nicht zuordnen. Es stellte sich heraus, dass daraus ein Massageöl erstellt wird.

Über eine Seitenstraße, die im Nichts endete, kamen wir auf einen Wanderpfad zur World Peace Pagode. In der Sonne bei schwül warmen Wetter war es eine leichte Herausforderung. Der Pfad ging nämlich nicht konstant bergab.

An der Pagode war weniger los wie an der Shiva Statue. Genügend Leute waren jedoch auch hier. Bedauerlicherweise wurde von (vermutlich) Indern und Nepalis das „Silence“ ignoriert, worauf Aufseher diese immer wieder ermahnten.

Von dort nahmen wir den langen Weg nach unten zum See. Der Weg bestand aus unzähligen Natursteinstufen. Angenehm war es, da der gesamte Weg im Wald war. Schatten und eine deutlich bessere Luft halfen uns auf dem Weg nach unten.

Die Fähranlegestelle entpuppte sich als zwei einfache Bistros mit Bootsservice. Eine Cola später wurden wir in einem einfachen Holzboot an das andere Ufer des Phewa Sees gerudert. Dieser Service kostete gerade einmal 600 NPR (4€) für uns Drei.

Wieder in Pokhara suchten wir uns ein Restaurant für eine kleine Mittagsmahlzeit. Wir trennten uns danach. Ich wurde in einem Shop bei einem T-Shirt fündig. 😊 Gemütlich trat ich den Weg zum Hotel an, um dort zu duschen. Der Smog und die Schwüle machten sich deutlich bemerkbar.

Am späteren Nachmittag trank ich einen Caramel Macchiato und aß einen Chocolate Tiramisu im CDH dazu. 😀

Nochmals später ging es zum Abendessen in das Med5. Ein Med5 Sizzler war mein Essen. Ich wurde mehr wie satt.

Ein Umweg in Form eines Spaziergangs brachte uns ins Hotel. Es war schon nach 20:00 Uhr und immer noch 20 Grad.


10. April 2025 – Pokhara  – Kathmandu 

In der Nacht kam ein Gewitter. Eine Menge Regen mit Blitz und sehr lautem Donner. Am frühen Morgen war es noch bewölkt, die Luft war jedoch schon viel angenehmer und die Shiva Statue sowie die World Peace Pagode konnten im Gegensatz zu zuvor vom Hotel aus gesehen werden.

Zum Frühstück trafen wir uns um 7:30 Uhr. Unser Guide stand mit jemanden im Flughafen in Kontakt, um sicherzustellen, dass wir bei einem der ersten Flüge dabei sein könnten. Am Flughafen stellte sich heraus, dass die Wolkendecke zugenommen hatte und der Flug rund 45 Minuten später starten sollte.

Die Fahrt zum Hotel dauerte wieder einige Zeit; der Verkehr in Kathmandu ist sehr chaotisch. Um so mehr wundert es, dass keine Unfälle zu sehen waren.

Für den Check-in war alles vorbereitet gewesen. Damit konnte ich das Zimmer zügig beziehen. Eine Tasche mit dem nötigsten stelle ich zusammen und wartete in der Lobby auf Helga und Michael. Zu Dritt sind wir mit dem Taxi nach Patan gefahren worden. Seit meinem letzten Besuch wurde einiges zusätzlich aufgebaut; anderes befand sich erneut in Restauration.

Während des Besuchs des Palastes fing es an leicht zu regnen. So beschlossen wir ein Café aufzusuchen. Für mich gab es einen Cappuccino und einen Bananen Pancake. 😀

Währenddessen hörte es auf zu regnen. So konnten wir trocken zum Goldenen Tempel gelangen. Im Tempel hörten wir Trommeln und kurz darauf kam eine große Gesellschaft in den Tempel. Es war zu Ehren einer Frau, die 88 Jahre alt wurde. Im hinduistischen Glauben soll sie damit gottgleich sein (wurde zumindest so erklärt). Teils wurde ich sogar von Personen aus dieser Gruppe aufgefordert zu fotografieren. 😀

Über andere Wege sind wir zum Ausgangspunkt zurückgelaufen. Einige Meter nach der nächsten Straßenbiegung fand sich ein Taxistand. Für den Rückweg wählte der Taxifahrer einen Umweg, um den Hauptstau zu vermeiden. Dabei fuhr er leider einige Zeit an einem übel riechenden Fluss entlang.

Frisch gemacht trafen wir uns um 19:00 Uhr im Restaurant auf der Dachterrasse des Hotels. Das letzte gemeinsame Essen der Gruppe im Urlaub. Es gab eine Tomatensuppe, Salat, Dhal Bat mit Gemüse und für alle ein ganzes Huhn in der Tischmitte. Den Abschluss bildete ein Käsekuchen.


11. April 2025 – Kathmandu 

Der letzte Tag in Nepal und ohne Programm. Vormittags sind wir zu zweit durch Thamel gelaufen. Anfangs war es verhältnismäßig ruhig in den Gassen. Ein paar Geschäfte hatten schon geöffnet, ein paar wurden gerade geöffnet, ein paar waren noch geschlossen.

Zum späteren Vormittag steuerten wir den Garden Of Dreams an. Eine kleine Oase in Kathmandu. Im Café dort ließen wir uns nieder. Wie beim letzten Mal (2019) bestellte ich mir einen leckeren Brownie mit Eis. 😀 Dazu Gab es einen Cafe Mocca mit Schokolade.

Am Hotel trennten wir uns. Ich lief alleine weiter. Bis zum Affentempel kam ich bereits an kleineren Tempelanlagen vorbei und einem eher ruhigeren Ortsteil durch. Die lange Treppe zum Tempel hoch war im ersten Teil wieder etwas nervig. Viele Stände mit halb aufdringlichen Händlern und Bettler. Auf dem Weg nach oben bekam ich von einer jungen Frau die Eintrittskarte für den Tag, die weiter oben akzeptiert wurde.

Um den Tempel war das übliche Gewusel. Ein Gemisch aus Buddhismus und Hinduismus, da es für beide ein heiliger Ort ist. Auf dem Rückweg gab es eine weitere Tempelanlage, durch die ich kam. In einem Seitenbereich gab es Vorbereitungen für eine hinduistische Zeremonie.

Am Hotel angekommen, wurde ich direkt empfangen und es ging ein paar Häuser weiter für eine Mittagsmahlzeit.

Vor dem Transfer zum Flughafen konnte ich netterweise noch duschen und mich umziehen. Zum Abschied bekamen wir ein weiteres Mal eine Khata. Die Fahrt durch Kathmandu bis zum Flughafen dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Real waren es durch den chaotischen Verkehr gut 45 Minuten. Wir kamen so früh an, dass die Kontrollen, Gepäckabgabe, Ausreiseprüfung und letzte Kontrolle schnell hinter uns gelassen werden konnten.

Warten auf den Flug….

Der Flieger hob fast pünktlich ab. In der Nacht (20:20 Uhr Ortszeit) landete der Flieger in Katar. Die lange Zeit bis zum Weiterflug (01:55 Uhr) wurde mit bummeln und einem Kaffee mit Süßigkeit verbracht.


zurück…

Nepal – Mustang – Essen und Zubereitung

Für einen Teilflug gab es eine preislich gute Upgrademöglichkeit, die ich wahrgenommen hatte. So kann Essen in einem Flugzeug auch aussehen….


Nun aber zu den Essen während des Urlaubes…

Dhal Bat




Süßes…


… und so wurde das Essen zubereitet und abgewaschen..-

Camping Esmeralda

Belgien – Flandern – Wenduine
Camping Esmeralda – https://esmeralda-aan-zee.be/de/
Empfehlung – Ja – Toilettenpapier nicht vergessen!
April 2022

#camping #belgien #flandern #wenduine #dehaan #esmeralda


Für ein paar Tage an der belgische Küste, sollte es ein Campingplatz in der Nähe der Küste sein. Viele der dortigen Campingplaätze sind gefühlt zu nah an der Landstraße, welche die Küstenorte verbindet oder nicht für Zelte geeignet. U. a. auch wegen der Nähe zu Brügge viel die Wahl auf Camping Esmeralda in Wenduine.

Wobei Wenduine etwas irritierend ist, von der Ortsangabe. Dieser Campingplatz, wie auch ein weiterer sowie eine Campinganlage mit festen Hütten liegen am Ortsrand von Blankenberge. Camping Esmeralda liegt in der Mitte der verschiedenen Anlagen und ist daher, zumindest bezogen auf die Zeltwiese, etwas geschützt.

Zur Anmeldung parkt man vor dem Campingplatz. Während der Anmeldung kommt, dann die Frage, ob man eine Karte für die Schranke gegen eine tägliche Gebühr möchte. Mit Karte ist es möglich, das Auto in der Nähe der Zeltwiese zu parken. Ein Parken außerhalb ist kostenlos. Mit der Anmeldung erhält man ein Schild mit einer Nummer für das Zelt, sowie zwei Müllsäcke (Restmüll und Plastik).

Die Rezeption befindet sich rechts nach dem Campingplatzzugang. Dahinter ist ein kleiner Laden mit alltäglichem und frischen Backwaren. Hier ist auch ein kleiner Kiosk! Dahinter schließt sich ein Spielplatz für die Kleinen an.

Links vom Eingang geht ein Weg ab, an dessen Anfang die zwei Sanitärgebäude sind. Zwei, da die Duschen in einem, der Rest in einem anderen Gebäude ist.

Das linke Gebäude hat hinter dem Eingang in der Mitte einen großen Raum mit Becken und Ablagen für das Spülen des Geschirrs. Zu beiden Seiten befinden sich Durchgänge zu den Räumen mit den Waschbecken, getrennt nach Geschlecht. Pro Waschbecken ist eine Steckdose vorhanden. Am hinteren Ende des Hauptraumes sind noch zwei Sonderräume für Babys und Behinderte. Die Toiletten befinden sich links und rechts vom Gebäude und sind von außen zugänglich.

Achtung: Die Toiletten verfügen über kein Toilettenpapier. Dieses ist selbst mitzubringen. Bei den Armaturen zu den Waschbecken machte es keinen Unterschied, ob man den für Kalt- oder Heißwasser aufdrehte – es war immer kalt.

Insofern stellte sich die Frage, wie das mit den Duschen ist. Es gibt zwei Türen zu vermutlich zwei identischen Räumen mit den Duschkabinen. Im April ist es noch ruhig und so war die eine Tür immer verschlossen. Hinter der Tür, die außer Nachts immer offen ist, geht es durch eine Abtrennung in den Flur zu den Duschkabinen. Diese haben einen kleinen Vorraum und eine Stufe höher eine Duschtasse. Die Brause ist fest an der Wand montiert und für große Personen wie leider üblich zu niedrig. Immerhin lässt sich der Kopf etwas drehen. Zum Duschen werden Duschmarken benötigt, die man an der Anmeldung bekommt. Der Automat für die Dusche ist in dem kleinen Vorraum.

Wie war das mit dem heißen Wasser? Es gibt keine Armaturen in den Duschen. Das Wasser ist jedoch ordentlich warm und kommt mit reichlich Druck aus dem Duschkopf. Daher kommt man Abends gefühlt in eine Dampfsauna, wenn man den Duschraum betritt. Somit ist die Ablage der Kleidung nicht ganz einfach, da alles leicht feucht ist. In den Vorräumen gibt es zum Glück zwei Haken zum Hinhängen.

Morgens wird alles gereinigt. Ob es während des Tages nochmals gereinigt wird, ist nicht bekannt.


Die Zeltwiese

Eine Reservierung für die Zeltwiese ist nicht möglich, lt. Webseite findet sich jedoch immer ein Plätzchen. Bei unserer Ankunft war die Wiese komplett leer. Während unseres Aufenthaltes kamen immer wieder weiter Tagesgäste mit Zelten dazu. Die Wiese ist gepflegt und die Hering lassen, sich ohne Mühe in den Boden drücken. Ein Auto kann in der Nähe bzw. wenn man Glück hat direkt an der Zeltwiese geparkt werden.

Am Kiosk ist es möglich sich ein Bier zu kaufen und mit Glas auf die Zeltwiese zu gehen.

Es gibt auf dem Gelände noch ein weiteres Gebäude mit einer Bar in einem riesigen Raum. Dort sind mehrere Billardtische und soweit ich erkennen konnte ein paar Dartscheiben.

Was leider nicht vorhanden ist, ist ein Raum um bei schlechtem Wetter kochen und essen zu können.

Ötztaler Naturcamping

Österreich – Tirol – Ötztal
Ötztaler Naturcamping – http://www.oetztalernaturcamping.com/
Empfehlung – Ja
September 2020

#camping #österreich #tirol #ötztal #huben

Die Rückreise vom MINI Mountain Days Wochenende wollte ich entspannt angehen und daher nach einer Übernachtungsmöglichkeit im Ötztal gesucht. Gefunden hatte ich dden Ötztaler Naturcampingplatz in Huben.

Die Zufahrt ist zwar etwas versteckt, dafür ist man am Ende des Tals und so seine Ruhe. Neben zwei Zeltwiesen gibt es eine Vielzahl einzelner Parzellen in unterschiedlicher Größe. Mir genügte die Kleinste und es war noch mehr wie ausreichend Platz.

Die Anmeldung und auch der Sanitärbereich befinden sich im Hauptgebäude. Da ich nur eine Nacht dort war gibt es hier nicht viel zu berichten. Vor dem Seiteneingang befinden sich Spülen und innerhalb eine kleine Küche mit Spüle und einem Aufenthaltsraum.

Die Treppe nach unten führt zum Sanitärbereich. Unten links kommt man zu einem recht normalen sauberen Bereich mit Waschbecken, Duschen und Toiletten. Dann aber gibt es noch die Möglichkeit unten nach rechts zu gehen…

Die Bilder sind mit einem nicht für seine Bildqualität bekannten Smartphone aufgenommen. Mit der Spiegelreflex wollte ich nicht in den Sanitärbereich.
Auch der Vorraum ist schon in diesem Stil gestaltet und macht es gemütlich, gerade bei nassem und kaltem Wetter.

Wer länger dort bleibt sollte sich die verschiedensten Angebote der Betreiber ansehen. U. a. wird dort regelmäßig in einem Backhaus Brot gebacken.