Peru – Lodge-Trekking mit Lamahirten – März 2024

In 2010 war ich in Patagonien und konnte damals die südlichen Ausläufer der Anden erlebt. Was ich noch gerne unternehmen würde, ist eine Tour in den Höhenlagen der Anden.

Während der Pandemie von 2020 bis 2023 war nicht viel möglich in diese Richtung. Südamerika war im Verlauf der Pandemie deutlich hinter Europa. So war es erst in 2023 wieder möglich vernünftig dorthin zu reisen. Jedoch konnte der Anbieter, den ich mir ausgesucht hatte, über sein Kontingent keinen Flug bekommen. Ein normaler Flug hätte die Reise deutlich verteuert und so wurde das Vorhaben Anden auf ein anderes Jahr verschoben.

So weit in die Zukunft ist des dann zum Glück nicht verschoben worden. Lediglich ein Jahr und in 2024, über Ostern wird es soweit sein.

Die Reise ist bewusst eine, die über keine Ländergrenze hinweg geht. Es gibt einige sehr interessante Touren z. B. von Bolivien nach Peru, das ist mir dort, noch nicht so sicher. Wie bereits erwähnt, ist der Verlauf der Pandemie in Südamerika zeitlich versetzt zu Europa verlaufen.

Nach einigen Urlauben mit weniger Komfort, habe ich mich für diese Perureise zu einer mit mehr Komfort entschieden. Lodge-Trekking also und eine, bei der in einer der höchsten Lodges weltweit übernachtet wird. 😀

Der höchste Punkt der Reise, wird ein Pass auf 5100 Metern sein. D. h. über Winter wird fleißig auf dem Rollentrainer Rad gefahren um eine gewisse Grundkondition zu haben. Gelegentlich lies das Wetter es auch zu, einzelne Fahrten im Freien zu unternehmen. Rund 850 Kilometer werden es Vom Jahresanfang bis zum Reisebeginn sein. 💪


März 2024

So langsam nähert sich der Zeitraum der Reise. Nach der Zahlung des noch offenen Restbetrages wurden alle Unterlagen zugesendet – digital, wie es sich gehört.

Nun, die Reisedaten waren im Grunde schon bekannt und wurden mit der letzten Mitteilung aktualisiert. Die Flüge gehen von Frankfurt über Madrid nach Lima, einen Tag später von Lima nach Cusco und zwei Wochen später von Cusco über Lima und Madrid wieder nach Frankfurt. Lange Reisetage werden das, was jedoch vorher schon bewusst war.

Und der Guide hat sich mit einem Steckbrief vorgestellt. Geboren in Cusco, ist es somit ein Local. Er studierte in Berlin Film und Kulturwissenschaften. Ein spannender Background für einen Guide.


29. März 2024 – Anreise

Am Vorabend war ich auf einem Gig einer Falco Tribute Band, die echt gut waren. Die Nacht war damit länger und so schlief ich an diesen Morgen etwas länger. Der Hintergedanke dabei ist, später, während des Fluges müde zu sein.

Nach einem kurzen Weg zum Bäcker bereitete ich mein Frühstück mit gekochten Eiern vor. In Ruhe konnte ich frühstücken, hatte ich doch am Tag zuvor schon gepackt. Bis zum Nachmittag hatte ich noch viel Zeit und ging als Erstes die Bearbeitung der Fotos vom Gig an. Die letzten Hausarbeiten wurden erledigt und dann nur noch die Zeit bis zum Nachmittag vertreiben. 

Mit Svarta fuhr ich mal wieder zur Arbeit, um dort zu parken. Zwei S-Bahn-Fahrten später war ich am Flughafen. Eine längere Schlange wartete schon am Schalter. Ok, hinten anstellen. Nachdem der Schaltet öffnete, lief es doch recht flott. Auf Nachfrage bekam ich einen Sitzplatz am Notausgang mit mehr Beinfreiheit – für große Personen wie mich eine angenehme Sache. Ich bekam sogar gleich die Tickets für alle drei Flüge; Frankfurt nach Madrid, Madrid nach Lima und für den Tag danach von Lima nach Cusco.

In einem Bistro vorm Gate kaufte ich was zum Essen und zu trinken und fand einen Platz zum Sitzen. ☺️ Direkt neben mir saß jemand, der mir schon in der  Schlange vorm Schalter auffiel; auffiel, da er eine Tasche mit dem Aufdruck des Reiseanbieters hatte. Wie ich halt so bin, sprach ich ihn gleich an. Yep, fast richtig. Er hatte jedoch eine andere Reise in Peru gebucht. Es ergab sich dennoch ein nettes Gespräch.

Am Gate sah es relaxt aus, um die Ecke entpuppte es sich jedoch als sehr voller Warteraum. Das Boarding verlief ziemlich zügig und wir hoben fast pünktlich ab, um nach Madrid zu kommen.

Madrid. Zu dritt waren wir nun, da sich noch einer aus meiner Reisegruppe gefunden hatte. Die Wartezeit bis zum nächsten Flug verbrachten wir mit Small Talk und einem Bier.


30. März 2024 – Anreise und Lima

Der Flug ab Madrid hob ebenfalls pünktlich ab. Rund eine Stunde später; 02:00 Uhr Nachts gab‘s Essen. Reis mit Gemüse und Hühnchen. Die Nacht über versuchte ich zu schlafen. Das hat nur zum Teil geklappt; so bequem ist’s im Flugzeug dann doch nicht. Naja, bis Madrid ging es mit Iberia und ab Madrid mit LATAM.

Das Frühstück gab es um 11:00 Uhr (CET) und bestand aus einem Omelett mit Kartoffeln und Tomaten, einem Brötchen und Obstsalat. Zu trinken hatte ich Maracujasaft und Kaffee. Nach deutscher Zeit ein spätes Frühstück, nach peruanischer Zeit ein frühes (5:00 Uhr) .

Der Flug landete planmäßig. Die Einreise verlief ohne Probleme. Unser Guide Matthias fand sich schnell am Ausgang des Flughafens. Zwei aus der Reisegruppe kamen bereits mit einer früheren Maschine warteten auf uns. So waren wir komplett (zumindest die, die an diesem Tag anreisten) und begaben uns auf den Weg zum Hotel. Nach einer nicht allzu langen Fahrt erreichten wir das Hotel. Einchecken konnten wir noch nicht dafür aber frühstücken. 😊 Im Hotel trafen wir dann noch die letzte Person der Reisegruppe.

Ein zweiter Guide kam und führte uns durch Lima. Die meiste Zeit fuhren wir dabei von Ort zu Ort. 

  • Pucllana war die erste Anlaufstelle. Pucllana ist eine große Fläche mit Überresten ehemaliger Lehmbauten
  • Die Altstadt mit ihren Straßen
  • Eine Bank, an der ich Geld abhob. Bei einem Umrechnungskurs von 1:4 gab es reichlich SOL.
  • Zu einem Museum in einer Franziskaner Kirche
  • Museo Larco, in dem wir viel über die Geschichte Perus lernten

Es folgte, welch Wunder, ein Essen. In der Cevericheria Puro Mar. Zu fünft bestellten wir den Saft Chica Moorada, welcher aus dunklem Mais hergestellt wird. Der Teller mit Ceviche war lecker und wurde mit einem Teller Ceviche komplettiert. Ceviche ist in Säure (meist Limette) gegarter Fisch. Der zweite Teller war ein gemeinsamer Teller für alle mit verschiedenen Varianten.

Satt sind wir zum Hotel gelaufen und konnten dort einchecken. Mit Vicky machte ich gleich noch einen längeren Spaziergang durch Miraflores und am Strand entlang. Es gab in den Straßen von Miraflores viele Graffiti und Wandmalereien zu entdecken.

Im John F. Kennedy Park, der in der Nähe des Hotels liegt, stießen wir unverhofft auf einen Markt. Diesen durchstreiften wir, ohne dass sich etwas für uns fand. Interessant war dieser Markt am Abend dennoch. Kurz vor dem Hotel stoppen wir für ein Eis und um Getränke einzukaufen. Beim Eis entschied ich mich für eines mit Lucuma.

Im Hotel schnappte ich mir meinen Bikini und nahm den Aufzug in den 8. Stock zum Pool. Wobei zu bemerken ist, das der Pool im Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist.

Es war ein warmer und erlebnisreicher Tag in Lima.


31. März 2024 – Auf in die Anden

Sehr früh aufstehen war angesagt. Um 5:30 Uhr gab es Frühstück und dann sind wir zum Flughafen. Wieder mal fliegen. Der Flug von Lima nach Cusco dauerte keine 90 Minuten.

In Cusco spazierten wir unabhängig im Ortszentrum und trafen uns eine halbe Stunde später, um gemeinsam zu einem Café zu laufen. 

Ein paar Süßkartoffelpfannkuchen und ein Latte Macchiato waren meine Stärkung für die anstehende Fahrt zu unserer Lodge der nächsten Tage. Dazu fuhren wir in das heilige Tal – Urubamba. Während der Fahrt fuhren wir durch eine hügelige, grüne Landschaft. Seen lagen ebenfalls auf dem Weg. Auf über 2800 Metern hatte ich den Eindruck in einer bewirtschafteten Voralpenregion unterwegs zu sein.

Wir bezogen unsere Zimmer in Ollantaytambo in der Lodge Casa Blanca. 

Bis zum Abend war nicht viel Zeit und so beschlossen Vicky und ich einen Spaziergang durch das Örtchen zu unternehmen. 

Um 18:00 Uhr trafen wir uns fast alle in der Lodge, um gemeinsam zum zentralen Platz zu laufen. Dort trafen wir die anderen. Zum Essen ging es in das Chuncho. Der Aperitif war ein Schnapps der dort selbst gebrannt wird und von einen aus der Gruppe als verspätetes Geburtstagsgetränk spendiert wurde. Merci Thomas.

Ich bestellte mir ein lokales Bier (Pal), sowie Cuy mit Kartoffeln, frittierten Teigtaschen und einer frittierten, gefüllten Chilischote. Das Essen und das Bier waren lecker. 😊 Was ist Cuy? Meerschweinchen! Das ist dann, wie ich lernte Fingerfood. Durch die vielen kleinen Knochen, die einzige vernünftige Art ein Meerschweinchen zu essen.

Das kleine Körbchen auf dem Tisch (Deko) war wunderbar für eine Erklärung. Darin waren verschiedene Maissorten und Kartoffelsorten zu sehen. Selbst die weiße Knolle ist eine Kartoffel – gefriergetrocknet.

Gemütlich liefen wir zur Lodge zurück und verschwanden in unsere Zimmer. Ich dusche und wunderte mich beim Abtrocknen über ein Geräusch; es hatte zwischenzeitlich angefangen zu Regnen.

Spaziergang Cusco: ~2,3 Kilometer 
Spaziergang Ollantaytambo: ~2,6 Kilometer 
Übernachtung: ~2900 Meter


01. April 2024 – Ruinen

Am Morgen unternahm ich vor dem Frühstück einen Spaziergang im Ort. Mir begegnet dabei viele Schulkinder in ihren Uniformen. Uniformen, da es im Grunde drei gibt. Zwei „normale“ und eine für Sport.

Dann hieß es frühstücken und packen für die erste Tour zu einer Ruine bei Ollantaytambo. Morgens war es noch ruhig und wir konnten die Anlage in Ruhe erkunden. Die Anlage lag am Hang mit reichlich Terrassen. Faszinierend wie exakt die großen Felsblöcke bearbeitet wurden, damit sie ohne Fugen zusammenpassen.

Danach fuhren wir fast zum anderen Ende des Tals nach Pisac. Durch Pisac fuhren wir bis zum Eingang der archäologischen Anlage oberhalb des Ortes. Auch diese erkundeten wir ausgiebig. Auf dem Gelände entdecken wir sogar einen Kolibri, der dort herumflog.

Zur Mittagszeit fuhren wir nach Pisac, um dort zu essen. Es gab leckere Enpanadas und Chica Morada zum trinken. 😊 Im Garten des Restaurants entdecken wir erneut einen Kolibri.

Ein kleiner Bummel, ein Cappuccino und schon waren wir wieder mit dem Bus unterwegs zu unserer Lodge.

Der Abend war zur freien Gestaltung. So ging es später mit Vicky zum Abendessen ins Chullpi. Der Chef war nicht anwesend, weshalb der Koch uns bediente. Sein spanisch klang gut, nur zu dumm, das keine von uns Spanisch kann. Wir bestellen Burger und ich mir noch ein lokales Craft Beer. Als der Chef wieder im Lokal war, wurden wir von ihm betreut. Das war einfacher, da dieser Englisch sprach. Wir hatten ein leckeres Essen und eine erlebnisreiche Bestellung. 😀.

Chullpi ist nicht nur der Name des Restaurant, sondern vor allem die Bezeichnung für eine Popcornart. Bei der verwendeten Maissorte popt diese nicht auf, so wie wir es gewohnt sind. Im Grunde sieht der Mais noch fast roh aus. Geschmacklich ist dieser sehr unterschiedlich, von lecker bis Heu.😅

Wanderung (Ruine Ollantaytambo): ~2,6 Kilometer 
Wanderung: (Ruine Pisa): ??? Kein Tracking vorgenommen.
Übernachtung: ~2900 Meter


02. April 2024 – Ruine und Salinas de Maras

Nach dem Frühstück fuhren wir über eine Straße und eine Schotterpiste zu den Terrassen von Moray. Ein Spaziergang dort und schon ging es weiter nach Maras. 

Am Hauptplatz von Maras verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer und begaben uns auf unser erste richtige Wanderung.  Unser Zwischenziel waren die Salztetrassen von Maras. Dazu liefen wir einen Feldweg, der zu einer Schotterpiste wurde Talabwärts. Um uns herum waren bewirtschaftete Felder. Das Besonders daran jedoch war die Höhe von 3500 Metern. In Europa findet auf dieser Höhe keine Landwirtschaft statt.

Die Salineras de Maras besichtigten wir natürlich. Bereits am Eingang erhielten wir eine kleine Tüte mit Salz zur Begrüßung. Das die meisten Salzbecken eher braun sind, liegt daran, das wir im Herbst und damit nicht in der eigentlichen Salzgewinnungszeit dort waren.

Auf einer Wiese mit Tisch und Bänken nahmen wir unser Mittagessen zu uns, das unser Guide vorab organisierte und zu Beginn der Wanderung an uns verteilte. (Das Grüne neben Wickie ist eine Mandarine!)

Weiter ging es zu Fuß auf einer Schotterpiste, die in einen Schotter-/Steinweg überging bis ins Tal. Dort wartete unser Fahrer schon auf uns.

Eine kurze Fahrt brachte uns zu einer Chicheria. Während der Zeit der Vorbereitung konnten wir im Hof das Frosch-Spiel spielen. Es wird dabei mit Münzen geworfen. Die meisten Punkte gibt es, wenn der Frosch getroffen wird. Die Münzen fallen durch die Öffnung in eine Schublade und können am Ende so gut gezählt werden.

Dann war es soweit. Uns wurde erklärt wie Chicha, Maisbier hergestellt wird. Es folgte natürlich noch eine Verkostung. Einmal Natur, was säuerlich schmeckt und einmal mit Kräutern und Erdbeeren. Diese Variante schmeckt wesentlich besser.

Wo es frische Chicha gibt, kann man an roten Tüten am Ende einer Stange erkennen. Die übliche Glasgröße hat dabei ungefähr einen halben Liter. 😁 Da der Alkoholgehalt relativ gering ist, ist das kein Problem.

Die Vorführung und Verkostung erfolgte in einer traditionellen Küche mit Holzofen und Meerschweinchen, die auf dem Boden herumliefen. Diese waren ganz wild auf den Most des Maises.

Abends sind wir gemeinsam in ein Lokal zum Essen gegangen. Dort erzählte uns unser Guide den Ablauf des nächsten Tages. So handhabt er es meistens. Das war gut, da wir somit wussten, was am nächsten Tag auf uns zukommen wird. 👍

Spaziergang: ~1,4 Kilometer 
Wanderung: ~7 Kilometer, ~470 Höhenmeter bergab
Übernachtung: ~2900 Meter


03. April 2024 – Machu Picchu

Früher wie bisher klingelte der Wecker. Aufstehen, packen und um 5:30 Uhr mit allem im Frühstücksraum sein. Dort bekamen wir Tüten mit dem Frühstück für unterwegs. Die Taschen ließen wir in der Lodge und liefen mit Tagesrucksack zum Bahnhof. Unser Zug nach Machu Picchu fuhr pünktlich um 6:10 Uhr los. Bis wir unsere reservierten Sitzplätze einnehmen konnten, wurden wir mehrmals kontrolliert. 

Dann begann die gemütlich Zugfahrt. Dass der Zug bis Machu Picchu Pueblo lange unterwegs ist, liegt u.a. an den max. 40 km/h die der Zug erreicht.

In Machu Picchu Pueblo liefen wir bis zum zentralen Platz, damit unser Guide etwas zu einem Permit klären konnte. Das hatte leider keinen Erfolgt gehabt. Wir hatten in der Zwischenzeit einen Machu Picchu Stempel für den Reisepass genutzt und einen Kaffee gekauft.

Als Nächstes hieß es an der Busabfahrtsstellle dass Ende der Schlange zu finden. Die Länge der Schlange erschreckte uns, relativierte sich jedoch, da sie zügig vorankam. Noch vor erreichen des Busses wurden die Tickets inkl. Machu Picchu Ticket geprüft. 

Der Bus schlängelt sich über 13 Serpentinen nach oben. Die Zugfahrt von Ollantaytambo brachte uns von rund 2900 Metern auf etwas über 2100 Metern und der Bus is dann wieder auf über 2400 Meter.

Unten im Ort war es am Morgen noch kühl, oben vor dem Eingang um 09:00 Uhr schon recht warm. Da es innerhalb von Machu Picchu keine Toiletten gibt, wurde die einzige Möglichkeit vor dem Eingang genutzt.

Dann sind wir bis auf eine Ausnahme rein. Dort dann noch mit Sonnencreme eingecremt und mit einem Repellent eingesprüht. Ein Ordner kam auf mich zu, da Sprühen, egal was, nicht erlaubt ist. 5 Meter vor dem Eingang wäre es ok, 3 Meter danach nicht mehr. 🙃 Das mit dem Repellent ist nötig, da Machu Picchu von einem Bergnebelwald mit reichlich Insekten umgeben ist.

Durch die Personenbegrenzung und die Größe der Anlage verteilt sich die Menschenmenge ein wenig. Abgesehen von ein paar markanten Punkten, an denen sich dann doch Trauben bildeten.

Es ist schon sehr faszinierend, was hier vor Jahrhunderten gebaut wurde. Terrassen für die Landwirtschaft, ein Wasserkanal mit einer immer konstanten Menge an Wasser zur Versorgung der Bewohner. Gebäude und Plätze, die die Felsen der Umgebung in die Architektur Integrierten.

Wir waren auf einer schönen Route innerhalb Macau Picchus unterwegs. Zu beachten gilt, das die Route mit dem Permit vorgegeben ist. So wirklich frei bewegen kann man sich innerhalb der Anlage somit nicht und einige Wege sind eher als Einbahnstraße vorgesehen.

Auf dem vierten Bild kann der Pass erkannt werden, auf dem das Sonnentor steht, das das Ende des Inka Trails markiert und der einzige offizielle alternative Weg nach Machau Picchu ist.

Am Ausgang wartete einer aus unserer Reisegruppe, der dann mit Guide die Tour unternahm, nachdem wir zum Ende kamen. Die Permits sind nämlich auf Zeitslots definiert und seiner war eben auf einem späteren Zeitslot, da er die Reise spät buchte. Währenddessen sind zwei mit dem Bus und drei über die Treppe zum Ort zurückgekehrt. Obwohl es fasst nur nach unten geht, ist es eine schweißtreibende Tour, da der Treppenweg aus Natursteinen durch eine tropische feuchtwarme Gegend verläuft.

In Machu Picchu Pueblo kehrten wir zum Mittagsessen ein. Sehr lecker. Die Vorspeise war ein Salat aus Avocado und Papaya mit einer Senfsauce. Zum Hauptgericht gab es für mich Alpakastücke am Spies mit Süß-Saurer-Soße und reichlich Beilagen.

Mehr als satt sind wir Richtung Bahnhof. Auf der zentralen Brücke über den Fluss stießen wir auf die anderen Beiden um gemeinsam zum Bahnhof zu laufen. Zuvor holten Vicky und ich uns noch einen Espresso. Kaum waren wir wieder auf der Brücke, fing es zu regnen an. Am Ende der Brücke waren wir im Marktviertel, das bis zum Bahnhof reicht und vollständig überdacht ist. 

Mit den Zug gelangten wir zurück nach Ollantaytambo, wo unsere Fahrer auf uns wartete. Die Straße vor dem Bahnhof war nicht mehr leer wie am morgen, sondern völlig überfüllt. Wir sind daher sehr zügig vom Bahnhof losgelaufen. Wir holten unser Gepäck an der Lodge ab und es folgte eine fast zweistündige Fahrt mit den Bus nach Cusco.

Im Hotel wurde die Wartezeit für die Formalitäten mit einem Tee überbrückt. Es gab Minze ähnlich Kräuter und Cocablätter.

Die Zimmer wurden bezogen und zu Dritt machten wir uns auf in die Innenstadt zum Abendessen. Ein Restaurant wurde gefunden, dass uns alle zufrieden stellte. Der Vorspeisenteller mit Pommes und zwei Chorizos genügte mir. Da ich an diesem Tag zu wenig getrunken hatte, gleichte ich das mit zwei großen Zitronenlimonaden (selbstgemachte) aus.

Mit einem kleinen Umweg an einem Bankautomaten (gebührenfrei) erreichten wir das Hotel. 

Spaziergang Machu Picchu: 2,22 Kilometer 
Wanderung nach Machu Picchu Pueblo: ~4 Kilometer, ~400 Höhenmeter nach unten
Übernachtungshöhe: ~3400 Meter


04. April 2024 – Kulturtag

Um 7:30 Uhr trafen wir uns zum Frühstück und hatten so mehr als genügend Zeit, denn unser Guide holte uns erst um 8:30 Uhr ab.

Da wir nun in Cusco waren und somit 500 Meter höher übernachteten, war dieser Tag auch ein Akklimitationstag. Die Kultstätten am Rande von Cusco befinden sich sogar auf 3600 Meter.

Zuerst wurden wir nach Saqssywaman, danach nach Qenko und über einen Abstecher bei Christo Blanco zum Sonnentempel in die Stadt geführt. Der Sonnentempel ist nur noch in Ansätzen zu erkennen, da die Spanier eine Kirche darauf aufbauten und Christo Blanco war bereits unbewußt am Abend zuvor zu sehen. Der helle Punkt im Bild oben rechts, ist die Statue.

Durch ein paar Gassen der Altstadt gelangten wir zum zentralen Platz mit der Basilika. Zuvor kauften wenige Meter davon entfernt die angeblich besten Tamales von Cusco. Ich entschied mich für die salzige Variante. Leicht warm, ein leckerer Snack.

Dann betraten wir doch noch die Basilika. Unser Guide hatte viele zu erzählen und brachte es auf eine schöne Art rüber. An einem Eingang in der Basilika ist ein großer bearbeitete Stein. Ein Kompromiss der Kirche gegenüber dem Naturglauben, der die Sonne, die Erde usw. betrachtet. Daher ist Qenko ein heiliger Ort, an dem es unter die Erde geht und Saqssywaman eine nach oben offene Stätte.

Nach fünf Stunden endete der kulturelle Teil und wir gingen alle unsere Wege. Für mich bedeutete es zuerst ins Hotel zu gehen um den Rucksack gegen eine kleine Tasche zu tauschen. 

Eine Farmacia in der Parallelstraße hatte sogar das was ich wollte, um meine Reiseapotheke zu füllen. Das Café Cercania Pan y Café war mein nächster Anlaufpunkt. Ein Kaffee und was Süßes waren mein Begehr. Da es anfing zu regnen, gesellte sich noch ein weitere Kaffee dazu.

Die Zeit bis zum Abendessen verbrachte ich im Hotel.

Wir trafen uns alle zur vereinbarten Zeit im Hotel und gingen gemeinsam in das Nuna Ryami. Ein Restaurant das auf lokale Waren setzt und eine schöne Atmosphäre hat. Vicky, Thomas und ich hatten zur Vorspeise ein Meerschweinchen, dass wir uns teilten. Danach folgte für mich noch ein Lomo Saltado y Kallampas Nuna Style – etwas typisch peruanisches mit asiatischem Touch. 

Nach dem Essen gab es eine ausführliche Info zu den nächsten Tagen und deren Ablauf. 

Bevor es ins Bett ging, packe ich für die Trekkingtage. D. h. alles was mitkommen sollte blieb in der Tasche, alles andere kam in einen Packsack der in Hotel bleiben sollte. Der Grund dafür ist, dass die Lamas nicht viel tragen können.

Übernachtungshöhe: ~3400 Meter


05. April 2024 – Wanderung ins Urubambatal

Das Frühstück war wieder etwas früher, da es auf eine längere Wanderung gehen sollte.

Zum vereinbaren Zeitpunkt traf der zweite Guide ein und stellte sich vor. Kurz danach kam unser Hauptguide und dann konnte es schon losgehen. Wir fuhren nach Tauca, einem Dorf in der Nähe eines Sees auf gut 3800 Metern. Hier wurden uns die Lunchpakete übergeben, bevor es los ging.

Der zweite Guide erklärte uns auf der Wanderung so einiges über die Gegend in der wir uns befand. So lernten wir u. a. eine wilde Kartoffelpflanze kennen. Auf der Wanderung kamen wir über einen Pass, den wir bei 4350 Metern überschritten. Wie meist, war es an und auf dem Pass sehr windig. Daher blieben wir nicht lange dort. 

Tiefer, in den Ruinen alter Häuser machen wir unsere Mittagsrast in angenehmer Sonne. T-Shirt-Wetter. 😊 Leckere Empanadas fanden sich in den Lunchtüten.

Weiter des Weges, kamen wir durch eine verlassene Siedlung und im Anschluss sogar durch eine Schlucht.

Unsere Wanderung führte uns später durch die Ruinen von Huchuy Qusqo (kleines Cusco). Bei einer Pause dort wurde uns einiges zu den Ruinen und den Inkas erklärt, die mit Huchuy Qosqo zusammenhingen.

Wir waren allerdings noch lange nicht am Ende der Wanderung. Oberhalb eines Taleinschnittes gelangten wir ins Urubamba-Tal. Ein steiler Serpentinenweg brachte uns durch einen Blumenhang nach unten auf rund 3400 Meter. 

Auf der Wanderung sahen wir u.a.  wilde Kartoffelpflanze und Itchu Gras; einen Kolibri, ein Reh, verschiedene Raupen und Schmetterlinge sowie kleine Vögel wie den Andenspecht.

Unser Fahrer brachte uns zurück nach Cusco ins Hotel.

Bevor sich unser Guide für diesen Tag verabschiedete, übergab er einiges der Andean Lodges, wie einen Packsack, einen Buff, eine Postkarte und eine Infobroschüre.

Erst mal duschen! Danach packe ich alles fürs Trekking noch mal um in den Packsack. Die Lamas können nur bis max. 20 Kilo tragen und das auch nur in weichen, flexiblen Taschen/Säcken.

Mit Vicky bin ich später in das Café Cercania Pan y Café für ein kleines Abendessen. Ein Bagel mit Avocado, Chitake, Salat und Soße nahm jede von uns. Zwei Scheiben Sauerteigbrot mit zwei verschiedenen Aufstrichen teilen wir uns. Beides war sehr lecker. 😋

Ein Spaziergang brachte uns zu einem Bankautomaten, da wir Geld benötigten. Wir wurden auf dem weiteren Weg beide in zwei Geschäften fündig und sind mit jeweils zwei T-Shirts zum Hotel. 

Kurz recherchiert und schon waren wir wieder unterwegs. Ein paar Straßen weiter fanden wir die Heladeria Hot Ice. Mit einem Eis traten wir den Rückweg zum Hotel an.

Wanderung: ~14 Kilometer , ~800 Höhenmeter, ~1300 Höhenmeter bergab
Pass bei 4350 Meter überschritten
Übernachtungshöhe: ~3400 Meter


06. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota

Nach dem Frühstück wurde die Tasche mit den Sachen, die in Cusco bleiben konnten in ein Zimmer gebracht. Alles andere; Packsack und Tagesrucksack kamen mit in den Bus.

So fuhren wir einige Zeit Richtung Süden bis Urcos. Dort besichtigten wir den Markt und konnten uns die Beine vertreten. Den nächsten Stopp machen wir in Chucupe. Bei einem Bäcker gab es Kaffee und Gebäck. Nur ein paar Meter weiter waren mehrere Brücken über den Fluss, die die unterschiedlichen Baustile der Jahrhunderte zeigten.

In diesen Ort fuhren wir dann durch mehrere Seitenstraßen. Nach dem verlassen des Ortes wurde aus der Straße eine Naturpiste. Auf dieser kamen uns viele Busse entgegen. Das waren die Tagesausflügler von den Regenbogenbergen auf ihrem Rückweg nach Cusco. Dadurch wurde es auf der Piste hin und wieder sehr eng. Unsere Fahrer meisterte dies alles mit Gelassenheit und seinen Fahrkünsten.

Mitten in den Bergen, bei einem Dorf machten wir erneut halt. Weberinnen auf einer Weise erwarteten uns. Die Verarbeitung der Rohwolle bis zum fertig Produkt wurde uns gezeigt. Einen kuscheligen Schal aus Alpakawolle kaufte ich dort und das Geld dafür bekam die Weberin des Schals Rosa.

Irgendwann kam wir an einer Wiese an, auf der ein Zelt stand. Das entpuppte sich als unser Essenszelt für das Mittagessen. Dahinter stand ein kleineres Zelt in dem der Koch zauberte. Ein leckeres Mittagessen hatten wir dort auf 4230 Metern. Bei dem Tee handelte es sich um Wasser mit Cocablättern, so wie es ihn sehr oft gab.

Hier starteten wir zu einer Akklimationstour, die uns zu unserer ersten Lodge des Trekkings bringen sollte. Es ging über eine einfache Brücke und dann einen Hügel hoch. Dort hatten wir einen Blick auf den Gipfel des Ausangate, der höchste Gipfel der Cordilliera Vilcanota.

Wir liefen weiter um einen Hügel und dort auf einem schmalen, leicht ausgesetzten Pfad. Wieder über eine einfache Brücke folgten wir dem Weg durch eine Schlucht. Am Ende der Schlucht kamen wir in den Tal heraus, in dem sich unsere Lodge für die nächsten zwei Tage befindet.

Am Rand des Tals suchten wir einen Weg, der uns nicht durch das Moorgebiet führen sollte. Hatte zumindest zum Teil geklappt. Ein zugelaufener Hund, zeigte uns den Weg durch das Tal. Wir vermuteten, das der Hund zur Lodge oder einer Person in der Nähe gehört.

Unterwegs sahen wir neben Vögel reichlich Alpakas. Vor der Lodge dann Lamas und Pferde. An der Lodge Chillca Tambo wurde wir freundlich begrüßt. Es gab sogar kuschelige Hüttenschuhe.😀

In der Lodge gab es Kaffee, Tee, Cocablätter und Kakao Sogar etwas zum Essen gab es. 

Die Zimmer wurden bezogen. Bis zum Abendessen trafen wir uns im Kerzenschein vor dem Ofen mit Holzfeuer. Das Abendessen war ein Candle Light Dinner. Ohne Strom, eben auch kein elektrisches Licht. Wir wurden mit einer Suppe und dann mit Fisch, Kartoffelbrei sowie Gemüse verwöhnt. Der Nachtisch war ein Geburtstagskuchen, da Gerda, eine Mitreisende Geburtstag hatte.

Als ich das Bett aufschlug, war es warm! Da hatte doch jemand netterweise eine Wärmeflasche unter die Decke gelegt. 😀 Es fand sich sogar noch ein Betthupferl daneben. 😊

Wanderung: ~4 Kilometer, 100 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: ~4330 Meter


07. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota

Zum Frühstück gab es Api, einen flüssigen Maisbrei aus lila Mais. Schmeckt ganz gut. Es gab noch reichlich Obst, von dem ich mir eine Portion nahm. Dazu natürlich Kaffee.

Unsere Akklimationstour startete an der Lodge und zwar gleich den steilen Hang hinter der Lodge nach oben. Wir liefen auf schmalen Tierpfaden ganz langsam. Uns begleitete zusätzlich eine Hilfsperson mit Pferd. Auf dem Weg nach oben sahen wir eine Herd Alpakas.

Ein paar kleine Pausen später waren wir am ersten Aussichtspunkt. Wir hatten eine super Aussicht über das Tal und die Berggipfel der Cordillera Vilcanota.

Nun folgte die Querung eines grasigen Hanges. Kaum um den Hang, erblickten wir eine weitere Herde. Um diese Alpakas in einem Taleinschnitt ging es zu einem Pass. 

Von oben erblickten wir eine dritte Herde. Im Tal sahen wir am See schon die Zelte für das Mittagessen. So eilig hatten wir es nicht und legten noch eine Pause ein und konnten den Alpakas zusehen.

Es folgte ein steilerer Abstieg zum See. Dort wurden wir bereits erwartet. Es gab heißes Wasser für Tee und Cocablätter. Zum Mittagessen auf rund 4700 Metern bekamen wir eine Maissuppe, Reis mit Hühnchenschnitzel und Rote Beete Salat. Den Abschluss bildeten Bananen mit einer Schokosauce.

Ein wenig relaxen und dann sollte es doch weiter gehen. Links am See entlang und dann dem Fluss in das Tal folgend. Unterwegs hagelte es leicht für vielleicht 15 Minuten. Dann war der Spuk vorbei und die Sonne kam heraus. 

Wir erreichten das Tal, in dem die  Lodge liegt und mussten nun wie am Vortag durch das Sumpfgebiet laufen. Eigentlich ganz einfach, wenn man aufpasst.

Vor der Lodge liefen wir zwischen ein paar Lamas hindurch. Diese werden in den nächsten Tagen unser Gepäck tragen.

Frisch geduscht kamen wir nach und nach im Hauptraum zusammen und machen es uns um den Holzofen gemütlich. Der Koch brachte am späteren Nachmittag eine Quiche aus Kartoffel, Käse und Ei. So verbrachten wir den Nachmittag.

Es gab vom Guide eine Erklärung zu einem Bild im Hauptraum. Dabei geht es um eine Prozession, bei der die alten Inka-Rituale mit der christlichen Kirche vermischt wurden.

Das Abendessen bestand aus einer Gemüsesuppe als Vorspeise und Lomo Saltado (Reis mit Gemüse und Fleisch) zum Hauptgericht. Der Nachtisch war aus Keksen und Schokolade.

Wanderung: 7,8 Kilometer, 560 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: ~4330 Meter


08. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota

Wir wurden früher geweckt, um die Packsäcke zu packen. Wobei wir um einem leisen Gesang und einem anschließenden Bueños Dias pro Zimmer geweckt wurden. Nach dem Frühstück brachten wir die Packsäcke in den Hauptraum, damit diese später von unserem Begleitpersonal abgeholt werden konnten. 

Bevor wir uns auf unsere Tagestour machten, gab es eine Vorstellungsrunde:

  • 1 Person, für das schwere Gepäck zuständig
  • 2 Lamahirten
  • 2 Begleitpersonen mit Pferden
  • 1 Dienstmädchen 
  • 2 Köche

Insgesamt begleiteten uns noch 17 Alpakas und 3 Pferde für das Gepäck. Zwei Pferde wurden nicht beladen, da sie uns als Notfallpferde helfen sollten. Und natürlich begleitet uns Florence (Floh), eine kleine Mischlingshündin.

Wir liefen ohne die Begleitmannschaft los, die sich um das Packen der Tier usw. kümmerte. 

Unser Weg war dem Tal flussaufwärts folgend. Ganz gemütlich mit Pausen. Dabei sahen wir wieder viele Alpakas und ein paar Lamas. Drei freilaufende Pferde überholten uns und kamen dann langsam auf uns zu. Die zwei Begleitpferde wollten beschnuppert werden.

An einem Zufluss eines Seitenarmes bogen wir ab. Dort hatten wir einen guten Blick auf den Ausangate. Kurz zuvor stießen wir auf unsere Alpakas mit dem Gepäck. Eine Zeitlang liefen sie mit uns und bei der nächsten Pause davon, um vor uns an der nächsten Lodge zu sein.

Der Weg wurde langsam steiler bis zur Hütte des Lodgebetreibers auf 4600 Metern. Dort wartete unsere Mannschaft schon auf uns für das Mittagessen. Uns stand ein großer, bis auf einen Tisch und einigen Stühlen leerer Raum zur Verfügung. Auf der einen Seite gab es eine große Fensterfront, durch diese konnte ich auf die Alpakas sehen, die auf einer gegenüberliegenden Wiese grasten. 

Zum Essen gab es eine Gemüsesuppe und danach einen Salat – Palta al a reina – Avocado mit Paprika, Erbsen und Hühnchen. Es gab selbstverständlich auch Mayonnaise, so wie bei jeder Mahlzeit. Ein Peruaner ohne Mayonnaise beim Essen scheint ein unglücklicher Mensch zu sein.

Als wir weiter wollten, fing es an zu regnen. So kam die Regenhose und der Poncho heraus und wurden angezogen. So stark war der Regen zum Glück nicht. Wir liefen weiter im Tal aufwärts und der Regen hörte fast auf. Das war auch gut so, denn wir mussten den Fluss überqueren. Durch Erdrutsche war das nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich. Es folgte noch eine steile  Passage bis es abflachte und wir unsere Lodge – Machuraccay Lodge – auf 4800 Metern erreichten.

Es gab wieder warme Getränke und einen Snack aus der Küche – Kräcker und Guacamole.

Bis zum Abendessen versammelten wir uns wieder vor dem Kamin. Während der Wartezeit testete unsere Crew die mobile Druckkammer und das Satellitentelefon. Dabei wurde die Funktion allen aus der Crew gezeigt und erklärt, damit im Notfall jeder weiß was er zu tun hat.

Es gab später eine Gemüsesuppe mit Mais, gefüllte Hähnchenbrust und eine Art Wackelpudding.

In der Nacht hörte ich etwas auf dem Dach. Vielleicht war es ein Viscacha, von denen es um die Lodge einige gibt.

Wanderung: ~10,8 Kilometer, 461 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: ~4800 Meter


09. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota

Über Nacht hatte es geschneit. Die Lamas, welche vor der Lodge übernachteten hatten einen weißen Rücken.

Während des Frühstücks wurde es wärmer und der Schnee rutschte immer wieder mit deutlichem Geräusch vom Dach. In dieser Höhe wärmt die Sonne sehr intensiv.

Bevor wir uns auf die Tagestour begaben, nahmen wir an einer traditionellen Zeremonie teil – Pago a la tierra. Auf einer Decke wurden Felle ausgelegt. Dazwischen ein Papier. Auf dieses kamen in einer festgelegten Reihenfolge verschiedenste Gegenstände. Das Ganze wurde mit Gebeten an die verschiedenen Götter und anhauchen der Gegenstände begleitet. Am Ende wurde alles auf dem Papier mit dem Papier verbrannt.

Wir machten uns anschließend auf den Weg. Gaaanz langsam im Gänsemarsch mit kleinen Pausen liefen wir bis zum Palomai Pass. Dieser liegt auf 5200 Metern und wir hatten damit unseren höchsten Punkt der Reise erreicht.

Auf der anderen Seite des Passes sind wir einem steileren und schlammigen Weg ins Tal gefolgt. An dem Gletschersee Ausangatecocha legten wir eine längere Pause ein. Über eine Feuchtwiese gelangten wir auf einen Tierpfad am Hang. Diesen folgten wir lange. 

Kurz vor der Mittagspause fing es an leicht zu regnen. Zuvor hatte es schon mehrmals gedonnert und so liefen wir etwas schneller. Gerade rechtzeitig erreichten wir das Zelt für die Mittagszeit. Kaum im Zelt wurde der Regen stärker und vermischt sich Hagel. 

Wie wir mit dem Mittagessen fertig waren, hörte der Regen auf. Wir zogen dennoch die Regenkleidung an – sicher ist sicher. Der weitere Weg bis zur Lodge war nicht besonders schwierig, durch den Regen jedoch aufgeweicht.

Diese dritte Lodge – Anatapta Tambo – auf 4740 Metern ist die älteste unseres Trekkings und etwas einfacher. Dennoch wurden wir hier wieder herzlich Begrüßt. Bei unserer Ankunft weideten ganz viele Alpakas um die Lodge.

Bald stand Kaffee und heißes Wasser für Tee bereit. Zum Nachmittag wurden uns Kräcker mit warmen Eiersalat und Popcorn gereicht.

Zum Abendessen hatten wir eine Quinoasuppe, Spaghetti mit Tomatensoße und zum Nachtisch gab es Pudding.

Wanderung: ~10 Kilometer, ~520 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: 4740 Meter


10. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota – Regenbogenberg

Täglich grüßt das Murmeltier – Frühstück und Packen. Wir wollten nicht zu früh weg, aber auch nicht zu spät. Zu früh, da wir sonst zu früh in den Regenbogenbergen sind und somit in der Masse der Tagestouristen. Zu spät auch nicht, da die Wahrscheinlichkeit von Regen am Nachmittag hoch sein könnte..

Gemütlich liefen wir zum Warmisaya Pass hoch. Den Pass mit 4985 Metern überquerten wir somit am frühen Morgen. Es bot sich ein toller Blick in ein grünes Tal mit zwei Seen. Der erste See, der Pucacocha war das nächste Ziel für eine Pause. Im See schwammen Bleshühner und Andengänse.

Kurz darauf waren wir am Ende des zweiten Sees. Hier überholten uns unsere Lamas mit dem Gepäck, während wir eine Pause einlegten.

Die Seen liegen auf rund 4800 Metern. Somit hieß es nun wieder bergauf. Der Spitze des Aussichtshügel, den wir ansteuerten liegt auf über 5000 Meter. Hier war einiges los. All die Tagestouristen, die aus Cusco für ein Bild herkommen, waren leicht nervig. Instagram lässt grüßen. Immerhin gab es einen Stempel in den Reisepass. 

Und was gibt es hier besonders? Es ist die Sicht auf den Regenbogenberg. Die Farben des Berges sind schon toll. Währenddessen liefen unserer Lamas unten am Regenbogenberg entlang zu einem Pass. Genau diesen Weg nahmen wir dann auch.

Oben am Pass, wurde dieser auf fast 5000 Metern überschritten durch ein Steintor und wir hatten einen super Blick in das Rote Tal. Unten im Tal erblickten wir Alpakas, aber auch das erste Mal Vicuñas, die wilden Vorfahren der Alpakas und Lamas.

Am roten Hang liefen wir auf einem schmalen Pfad entlang. Es lief sich wie auf Sand. Kurz vor unserer Mittagspause ging es in eine Schlucht und dort auf losem Sand nach unten. 😀

Das Mittagszelt war erreicht. Wir wurden mit einer Kartoffelsuppe, Reis mit Locro d sapajo und einem Spiegelei überrascht. Einen Muffin gab es zum Nachtisch.

Der Himmel wurde dunkler und sicherheitshalber zogen wir die Regenkleidung an. Das war auch gut so, auf dem Weg zur Lodge fing es an zu donnern. Der leichte Niederschlag entpuppte sich als Hagel.

Als uns der Hüttenwirt erblickte, begrüßte er uns mit dem Blasen in eine Pututu (Muschel). Ein dumpfer, weit zu hörender Ton. Bei Ankunft an der Huampococha Lodge wurden wir Einzel vom Hüttenwirt begrüßt.

Zum Nachmittagstisch gab es Chullpis und Käse.

An diesem, letzten Lodge-Tag gab es ein besonderes Abendessen. Vorab eine Suppe aus Mais. Anschließend bekamen wir zum folgenden Bufffett einen Rotwein. Der Abschluss war ein Ausangate-Nachtisch.

Während des Essens fing es an zu blitzen und zu regnen.

Wanderung: ~10,5 Kilometer, ~625 Höhenmeter 
Übernachtungshöhe: 480 Meter


11. April 2024 – Trekking – Cordillera Vilcanota

Aus dem Regen ist über Nacht Schnee geworden und es begrüßte mich eine weiße Winterlandschaft. 😊

Die Tagestour begann mal wieder mit bergauf laufen zu einem Pass. Schon waren wir wieder auf fast 5000 Metern. Durch den trockenen Schnee war es etwas anstrengender wie die Tage zuvor. Von oben hatten wir ein letztes Mal einen Blick auf das Rote Tal, das an diesem Tag eher das weiße Tal war.

Auf der anderen Seite des Passes erwartete uns ein Abstieg von 970 Metern. Immer schön Vorsichtig! Die Sonne zeigte ihre Wirkung und der Schnee begann zu schmelzen. Es wurde langsam rutschiger; je tiefer wir kamen, desto weniger Schnee lag. Das machte es einfacher. 

Ein kleiner Bergbach in der Mitte des Tals führte durch die Schneeschmelze reichlich Wasser und erschien richtig wild.

Fast am Ende unserer Wanderung erwartete uns das Mittagessen. Eine Wiese im enger gewordenen Tal am Bach bot genügend Platz für das Zelt und Kochzelt. Während des Essens (Kübissuppe, Quinoa mit Gemüse, Ei und Huhn sowie Muffins) passierten uns unsere Lamas.

Nach dem Essen gab es eine Abschiedsrunde. Unsere Begleiter bekam für ihren guten Support Trinkgeld. Danach gab es eine kleine Tombola, da wir diverse Sachen abgeben wollten. Von Schuhen bis Taschenmesser war alles dabei.

Knapp zwei Kilometer später waren wir an der Straße, an der uns unser Fahrer erwartete. Vicky und ich wechselten noch die Schuhe, um die Stiefel abzugeben.

Es folgte eine längere Fahrt nach Cusco. Anfangs über eine Naturpiste, später über Straßen.

Abends gab es eine Mädelsrunde. Das Botega 138 in Cusco wurde uns als guter Italiener empfohlen. Für mich war die Pizza etwas zu käselastig. Geschmeckt hat es uns und es war ein netter Abend.

Wanderung: ~9,5 Kilometer, ~150 Höhenmeter, ~950 Höhenmeter nach unten
Übernachtungshöhe: 3400 Meter


12. April 2024 – Cusco

Cusco mag mich wohl nicht! Wie beim ersten Mal hatte ich wieder mit Durchfall zu kämpfen. So verbrachte ich den Tag im Hotel, während die anderen u. a. auf den Markt sind.

Das Abendessen inkl. Trinkgeldübergabe erfolgte ohne mich.

Übernachtungshöhe: 3400 Metern


13. und 14. April 2024 – Cusco – Heimreise

Am Morgen fühlte ich mich wieder halbwegs fit. Das Frühstück war ab 8:00 Uhr angesetzt. Somit hatte ich Zeit für einen kurzen Spaziergang um den Block. Puh, bergauf ist doch ganz schön anstrengend. Gut getan hat es auf alle Fälle.

Beim Frühstück bekam ich ein Update zum gestrigen Tag von den anderen. Unser zwei Schweizerinnen waren schon auf der Weiterreise. Sie hatten den Urlaub mit ein paar Tagen Strandurlaub in Mexiko verlängert.

Vicky hatte für ihr Zimmer ein Late Check Out vereinbaren können. So brachte ich mein Gepäck in ihr Zimmer und wir liefen gemütlich zum Markt.

Gaaaanz viele Stände in einer großen Halle ergeben den eigentlichen Markt. Dort gibt es Obst, Gemüse, Getreide, Käse, Fleisch und vieles mehr. Das besondere hier sind Säfte aus frischem Obst in riesigen Gläsern inkl. nachfüllen. Was in der ganzen Halle nicht zu sehen war, waren Fliegen und das trotz des vielen Obstes und Fleisches. Liegt wohl an der Höhe, auf der Cusco liegt.

Vicky hatte sich an diesem Morgen für ein Nata entschieden. Ein Fladenbrot mit Rahm. Einen kleinen Probierhappen bekam ich ab.

Später sind wir dem Teil der Hühnersuppen gelandet. Es gab eine große Schüssel mit Hühnerbrühe, Nudeln, etwas Gemüse und einem Hühnerschenkel. Für mich einen Probierlöffel. 😊 Die Suppe war gut. Es hätte bei Bedarf noch Nachschlag an Brühe und Maniok gegeben.

Von unserem Guide hatten wir eine Info zu einer Nahrungsergänzung (Siete Semillas) und wo es diese gibt bekommen. Wir waren gespannt wie so ein Supermarkt in Cusco aussieht. Groß, geräumig und sehr sauber. Wir wurden mit suchen und Hilfe fündig. 😀

Unsere Beute brachten wir ins Hotel. Dort trafen wir Ralf und Thomas, die bereit waren für die Heimreise. So konnten wir uns nochmals von ihnen verabschieden.

Wir  ruhten uns im Zimmer aus. Am Nachmittag sind wir ins Avocado. Eine letzte Mahlzeit in Peru. 

Um 16:30 Uhr holte uns unser Guide ab und brachte uns zum Flughafen, der mitten in Cusco liegt.

Es folgte eine Flugserie: Cusco nach Lima, Lima nach Madrid und Madrid nach Frankfurt.  Über 15 Stunden Flugzeit! 

Die Flugverbindungen von Ralf und Thomas war nicht so ideal abgestimmt. Das hatte zur Folge, dass Ralf uns in Madrid am Gate entgegen kam. 

Auf dem letzten Flug nach Frankfurt waren wir damit zu dritt.


Resümee

Grün. Ja, grün ist wohl der prägendste Eindruck dieses Urlaubs. Wir waren alle positiv davon überrascht, wie grün die Anden sein können. Bis auf 4000 Meter wuchsen Bäume und bis 5000 Meter Gräser und Büsche.

Die Farben erschienen in den unterschiedlichsten Farben bei Sonne und bewölkten Himmel. Sonnencreme war immer Pflicht. Meine Brille, die sich aufgrund der UV-Strahlung tönt, war immer bis zum maximalen getönt. Wie wir lernten gibt es einen UV-Index von 0 bis 10 – ausgenommen Peru, dort geht der Index bis 15!

Geschmacklich befanden wir uns ebenfalls in einem besonderen Land. Traditionelle Küche, asiatische Einflüsse und Fusionsküche finden nicht nur ein nebeneinander, sondern auch ein miteinander. Ceviche, mit das typische Gericht ist super lecker. Meerschweinchen mit Kräuterfüllung ist genauso lecker und Fingerfood wie ich lernte. Avocado bester Qualität gab es zu jeder Gelegenheit. Und was selbstverständlich nicht fehlen darf sind die vielen verschiedenen Kartoffel- und Maissorten. 😀

Während des Trekkings wurden wir immer wieder aufs Neue überrascht, was uns der Koch alles kredenzte. Auch der Rest der Begleitmannschaft unterstützte uns bestens. Wir selbst waren doch Überrascht, als wir erfuhren, wie große die Begleitmannschaft inkl. Tieren ist – wir waren doch nur sechs Gäste.

Was noch lobend erwähnt sein sollte ist unser Guide – Matthias. Man merkte das er für das Land und die Kultur ist. Sein Studium der Kulturwissenschaften hat entsprechende gewirkt. Seine Hinweise und Vorträge waren immer informativ und in einer Art mitgeteilt, das das Zuhören Spaß machte.

Bis auf Macau Picchu, dem Regenbogenberg und den Salzfeldern waren wir oft alleine unterwegs. Während des Trekkings (bis auf den Regenbogenberg) sogar komplett ohne andere Gruppen zu sehen unterwegs. Von daher sind die drei Hot Spots mit ihren Menschenmassen ertragbar gewesen.


Dies und Das

Wasser

Vor dem Wasser aus der Wasserleitung wurden wir gewarnt. Um Wasser für die Tagestouren brauchten wir uns jedoch nicht kümmern. Es war im Bus (ein Sprinter) immer welches vorhanden. Sogar nach einer Tour konnten wir unsere Wasserflaschen auffüllen. Das war sehr angenehm, da nicht täglich neues Wasser gekauft werden musste. Je nach Tagesverfassung hatte ich dennoch zusätzlich Wasser gekauft, das sehr günstig war. 

Straßenstände

An vielen Straßenecken standen kleine Verkaufsstände. Morgens gab es dort das typische Frühstück aus Sandwich und Saft oder einem Brei aus verschiedenen Körnern ähnlich einem Porridge. 

Tagsüber und Abends gab es dort Getränke und allerlei Essenswaren.

Trekking

Morgens weckte uns ein Dienstmädchen mit einem leisen Gesang und anschließendem Klopfen sowie einem Bueños Dias.

Nur der Hauptraum wurde beheizt. Da wir die Lodges exklusiv hatten, konnten wir die Türen offen stehen lassen um ein wenig Wärme in die Zimmer zu bekommen. Abgesehen davon fand sich Abends immer eine Wärmflasche und ein Betthupferl im Bett.

Die Bäder waren sauber in den Lodges und Nachmittags gab es sogar richtig heißes Wasser zum Duschen. Nur aus der Dusche heraus, stand man im kühlen Bad mit einstelligen Temperaturen. Dusche mit Sauna in einem. 😅

Die Trekkingtour führte öfter durch Feuchtwiesen oder Moorlandschaften. Wasserdichte Stiefel waren daher sehr hilfreich. Oder man macht es wie die meisten aus der Begleitmannschaft und läuft in Sandalen. Da werden zwar die Füße nass, sie trocknen aber auch schnell wieder. Wir fanden es zumindest jedes mal wieder erstaunlich, das sie nur in Sandalen unterwegs waren.

Gemeinschaft

Wir erfuhren, das in Peru nach einigen Wirren wieder ein Zusammenleben wie in der Inkazeit besteht und gepflegt wird. Die Dorfgemeinschaft hilft einem, man hilft anderen und alle haben regelmäßig Dorfgemeinschaftstage an denen zusammen gebaut, erhalten usw. wird.

Unsere Trekkingtour ist ein Projekt zweier Dorfgemeinschaften und alle aus der Begleitmannschaft kamen aus diesen zwei Dörfern.

VW

Was auffiel, waren viele alte VW Käfer und VW Busse der ersten Generationen, die gefahren werden und manchmal auch Essensstände sind.


Streetart

In Lima, Cusco und einigen anderen Orten gab es tolle Streetart.


Verweise


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