Norwegen – Jotunheimen – August 2015

Wieder nach Norwegen. ­čśÇ Zuletzt war ich in 2011 in Norwegen und endlich, vier Jahre sp├Ąter geht es wieder nach Norwegen. Jotunheimen hatte ich mir als Zielregion f├╝r diesen Urlaub ausgesucht. Mit dabei war eine Tour ├╝ber einen Gletscher auf den h├Âchsten Berg Skandinaviens, dem Galdh├Şppigen geplant.┬á

Der Herbst war bewusst gew├Ąhlt worden, in der Hoffnung, einen Indian Summer in den Bergen erleben zu k├Ânnen. Da dadurch aber mit k├╝hleren Temperaturen ├╝ber Nacht zu rechnen ist, hatte ich mir f├╝r die Woche dort ein Hotel ausgesucht. Das Hinds├Žter ist auf aktive Urlauber ausgerichtet. F├╝r aktive G├Ąste gibt es im Sommer Wandertouren und im Winter Schneetouren/Loipen um das Berghotel.

Gebuchte wurde das Hotel und die F├Ąhrr├╝ckfahrt nach Deutschland ├╝ber ein Reiseb├╝ro in Deutschland.


12. August ÔÇô Reise nach Norwegen 

Mitten in der Nacht war ich Zuhause losgefahren. Mitten in der Nacht, da die F├Ąhre am Nachmittag in Hirtshals ablegen sollte und es bis dorthin rund 1000 Kilometer sind. Mit mehreren Stopps kam ich fr├╝h genug in Hirtshals an, so dass es dort nicht in Hektik ausarten musste.

Die F├Ąhre legte┬á p├╝nktlich um 12:15 Uhr ab und war um 15:30 Uhr in Kristiansand. So war ich schon am Anreisetag in Norwegen. ­čśŐ Von hier nahm ich die Landstra├če RV9, die von Kristiansand nach Norden geht. Zwei Stunden sp├Ąter hielt ich an einem Campingplatz, um dort zu ├╝bernachten.


12. August ÔÇô Fahrt nach Jotunheim

Weiter ging es am zweiten Tag n├Ârdlich, bis zum Ende der RV9 in Haukeli. Von dort dann westlich um die Hardanger Vidda. So kam ich ├╝ber Edda bis zum Hardanger Fjord und sp├Ąter zum Sognefjord.

Alleine auf dieser Strecke war alles, von sonnig und warm bis k├╝hl und Schneefelder in der n├Ąheren Umgebung. Auf diesem Weg kam ich wieder einmal am L├ątefossen vorbei, der von den ersten Regentagen des Herbstes reichlich Wasser hatte.

Den Sognefjord ├╝berquerte ich mit einer F├Ąhre und folgte der Landstra├če RV53. Hier ging es nach oben und es wurde deutlich k├╝hler. Kein Wunder, lag doch schon Schnee im Fjell.

Nachmittags erreicht ich dann das B├Şverdalen Vandrerhjem, welches direkt an der RV53 liegt. Hier gibt es G├Ąstezimmer und auch einen angeschlossenen Campingplatz. F├╝r zwei ├ťbernachtungen buchte ich einen Platz, um mein Zelt aufzubauen.

Das B├Şverdalen Vandrerhjem liegt am westlichen Rand von Jotunheim und nicht ganz so hoch. Hier lag noch kein Schnee und die Temperaturen waren angenehm f├╝r die Jahreszeit.

Was ich ebenfalls hier buchte, war eine gef├╝hrte Tour ├╝ber einen Gletscher zum Gipfel von Skandinaviens h├Âchstem Berg. Bis zur Bergstation, ab der die Tour beginnen sollte, f├╝hrt eine Privatstra├če (Maut) und es wurde empfohlen schon am Abend das Auto hinter der Mautschranke zu parken. Gesagt, getan.


15. August ÔÇô Galdh├Şppigen

F├╝r das Fr├╝hst├╝ck hatte ich mir das Buffett im Vandrerhjem gebucht. Fand ich einfacher, da wir uns danach alle vor dem Vandrerhjem f├╝r die Tour treffen sollten. Es wurde die Tour, mit der ├ťberquerung des Gletschers und worauf zu achten ist erkl├Ąrt. Zuerst in Norwegisch und dann in Englisch, f├╝r die paar, die dabei waren und nicht Norwegisch konnten. Die norwegische Erkl├Ąrung war f├╝r mich an diesem Morgen verst├Ąndlich genug.

Wir fuhren anschlie├čen die Privatstra├če bis zur Bergstation, der Galdh├Şppigen Sommerskistation. Hier bekamen wir einen Gurt und los ging es, dem Bergf├╝hrer hinterher durch eine Ger├Âllw├╝ste bis zum Rand des Gletschers. Dort zogen wir den Gurt an und es wurde nochmals erkl├Ąrt, dass wir alle an einem Seil mit einigem Abstand hintereinander dem Bergf├╝hrer ├╝ber den Gletscher zu folgen haben. In der N├Ąhe machten sich noch andere Gruppen ebenfalls auf den Weg ├╝ber den Gletscher.

Verbunden mit dem Seil liefen wir in einer Reihe ├╝ber den Gletscher bis zum gegen├╝berliegenden Felsgrat. Das Laufen ├╝ber den Gletscher war wie laufen auf festem Schnee. Nichts so besonderes. Da sich aber immer wieder Spalten ├Âffnen oder Stellen einsacken, ist es gut, gef├╝hrt ├╝ber den Gletscher zu laufen. Auf dem Felsgrat angekommen, konnten wir uns wieder vom Seil l├Âsen und einzeln nach oben laufen. Von hier sah der Gletscher zur Seite auch wesentlich spektakul├Ąrer aus, mit gro├čen Rissen und Einbuchtungen. 

├ťber den Grat ging es nach oben und dann das letzte St├╝ck ├╝ber ein Schneefeld. In der Mittagssonne war die Schneefl├Ąche oberhalb leicht angetaut und daher rutschig. Also drei Schritte vorw├Ąrts und gef├╝hlt zwei zur├╝ck gerutscht. Sehr m├╝hsam! Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt.

Wir waren der Seile wegen in zwei Gruppen aufgeteilt gewesen. Insgesamt sind es mit anderen Gruppen vielleicht 6 oder 8 Gruppen von je bis zu 20 Personen gewesen. Entsprechend gro├č ist die Menge auf dem Schneefeld gewesen. Davor und auf dem Gipfel verteilt sich das so, dass es sich nicht wie eine gr├Â├čere Menschenmenge anf├╝hlt. Bemerkbar machte es sich aber beim schlechten Mobilfunkempfang. War aber kein Problem, der WIFI-Empfang der Gipfelh├╝tte war super und kostenfrei. In der Gipfelh├╝tte gab es f├╝r jeden Geschmack zu Essen und Trinken (auch warm).┬á

Einige Zeit sp├Ąter hie├č es dann in der Gruppe wieder zur├╝ck zu laufen. Wir l├Âsten uns danach am Ausgangspunkt der Tour auf und ich fuhr wieder zur├╝ck zum Vandrerhjem.┬á


16. August ÔÇô Veostigen

Heute hie├č es Abschied nehmen vom Vandrerhjem und zum Berghotel Hinds├Žter fahren. Dies ist auf der gegen├╝berliegenden Seite von Jotunheim und somit stand eine Umfahrung des Gebirges ├╝ber den Norden an. Dichte Wolken pr├Ągten den fr├╝hen Morgen und verzogen sich nach und nach.

Die Fahrt dauerte nicht lange, obwohl ich mich nicht beeilte und auch noch Zwischenstopps einlegte. Gegen Mittag war ich im Berghotel und konnte sogar direkt einchecken. Mein feuchtes Zelt durfte ich mit Nachfrage auf einer Wiese zum Trocknen aufbauen. Die Sonne und der leichte Wind trockneten es im Nu. 

Vom Hotel aus beginnen ein paar Wanderwege und den Veostigen nahm ich f├╝r diesen Nachmittag. Eine leichte Tour mit m├Ą├čigem Anstieg und einem Nadelwald. Im Wald duftete es herrlich und dahinter gab es einen freien Blick ├╝ber die Landschaft bis zu den Bergspitzen.

11 Kilometer f├╝r einen tollen Blick in diese herrliche Landschaft und gerade im Wald waren die Herbstfarben und die leuchtenden Flechten fantastisch. ­čśÇ

Da vor dem Abendessen genug Zeit war, unternahm ich einen Spaziergang zu einem in der N├Ąhe befindlichen Wasserfall.

Das Berghotel ist ein umgebauter Berghof. Dies sieht man nicht nur von au├čen, sondern auch im Inneren. Es macht es gem├╝tlich, ohne auf Komfort verzichten zu m├╝ssen. F├╝r Gruppen gibt es hinter dem Hauptgeb├Ąude noch weitere H├╝tten. Besonders hervorzuheben ist das abendliche drei G├Ąnge Men├╝, das ich an diesem Tag zum ersten Mal erleben durfte. 

Alle warteten in der Eingangshalle auf das Zeichen zum Betreten des Essensraumes. Dort wurde uns zuerst mitgeteilt, was es an diesem Abend zu essen geben wird. Zus├Ątzlich wurde es beim Reichen der Speisen nochmals erw├Ąhnt. Die Speisen sind meist aus der Region und es wird u. a. erw├Ąhnt, woher sie kommen. 

Meine Tischnachbarn waren ein junges P├Ąrchen aus Luxemburg und so konnten wir uns zum Gl├╝ck in Deutsch unterhalten. Macht es doch etwas einfacher. Nach dem Essen verzogen wir uns noch in die Lobby, in die N├Ąhe des offenen Kamins, in dem ein kleines Holzfeuer f├╝r die gem├╝tliche Stimmung prasselte.


17.08. – Hulderstigen

Das Fr├╝hst├╝ck im Berghotel fand in der alten Stube statt. Im Zwischenbereich des Raumes, in dem das Abendessen war und der alten Stube war ein ├╝ppiges B├╝fett aufgebaut. Gem├╝tlich gefr├╝hst├╝ckt und danach noch mein Matpakke zusammengestellt. Das Matpakke ist ein Pausenbrot und dazu durfte man sich vom B├╝fett nehmen, was man wollte, mit Ausnahme dessen, was auf dem Spezialit├Ątentisch war. Finde ich gut, da so selbst bestimmt werden kann, was und wieviel man m├Âchte. Der Spezialit├Ątentisch ist mit Leckereien der Region gef├╝llt. Diese sind wohl etwas teurer und daher nicht f├╝r das Matpakke gedacht. Butterbrotpapier und T├╝ten zum Packen liegen selbstverst├Ąndlich auch bereit.

F├╝r diesen Tag nahm ich mir die kurze Wanderung Hulderstigen vor. Der Wanderweg liegt ein paar Kilometer s├╝dlich und geht von einem Wanderparkplatz an der Stra├če ab. Die rund 6 Kilometer sind keine gro├če Herausforderung, zumal die Strecke relativ eben ist. So hatte ich mit dieser Wanderung einen Teil des Tals, in dem das Berghotel liegt, erkunden k├Ânnen. 

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour vom Hotel zum H├╝gel auf der anderen Talseite unternommen und sp├Ąter den Whirlpool im Keller genutzt. Das Hintergrundbild auf dieser Seite mit den Holzbalken wurde ├╝brigens auf dieser Tour aufgenommen.

Ein insgesamt ruhiger Tag, nach den anstrengenderen Tagen zuvor.


18. August ÔÇô Peer Gynt Hytta

Der Rondane Nationalpark liegt ├Âstlich von Jotunheimen und ist eher durch sanfte H├╝gel, den durch Berge gepr├Ągt. Am H├Şvringsvatne (See) in Rondane liegt eine Fjellstue und das war mein Ausgangspunkt an diesem Tag. Entlang in flachen und weiten T├Ąlern bin ich durch das Rondanefjell bis zu einem Fluss gewandert. Dieser wurde ├╝berquert und kurz danach kam ich zu meinem Ziel, der Peer Gynt Hytta.

Die Peer Gynt Hytta ist eine im Sommer bewirtschaftete H├╝tte, die mit anderen einfachen H├╝tten ein Ensemble bildet. Wie ich dort ankam, war sie leider geschlossen. Es war Herbst und kein Sommer! In einer gesch├╝tzten Kuhle widmete ich mich meinem heutigen Matpakke. ­čśŐ

Mit einem leichten Bogen und durch ein anderes Tal ging es danach wieder zur├╝ck zur Fjellstue.

Eine sehr sch├Âne Tour, die sich v├Âllig von den Touren der Vortage in Jotunheim unterschied. Keine wirklichen Berge und eine Vegetation, die eher aus niedrigem Gestr├╝pp bestand. B├Ąume sucht man hier vergebens.┬á

Das leckere Abendessen war wieder mit meinen Tischnachbarn vom Vortag und wir unterhielt uns danach noch in der Lodge bei einem Getr├Ąnk und lie├čen den Tag dabei ausklingen.


19. August ÔÇô Besseggen

F├╝r diesen Tag stand das zweite Highlight des Urlaubes an ÔÇô die Besseggen Tour. Der Besseggen ist eine Engstelle zwischen zwei Seen, die jedoch einen deutlichen H├Âhenunterschied haben. Einige gehen die Wanderung von Gjendesheim, dem Seeende an, die meisten jedoch ab der Seemitte von Memurubu.┬á

Ich entschied mich ebenfalls die Tour ab Memurubu anzugehen. Dazu nahm ich die F├Ąhre ab Gjendesheim ├╝ber den Gjende See nach Memurubu. So gibt es keinen Zeitdruck, um noch die F├Ąhre zur├╝ckzubekommen. Die zwei Optionen w├Ąren dann in Memurubu zu ├╝bernachten oder am See entlang zur├╝ck zu laufen.

Mit die erste F├Ąhre war meine, da ich las, dass die F├Ąhren sp├Ąter durchaus sehr voll sein k├Ânnen und vielleicht sogar zu voll um mitzukommen. So fr├╝h morgens war es noch etwas k├╝hl auf der F├Ąhre, im Schutz vor dem Fahrtwind lie├č es sich jedoch gut ertragen.

In Memurubu nahm ich die Gelegenheit wahr, auf eine der dort stehenden Toiletten zu gehen, bevor es auf die Tour geht. Sicher ist sicher und schont so auch ein wenig die Umwelt. Ab Memurubu geht der Weg eine ganze Zeit lang Bergauf, bis man auf dem Weg oberhalb des Gjende Sees gelangt, der diesem bis Gjendesheim folgt. Es ist ein stetiges leichtes auf und ab bis zum Besseggen, an dem ich eine Pause einlegte.

Anstrengend wurde es danach, da es dann deutlich steiler Bergauf geht und gelegentlich auch die H├Ąnde zum Einsatz kommen. Hier und da ist es gut keine H├Âhenangst zu haben, hat man doch an gewissen Stellen einen freien und steilen Blick mehrere hundert Meter nach unten.

Hat man es nach oben geschafft, so ist man wie so oft in den Bergen nicht wirklich oben, sondern sieht nur besser, dass es noch h├Âher geht. Ab hier dann allerdings nur noch mit einer ganz leichten Steigung. Der Gipfel ist ein gro├čer Steinhaufen in einer Ger├Âllebene, der ohne den Steinhaufen gar nicht als Gipfel auffallen w├╝rde. 

Anschlie├čend geht es genauso lange leicht bergab, bis zum letzten, dann steileren Abstieg nach Gjendesheim.

Eine wirklich sch├Âne Tour, auf der sich die Menge der Wandernden gut verteilt.

Abends gab es zur Belohnung wieder ein super Essen.


21. August ÔÇô Leirungsdalen

In der Fr├╝h konnte ich vor dem Fr├╝hst├╝ck von meinem Zimmer den Morgennebel im Tal betrachten. Alles so friedlich und ruhig. Nach dem Fr├╝hst├╝ck war vom Morgennebel nichts mehr zu sehen. Das Tal war klar und es schien ein sch├Âner Tag zu werden.

Die Tour ├╝ber den Besseggen ist durchaus anstrengend und so entschied ich mich f├╝r eine leichte Tour an diesem Tag. Das Leirungstal ist ein Tal s├╝dlich des Gjende Sees und durch einen langezogenen Bergr├╝cken von diesem getrennt.

Zuerst ging es in das weite Tal, einem Wanderpfad bis zum Berg, der das Tal zum Gjende See trennt, entlang. Diesem eigentlich steil nach oben und auf dem Bergr├╝cken bis zu einem Einschnitt. Auf dem St├╝ck nach oben war der Wind jedoch schon so stark, dass andere, die mit mir an dieser Stelle waren, genauso wie ich entschieden, diesen Weg nicht zu gehen. Es w├Ąre vermutlich schon m├Âglich gewesen nach oben zu kommen, nur im starken Wind auf einem Bergr├╝cken entlangzulaufen macht keinen Spa├č.

So sind wir alle in einigem Abstand dann im Tal selbst weitergelaufen bis zum zuvor genannten Einschnitt. Der Einschnitt ist nicht besonders hoch vom Tal aus und war schnell erklommen. Diese Stelle mit einem weiten Blick ├╝ber den Gjende See hatte ich dann auch f├╝r meine Mittagspause gew├Ąhlt.

Auf demselben Weg ging es dann zur├╝ck zum Wanderparkplatz auf den schmalen Pfaden im Tal.


22. August ÔÇô Hindflyin

Eine leichte Bergtour suchte ich mir f├╝r den letzten Tag in Jotunheim aus. Hindflyin nennt sich die Tour und beginnt ebenfalls am Berghotel. Auf dieser Tour begleitete ich einen Bergbach in Richtung seiner Quelle nach oben. Danach war ├╝ber den n├Ąchsten zwei Erhebungen jedoch kein weiterer Weg mehr zu erkennen und ich kehrte nach einer Pause um.

F├╝r den R├╝ckweg w├Ąhlte ich einen Bogen, um auf den Veostigen vom ersten Tag zu gelangen. ├ťber diesen ging es dann wieder durch den Wald mit seinem mit Flechten ├╝bers├Ąten Boden zum Berghotel.

Den Nachmittag verbrachte ich zum Packen und f├╝r einen Spaziergang in der N├Ąhe des Hotels.


23. August ÔÇô Jotunheim ÔÇô Oslo

Bye, bye hie├č es an diesem Morgen nach dem Fr├╝hst├╝ck zum Berghotel Hinds├Žter und zu Jotunheimen zu sagen.

Am Nachmittag erreichte ich den Ekeberg Campingplatz in Oslo und baute mein Zelt dort auf. Der Campingplatz mitten in Oslo ist beliebt und war entsprechend voll. F├╝r mich, mit einem kleinen Zelt, fand sich zum Gl├╝ck noch ein Flecken.

Um die Beine nach der langen Fahrt zu vertreten, bin ich den Ekeberg runter und ├╝ber die Oper zur Innenstadt gelaufen. Nichts Besonderes, einfach so um mich noch ein wenig zu bewegen.

Die Bilder entstanden in den Zwischenbereichen des Barcodes, einer H├Ąuserreihe in der N├Ąhe der Oper, die durch ihre v├Âllig unterschiedlichen Gestaltungen auffallen.


24. August ÔÇô Oslo

Ein ganzer Tag um Oslo zu erkunden stand vor mir. Ein ganzer Tag f├╝r ganz Oslo ist nat├╝rlich viel zu wenig, aber ausreichend f├╝r das, was ich mir vorgenommen hatte.

Zuerst herab vom Ekeberg, vorbei an der Oper und der alten Festung erreichte ich Aker Brygge durch dieses Viertel kam ich an dessem Ende auf die angrenzende Insel Tjuveholmen mit dem Astrid Fearnley Museum. Das Museum selbst war gar nicht so mein Ziel, sondern das durchaus interessant gestaltete Museumsgeb├Ąude, welches die Insel mit dem Festland verbindet. Am s├╝dlichsten Ende der Insel befindet sich dann sogar neben dem Museum eine kleine Bucht, in der Baden m├Âglich ist und auch wahrgenommen wurde.

Aker Brygge, sobald es erwacht ist ebenso ein Viertel, das einiges zu bieten hat. Neben Gesch├Ąften, gibt es u. a. ganz viele Caf├ęterien und Restaurants.

Von hier bin ich anschlie├čend ├╝ber das Schloss in der Stadtmitte zum Vigelandpark gelaufen. Dieser Park ist immer ein Besuch wert. So viele Figuren des K├╝nstlers gibt es zu entdecken, dass es jedesmal wieder Neues zu erkunden gibt.

Die zunehmende Wolkendecke empfand ich f├╝r die Fotos spannend, bis es langsam windiger wurde und ich den R├╝ckweg zum Campingplatz antrat. Leider nicht fr├╝h oder schnell genug. ­čÖâ Kurz nachdem ich an der Oper vorbei war und am Barcode entlang lief, erwischte mich der Schauer. Durchn├Ąsst kam ich an meinem Zelt an und zog mich gleich um. 

Auf dem Campingplatz gibt es R├Ąume zum Kochen und Reinigen des Geschirrs. Das war dann auch der Ort, an dem ich an diesem Abend mein Essen zubereitet. Diese R├Ąume haben kein Fenster, daf├╝r ist man im Trockenen beim Kochen und Abwaschen.


25. August ÔÇô Oslo ÔÇô Heimreise

Am Morgen packte ich alles zusammen und fuhr zum Terminal, an dem die F├Ąhre Mittags nach Kiel ablegt. Nach dem Check-In parkte ich dort und lief in der letzten halbwegs sauberen Hose, die f├╝r das Wetter viel zu lang war, in die Innenstadt. Mein Ziel war ein Outdoorladen, an dem ich am Vortag schon vorbei kam. Eine 3/4 Hose war schnell gefunden und wurde auch gleich anbehalten.

Mit frischer Hose ging es erneut nach Aker Brygge und dort zu einem Caf├ę. Ein Latte Macchiato und ein Kanelboller (Zimtschnecke) waren meine Wahl. Die Frage, ob ich den Kanelboller warm m├Âchte, bejahte ich. Hmmm, der warme duftende Zimt und der Latte waren toll.

Nun war es Zeit, langsam zum F├Ąhrterminal neben Akker Brygge zur├╝ck zu laufen. Bald danach konnte ich auf die F├Ąhre und los ging die Fahrt nach Kiel, um dort am fr├╝hen Morgen anzukommen. Das Fr├╝hst├╝ck erfolgte auf der Fahrt nach Hause an einer Rastst├Ątte.

Voll mit neuen Erfahrungen war ich am sp├Ąten Nachmittag dann Zuhause.


Res├╝mee

Die Herbstfarben waren zwar nicht so intensiv, wie ich sie mir erhofft hatte, dennoch hatte die Woche in Jotunheim seinen Reiz. Das Wetter war die ganze Woche dort gut und tags├╝ber so angenehm, dass ich auch hin und wieder nur im T-Shirt unterwegs war. 

Durch die k├╝hleren N├Ąchte war die Wahl des Berghotels gut gewesen und mit dem Berghotel Hinds├Žter war es eine sehr gute Wahl. Man f├╝hlt sich dort heimelig und gut aufgehoben. Die K├╝che dort ist sehr zu empfehlenswert.


#norwegen #norge #norway #jotunheim #hinds├Žter @galdh├Şppigen #besseggen #rondane #peergynthytte #oslo #vigeland #herbst #canon #canoneos70d #canonef24105

Norwegen – S├╝dnorwegen – Juni/Juli 2018

Norwegen, mein bis dato Lieblingsurlaubsland. Kennengelernt habe ich es zum ersten Mal kurz nach der Jahrtausendwende und war seit dem schon oft dort. Nur in den Jahren nach 2008 nicht mehr so oft. So ist dies nach 2011 (Lofoten) und 2015 (Jotunheimen) das dritte Mal nach 2010.

Die erste gro├če Reise zusammen mit Melli, die Norwegen ├╝berhaupt noch nicht kannte. So wurde die Reise als Rundreise durch S├╝dnorwegen geplant. Die bekannten Highlights wie Preikestolen und Besseggen durften ebenso wenig fehlen wie die viele Wasserf├Ąlle und bekannte St├Ądte, einschlie├člich der Hauptstadt Oslo. Es wurde eine Planung, auf der auch ein paar Touren und Orte waren, die ich noch nicht besucht hatte oder erneut gespannt war wieder dort zu sein. Ein Beispiel f├╝r Neues war die Moschusochsen-Safari.

Melli brauchte noch einiges an Ausr├╝stung und auch ich kaufte noch ein neues Zelt, da sich bei meinem Alten die Versiegelung der N├Ąhte aufl├Âste und es undicht wurde. Bis Ende Juni hatten wir so weit alles, sodass es losgehen konnte.

Was nicht zu unserem Wunsch geh├Ârte, war das Tief, das sich l├Ąngere Zeit vor unserem Urlaub im S├╝den von Norwegen festgesetzt hat und auch noch in Ausl├Ąufern zum Reisebeginn vorhanden war.


18.06.2018 – Anreise

Uns stand eine sehr lange Autofahrt bis Hirtshalts bevor. Die Strecke bis zur F├Ąhre am n├Ârdlichen Ende von D├Ąnemark betrug 999 Kilometer. Wir sind daher zeitig los, um gen├╝gend Puffer zu haben und um mehrere Pausen einlegen zu k├Ânnen. Bis auf ein wenig stockenden Verkehr durch den Elbtunnel verlief alles reibungslos.

Das Einzige das uns Sorgen machte, war die Windst├Ąrke von 12 Beaufort (starker Sturm) bei Hirtshalts am Morgen. W├Ąhrend des Tages flaute es zum Gl├╝ck ab und bei unserer Ankunft war es nur noch ein laues L├╝ftchen.

Nach dem Check-In und Bezug der Kabine machten wir noch einen kleinen Rundgang im Schiff. Gegessen hatten wir schon in D├Ąnemark und sind so bald nach der Abfahrt ins Bett.

Die Fahrt von Abends (20:00 Uhr) verlief langsam und ruhig bis zu unserer Ankunft am fr├╝hen Morgen (6:30 Uhr) in Stavanger.


19.06.2018 – Ankunft in Norwegen ÔÇô Preikestolen

Da waren wir also in Norwegen und hungrig, da wir bewusst nichts auf der F├Ąhre gefr├╝hst├╝ckt hatten. Unser Wunsch war, in einem Caf├ę in Stavanger zu fr├╝hst├╝cken. Das taten wir dann auch im Starbucks, das war n├Ąmlich das Einzige, das in der Innenstadt schon offen hatte.┬á

Von Stavanger fuhren wir an diesem Morgen an den Lysefjord, zur Preikestolen Fjellstue. Ziemlich dunkle Wolken hingen am Himmel und wir nahmen zuerst einen Kaffee in der Fjellstue, um zu sehen, ob das Wetter sich noch ├Ąndert. Wird schon!

So sind wir zu unserer ersten Wanderung in Norwegen zu einem der beliebtesten Highlights S├╝dnorwegens los. Das Wetter hatte immerhin den Vorteil, dass nur sehr wenige an diesem Tag hier unterwegs waren. Vom Preikestolen hat man einen freien Blick, 600 Meter nach unten und einen tollen Fernblick. So kenne ich es auch aus meinen bisherigen Urlauben. Nur heute eben nicht. ­čśé

Auf dem R├╝ckweg fing es dann leider doch noch an zu regnen. Durchn├Ąsst kamen wir an der Fjellstue an und tranken zum Aufw├Ąrmen etwas Warmes.

Von hier fuhren wir Richtung Norden, an das Ende des Tysdalsvatnet. Direkt am Zufluss des Sees ist der Tysdal Campingplatz. Eigentlich wollten wir hier unsere Zelte aufschlagen. Nur durch den Regen waren unsere Klamotten noch feucht und ein wenig kalt war uns auch. So entschlossen wir uns eine der kleinen H├╝tten zu nehmen.


20.06.2018

An diesem Tag wollten wir eigentlich zur Trolltunga wandern, um dort in der N├Ąhe im Fjell zu ├╝bernachten. Eigentlich! Das Tief, das immer noch in Ausl├Ąufern ├╝ber Norwegen hing, sorgte f├╝r Minusgrade in der Nacht im Fjell. Da Melli nicht f├╝r solche Temperaturen ausger├╝stet war, haben wir uns kurzfristig umentschieden und sind ein paar Kilometer weiter gefahren.

Der Lofthus Campingplatz war somit unser Zuhause f├╝r zwei N├Ąchte. Auch hier mieteten wir wieder eine der kleinen H├╝tten, die am Rand des Platzes steht. Der Campingplatz liegt oberhalb der Hardanger Fjordes, mitten in den Obstplantagen. Sogar auf dem Campingplatz sind eine ganze Menge Obstb├Ąume, haupts├Ąchlich Kirschb├Ąume. Den Tipp zu diesem Campingplatz erhielt ich von einem Freund aus einem MINI Forum. 

Ohne die Tour zur Trolltunga an diesem Tag hatten wir Zeit f├╝r einige Stopps und Exkursionen an diesem Tag. So bogen wir auf eine Seitenstra├če ab, um zum Sandsfossen zu kommen, an dem eine ausgefallene Br├╝cke die ├ťberquerung zu Fu├č interessant machte. Direkt an der Landstra├če auf unserem Weg kamen wir am bekannten L├ątefossen vorbei und stoppten auch hier. Eine so gro├če Wassermasse ist hier nicht immer zu sehen. Da hatte zumindest das Tief f├╝r einen tollen Wasserfall gesorgt. Ebenso lag eine Stabkirche auf dem Weg und diese besichtigten wir, da diese f├╝r Melli neu waren.


21.06.2018 – Trolltunga

Da es nichts wurde mit der geteilten Wanderung ├╝ber zwei Tage zur Trolltunga, sind wir an diesem Tag fr├╝h los, um hoffentlich einen freien Platz auf dem oberen Parkplatz des Startpunktes zu bekommen. Die Tour an einem Tag ist schon fordernd und vom oberen Parkplatz ist es zumindest etwas einfacher. So fr├╝h wir auch da waren, der obere Parkplatz war leider schon voll. So hie├č es die ersten fast 4 Kilometer auf einer geteerten Serpentinenstra├če den Berg hoch laufen. Wenig attraktiv, aber die einzige M├Âglichkeit. 

Oben angekommen ging es dann auf einem typischen Wanderweg in das Fjell und lange oberhalb eines Sees entlang. Sogar ein Schneefeld mussten wir passieren. Der Fr├╝hling war hier oben tats├Ąchlich noch nicht so ganz angekommen. Auf dem Weg und an der Trolltunga waren nur wenige andere mit uns unterwegs. Das war unser Gl├╝ck und so mussten wir nicht allzu lange warten, um auf die Spitze zu gelangen. Etwas verz├Âgert wurde es durch einen, der vor uns dort war und nacheinander verschiedene Flaggen f├╝r Bilder auspackte. Bei der dritten Flagge sorgte es aber auch f├╝r Belustigung ÔÇô wie viele werden denn noch kommen? ­čśů Es war dann nur noch eine.

Die Bew├Âlkung variierte w├Ąhrend des Tages und so liefen wir unter dichter Wolkendecke, wie auch im strahlenden Sonnenschein. 

Anschlie├čend hie├č es, den Weg dann wieder zur├╝ck laufen. Fast 29 Kilometer und sehr viele H├Âhenmeter lagen am Ende hinter uns und so fuhren wir ausgepowert zum Campingplatz zur├╝ck.

Das jedoch nicht so direkt, denn wir wurden zu einem Stopp gezwungen. F├╝r Bauarbeiten war die Stra├če am Fjord kurzzeitig gesperrt und wir mussten so lange ausharren bis sie wieder freigegeben wurde. Ein Umfahren h├Ątte nur f├╝nf Minuten Zeitersparnis gebracht und war damit keine wirkliche Option.

Am Campingplatz bereiteten wir unser Abendessen vor und nach dem Essen fielen wir ersch├Âpft – aber auch zufrieden – in die Betten.


22.06.2018 – Fahrt nach Jotunheimen

Welchen Weg nehmen wir f├╝r die n├Ąchsten Tage ÔÇô zum Geiranger Fjord oder in das Dovrefjell? Diese Frage stellte sich uns an diesem Tag, denn die weitere Reise nach Norden wird in einer Schleife verlaufen und heute hatten wir die Wahl in welcher Richtung. Der Wetterbericht sagte m├Ą├čiges Wetter f├╝r das Inland und gutes f├╝r die K├╝ste voraus. Nach den letzten nicht ganz so sommerlichen Tagen beschlossen wir daher, unsere Reise in Richtung K├╝ste fortzusetzen.

Zuerst hie├č es noch am Hardanger Fjord entlangfahren bis zur Hardanger Brua, ├╝ber die wir den Fjord ├╝berquerten. Um auf die Br├╝cke zu gelangen, geht es in einen Tunnel und ├╝ber einen Kreisel im Tunnel zur Br├╝cke. Auf der anderen Seite des Fjordes folgten wir der Stra├če nach Norden zum Aurlandsfjord.

Unser n├Ąchster Halt war am Skj├Žrdalsfossen. Beine vertreten und auf die Toilette gehen.  Von letzterer hatten wir nicht viel erwartet, waren dann aber sehr ├╝berrascht ├╝ber deren Stil mit gro├čem Fensterblick.

Am Aurlandsfjord angelangt, machten wir erneut einen Stopp. Das Otternes Bygdetun, eine Ansammlung alter Bauerngeb├Ąude, lockte uns und war eine willkommene Gelegenheit, die Beine zu vertreten. Das Wetter wurde an diesem Fjord auch schon angenehmer.

Noch am Aurelandsfjord erwartete uns das n├Ąchste Highlight. Stegastein, eine Aussichtsplattform ├╝ber dem Fjord, die am Ende mit einer Glasplatte abschlie├čt und so freien Blick auf den Fjord gew├Ąhrt. Tolle Aussicht bei reichlich Wind.

Der Aurelandsfjord geht in den gr├Â├čten Fjord Norwegens, dem Sognefjord ├╝ber. Ab hier fuhren wir ├Âstlich in das L├Žrdal, in dem wir ├╝bernachteten.

Am Campingplatz Maristova im Tal gab es leider keine H├╝tte und so packten wir trotz k├╝hler Temperatur unsere Zelte aus. Ich fand es schon sehr k├╝hl ├╝ber Nacht, Melli verzog sich mitten in der Nacht zuerst in Svarta und dann sp├Ąter in den gew├Ąrmten Aufenthaltsraum. Da wir die Einzigen hier waren, war dort mit keinen ├ťberraschungen zu rechnen.


23.06.2018 – Valdresflya, Jotunheimen

Leicht verfroren fr├╝hst├╝ckten wir im Aufenthaltsraum, der zumindest etwas w├Ąrmte. Zelte abbauen und weiter….

Wir fuhren noch weiter im L├Žrdal bis wir zu einer Kreuzung gelangten, auf der wir abbogen zur Valdresflya, einer Hochebene. Hier lag sogar noch reichlich Schnee und es war merklich k├╝hler.

N├Ârdlich der Valdresflya kamen wir an unserem Tagesziel an. Jotunheimen, das Reich der Riesen, lag vor uns.┬á

Wie sollte es auch anders sein ÔÇô wir nahmen abermals eine H├╝tte. Der Mauranger Campingplatz liegt an der Landstra├če, getrennt von einem wilden Fluss. Eine sehr sch├Âne H├╝tte mit K├╝che und Terrasse am Rand des Campingplatzes, inmitten eines Birkenwaldes war unsere.

Da wir fr├╝h ankamen, nahmen wir uns eine kurze Wanderung im flacheren Teil von Jotunheimen vor. Der Hulderstigen etwas n├Ârdlich des Campingplatzes war es. In der Sonne war es hier schon sehr viel angenehmer als im L├Žrdal tags zuvor.


24.06.2018 – Jotunheimen 

Ganz gem├╝tlich begann der Tag. Nur eine knapp 10 Kilometer-Wanderung stand an. Abermals im selben Tal, um die Region um das Berghotel Hinds├Žter zu erkunden. Mit Veostigen ist der Weg bezeichnet und war nicht besonders anspruchsvoll, daf├╝r von der Vegetation um so abwechslungsreicher.

Start- und Endpunkt war am Berghotel und nach der Wanderung buchten wir dort ein Zimmer f├╝r die ├╝bern├Ąchste Nacht inkl. Abendessen. Ich war in diesem Berghotel schon einmal f├╝r eine Woche zu Gast und es war sozusagen Pflicht eine ├ťbernachtung mit Essen hier einzuplanen.


25.06.2018 – Jotunheimen – Besseggen

Mit die bekannteste Tour und eine, die jeder Norweger einmal gegangen sein sollte, war unsere heutige. Fr├╝h sind wir dazu aufgestanden und zum naheliegenden See Gjende gefahren. Mit der ersten F├Ąhre sind wir dann bis nach Memurubu, das nicht ganz in der Mitte des lang gestreckten Sees Gjende liegt.┬á

Hier waren wir nun mit einigen anderen Fr├╝haufstehern, um den bekannten Besseggen zu bewandern. 

├ťber 16 Kilometer standen vor uns und zuerst einmal hie├č es bergauf, wie fast ├╝ber die gesamte Strecke, mit Sicht auf den Gjende.

Bekannt ist diese Tour durch eine Erz├Ąhlung von Henrik Ibsens ÔÇô Peer Gynt. Nach einem Anstieg f├╝hrt der Wanderweg fast auf einer gleichbleibenden H├Âhe bis zu einem Grat. Dieser trennt zwei Seen und ist an seiner schmalsten Stelle nur 50 Meter breit. Jedoch liegen zwischen den Seen mehrere hundert H├Âhenmeter!

Kurz danach kommt das steilste St├╝ck mit gro├čen Steinbl├Âcken. Hier braucht man dann manchmal auch die H├Ąnde, um weiter zu kommen. Am Anfang des Abstiegs stie├čen wir auf ein Schneefeld in der N├Ąhe des Wanderweges, auf dem ein paar Rentiere Zuflucht vor der W├Ąrme gesucht hatten.

Nach dieser tollen, aber auch anstrengenden, Tour fuhren wir zum Berghotel Hinds├Žter.

Beim Weg von der Rezeption zu unserem Zimmer lief uns ein Koch ├╝ber den Weg. Es war derselbe wie vor drei Jahren! Ein kurzer Plausch und nach dem Bezug des Zimmers genossen wir die Sonne auf der Terrasse mit einem Kuchen und Kaffee.

Der Essensraum wurde, so wie ich es noch aus Erinnerungen kannte, kurz vor dem Abendessen geschlossen. Alles versammelte sich in der gro├čen Eingangshalle, bis wir freundlich zum Abendessen gebeten wurden. Ein Drei-G├Ąnge-Men├╝ mit Spezialit├Ąten der Region, bereichert durch die internationale K├╝che. Seeeehr lecker.


26.06.2018 – Reisetag

Das Fr├╝hst├╝ck findet in der alten Stube des Geb├Ąudes statt. Gem├╝tlich, mit seiner Einrichtung und so verteilt, dass es ruhig ist.

Wir verabschiedeten uns vom Hotel und fuhren weiter nach Norden zum Geiranger Fjord. Auf dem Weg machten wir Halt in Lom, um die Stabkirche zu besuchen. Viele Kilometer weiter in Billingen stoppten wir erneut f├╝r eine Pause mit einem Spaziergang zum Vertreten der F├╝├če.

Und dann kamen wir vom Fjell herab zum Geiranger Fjord, mit strahlendem Wetter und bester Aussicht.

Am Anfang des Ortes machten wir Halt und unternahmen die Wanderung zum Stors├Žterfossen, einem Wasserfall, hinter den man auch gehen kann, was wir auch taten.

Au├čerhalb vom Ort Geiranger, unterhalb der Serpentinenstra├če ÔÇ×AdlerschwingenÔÇť liegen zwei Campingpl├Ątze. Der erste war ausgebucht, auf dem zweiten (Grande Hytteutleige og Camping)┬á haben wir noch ein Pl├Ątzchen f├╝r unsere zwei Zelte in der N├Ąhe des Wassers bekommen.


27.06.2018 – Geiranger

In der N├Ąhe der Zelte, am Wasser, standen ein paar Holztische in einer Vertiefung. Dort breiteten wir uns f├╝r das Fr├╝hst├╝ck aus. W├Ąhrend wir fr├╝hst├╝ckten und der Fjord noch im Nebel lag, huschte ein Eichh├Ârnchen hinter uns, keine zwei Meter entfernt, vorbei. ­čśŐ

Nach dem Fr├╝hst├╝ck fuhren wir auf die gegen├╝berliegende Fjordseite f├╝r eine Wanderung zu einer alten Alm. Dazu ging es an den Felsen und immer mit Blick auf den Fjord, an diesem entlang. Die Alm ist auch per Boot erreichbar und auf dem Weg sind nur wenige andere unterwegs gewesen. An der Alm war es ebenfalls ruhig und nur ein paar weitere Personen au├čer uns dort. Ein Ausflug an einem sonnigen Tag, der nicht allzu anstrengend war.

Von der Alm aus kann man, wie auf dem letzten Bild zu sehen, die Wasserf├Ąlle der sieben Schwestern gut sehen, die ein weiteres Wahrzeichen des Geiranger Fjordes sind.


28.06.2018 – Trollstigen

Los gehtÔÇÖs. Wieder ein Fahrtag. Diesmal nach Westen, in das Landesinnere, in das Dovrefjell. So sind wir die Serpentinenstra├če nach oben gefahren und haben nat├╝rlich noch einen letzten Blick auf den Fjord vom Aussichtspunkt geworfen. Bye Geiranger.

├ťber den Berg und weiter zum n├Ąchsten Grat, der uns mit Nebel erwartete. Von dort ging es die bekannte Serpentinenstra├če Trollstigen herunter.

Unten im Tal angekommen, folgten wir dem Tal nach ├ůndalsnes. Im n├Ąchsten Tal bogen wir jedoch in die entgegengesetzte Richtung ab und in diesem Tal nach Westen. Am sp├Ąteren Nachmittag kamen wir dann im Dovrefjell an. Hier war es wieder k├╝hler und daher nahmen wir abermals eine feste Unterkunft. Die H├╝tten waren hier eher kleine H├Ąuser und zu gro├č f├╝r uns oder klein und schon belegt. Jedoch gab es ein paar Apartments in einem langgestreckten Anbau mit jeweils eigener Eingangsterrasse und ein solches bezogen wir dann.

Das Furuhaugli liegt mitten im Nichts, n├Ârdlich von Domb├Ąs. Gew├Ąhlt hatten wir es, da hier Moschusochsensafaris angeboten werden. Der Guide kam auch gerade von einer Tour zur├╝ck, w├Ąhrend wir bei der Anmeldung f├╝r das Apartment waren. Die Gelegenheit nutzten wir und buchten die Safari f├╝r den n├Ąchsten Tag.

Einen Ausblick auf einen Moschusochsen hatten wir bereits im Apartment, und zwar in voller Wandgr├Â├če am Ende des Bettes. Das wird bestimmt toll.


29.06.2018 – Muschusochsen-Safari

Am Morgen warteten wir zum vereinbarten Zeitpunkt auf den Guide. Er teilte uns mit, dass nur wir beide f├╝r diesen Tag gemeldet sind. Wir hatten somit eine Privatsafari. Der Guide, ein ausgewanderter Deutscher fuhr mit uns ein paar Kilometer die Landstra├če entlang, bis er in einen Weg abbogen. Einige Zeit sp├Ąter waren wir am Ausgangspunkt f├╝r die Safari. 

Da er uns f├╝r fit einstufte, liefen wir keine gem├╝tlichen, flach ansteigenden Wege in das Fjell, sondern eher den kurzen steileren Weg. Im Fjell, das im Dovrefjell eher eine H├╝gellandschaft gleicht, dauerte es eine Weile bis wir nach mehreren H├╝geln endlich Moschusochsen sahen. Eine kleine Gruppe mit zwei Jungtieren. Langsam trollten sie sich um einen H├╝gel.

Ihnen zu folgen bzw. den Weg abzuschneiden, ohne sie in Panik zu versetzen war gar nicht so einfach. Unser Guide wusste aber wie und so hatten wir dann nach einer Anh├Âhe die Moschusochsen wieder vor uns. In geduckter Haltung liefen wir zu einem gro├čen Felsblock, der einsam im Fjell lag. Dieser gab uns Schutz, denn wir waren nicht mehr sehr weit von den Moschusochsen entfernt. So nah heran geht er nur bei ganz kleinen Gruppen.

Wie man an den Bildern erkennen kann, war es an diesem Tag im Fjell windig. Mit der entsprechenden Bekleidung kein Problem und f├╝r die Safari super, da das Fell der Moschusochsen dann sch├Ân im Wind wog.

Am Nachmittag bekam ich dann etwas typisch Norwegisches. Waffeln ­čśÇ Mit jeweils einem warmen Kakao und einem gro├čen Teller mit einer Waffel sa├čen wir im Freien vor der Rezeption. Danach machten wir es uns noch eine Weile auf einer Decke im Gras gem├╝tlich und sonnten uns. Ja, im Windschatten war es sogar richtig warm. ­čśÇ

Zu sp├Ąterer Stunde, nach dem Abendessen, sind wir noch nach Norden gefahren zu einem Spaziergang zum Sn├Şhetta Viewpoint. Der Weg vom Parkplatz lag schon im Schatten und es wurde merklich k├╝hler. Im Viewpoint dagegen war es angenehm warm, mit einem tollen Blick ├╝ber das Tal auf den Sn├Şhetta.


30.06.2018 – Lillehammer

Ein weiterer Fahrtag stand an. Wir fuhren nach S├╝den, nach Lillehammer. Vom Dovrefjell viele Kilometer entfernt, jedoch auf einer Hauptverbindungsstra├če war die Fahrt bald hinter uns gelassen. Das Wetter war gut und unsere Zelte wurden wieder ausgepackt. Lillehammer Camping liegt am Ufer des Mj├Şsa-Sees und unsere Zelte standen nicht weit vom Ufer entfernt.

Lillehammer wollten wir mit Kultur verbinden. Maihaugen, oberhalb von Lillehammer, ist ein Freilichtmuseum. Hier stehen Geb├Ąude aus den verschiedensten Epochen und Regionen Norwegens. Alle so eingerichtet wie es zur jeweiligen Zeit ├╝blich war. Hier und da waren auch Angestellte des Museums in traditioneller Kleidung, um Geb├Ąude, Funktionen oder Lebensweise zu erkl├Ąren. Die letzten Geb├Ąude sind aus den 70ÔÇÖern und 80ÔÇÖern und somit mit ihrer Einrichtung das, was wir aus unserer Kindheit oder der Erz├Ąhlung unserer Eltern noch kennen.

Den Weg zum Freilichtmuseum und zur├╝ck zum Campingplatz sind wir selbstverst├Ąndlich zu Fu├č gelaufen. So konnten wir das heutige Lillehammer gleich mit erleben. Auf der Hauptfu├čg├Ąngerzone war schon einiges los, war es doch Wochenende und alles drau├čen bei dem guten Wetter.

Es war Wochenende und auf dem Campingplatz fanden sich am Nachmittag noch Gr├╝ppchen in Feierlaune ein. Ein Campingplatz muss also nicht immer ruhig und beschaulich sein. ­čÖâ


01.07.2018 – Lillehammer

Die Wanderung, auf die wir uns nach dem Fr├╝hst├╝ck begaben, war auf der gegen├╝berliegenden Seeseite. So hatten wir oft einen sch├Ânen Blick ├╝ber den See und auf Lillehammer. Von der nahen Stadt war hier nichts zu h├Âren und nur wenige waren mit uns auf diesem Weg unterwegs. So ging es durch Felder und einem Wald. Ein Kontrast zum Dovrefjell, das fast nur mit niedrigen Pflanzen bewachsen ist.

Nachmittag sind wir durch Lillehammer gefahren, und zwar zur Skisprungschanze. Dort kann man zwischen den Skisprungschanzen auf einer Treppe nach oben laufen oder wie wir den danebenliegenden Sessellift nehmen. ­čśŐ

Die Aussicht von oben ist toll. Wahnsinn, denkt man sich, wenn man oben auf der Skisprungschanze steht und nach unten schaut. Da fahren die freiwillig runter? 

So schnell wollten wir nun nicht runter und sind die Treppe nach einem Spaziergang im Wald oberhalb der Skisprungschanzen nach unten gelaufen.

Am Campingplatz machten wir es uns f├╝r den Rest des Nachmittags gem├╝tlich bis zum Abendessen. Nach diesem sind wir f├╝r einen Spaziergang ├╝ber die alte Br├╝cke ├╝ber den See gelaufen.


02.07.2018 – Oslo

Der wirklich letzte Fahrtag in Norwegen brachte uns von Lillehammer nach Oslo. Unsere Zelte schlugen wir auf dem sehr wenig besuchten Ekeberg Campingplatz auf. Ich kenne diesen Campingplatz auch ganz anders, n├Ąmlich so voll, dass sich nur noch hier und da ein Pl├Ątzchen f├╝r ein Zelt findet. Das schlechte Wetter zu Beginn unserer Reise hat wohl viele abgehalten. 

Der Ekeberg Campingplatz liegt auf einem Berg (Ekeberg) innerhalb von Oslo und grenzt an einen Park an. ├ťber diesen erreicht man in 15 Minuten die bekannte Osloer Oper, welche einem im Fjord liegenden Eisblock nachempfunden ist.

Also lag es nah, den Rest des Tages mit einem ersten Stadtrundgang zu verbringen. Hinunter zur Oper und von dieser ├╝ber die Innenstadt (Karl Johans Gate), am Schloss vorbei und am Fjord zur├╝ck, um zur alten Festung von Oslo zu kommen. Akershus Festningen kann zum Gro├čteil betreten werden und ist gleichzeitig ein Park am Meer.┬á

Mehr haben wir an diesem Tag nicht erkundet. ­čśů┬áEs stand doch noch ein Einkauf f├╝r das Abendessen auf dem R├╝ckweg an.


03.07.2018 – Oslo

Ein Besuch im Vigelandpark ist Pflicht, wenn man in Oslo ist. Wir sind jedoch nicht den k├╝rzesten Weg dorthin gelaufen. Zuerst bogen wir am Hauptbahnhof auf einen Fu├čweg am Akers Elv entlang ab. Diesen liefen wir einige Zeit und sahen so das Oslo abseits der Hauptattraktionen.

Zur├╝ck am anderen Flussufer kamen wir wieder auf die Flaniermeile, auf der wir auch schon am Tag zuvor waren. In einer Seitenstra├če kaufte ich mir noch eine kurze Hose, hatte ich doch keine saubere mehr dabei und es sollte ein sch├Âner Tag werden.

Um das Schloss und einige Stra├čen weiter kamen wir zum Eingang des Vigelandparkes. Der Bildhauer Gustav Vigeland hat ├╝ber sehr viele Jahre alle Skulpturen in diesem Park selbst angefertigt. Die Skulpturen stellen den Lebenslauf der Menschen in seinen einzelnen Phasen dar. Hauptattraktion im Park ist ein Monolith. 

Es war so angenehm an diesem Tag, dass wir uns sogar ein Eis kauften. Ich hatte mich nat├╝rlich gleich bekleckert – kein Wunder, dass ich keine saubere kurze Hose dabei hatte. ­čśů


04.07.2018 – Heimreise

Da war er, unser letzter Morgen in Norwegen in diesem Urlaub. Nachdem wir ausgeschlafen hatten, packten wir alles in Svarta und fuhren zum Terminal f├╝r die F├Ąhre von Oslo nach Kiel. Check-In f├╝r die F├Ąhre war um 12:00 Uhr und noch sehr viel Zeit bis dahin. Wir waren mit bei den ersten am Terminal und konnten Svarta nach dem Check-In auf den Parkplatz abstellen.┬á

Von dort sind wir in einem Bogen nach Aker Brygge. Hier waren einmal die Umschlaggeb├Ąude f├╝r Waren und es ist mittlerweile ein Bezirk mit Restaurants, Gesch├Ąften, B├╝ros und Wohnungen. Vom ├Âstlichen Rand Aker Brygges hat man einen guten Blick auf das Rathaus von Oslo. Wir suchten uns ein Caf├ę, um gem├╝tlich Fr├╝hst├╝cken zu k├Ânnen und fanden eines im inneren Bereich von Aker Brygge. 

Ges├Ąttigt sind wir zur├╝ck zum Parkplatz und konnten gleich los und Svarta in die F├Ąhre fahren. Norwegen verabschiedeten wir mit der Fahrt durch den Oslofjord an einem sonnigen Tag.


05.07.2018 – Heimreise 

Am fr├╝hen Morgen erreichten wir ein bew├Âlktes Kiel. So sind wir gleich von der F├Ąhre und haben die Heimfahrt angetreten. Auf dem Weg nach Hause hielten wir an einer Rastst├Ątte und fr├╝hst├╝ckten dort bei klarem Himmel und Sonnenschein. 

Viele Stunden sp├Ąter waren wir wieder Zuhause von diesem Trip durch S├╝dnorwegen.


Res├╝mee

Norwegen, ein Land, das ich oft schon bereist habe und mich wieder erneut begeisterte. Wir waren ÔÇ×nurÔÇť in S├╝dnorwegen unterwegs und dennoch ist die gebotene Vielfalt von den Bergen (Fjell), den Fjorden und allgemein der Landschaft so gro├č, dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. 

Moschusochsen leben in Europa nur im Dovrefjell noch wild. Es ist toll, diese m├Ąchtigen Tiere in Freiheit erleben zu d├╝rfen. 

Wo auch immer wir auf Wanderungen unterwegs waren, waren wir oft sehr alleine unterwegs. Oder, wie bei der Wanderung zur Trolltunga oder ├╝ber den Besseggen, mit vielen anderen unterwegs und waren auch dort nicht in einem Gedr├Ąnge und konnten die Natur genie├čen.

Wetter – ja, da zeigt sich der Norden von allen Seiten. Soviel Regen, das wir durchn├Ąsst waren und auch Sonne mit kurzer Kleidung. Alles war dabei. Also immer sch├Ân gemischt einpacken.


Infos

Die Kartendarstellungen basieren auf der Anzeige in Trailrunner Mini mit OpenStreetMaps.


#norwegen #norway #norge #preikestolen #trolltunga #besseggen #geiranger #trollstigen #valdresflya #jotunheim #dovrefjell #moschusochsen #safari #lillehammer #oslo #vigelandpark #canon #canoneos6dmk2 #canonef1740 #canonef70300