Italien – Lombardei (Gardasee) – Oktober 2021

Südafrika. Ja, richtig gelesen. Im Oktober 2021 stand mein dritter Versuch für eine Südafrikatour an. Gebucht, bezahlt und die Bedingungen vor Ort sahen gut aus. Doch leider zu früh gefreut. Mangels der erforderlichen Mindestteilnehmerzahl wurde die Reise vom Veranstalter abgesagt.

So beginnt bereits der Bericht zur Reise nach Madeira. Doch auch hier passt es, denn die ursprüngliche Reise wäre über zwei Wochen gegangen. Der Ersatz Madeira war eine 10 Tage Reise und somit hatte ich noch ein paar Tage Urlaub zur freien Verfügung. Mit einem weiteren Tag wurde daraus eine Woche Lombardei im Oktober.

Das südliche Ende des Gardasees ist im Vergleich zu Frankfurt im Oktober wärmer und die Zeit von Sonnenaufgang zu Sonnenuntergang ist etwas länger – gefühlt deutlich länger! Dennoch hatte ich mich gegen das Zelt und für eine feste Unterkunft entschieden. Durch die frühe Dunkelheit ab ca. 18:00 Uhr, war es mir so lieber.

Aber wo? Im Oktober 2020 war ich im Süd-Osten des Gardasees, genauer gesagt in Bardolino. Daher ging es diesmal in den Süd-Westen. Meine Suche führte mich zu einem kleinen Hotel etwas oberhalb des Sees in Cecina, welches nahe Toscolano Moderna liegt. Dies ist ein kleines Bergdorf und das Hotel verfügt nur über ein paar Zimmer. Schon mal gute Voraussetzungen um den möglichen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Zusätzlich gehört ein gut bewertetes Restaurant zu dem Hotel. Somit buchte ich die Woche direkt über die Webseite des Hotels Albergo Cavallino 10. Daraufhin erfolgten noch ein paar E-Mails zur Klärung von Einzelheiten. So war meine geplante Anreise an einem Tag, an dem das Restaurant geschlossen hat und keine weiteren Gäste im Hotel waren. Wir vereinbarten eine Uhrzeit und tauschten die Telefonnummern aus, für den Fall das etwas dazwischen kommt.

Der Kauf der Vignette für Österreich erfolgte Online. Für die zusätzliche Mautgebühr, die für die Überquerung des Brennerpasses fällig wird, hatte ich mich schon im Jahr zuvor in Österreich angemeldet. So kann man einfach durch die Mautstelle fahren und es wird kurz danach automatisch abgebucht. Zur Bestätigung gibt es eine E-Mail.


Tag 1

Der 19. Oktober kam und nach einem morgendlichen Kaffee ging es dann sehr früh los Richtung Süden. Die Fahrt war lang aber zum Glück wenig Ereignisreich. Am nördlichen Ende des Gardasees angekommen stellte sich schon ein Urlaubsgefühl ein, war die Landschaft eine andere und die Sonne grüßte. Von dort ging es an der Via Gardasena immer dem Gardasee am westlichen Ufer entlang. Bis ich Gargnano erreicht. Hier meinte das Navi man solle rechts abbiegen, was ich tat. Danach ging es durch Gargnano und die Straße wurde immer schmaler bis sie nur noch so breit war wie für ein Auto. Lt. Beschilderung nur noch für Fahrzeuge bis 2 Meter Breite. Hoffentlich kommt keiner entgegen! Zwei andere folgten mir auf der schmalen Straße, welche sich schön durch das Gebiet zwischen den Orten schlängelte. Und dann kam doch noch jemand entgegen. Nach einem Hinweis des entgegenkommenden Fahrers sind wir drei dann alle rückwärts bis zu einer Einfahrt gefahren. Dort sind dann die beiden uns entgegenkommenden hinein gefahren, so das wir wieder freie Bahn hatten.

In Cecina angekommen stand ich an einer Kreuzung und das Navi zeigte geradeaus. Da war eine sehr schmale, auf beiden Seiten von hohen Mauern eingefasste Kopfsteinstraße. Zuerst hieß es warten und die beiden Fußgänger, die entgegenkamen abwarten. Nun weiter durch die schmale Straße, welche nach kurzer Zeit wieder breiter wurde und zu einer Y-Kreuzung führte. Dort entschied ich mich für rechts, da die Angabe des Navis nicht ganz eindeutig war. Nun wurde die Straße im Ort wieder schmaler und führte durch den alten Ortskern von Cecina. Kurz vor dem Hotel geht es rechts eine kurze Straße hoch zu einem Parkplatz. Puh, geschafft. (Anmerkung: Wie ich an einem anderen Tag feststellte ist ein Teil der gefahrenen Straße nur für Autos bis 1,8 Meter frei gegeben. Geht auch mit einem MINI mit 1,92 Meter breite 😅)

Vom Parkplatz waren es wenige Meter bis zum Hotel, wo ich bereits erwartet wurde. Zuerst erfolgten die Formalitäten wie die Überprüfung der Impfung. Für das Hotel war diese zwar nicht notwendig, für das Restaurant jedoch schon. Hierbei stellte sich schon heraus das nicht alle im Hotel/Restaurant Englisch, geschweige denn Deutsch sprechen.

Nun wurde ich zu meinem Zimmer über dem Eingangsbereich geführt. Klein, sauber und für mich völlig ausreichend. Kurz darauf stellte ich fest, dass beide Lampen neben dem Bett nicht funktionierten. Wie sollte ich das jetzt mitteilen? So erschien es mir sinnvoll ein Bild einer der Lampen mit dem Smartphone zu machen. Damit ging ich zur Rezeption und meinte in einfachen Worten, dass sie nicht funktionieren. Die Dame war fleißig am Reden – in Italienisch – kam mit mir nach oben und organisierte nach eigener Prüfung neue Birnen für die Lampen. Dass ich kein Italienisch kann, hat sie nicht davon abgehalten meist italienisch mit mir reden zu wollen. 😂

Nach einem Spaziergang runter nach Toscolano Modena und zurück bin ich in das gegenüber liegende Ristorante Pizzeria La Macina. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an Pizzen und der Steinofen ist von fast allen Plätzen zu sehen. Recht schnell hatte ich meine Pizza und war zufrieden für diesen Tag.


Tag 2

Zum Frühstück, welches im Restaurant serviert wird, war ich alleine. Dazu gibt es eine kleine Auswahl von verschiedenen Arten, unter denen man eine auswählt. Dies und der Kaffee wird einem an den Tisch gebracht. Vielleicht etwas ungewohnt gab es zuerst immer eine warme Brioche (Croissant). Dazu das Frühstück, was man gewählt hatte.

Die erste Wanderung begann etwas nördlich, oberhalb des Gardasees in Muslone. Durch Muslone hindurch und dann immer Bergauf, einem alten Karrenweg entlang. So erreicht man nach einiger Zeit den Gipfel des Berges, von dem es dann nach unten in das nächste Dorf Piovere ging. Vom fast höchsten Punkt aus führt ein kleiner Weg zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen schönen Blick über den Gardasee hat und wenn wie bei mir nichts los ist auch ein guter Punkt für eine Rast ist. Bis hierher war es jedoch leicht diesig. Im Aufstieg, der zum großen Teil im Wald verläuft, fiel dies nicht so auf, hier am Aussichtspunkt dann doch. Wie es nach unten, nach Piovere, ging, wurde es klarer und sonniger. Zurück führte der Weg relativ gerade (eben) von Piovere nach Muslone. Auf diesem Teilstück war es dann sonnig und ich hatte einen schönen Blick den Hang herunter und über den See. Hier zeigten sich zum ersten Mal für mich in diesem Urlaub die Herbstfarben der Natur.

Nach dieser Wanderung fuhr ich nicht direkt zurück zum Hotel, sondern nach Toscolano Moderna, um etwas zum Trinken und Essen für die nächsten Tage einzukaufen. Über eine Seitenstraße ging es dann in Toscolano Moderna den Berg hoch und über eine weitere Seitenstraße nach Cecina. Dies ist die offizielle Umleitung gewesen, da die Hauptstraße von der Gardasena nach Cecina wegen Bauarbeiten gesperrt war. Diese Zufahrt ist zwar auch an einer Stelle etwas enger, aber bei weitem nicht so wie die Zufahrt von der anderen Seite am Anreisetag.

Im Hotel gab es einen Kaffee bevor es unter die Dusche ging. Ausgeruht ging ich Abends in das angeschlossene Ristorante Cavallino 10. An diesen Abend entschied ich mich für Fisch – Fritto misto di lago e verdure. Frittierten Fisch aus dem See. Etwas mühselig durch die Gräten! Zum Abschluss gab es noch etwas Dulce, also süßes.

Um direkt ins Bett zu gehen war es noch zu früh und so entschloss ich mich dazu einen Spaziergang durch das Örtchen zu machen. Ruhig, sehr ruhig und verschlafen ist es hier am Abend. Auf dem Weg entdeckte ich noch ein größeres Hotel, das, wie es schien, nur zu einem Bruchteil belegt war.


Tag 3

Nach einer ruhigen Nacht zeigte sich der Morgen Wolken verhangen und die Wettervorhersage deutete auf keine wirklich Verbesserung während des Tages hin. Also erst einmal in Ruhe und ausgiebig Frühstücken.

Für mögliche Regentage hatte ich mir im Vorfeld bereits etwas überlegt und dies an diesem Tag umgesetzt. Es ging nach Gardone Riviera, was südlich von Toscolano Moderna liegt. Ich hatte den Tipp zum Giardino Botanico, bekannt als Heller Garden vor Reiseantritt bekommen. Dies ist ein botanischer Garten gestaltet von einem Künstler, weshalb der Garten auch einige Kunstobjekte aufweist. Aber auch von der Gestaltung und Anordnung merkt man, dass es nicht der typische Botanische Garten ist, der einem Wissen über die Pflanzenwelt vermitteln möchte. Nass war es noch, dennoch hatte es seinen Reiz dort.

Von hier aus ging es dann zurück und durch Toscolano Moderna in ein dahinterliegendes Tal – dem Papiermühlental. Tief hingen die Wolken und anfangs regnete es kurzzeitig, sodass kaum jemand hier unterwegs war. Die Fahrt in das Tal geht am Ende in einen geschotterten Weg über, der durch mehrere kurze Tunnel führt. Hinter dem letzten Tunnel ist ein Parkplatz und kurz danach das alte Papiermühlenwerk, von dem aus ein Wanderweg startet. Das Papiermühlenwerk und das Bistro dort waren leider geschlossen. So ging es direkt auf die Tour unten im Tal am Fluss entlang. Weiter hinten im Tal gelangte ich über einen Weg dann hoch in das Dorf Gaino. Ein kurzer Abschnitt führt durch das Dorf und da ein paar Straßen gesperrt waren musste ich mir eine alternative Route dort suchen bis zum eigentlichen Weg, der am Dorfrand mit einem Blick über das Tal weiter ging. An einer Stelle am Ortsrand geht es lt. Wanderführer rechts herum in das Tal zurück. Der Weg allerdings ist hier mittlerweile zugewuchert und so musste hier ebenfalls eine Alternative gefunden werden. Dazu führte der eigentliche Weg mich noch eine Zeitlang oberhalb des Tals entlang und dann in einem großen Bogen zurück, sodass ich wieder auf den mir bekannten Weg im Tal, am Fluss gelangte. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt zurück.

Am Abend ging es wieder in die Pizzeria, mit einem anschließenden größeren Spaziergang durch Cecina.


Tag 4

Dieser Tag begann wieder mit freundlicherem Wetter. Heute war ich mutig und bestellte das Full English Breakfast. Kann man essen, ist aber immer noch nicht meines. 😅 Die Wanderung sollte heute von Capovalle, einem Bergdorf über den Monte Stino und wieder zurückführen. Capovalle liegt in den westlichen Gardaseebergen und somit war eine längere Anfahrt wie in den Tagen zuvor nötig. Die Straße führte auch an einem langen Stausee entlang, mit einer sehr kurvenreichen Strecke. Wie geschaffen für einen MINI und morgens noch so schön leer. 😊

Am Ortseingang vor Capovalle gibt es einen Parkplatz den ich ansteuerte. Es gibt zwar noch einen oberhalb, dennoch war mir dieser lieber, da ich dadurch durch das Örtchen gehen musste und es mir ansehen konnte. Die Wanderung beginnt oberhalb und führt dort nach rechts – wenn den die Absperrung nicht wäre. Auf der Landkarte konnte ich erkennen, dass es einen weiteren Weg, mehr oder weniger parallel weiter oben gibt. Dazu hieß es die Straße zurück zulaufen und einen kleinen, unscheinbaren Trampelpfad bergauf gehen. Dieser ging dann tatsächlich wieder nach rechts und führt mich in die richtige Richtung. Der erste Teilabschnitt bis zum Refugio Monte Stino ist eine Bergstraße, auf die ich wieder gestoßen bin. Hier war nichts von einer Baustelle zu sehen und so bin ich weiter.

Nach einer Stunde kam ich an ein paar Fahrzeugen vorbei und da war sie dann, die Baustelle. Hier wurde ein Kabel verlegt und somit die schmale Straße für Autos nicht mehr nutzbar. Die Bauarbeiter waren nett und ließen mich passieren. So konnte ich den Weg wie geplant weiter gehen. (Auf der Landkarte ist ein Wanderweg fast parallel eingezeichnet und wäre eine Ausweichroute gewesen). Am Rifugio Monte Stino war ich alleine. Die Straße war gesperrt und somit konnte kaum einer hierher kommen. Abgesehen von Ausnahmen wie einem Mountain Biker oder mich. Hier machte ich Rast, bot der Außenbereich des Rifugios doch einige Sitzplätze.

Nun ging es auf den folgenden Kultur-Abschnitt. Hier oben in den Bergen war einmal die Grenze zwischen Österreich und Italien. Daher gibt es hier alte Schützengräben und Hinweistafeln bis zum Monte Stino und einer Gedenkstätte in der Nähe. Der Monte Stino entpuppte sich als ein Grashügel unter mehreren, umgeben von Schützengräben und das Gefühl auf einem Gipfel zu sein kommt hier nicht auf. Von der Gedenkstätten führt ein kleiner Stieg auf eine Aussichtsplattform. Von hier hat man einen tollen Blick über den Lago d’Idro – den Idrosee. Eine Rast bei der die Sonne und die Aussicht genossen werden konnte.

Der Weg weiter führt nun südlich am Berg entlang des Idrosees bis zu einer Stelle an der man über einen Pass zurück nach Capovalle gelangt.

Eine schöne und in der Sonne nach dem gestrigen Regentag wieder aufmunternde Tour. Zurück ging es über dieselbe Straße zum Hotel und einem Cappuccino am Nachmittag.

Für das Abendessen entschied ich mich an diesem Tag für das zum Hotel gehörende Ristorante. Meine Wahl fiel auf das Risotto mit Pilzen. Lecker. Hier hätte ich mich reinsetzen können. Und was wird es danach gegeben haben? Richtig, ein abendlicher Spaziergang durch Cecina.


Tag 5

Die Sonne grüßt und die Fahrt zum Ausgangspunkt für heute ist fast ähnlich zum Vortag. Ausgangspunkt ist jedoch nicht Capovalle, sondern das Rifugio Cima Rest in der Nähe von Magasa. Dazu fährt man vom Gardasee aus in die westliche Bergwelt, ausgeschildert nach Magasa. An einer Kreuzung kurz vor Magasa gibt es die Möglichkeit nach Magasa oder in die Richtung des Rifugios zu fahren. Am Rifugio war am frühen Morgen wenig los und der Parkplatz davor fast leer.

Kurz noch zum Rifugio und einen Blick auf den höchsten Punkt der Tour geworfen und einen Espresso genossen. Von hier heißt es fast 1000 Höhenmeter nach oben. Die ersten Meter an der Straße entlang und dann auf einem Seitenweg an ein paar Häusern vorbei, begann der Wanderweg. Den Großteil der Steigung läuft man an bzw. durch einen Buchenwald. Jetzt, im Herbst zeigt sich dieser in seinen schönsten Farben. 😀 Nachdem ich die Baumgrenze hinter mir gelassen hatte, kam ich auf ein Gelände mit Almwiesen und hat wieder einen direkten Blick auf den Monte Caplone. Von hier ist es nicht mehr so weit. An der Kreuzung vor dem Monte Caplone zeigt ein Schild zum Gipfel und die ersten Meter sind sehr gut zu erkennen. Dann allerdings heißt es konzentriert sein. Der weitere, teils steile Weg zum Gipfel ist nicht immer so einfach zu erkennen.

Oben angekommen hatte ich vom höchsten Gipfel der westlichen Gardaseeberge eine tolle Aussicht. Hier oben ist nicht viel Platz, aber ein Plätzchen für eine Rast war dennoch schnell gefunden.

Nun ging es erst einmal wieder denselben Weg zurück. Jedoch nicht über die Almwiesen bergab, sondern eine Zeitlang unterhalb des Berggrades nach Westen. Dieser Weg ist ein alter Militärweg, breit und geschottert. Mountain Biker sind oft auf diesem Weg zu sehen. Angekommen am Bocca die Cablone zweigte ich ab in das Tal zum Rifugio. Dieser Schotterweg führt in vielen Serpentinen langsam herunter bis an eine Kurve an der ich zu einem älteren, verlassenen Gebäude abbog. An diesem vorbei und über Wiesen teils weglos kam ich letztlich wieder oberhalb der Häuser vom Anfang heraus. Von hier ab ist es der befestigte und bekannte Weg zurück zum Rifugio. Die Tour schloß ich dort mit einer kleinen Belohnung in der Sonne ab.

Hiernach ging es nach Toscolano Moderna, um für Wickie eine Postkarte zu kaufen. Wie praktisch, dass es am Rand des Hafens einen Eisstand gibt. Dort holte ich mir noch ein Eis um aß es mit Blick auf den See.


Tag 6

Ein neuer sonniger Tag wartete darauf eine Tour mit Sicht auf den Gardasee zu füllen. Pieve ist der Ausgangsort und normalerweise durch eine Fahrt durch die schöne Brassaschlucht zu erreichen. Normalerweise! Eine Sperrung aufgrund von Bauarbeiten ließ dies jedoch nicht zu und so musste der nicht minder erlebnisreiche Weg über Limone Sul Garda und kleinen Bergstraßen erfolgen. Am Ortseingang von Pieve gibt es einen großen Parkplatz der genutzt wurde. Die Wanderung führte zuerst durch den Ort, bis zu einer Aussichtsplattform neben einem Ristorante. Von hier hat man einen tollen Blick über den Gardasee. Die Aussichtsplattform ist auf dem dritten Bild oben bei den Gebäuden zu erahnen.

An der Aussichtsplattform geht am Rand ein kleiner Weg in Serpentinen nach unten und erreicht dann die alte Straße entlang des Gardasees. Hier könnte man weiter nach unten zur jetzigen Gardesana gehen. Der eigentliche Weg führt jedoch nach Süden auf der alten Straße entlang. An einigen Kurven stehen Bänke, die zu einer Rast mit toller Aussicht einladen. Auch kommt man so durch ein paar alte Tunnel. Eine Taschenlampe ist jedoch nicht nötig. Die Straße endet in Campione. Dort konnte ich den Windsurfern zusehen und einen Espresso genießen.

Der nächste Abschnitt führt durch eine Schlucht mit schmalen Wegen und an Wasserläufen nach oben. Pregasio als nächstes Ziel liegt etwas über 400 Meter höher und jede Stelle mit freier Sicht auf den Gardasee ist immer wieder schön. Ab dem höchsten Punkt geht es mehr oder weniger auf einer Höhe zum Ausgangsort Pieve zurück. Achtung, nicht immer ist der Weg direkt erkennbar.

Da dies nur eine kurze Tour war, war Zeit Cecina einmal bei Tage zu erkunden.

Abends gab es Bigoli mit Fisch aus dem See und gesalzener Zabajione. Ein Gedicht. 😀 Vor dem zu Bett gehen war noch der übliche Rundgang durch Cecina.


Tag 7

Der letzte Wandertag brach an und zeigte sich leicht bewölkt. Die Anfahrt war ähnlich wie am Vortag und führte nach Vesio. Von hier hieß es einen alten geteerten Weg hoch zum Passa Nota zu laufen. Gemütlich ging es zuerst an einem Fluss entlang langsam aufwärts bis zu einem letzten Parkplatz. Ab hier ging es in vielen Kehren hoch und das letzte feste Teilstück war eine Steinstraße. Kurz vor dem Pass erreichte ich das Rifugio degli Alpini (Guardia di Finanza). Ein guter Punkt für eine Rast. Da das Rifugio im Oktober schon zu war, hatte ich dort meine Ruhe. Zum Glück waren die Tische und Bänke noch aufgestellt und so konnte dort eine Pause an einem Tisch einlegen. Nach der Pause ging es noch ein Stück weiter und am Pass selbst nach links. Es folgte eine wegloser Anstieg zur Malga Bestana mit einer wunderbaren Aussicht über die Berge und mit Blick auf den Ledrosee. Zurück ging es denselben Weg bis zum Rifugio und dort dann einen breiten Höhenweg entlang in Richtung Gardasee. Bevor der Weg in mehreren Kehren nach unten geht, durchquerte ich noch einige kurze Tunnel, die die Strecke mit ihrer Sicht über das Tal zusätzlich würzten.

Nach dieser doch recht langen Tour ging es direkt zurück in das Hotel.

Das letzte Abendessen sollten wieder Nudeln werden. Tagliatelle mit Wildschein. Wie die Bigoli am Vortag selbst gemacht und so wie sie sein sollten – bissfest.


Tag 8

Heute war wieder Dienstag und das Restaurant geschlossen. Da ich zudem die einzige im Hotel war, gab es das Frühstück diesmal in der Eingangsbar direkt von Andrea dem Koch. Bezahlt hatte ich am Vorabend bereits alles, sodass es nach dem Frühstück gleich losgehen konnte mit der Heimfahrt. Ohne große Vorkommnisse bin ich dann Abends Zuhause angekommen und habe noch alles ausgepackten können.


Resümee

Auch das zweite Mal im Herbst am Gardasee war eine schöne Zeit. Der Herbst am Gardasee zeigte sich in diesem Jahr meist sonnig und warm. Die Hänge am See und die Berge im Hinterland waren von der Pflanzenwelt in schöne bunte Herbstfarben gesetzt.

Meist habe ich bei Ankunft im Hotel den Weg zur Bar genommen und mir einen Cappuccino oder Kaffee gegönnt. Dabei kam ich fast jedes Mal mit den Angestellten ins Gespräch. Nicht immer einfach, wenn ich kein Italienisch kann und die andern nur wenig Deutsch oder Englisch. Hat aber letztlich immer irgendwie geklappt und machte es auf seine eigene Weise sympathisch.😊


Karte des Gebietes


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Portugal – Madeira – November 2021


13.11.21 – Tag 1

Am ersten Tag ging es nach dem Frühstück los zur Wanderung am Ostkap. Beim Restaurant vom Vortag erhielten wir dazu ein Essenspaket. Die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung war nicht allzu lang und da wir hier früh los sind waren erst wenige andere vor uns schon dort. Raus aus dem Bus und los ging es auf die Tour. Das Ostkap haben bestimmt viele schon in sattem grün auf Bildern gesehen. Wir jedoch waren im Herbst hier und so erwartete uns eine ausgedörrte hügelige Grasfläche. Kurz vor dem Ende des Ostkaps gibt es ein Café welches in dieser Trockenheit einer Oase glich. Das Bild oben gibt die Aussicht vom östlichsten Punkt auf die kleine vorgelagerte Insel wider. Ein wenig die Strecke zurück haben wir es uns in einer windgeschützten Kuhle für eine Pause gemütlich gemacht. Susanne, unsere Reiseleiterin hatte dazu für uns einige Spezialitäten wie Bollo de Mel, Käse usw. mitgenommen und verteilt. Genüsslich war unsere Pause in der Sonne mit den vielen Leckereien. Dennoch langsam mußten wir los, den der Bus sollte uns am Ausgangspunkt der Tour wieder abholen. Auf dem Rückweg kamen uns einige entgegen. Teils Einzeln teils in Gruppen. Zurück am Ausgangspunk war dieser nun vollgeparkt. Früh los zu gehen war gut um mehr Ruhe zu haben.

Am frühen Nachmittag zurück im Hotel hatten wir einen freien Nachmittag. Dieser wurde mit zwei anderen aus der Gruppe für einen Spaziergang durch Machico, eine Kaffeepause und einen Einkauf genutzt. Der Nachmittag klang bei einem kleinen Bier an einem der wenigen Sandstrände Madeiras aus. Am Abend trafen sich dann alle im Restaurant Mercado Velho. Ein paar Abendessen wie dieses gehörten zur Reise und so gab es ein Menü mit vielen typischen madeirensischen Spezialitäten wie z. B. Degenfisch mit Banane.


14.11.21 – Tag 2

Für den zweiten Tag war die erste Wanderung an einer Levada vorgesehen. Eine Levada ist ein Kanalsystem das nur eine geringe Höhendifferenz hat um Wasser über weite Strecken fließen zu lassen. D. h. Aber auch das diese allen Biegungen und Kerben folgt die die Berge haben. Nun es ging also eine zeitlang an einer Levada entlang. Selbig ist nicht unbedingt so spektakulär aber die Aussicht während des Verlaufes wechselt regelmäßig und das ergibt den Reiz der Levadawanderungen. Vor allem bedeutete es das wir heute und auch die nächsten Tage im Grünen unterwegs waren. Nach knapp 1 1/2 Stunden bogen wir von der Levada ab um in ein Tal hinein zu wandern an deren Ende wir dann über einen Einschnitt, den Boca do Risco, an die nördliche Steilküste gelangten. Von dort ging es an der Küste entlang bis Porto da Cruz.

In Porto da Cruz konnten wir in die alte Zuckerrohrfabrik schauen und zum Teil auch betreten. Alte Maschinen zur Verarbeitung die immer noch genutzt werden waren zu sehen. Hier wird nach der Ernte aus dem Zuckerrohr der Rohstoff für den Zuckerrohrschnapps. Wird kein Zuckerrohr verarbeitet so dient dies hier als eine Art Museum.

Zurück zum Hotel ging es mit dem Bus und Abends dann wieder in das bekannte Restaurant vom Vortag.


15.11.21 – Tag 3

Für diesen Tag war keine Wanderung sondern ein Ausflug nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras vorgesehen. Zuerst ging es oberhalb der Stadt in den schönen botanischen Garten – Jardim Botânico da Madeira-Engº Rui Vieira. Dieser ist auf alle Fälle ein Besuch wert, zumal von hier aus auch ein Blick über Funchal möglich ist.

Eine kurze Busfahrt brachte uns in die Innenstadt. Zuerst gingen wir in die Markthalle um anschließend im alten Kern von Funchal zu schlendern und ein Restaurant für das Mittagessen zu suchen. Unweigerlich kommt man dabei an all den bemalten Türen vorbei die auf Projecto artE pORtas abErtas zurück zu führen sind.

Anschließend trafen wir uns wieder an der Markthalle von der es zu einer Führung bei Blandy’s Weinlodge ging. Dort lernte wir das der maderensische Wein nicht im Keller sondern in oberen Stockwerke reift. Je älter je höher war das Stockwerk in dem das Faß ruht. Durch diesen Reifungsprozess oxidiert der Wein bereits und daher ist nach der Abfüllung in die Flaschen mit keiner geschmacklichen Veränderung zu rechnen. Man kann sogar die geöffnete Flasche wieder verschließen und später erneut öffnen ohne das es einen geschmacklichen Unterschied gibt. Am Ende der Führung war eine kleine Weinprobe mit zwei Weinen. Lecker. 😊


16.11.21 – Tag 4

Vom dritthöchsten Berg Madeiras zum höchsten Berg sollte es gehen – von Pico do Arieiro zum Pico Ruivo. Die Tour begann bei Sonnenschein und gefühlt über die Wolken – immerhin waren wie auf rund 1800 Metern. In die Wolken führte uns die Tour, so das wir am Pico Ruivo dann völlig im Nebel waren. Dennoch war es eine schöne Tour durch das Wolken- und Nebelspiel anfangs und der Ruhe im Nebel im späteren verlauf. Was beim Abschnitt mit den Überresten des Waldbrandes vor ein paar Jahren mystisch erschien.

Mit dieser Tour wechselten wir das Hotel. Unser neues Hotel erreichten wir nach einem Stopp zu einem Kaffee in São Vincente an der Nordküste.

Hier gab es an diesem wie auch am folgenden Tag das Abendessen in Form eines Menüs im Hotel. Hauser hatte sogar etwas mehr gezahlt damit wir das Menü an die beiden Tische bekamen und nicht zum Buffett gehen mussten. 👍 So sollte es gemütlicher und etwas hygienischer sein. OK, für den Nachtisch ging es dann doch ans Buffett. 😊 Leider muß man sagen das diese zwei Tage die mit dem bescheidensten Abendessen waren. Nicht das es schlecht war, richtig warm war es jedoch auch nicht.


17.11.21 – Tag 5

Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus über den Encumeada-Pass zur Hochebene Paul da Serra. Durch den Lorbeerwald von Rabacal führte uns die Wanderung über zwei Levadas. Dabei kamen wir auch an einem schönen Wasserfall über mehrere Ebenen vorbei. Ein leichter Regenschauer während der Wanderung hielt uns jedoch nicht ab weiter zu gehen. Ziemlich am Anfang ging es für uns zum ersten Mal durch einen Levada Tunnel. Moosbewachsene Wände zeigten den Eingang. Ohne eigenes Licht wäre es allerdings nicht möglich gewesen komplett durch zu gehen.

Nach der Wanderung folgte eine Busfahrt nach Porto Moniz. Dort konnte, wer Lust hatte in den Naturbecken schwimmen gehen. Das Schwimmbad im Zentrum mit weiteren Naturbecken war jedoch aufgrund des Wellenganges geschlossen. Ich hatte es mir daher gemütlich gemacht und den Wellen zugeschaut.


18.11.21 – Tag 6

Es war Regen angesagt worden für diesen Tag. Auf der anderen Seite stand eine Tour durch São Vincente an in dem unser Hotel lag. Also hatten wir uns gewappnet und gingen bei bewölktem Himmel los zum Kirchturm von São Vincente der auf einem Hügel gut sichtbar über dem Ort thront. Tja, auf dem Rückweg zeigte sich das die Wettervorhersage recht hatte und es begann zu regnen. Daher war der Gang durch die Altstadt etwas zügiger. Letztlich kamen wir dann zu einer weiteren kleinen Weinprobe im Porto de abrigo an. Ein Weinlokal in einem alten urigen Gebäude. Die Weine waren lecker und zur Aufwärmung gab es danach noch Punchas – ebenfalls typisch für die Insel. Vereinfacht ein Fruchtsaft aus frischen Orangen, Limetten, Tangerinen oder Ananas bzw. der Regional aus Orange und Limette. Aufgefüllt und hier nicht gerade sparsam wird mit Zuckerrohrschnapps. 😀🤪

Das Abendessen war an diesem Abend nicht eingeplant vom Veranstalter. Die Gruppe teilte sich aufgrund der unterschiedlichen Uhrzeit für ein Abendessen in zwei Teile. So lief ich mit der ersten Gruppe los. Unser Ziel war das Restaurant Taberna de São Vincente. Ein eher typisch eInheimisches Restaurant wie es in südlichen Ländern üblich ist mit einem großen Raum und reichlich Tischen darin.

Kaum dort angekommen wurden von den Mitarbeitern schnell einige Tische zu einem großen zusammengestellt. Als wir saßen kam auch die zweite Gruppe, ohne das das Restaurant abgesprochen war. Wir waren somit wieder alle zum Essen zusammen. Nach der Getränkebestellung ging es an die Wahl des Essens. Leider war nicht alles verfügbar. Anstatt uns alleine zu lassen hat sich die Wirtin dann zu uns auf die Bank gesetzt und Hilfe gegeben bei der Auswahl. Genauso kam dann der Vorschlag von Ihr ob sie mehrere Teller mit Gemüse, Salat und Kartoffeln in die Mitte stellen soll. Das wurde direkt angenommen und so wurde dieses Abendessen zu einem sehr geselligen.


19.11.21 – Tag 7

Regen wurde für den Inselteil angesagt an dem die nächste geplante Tour anstehen sollte. Da es an der Südküste besser aussah wurden dieser Tag mit dem Nächsten getauscht. Es führte uns somit zur Südküste in das Tal Ribeira Brava. Hier startete die Wanderung im Ort durch Straßen an denen immer wieder Bananenplantegen zwischen den Häusern waren und dann zeigte der Weg immer weiter nach oben. Je höher wir kamen umso mehr änderte sich der Anbau. Nun waren es Kartoffeln und Gemüse. Die erste Etappe führte uns in das kleine Dorf Eira do Mourao und bis kurz danach zu einer Kurve. Dort gab es eine kleine Pause mit Überraschung. Ein fahrender Bäcker kam vorbei und hielt spontan. Erst hatten wir nicht verstanden was er wollte, dann jedoch hatten fast alle die Gelegenheit wahr genommen einen Muffin oder Bollo (kleines Brot) zu kaufen.

An dieser Kurve war nun unser Einstieg für die Tour immer entlang der Levada Norte, immer entlang der Südküste. Der Weg selbst war einfach, die Aussicht wechselte vom Blick über die Südküste, durch bewirtschaftete Felder, an Eukaplytusbäumen vorbei, durch Wälder und Orte. Bei einem Ort nach ungefähr einem drittel der Strecke machten wir an einem Café halt. Auf der sonnigen Dachterrasse mit bester Aussicht war die Pause sehr angenehm. Hier trafen wir die, die nicht die gesamte Strecke laufen wollten. Weiter ging es an der Levada Norte, entlang der Südküste. Nach weiteren zwei Stunden machten wir unsere größere Pause an der Levada mit ebenso schönem sonnigen Ausblick wie bisher an diesem Tag. Weiter ging es dann bis Cabo Girão um dort die Levada zu verlassen und den kleinen Anstieg zum Skywalk zu nehmen. Diesen erreichten wir nach fast 17 Kilometern bei bestem Wetter.

Angekommen am Skywalk Cabo Girão bot sich ein Blick über Funchal und direkt vom Skywalk der Blick 580 Meter nach unten von Europas höchster Steilklippe.

Nach dieser langen und erlebnisreichen Wanderung ging es entspannt mit dem Bus zurück an die Nordseite zum Hotel. Für diesen Abend stand nur noch das Essen im Hotel an. Wir alle waren froh, die zwei letzen Tage getauscht zu haben und so einen sonnigen Südküstentag erlebt zu haben.


20.11.21 – Tag 8

Durch den Tausch stand heute die letzte Gipfeltour an. Wir fuhren zuerst an die Südküste um oberhalb eines Dorfes am Miradouro Boca da Corrida die Wanderung in Angriff zu nehmen. Bevor es los ging genossen wir noch den Blick hinab in das Nonnental, in dem unser Ziel für die heutige Tour war. Also los, leicht bergauf um dann relativ eben bis zum Sattel Boca de Cerro zu gelangen. Hier wurde eine Pause eingelegt schließlich kam nun der steilere und vor allem ausgesetztere Teil zum Gipfel des Pico Grande.

Je höher wir kamen um so nebeliger wurde es. Am Gipfel bot sich dann nur noch hin und wieder ein wenig Aussicht. Obwohl die letzten Meter mit Klettern verbunden sind, sind wir dennoch fast alle ganz oben gewesen.

Pause. Am Fuß des Gipfels legten wir unsere große Pause ein bevor es an den Weg zurück zum Sattel Boca de Cerro ging. Von Dort führte ein langer Weg hinunter in das Nonnental. Kurz vor dem Sattel und bis in das Nonnental hinunter war es an diesem Tag auch ein Teil des MIUT (Madeira Island Ultra Trail). Die Läufer, die hier auf ihrer 115 Kilometer langen und über 8000 Höhenmeter umfassenden Strecke unterwegs waren wurden immer von uns alle angefeuert.

Unten im Nonnental angekommen zeigte der Weg in das Dörfchen Curral Das Freitas. Direkt eines der ersten Häuser war unser Ziel für das frühe Abendessen. Auf der einen Straßenseite ein Restaurant mit Gemischtwarenladen und auf der anderen Seite ein Platz mit Tischen und Stühlen sowie einem Gebäude mit einem großen Raum. Nach der Gipfeltor gab es erst einmal ein gepflegtes Zielbierchen. 😀 Als das Essen fertig war zum Servieren ging es in das Gebäude. Dort war ein langer Tisch mit Bänken schon vorbereitet worden. Wein in Tonkrügen, Wasser sowie Brot und Butter waren neben Tellern und Besteck schon dort. Heute gab es ein types Essen für Madeira. Espetadas – Fleischspieße gegrillt an Lorbeerstöcken. Dazu reichlich Gemüse und Salat. Zum Nachtisch noch Maronenkuchen und einen selbstgemachten Kirschlikör.

Auf der Heimfahrt hatten wir die Idee für einen Trunk in das Weinlokal einzukehren. Dazu brachte uns der Busfahrer sogar bis direkt vor die Tür. Das ist Service! 😀 Dort griffen wir zu unserem Lieblingsgetränk – Punchas.

Wie die ersten zum Hotel gehen wollten fiel Ihnen eine Ankündigung für diesen Abend auf. Ein Fado Abend mit einer Sängerin wurde beworben. Daher entschieden ein paar später wieder zu kommen. Ein paar und wie ich blieben und genossen noch einen Puncha. 😀


Der Fado Abend

Fado ist ein musikalischer “Vortrag” aus Portugal. Gesungen wird über das täglich Leben, begleitet mit wenigen Instrumenten – so wie an diesem Abend. Eine Sängerin war mit zwei Gitarristen angekündigt. Bei Fado ist normalerweise immer eine zwölfsaitige Gitarre dabei und fällt daher mit der unüblichen Anzahl der Saiten und ihrem Klang hervor.

Die Sängerin war jedoch nicht alleine an diesem Abend. Es gab immer wieder kleine Pausen und oft wurde dann einer der anderen drei Sänger vorgestellt. In der ersten Pause unterhielt ich mich mit dem Musiker der zwölfsaitigen Gitarre, welcher begeistert von Fado berichtete. Um was es inhaltlich in den Gesängen geht und und wie sie vorgetragen werden.

21.11.21 – Rückreise

Sehr früh an diesem Tag gab es das Frühstück. So früh, das dies extra für uns vorbereitet wurde. Danach folgte die Fahrt zum Flughafen um uns dort von der Reiseleitern und dreien aus der Gruppe zu verabschieden. Diese blieben noch ein paar Tag länger auf Madeira.


Für alle andere folgte der Flug nach Lissabon und dann nach Frankfurt, Düsseldorf oder Wien über München.


Resümee

Ungeplante Reisen können gerade mit Reiseveranstaltern auch zu einem besonderen Erlebnis werden. Bei einer so einfach eingestuften Reise nicht unbedingt üblich hat es dennoch bei uns von der Gruppe her gut zusammengepasst.

Klar sieht man in Prospekten oder Social Media häufig eher die farbigen Bilder vom Frühjahr oder Sommer. Das sollte einen dennoch nicht abhalten im Herbst oder Winter nach Madeira zu reisen. Der Herbst zeigt hier ebenfalls sein Farbenspiel. Netter Nebeneffekt im Herbst ist das dann weniger los ist.



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