Italien – Lombardei (Gardasee) – Oktober 2021

Südafrika. Ja, richtig gelesen. Im Oktober 2021 stand mein dritter Versuch für eine Südafrikatour an. Gebucht, bezahlt und die Bedingungen vor Ort sahen gut aus. Doch leider zu früh gefreut. Mangels der erforderlichen Mindestteilnehmerzahl wurde die Reise vom Veranstalter abgesagt.

So beginnt bereits der Bericht zur Reise nach Madeira. Doch auch hier passt es, denn die ursprüngliche Reise wäre über zwei Wochen gegangen. Der Ersatz Madeira war eine 10 Tage Reise und somit hatte ich noch ein paar Tage Urlaub zur freien Verfügung. Mit einem weiteren Tag wurde daraus eine Woche Lombardei im Oktober.

Das südliche Ende des Gardasees ist im Vergleich zu Frankfurt im Oktober wärmer und die Zeit von Sonnenaufgang zu Sonnenuntergang ist etwas länger – gefühlt deutlich länger! Dennoch hatte ich mich gegen das Zelt und für eine feste Unterkunft entschieden. Durch die frühe Dunkelheit ab ca. 18:00 Uhr, war es mir so lieber.

Aber wo? Im Oktober 2020 war ich im Süd-Osten des Gardasees, genauer gesagt in Bardolino. Daher ging es diesmal in den Süd-Westen. Meine Suche führte mich zu einem kleinen Hotel etwas oberhalb des Sees in Cecina, welches nahe Toscolano Moderna liegt. Dies ist ein kleines Bergdorf und das Hotel verfügt nur über ein paar Zimmer. Schon mal gute Voraussetzungen um den möglichen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Zusätzlich gehört ein gut bewertetes Restaurant zu dem Hotel. Somit buchte ich die Woche direkt über die Webseite des Hotels Albergo Cavallino 10. Daraufhin erfolgten noch ein paar E-Mails zur Klärung von Einzelheiten. So war meine geplante Anreise an einem Tag, an dem das Restaurant geschlossen hat und keine weiteren Gäste im Hotel waren. Wir vereinbarten eine Uhrzeit und tauschten die Telefonnummern aus, für den Fall das etwas dazwischen kommt.

Der Kauf der Vignette für Österreich erfolgte Online. Für die zusätzliche Mautgebühr, die für die Überquerung des Brennerpasses fällig wird, hatte ich mich schon im Jahr zuvor in Österreich angemeldet. So kann man einfach durch die Mautstelle fahren und es wird kurz danach automatisch abgebucht. Zur Bestätigung gibt es eine E-Mail.


Tag 1

Der 19. Oktober kam und nach einem morgendlichen Kaffee ging es dann sehr früh los Richtung Süden. Die Fahrt war lang aber zum Glück wenig Ereignisreich. Am nördlichen Ende des Gardasees angekommen stellte sich schon ein Urlaubsgefühl ein, war die Landschaft eine andere und die Sonne grüßte. Von dort ging es an der Via Gardasena immer dem Gardasee am westlichen Ufer entlang. Bis ich Gargnano erreicht. Hier meinte das Navi man solle rechts abbiegen, was ich tat. Danach ging es durch Gargnano und die Straße wurde immer schmaler bis sie nur noch so breit war wie für ein Auto. Lt. Beschilderung nur noch für Fahrzeuge bis 2 Meter Breite. Hoffentlich kommt keiner entgegen! Zwei andere folgten mir auf der schmalen Straße, welche sich schön durch das Gebiet zwischen den Orten schlängelte. Und dann kam doch noch jemand entgegen. Nach einem Hinweis des entgegenkommenden Fahrers sind wir drei dann alle rückwärts bis zu einer Einfahrt gefahren. Dort sind dann die beiden uns entgegenkommenden hinein gefahren, so das wir wieder freie Bahn hatten.

In Cecina angekommen stand ich an einer Kreuzung und das Navi zeigte geradeaus. Da war eine sehr schmale, auf beiden Seiten von hohen Mauern eingefasste Kopfsteinstraße. Zuerst hieß es warten und die beiden Fußgänger, die entgegenkamen abwarten. Nun weiter durch die schmale Straße, welche nach kurzer Zeit wieder breiter wurde und zu einer Y-Kreuzung führte. Dort entschied ich mich für rechts, da die Angabe des Navis nicht ganz eindeutig war. Nun wurde die Straße im Ort wieder schmaler und führte durch den alten Ortskern von Cecina. Kurz vor dem Hotel geht es rechts eine kurze Straße hoch zu einem Parkplatz. Puh, geschafft. (Anmerkung: Wie ich an einem anderen Tag feststellte ist ein Teil der gefahrenen Straße nur für Autos bis 1,8 Meter frei gegeben. Geht auch mit einem MINI mit 1,92 Meter breite 😅)

Vom Parkplatz waren es wenige Meter bis zum Hotel, wo ich bereits erwartet wurde. Zuerst erfolgten die Formalitäten wie die Überprüfung der Impfung. Für das Hotel war diese zwar nicht notwendig, für das Restaurant jedoch schon. Hierbei stellte sich schon heraus das nicht alle im Hotel/Restaurant Englisch, geschweige denn Deutsch sprechen.

Nun wurde ich zu meinem Zimmer über dem Eingangsbereich geführt. Klein, sauber und für mich völlig ausreichend. Kurz darauf stellte ich fest, dass beide Lampen neben dem Bett nicht funktionierten. Wie sollte ich das jetzt mitteilen? So erschien es mir sinnvoll ein Bild einer der Lampen mit dem Smartphone zu machen. Damit ging ich zur Rezeption und meinte in einfachen Worten, dass sie nicht funktionieren. Die Dame war fleißig am Reden – in Italienisch – kam mit mir nach oben und organisierte nach eigener Prüfung neue Birnen für die Lampen. Dass ich kein Italienisch kann, hat sie nicht davon abgehalten meist italienisch mit mir reden zu wollen. 😂

Nach einem Spaziergang runter nach Toscolano Modena und zurück bin ich in das gegenüber liegende Ristorante Pizzeria La Macina. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an Pizzen und der Steinofen ist von fast allen Plätzen zu sehen. Recht schnell hatte ich meine Pizza und war zufrieden für diesen Tag.


Tag 2

Zum Frühstück, welches im Restaurant serviert wird, war ich alleine. Dazu gibt es eine kleine Auswahl von verschiedenen Arten, unter denen man eine auswählt. Dies und der Kaffee wird einem an den Tisch gebracht. Vielleicht etwas ungewohnt gab es zuerst immer eine warme Brioche (Croissant). Dazu das Frühstück, was man gewählt hatte.

Die erste Wanderung begann etwas nördlich, oberhalb des Gardasees in Muslone. Durch Muslone hindurch und dann immer Bergauf, einem alten Karrenweg entlang. So erreicht man nach einiger Zeit den Gipfel des Berges, von dem es dann nach unten in das nächste Dorf Piovere ging. Vom fast höchsten Punkt aus führt ein kleiner Weg zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen schönen Blick über den Gardasee hat und wenn wie bei mir nichts los ist auch ein guter Punkt für eine Rast ist. Bis hierher war es jedoch leicht diesig. Im Aufstieg, der zum großen Teil im Wald verläuft, fiel dies nicht so auf, hier am Aussichtspunkt dann doch. Wie es nach unten, nach Piovere, ging, wurde es klarer und sonniger. Zurück führte der Weg relativ gerade (eben) von Piovere nach Muslone. Auf diesem Teilstück war es dann sonnig und ich hatte einen schönen Blick den Hang herunter und über den See. Hier zeigten sich zum ersten Mal für mich in diesem Urlaub die Herbstfarben der Natur.

Nach dieser Wanderung fuhr ich nicht direkt zurück zum Hotel, sondern nach Toscolano Moderna, um etwas zum Trinken und Essen für die nächsten Tage einzukaufen. Über eine Seitenstraße ging es dann in Toscolano Moderna den Berg hoch und über eine weitere Seitenstraße nach Cecina. Dies ist die offizielle Umleitung gewesen, da die Hauptstraße von der Gardasena nach Cecina wegen Bauarbeiten gesperrt war. Diese Zufahrt ist zwar auch an einer Stelle etwas enger, aber bei weitem nicht so wie die Zufahrt von der anderen Seite am Anreisetag.

Im Hotel gab es einen Kaffee bevor es unter die Dusche ging. Ausgeruht ging ich Abends in das angeschlossene Ristorante Cavallino 10. An diesen Abend entschied ich mich für Fisch – Fritto misto di lago e verdure. Frittierten Fisch aus dem See. Etwas mühselig durch die Gräten! Zum Abschluss gab es noch etwas Dulce, also süßes.

Um direkt ins Bett zu gehen war es noch zu früh und so entschloss ich mich dazu einen Spaziergang durch das Örtchen zu machen. Ruhig, sehr ruhig und verschlafen ist es hier am Abend. Auf dem Weg entdeckte ich noch ein größeres Hotel, das, wie es schien, nur zu einem Bruchteil belegt war.


Tag 3

Nach einer ruhigen Nacht zeigte sich der Morgen Wolken verhangen und die Wettervorhersage deutete auf keine wirklich Verbesserung während des Tages hin. Also erst einmal in Ruhe und ausgiebig Frühstücken.

Für mögliche Regentage hatte ich mir im Vorfeld bereits etwas überlegt und dies an diesem Tag umgesetzt. Es ging nach Gardone Riviera, was südlich von Toscolano Moderna liegt. Ich hatte den Tipp zum Giardino Botanico, bekannt als Heller Garden vor Reiseantritt bekommen. Dies ist ein botanischer Garten gestaltet von einem Künstler, weshalb der Garten auch einige Kunstobjekte aufweist. Aber auch von der Gestaltung und Anordnung merkt man, dass es nicht der typische Botanische Garten ist, der einem Wissen über die Pflanzenwelt vermitteln möchte. Nass war es noch, dennoch hatte es seinen Reiz dort.

Von hier aus ging es dann zurück und durch Toscolano Moderna in ein dahinterliegendes Tal – dem Papiermühlental. Tief hingen die Wolken und anfangs regnete es kurzzeitig, sodass kaum jemand hier unterwegs war. Die Fahrt in das Tal geht am Ende in einen geschotterten Weg über, der durch mehrere kurze Tunnel führt. Hinter dem letzten Tunnel ist ein Parkplatz und kurz danach das alte Papiermühlenwerk, von dem aus ein Wanderweg startet. Das Papiermühlenwerk und das Bistro dort waren leider geschlossen. So ging es direkt auf die Tour unten im Tal am Fluss entlang. Weiter hinten im Tal gelangte ich über einen Weg dann hoch in das Dorf Gaino. Ein kurzer Abschnitt führt durch das Dorf und da ein paar Straßen gesperrt waren musste ich mir eine alternative Route dort suchen bis zum eigentlichen Weg, der am Dorfrand mit einem Blick über das Tal weiter ging. An einer Stelle am Ortsrand geht es lt. Wanderführer rechts herum in das Tal zurück. Der Weg allerdings ist hier mittlerweile zugewuchert und so musste hier ebenfalls eine Alternative gefunden werden. Dazu führte der eigentliche Weg mich noch eine Zeitlang oberhalb des Tals entlang und dann in einem großen Bogen zurück, sodass ich wieder auf den mir bekannten Weg im Tal, am Fluss gelangte. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt zurück.

Am Abend ging es wieder in die Pizzeria, mit einem anschließenden größeren Spaziergang durch Cecina.


Tag 4

Dieser Tag begann wieder mit freundlicherem Wetter. Heute war ich mutig und bestellte das Full English Breakfast. Kann man essen, ist aber immer noch nicht meines. 😅 Die Wanderung sollte heute von Capovalle, einem Bergdorf über den Monte Stino und wieder zurückführen. Capovalle liegt in den westlichen Gardaseebergen und somit war eine längere Anfahrt wie in den Tagen zuvor nötig. Die Straße führte auch an einem langen Stausee entlang, mit einer sehr kurvenreichen Strecke. Wie geschaffen für einen MINI und morgens noch so schön leer. 😊

Am Ortseingang vor Capovalle gibt es einen Parkplatz den ich ansteuerte. Es gibt zwar noch einen oberhalb, dennoch war mir dieser lieber, da ich dadurch durch das Örtchen gehen musste und es mir ansehen konnte. Die Wanderung beginnt oberhalb und führt dort nach rechts – wenn den die Absperrung nicht wäre. Auf der Landkarte konnte ich erkennen, dass es einen weiteren Weg, mehr oder weniger parallel weiter oben gibt. Dazu hieß es die Straße zurück zulaufen und einen kleinen, unscheinbaren Trampelpfad bergauf gehen. Dieser ging dann tatsächlich wieder nach rechts und führt mich in die richtige Richtung. Der erste Teilabschnitt bis zum Refugio Monte Stino ist eine Bergstraße, auf die ich wieder gestoßen bin. Hier war nichts von einer Baustelle zu sehen und so bin ich weiter.

Nach einer Stunde kam ich an ein paar Fahrzeugen vorbei und da war sie dann, die Baustelle. Hier wurde ein Kabel verlegt und somit die schmale Straße für Autos nicht mehr nutzbar. Die Bauarbeiter waren nett und ließen mich passieren. So konnte ich den Weg wie geplant weiter gehen. (Auf der Landkarte ist ein Wanderweg fast parallel eingezeichnet und wäre eine Ausweichroute gewesen). Am Rifugio Monte Stino war ich alleine. Die Straße war gesperrt und somit konnte kaum einer hierher kommen. Abgesehen von Ausnahmen wie einem Mountain Biker oder mich. Hier machte ich Rast, bot der Außenbereich des Rifugios doch einige Sitzplätze.

Nun ging es auf den folgenden Kultur-Abschnitt. Hier oben in den Bergen war einmal die Grenze zwischen Österreich und Italien. Daher gibt es hier alte Schützengräben und Hinweistafeln bis zum Monte Stino und einer Gedenkstätte in der Nähe. Der Monte Stino entpuppte sich als ein Grashügel unter mehreren, umgeben von Schützengräben und das Gefühl auf einem Gipfel zu sein kommt hier nicht auf. Von der Gedenkstätten führt ein kleiner Stieg auf eine Aussichtsplattform. Von hier hat man einen tollen Blick über den Lago d’Idro – den Idrosee. Eine Rast bei der die Sonne und die Aussicht genossen werden konnte.

Der Weg weiter führt nun südlich am Berg entlang des Idrosees bis zu einer Stelle an der man über einen Pass zurück nach Capovalle gelangt.

Eine schöne und in der Sonne nach dem gestrigen Regentag wieder aufmunternde Tour. Zurück ging es über dieselbe Straße zum Hotel und einem Cappuccino am Nachmittag.

Für das Abendessen entschied ich mich an diesem Tag für das zum Hotel gehörende Ristorante. Meine Wahl fiel auf das Risotto mit Pilzen. Lecker. Hier hätte ich mich reinsetzen können. Und was wird es danach gegeben haben? Richtig, ein abendlicher Spaziergang durch Cecina.


Tag 5

Die Sonne grüßt und die Fahrt zum Ausgangspunkt für heute ist fast ähnlich zum Vortag. Ausgangspunkt ist jedoch nicht Capovalle, sondern das Rifugio Cima Rest in der Nähe von Magasa. Dazu fährt man vom Gardasee aus in die westliche Bergwelt, ausgeschildert nach Magasa. An einer Kreuzung kurz vor Magasa gibt es die Möglichkeit nach Magasa oder in die Richtung des Rifugios zu fahren. Am Rifugio war am frühen Morgen wenig los und der Parkplatz davor fast leer.

Kurz noch zum Rifugio und einen Blick auf den höchsten Punkt der Tour geworfen und einen Espresso genossen. Von hier heißt es fast 1000 Höhenmeter nach oben. Die ersten Meter an der Straße entlang und dann auf einem Seitenweg an ein paar Häusern vorbei, begann der Wanderweg. Den Großteil der Steigung läuft man an bzw. durch einen Buchenwald. Jetzt, im Herbst zeigt sich dieser in seinen schönsten Farben. 😀 Nachdem ich die Baumgrenze hinter mir gelassen hatte, kam ich auf ein Gelände mit Almwiesen und hat wieder einen direkten Blick auf den Monte Caplone. Von hier ist es nicht mehr so weit. An der Kreuzung vor dem Monte Caplone zeigt ein Schild zum Gipfel und die ersten Meter sind sehr gut zu erkennen. Dann allerdings heißt es konzentriert sein. Der weitere, teils steile Weg zum Gipfel ist nicht immer so einfach zu erkennen.

Oben angekommen hatte ich vom höchsten Gipfel der westlichen Gardaseeberge eine tolle Aussicht. Hier oben ist nicht viel Platz, aber ein Plätzchen für eine Rast war dennoch schnell gefunden.

Nun ging es erst einmal wieder denselben Weg zurück. Jedoch nicht über die Almwiesen bergab, sondern eine Zeitlang unterhalb des Berggrades nach Westen. Dieser Weg ist ein alter Militärweg, breit und geschottert. Mountain Biker sind oft auf diesem Weg zu sehen. Angekommen am Bocca die Cablone zweigte ich ab in das Tal zum Rifugio. Dieser Schotterweg führt in vielen Serpentinen langsam herunter bis an eine Kurve an der ich zu einem älteren, verlassenen Gebäude abbog. An diesem vorbei und über Wiesen teils weglos kam ich letztlich wieder oberhalb der Häuser vom Anfang heraus. Von hier ab ist es der befestigte und bekannte Weg zurück zum Rifugio. Die Tour schloß ich dort mit einer kleinen Belohnung in der Sonne ab.

Hiernach ging es nach Toscolano Moderna, um für Wickie eine Postkarte zu kaufen. Wie praktisch, dass es am Rand des Hafens einen Eisstand gibt. Dort holte ich mir noch ein Eis um aß es mit Blick auf den See.


Tag 6

Ein neuer sonniger Tag wartete darauf eine Tour mit Sicht auf den Gardasee zu füllen. Pieve ist der Ausgangsort und normalerweise durch eine Fahrt durch die schöne Brassaschlucht zu erreichen. Normalerweise! Eine Sperrung aufgrund von Bauarbeiten ließ dies jedoch nicht zu und so musste der nicht minder erlebnisreiche Weg über Limone Sul Garda und kleinen Bergstraßen erfolgen. Am Ortseingang von Pieve gibt es einen großen Parkplatz der genutzt wurde. Die Wanderung führte zuerst durch den Ort, bis zu einer Aussichtsplattform neben einem Ristorante. Von hier hat man einen tollen Blick über den Gardasee. Die Aussichtsplattform ist auf dem dritten Bild oben bei den Gebäuden zu erahnen.

An der Aussichtsplattform geht am Rand ein kleiner Weg in Serpentinen nach unten und erreicht dann die alte Straße entlang des Gardasees. Hier könnte man weiter nach unten zur jetzigen Gardesana gehen. Der eigentliche Weg führt jedoch nach Süden auf der alten Straße entlang. An einigen Kurven stehen Bänke, die zu einer Rast mit toller Aussicht einladen. Auch kommt man so durch ein paar alte Tunnel. Eine Taschenlampe ist jedoch nicht nötig. Die Straße endet in Campione. Dort konnte ich den Windsurfern zusehen und einen Espresso genießen.

Der nächste Abschnitt führt durch eine Schlucht mit schmalen Wegen und an Wasserläufen nach oben. Pregasio als nächstes Ziel liegt etwas über 400 Meter höher und jede Stelle mit freier Sicht auf den Gardasee ist immer wieder schön. Ab dem höchsten Punkt geht es mehr oder weniger auf einer Höhe zum Ausgangsort Pieve zurück. Achtung, nicht immer ist der Weg direkt erkennbar.

Da dies nur eine kurze Tour war, war Zeit Cecina einmal bei Tage zu erkunden.

Abends gab es Bigoli mit Fisch aus dem See und gesalzener Zabajione. Ein Gedicht. 😀 Vor dem zu Bett gehen war noch der übliche Rundgang durch Cecina.


Tag 7

Der letzte Wandertag brach an und zeigte sich leicht bewölkt. Die Anfahrt war ähnlich wie am Vortag und führte nach Vesio. Von hier hieß es einen alten geteerten Weg hoch zum Passa Nota zu laufen. Gemütlich ging es zuerst an einem Fluss entlang langsam aufwärts bis zu einem letzten Parkplatz. Ab hier ging es in vielen Kehren hoch und das letzte feste Teilstück war eine Steinstraße. Kurz vor dem Pass erreichte ich das Rifugio degli Alpini (Guardia di Finanza). Ein guter Punkt für eine Rast. Da das Rifugio im Oktober schon zu war, hatte ich dort meine Ruhe. Zum Glück waren die Tische und Bänke noch aufgestellt und so konnte dort eine Pause an einem Tisch einlegen. Nach der Pause ging es noch ein Stück weiter und am Pass selbst nach links. Es folgte eine wegloser Anstieg zur Malga Bestana mit einer wunderbaren Aussicht über die Berge und mit Blick auf den Ledrosee. Zurück ging es denselben Weg bis zum Rifugio und dort dann einen breiten Höhenweg entlang in Richtung Gardasee. Bevor der Weg in mehreren Kehren nach unten geht, durchquerte ich noch einige kurze Tunnel, die die Strecke mit ihrer Sicht über das Tal zusätzlich würzten.

Nach dieser doch recht langen Tour ging es direkt zurück in das Hotel.

Das letzte Abendessen sollten wieder Nudeln werden. Tagliatelle mit Wildschein. Wie die Bigoli am Vortag selbst gemacht und so wie sie sein sollten – bissfest.


Tag 8

Heute war wieder Dienstag und das Restaurant geschlossen. Da ich zudem die einzige im Hotel war, gab es das Frühstück diesmal in der Eingangsbar direkt von Andrea dem Koch. Bezahlt hatte ich am Vorabend bereits alles, sodass es nach dem Frühstück gleich losgehen konnte mit der Heimfahrt. Ohne große Vorkommnisse bin ich dann Abends Zuhause angekommen und habe noch alles ausgepackten können.


Resümee

Auch das zweite Mal im Herbst am Gardasee war eine schöne Zeit. Der Herbst am Gardasee zeigte sich in diesem Jahr meist sonnig und warm. Die Hänge am See und die Berge im Hinterland waren von der Pflanzenwelt in schöne bunte Herbstfarben gesetzt.

Meist habe ich bei Ankunft im Hotel den Weg zur Bar genommen und mir einen Cappuccino oder Kaffee gegönnt. Dabei kam ich fast jedes Mal mit den Angestellten ins Gespräch. Nicht immer einfach, wenn ich kein Italienisch kann und die andern nur wenig Deutsch oder Englisch. Hat aber letztlich immer irgendwie geklappt und machte es auf seine eigene Weise sympathisch.😊


Karte des Gebietes


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Dänemark – Färöer – Juli 2021

Im Juni stellten Onni und Wickie fest, dass Miri und ich noch ein paar Tage Urlaub haben, der noch nicht verplant war. Die Zelte müssten auch mal wieder raus an die frische Luft. Ein paar Kurzmitteilungen später war ein Zeitraum im Juli gefunden an dem es weg gehen könnte.

Nur wohin? Durch die Pandemie war nicht jedes Urlaubsziel ohne Einschränkung vor Ort oder nach der Rückreise in die Auswahl gekommen. Da wir jedoch genügen Ideen für Reiseziele hatten und immer noch haben, hat sich auch ein Ziel schnell gefunden. Die Färöer, hoch im Norden sollten es werden. Das Hauptland Dänemark war bereisbar und die Färöer ebenfalls. Lediglich bei Einreise ist ein PCR-Test Pflicht gewesen.

Es gibt viele die bei den Färöern an den Walfang denken, aber die Inselgruppe hat noch so viel mehr zu bieten. Zumal als Tourist vom Walfang nicht unbedingt etwas mit zu bekommen ist, wenn es nicht durch Zufall genau an dem Küstenabschnitt stattfindet an dem man selbst gerade ist. Ach ja, die Färöer sind eine autonome Region Dänemarks und gehören nicht der EU an. Daher ist der Walfang dort erlaubt. Es gelten aber auch die nicht EU Zollvorschriften. Auf Dauer wird sich das Thema Walfang von selbst erledigen durch die hohe Konzentration an Schadstoffen in den Tieren und die damit einhergehende gesundheitliche Belastung der Menschen.

Kommen wir wieder zu erfreulicherem….

Erfreulich war, dass die Suche nach möglichen Wander- und Ausflugstouren genauso wie nach Campingplätzen sich ziemlich einfach gestaltete. Auch das Buchen von Flug und zum Teil der Unterkünfte war schnell erledigt. Achtung: Die Mietwagenpreise haben es in sich!

So hieß es dann nur noch Warten auf den Reisebeginn.


22. Juli – Anreise

An diesem Tag sollte es also los gehen in den Norden. Wir trafen uns dazu am Flughafen in Frankfurt. Nach dem Einchecken gönnten wir uns erst einmal einen Latte Macchiato und eine Kleinigkeit zum Frühstück. Bis zum Abflug war ja noch genügend Zeit.

Der Flug führte uns mit einem Zwischenaufenthalt in Kopenhagen von Frankfurt auf die Färöer. Dort angekommen hieß es erst einmal das Gepäck in Empfang nehmen. Danach kam man zwar aus dem Flughafen heraus jedoch durch eine Absperrung geführt direkt zu einem Zelt für die PCR-Tests. Alles war vorbereitet und durch die vorherige Anmeldung und Bezahlung war nur noch die Identifikation nötig um den Abstrich vornehmen zu lassen. Ruckzuck waren wir wieder aus dem Zelt und auf uns gestellt.

Jetzt hieß es den Schlüssel zum Mietwagen zu holen. Dazu muss man in das Nebengebäude und dort im Eingangsbereich zu einem großen blauen Kasten. Hier eine Taste drücken und anschließen einen Button in der e-mail der auf eine Webseite mit einem Button führt. Vor dem Kasten hatte ich dann aber kein WLAN mehr! Zuerst bin ich in das Gebäude um zu schauen ob es noch einen Schalter gibt – Fehlanzeige. Also raus aus dem Gebäude, denn dort war WLAN Empfang vorhanden. Die Webseite geöffnet und langsam wieder in den Vorraum Richtung Schlüsselkasten. Mit dem letzten Strich der WLAN-Verbindung dann den Button auf der Webseite gedrückt. Danach öffnete sich an dem blauen Kasten ein kleines Türchen, hinter dem sich der Schlüssel und eine Mini-Anleitung zum Standort des Autos auf dem Parkplatz befand. Glück gehabt, ist Roaming hier doch recht teuer. Da wir den Mietwagen mit WLAN geordert hatten, brauchten wir keine lokale SIM-Karte und hatten dennoch einen Internetzugang.

Nun folgte eine kurze Fahrt zu unserer Lodge in Sørvágur. Für die erste Nacht haben wir uns eine feste Unterkunft ausgesucht, da man bis zum Erhalten des PCR-Testergebnisses in eine Quarantäne muss. Die Lodges waren neu, direkt am Wasser und über einen Steg der gleichzeitig eine Terrasse darstellte zu erreichen. An der Seite der ersten Lodge waren vier Kästchen mit Codes wie man sie z. B. von Fahrradschlössern kennt. Lodge vier sollte unsere sein und den Code dafür hatten wir per e-mail mitgeteilt bekommen. Also schön die Rädchen gedreht und … kein Schlüssel. Dafür ein Zettelchen in deutlichem Grün. Uns wurde mitgeteilt, dass das Schloss von Lodge 4 defekt ist und wir daher Lodge 2 bekommen. Der Code dafür ist XXXX. Also den Code beim zweiten Kästchen eingegeben und … ein Schlüssel. 😀 Damit ging es dann zur Lodge und in die Quarantäne. Die Lodge war richtige neu, alles roch noch deutlich nach Holz.

In unserem Gepäck befand sich ein wenig Proviant, sodass wir uns nachmittags ohne Probleme einen Kaffee machten und auf der Terrasse/Steg in der Sonne genießen konnten. Am späten Nachmittag bin ich zum Dorfladen etwas für das Abendessen und das nächste Frühstück einkaufen. Da ich bereits geimpft war, war dies trotz Quarantäne gestattet. Im Dorfladen hatte ich nur ganz kurz die Maske benutzt. Hier war eine andere Welt! Desinfektionsmittel stand bereit, aber Abstand oder Maske waren auf den Färöern nicht bekannt.

Was wir uns die ganze Zeit fragten ist, wie die Bezahlung der Ladge abläuft. Das Rätsel löste sich gegen 21:00 Uhr als die Besitzerin mit einem Kartenlesegerät vorbei kam.

Über Nacht kam dann die SMS, dass alle im Flugzeug negativ getestet wurden. Somit war die Quarantäne offiziell beendet.


23. Juli

Die Nacht über hatte ich gut geschlafen und nach dem Wachwerden festgestellt, dass Miri nicht da ist. Sie hatte sich bereits angezogen und saß im Freien vor der Lodge die Seeluft genießen. Nachdem wir nun beide wach waren, machten wir uns ein reichliches Frühstück bevor es an das Packen ging. Ursprünglich wollten wir zwei Tage in der Lodge verbringen, aufgrund einer Überbuchung war dann nur ein Tag möglich.

Die Taschen kamen ins Auto und dann ging es zu Fuß zu einem kleinen Laden, eine Gaskartusche für den Campingkocher kaufen. Nun folgte eine Fahrt in nördlicher Richtung. Nicht allzu weit weg war unser Ausgangspunkt für die erste Tour. Kurz vor dem Beginn eines Tunnels suchten wir dazu einen Parkplatz und sind dann zuerst entgegen der eigentlichen Wanderroute auf die andere Straßenseite – waren dort doch einige Hochlandrinder zu sehen.

Nun aber ging es los zur Wanderung. Richtung Küste, den grasbewachsenen Hügel hoch und an der Küste entlang. Auf diesem Abschnitt hatten wir direkt Blick auf die Nachbarinsel Mykines, auf die es an einem anderen Tag noch gehen sollte. Sie war immer zur Hälfte in Wolken getaucht. So ging es weiter, bis wir zum höchsten Punkt kamen, von dem wir unser Ziel das Dörfchen Gásadalur und den bekannten Wasserfall davor sahen. Von hier an ging es hinab zum Wasserfall Múlafossur.

Im Dörfchen Gásadalur haben wir das einzige Café für eine Pause aufgesucht. Schlicht, aber dennoch gemütlich eingerichtet genossen, wir unseren Kaffee. Im Café ist an der Decke eine nicht zu übersehende Stange an der Decke, die an einem Ende eine Seilwinde mit einem großen Haken hat. Nach Rückfrage bei den Mädels, die uns bedienten, wurde klar, dass dies hier nicht das ganze Jahr ein Café ist. Zum einen werden hier Video-Abende veranstaltet und dafür ist eine große Leinwand vorhanden. Es wird aber auch, und dazu ist die Stange da, als Schlachthaus verwendet.

Auf dem selben Weg, den wir nach Gásadalur gegangen sind, ging es wieder zurück.

Die anschießende Autofahrt brachte uns zu unserem ersten Campingplatz. Dies war ein kleiner Abschnitt, der zum Hostel Giljanes gehört. Praktisch ist, dass man hier die Räume des Hotels, vor allem den Aufenthaltsraum, mit nutzen darf. Es gibt hier keine Rezeption. stattdessen steht im Eingangsflur auf einem Tisch ein Telefon, über das Christian, der Besitzer, zu erreichen ist. Er sagt einem dann, wo man das Zelt aufbauen soll. So haben wir es dann auch gemacht. Das Essen zum Abend hatten wir im Freien bei den Zelten zubereitet und gegessen. Später sind wir zu einem Tee in den gemütlichen Aufenthaltsraum. Am Abend kam dann auch Christian vorbei. Hielt hier und da ein Schwätzchen und kassierte nebenbei die Neuen wie uns ab. Völlig relaxt.


24. Juli

Die erste Zeltnacht lag hinter uns, mit einem erholsamen Schlaf. Das Frühstück (Porridge und Kaffee) gab es im Freien an einer Bank vor den Zelten. Die Übernachtung bei Giljanes war eingeschoben, da wie bereits erwähnt, die Lodge überbucht war und wir deshalb eine Ausweichmöglichkeit für die zweite Nacht benötigten. Das hieß aber auch, dass wir an diesem Tag nach dem Ausflug bereits zum Campingplatz in die Inselhauptstadt Torshavn wechselten. Somit mussten wir die Zelte wieder abbauen. Das geht bei unseren Zelten ja fix.

Die Fahrt heute führte uns an den Hafen von Sørvágur. Zuvor hatten wir online die Fähre sowie die Wanderpermits geordert und bezahlt. Nach der Wettervorhersage sollte es sonnig mit blauem Himmel und einem lauen Lüftchen werden. Ähm, ja….

Zu Beginn der Fährfahrt war es bewölkt und zwischendurch kam manchmal die Sonne hervor. Wir näherten uns Mykines, unserem Ziel das fast völlig in den Wolken lag. Es wurde auch windiger. Somit ist die Ankunft am kleinen Hafen von Mykines durch den Wellengang interessant geworden. Von hier geht es erst einmal den Berg hoch und bis zum einzigen Ort der Insel und kurz davor weiter den Berghang hoch bis fast zur Klippe.

Wettervorhersagen, war uns nun klar, sind etwas, das nicht unbedingt auf den Färöern so genau zu nehmen ist. Stark bewölkt, neblig und starker böiger Wind – fast Sturm war die Realität. Was soll’s, wenn man schon da ist! So ging es in der Nähe der Klippe an dieser entlang bis kurz vor einer Erhöhung, auf der man kaum noch gerade laufen konnte und wir daher hier kehrt machten. Die Westküste, welche mit einer Brücke zu erreichen war, lag somit außerhalb dessen wir gehen konnten. Pech oder auch nicht: Die Brücke war zu dieser Zeit gesperrt und viel weiter hätten wir nicht gehen können. Damit war aber eigentlich auch unser Wanderpermit für Mykines überflüssig geworden. Dennoch haben wir auf dem Weg an der Klippe einige Papageientaucher gesehen und auch fotografieren können.

Ein wenig Schutz suchend, sind wir anschließend in das Dörfchen gegangen und haben uns mit fast allen Anderen, die mit der Fähre kamen, im einzigsten Café getroffen. Eng und gesellig. Es gab warmen Kakao und da es Mittagszeit war auch eine hausgemachte Fischsuppe, die zu empfehlen ist.

Bis zur Fähre zurück war noch reichlich Zeit, weshalb wir eine kleine Wanderung in die entgegensetzte Richtung wie zuvor unternommen haben, um nochmals für einen Kakao einzukehren, bis es dann Zeit war, um zum Hafen zu gehen. Oberhalb der Bucht, in der der Hafen ist, sind in den Felsen viele verschiedene Seevögel zu sehen, womit das Warten auf die Fähre kurzweilig wird.

Zurück auf Sørvagár, fuhren wir dann östlich zur nächsten Insel, auf der Torshavn liegt, um den Campingplatz aufzusuchen. Dieser liegt etwas außerhalb der Stadt, direkt am Meer, jedoch etwas oberhalb. Da wir diesen vorab gebucht und bezahlt hatten, war die Anmeldung schnell erledigt. Die Zelte bauten wir auf der Zeltwiese hinter dem Hauptgebäude auf, welches ein wenig Schutz vor der Straße bot. Das Abendessen machten wir uns auf einer Bank mit Blick auf das Meer.


25. Juli

Morgens, früh wach geworden, breiteten wir uns auf einer Tisch-Bank-Kombinationen aus, um dort zu frühstücken. Gestärkt ging es dann mit dem Auto in den Norden der Insel. Der höchste Berg der Färöer war unser heutiges Ziel – der Slættardindur. Dazu fährt man auf einer kleinen kurvigen Straße schon einige Höhenmeter nach oben. Am Wanderparkplatz hat man morgens auch noch freie Wahl. Hier war es klar, während unter uns Nebel umherzog und das Plateau des Berges ebenfalls im Nebel lag.

Je höher wir auf dem Anfangs gut sichtbaren Weg wanderten, desto nebliger wurde es. Zum Teil war der Weg nur noch zu erahnen. Am Fuße des Plateaus wurde es dann wieder klar, was uns bei der Suche nach dem letzten Wegstück auf das Plateau gelegen kam. Oben angekommen, war nur eine kleine Gruppe dort, die Rast machte. So genossen wir zuerst den Ausblick von oben. Da die andere Gruppe sich gerade aufmachte für den Weg zurück, hatten wir für unsere Rast das Plateau nun ganz alleine. 😀

Wie wir uns bereit machten für den Abstieg, kam eine neue Gruppe herauf. Allerdings zog nun auch Nebel auf dem Plateau auf und ließ es langsam im Nebel verschwinden. Auf dem Weg runter sind uns einige Wanderer entgegengekommen. Am Auto angekommen, war der Parkplatz voll. Hier jedoch war wieder alles klar und teils sonnig. Wir hatten somit wohl die beste Zeit für unsere Tour gehabt.

Da die Wanderung nicht besonders lang war, hatten wir uns überlegt, in das nahe gelegene Dörfchen Gjogv zu fahren. Gesagt, getan. Dort war es sonnig und das vermutlich ganze Dorf traf sich an zwei Seen eines Bachlaufes im Ort zum Sonnen und Baden. Wir sind weiter bis zum alten Hafen, um dort ein paar Bilder zu machen, aber auch da es dort ein kleines Café gab. Zum Kaffee haben wir uns eine Waffel mit typischer regionaler Rhabarbermarmelade gegönnt und im T-Shirt in der Sonne gebadet.

Danach sind wir nach Westen zur nächsten Insel in die alte Siedlung Saksun gefahren, um uns diese an zu sehen. Für eine Wanderung bot sich kein vernünftiger Weg an, der zeitlich gepasst hätte. So sind wir dort um die Häuser gelaufen und haben die Aussicht genossen. Die Rückfahrt zum Campingplatz war ebenfalls sonnig und somit eine Sightseeing fahrt gewesen.

Das Abendessen war wieder an der frischen Luft und danach sind wir noch für eine kurze Zeit in den Aufenthaltsraum, bevor wir uns in die Zelte verkrochen. Nachts kam dann noch eine Gruppe Motorradfahrer was eigentlich kein Problem ist, wenn nicht einer unbedingt mit seinem Motorrad über die Zeltwiese gefahren wäre. 😖


26. Juli

Heute sollte es sehr entspannt werden, auch da wir wieder den Campingplatz wechselten und am neuen Campingplatz keine Reservierungen für die kleine Zeltwiese möglich war (ist). Was bedeutet, dass man früh dort sein sollte.

So haben wir nach dem Frühstück alles gepackt und in das Auto gelegt, das dann auf dem Campingplatz in Torshavn blieb. Wir sind zu Fuß in die Innenstadt und von dort gemütlich durch zwei Gebiete des alten Torshavn geschlendert. Im ersten und größeren Gebiet gibt es viele der ursprünglichen schwarzen Gebäude. Dieser Bereich nennt sich Gamla Stan, also Altstadt. Von dort ging es direkt über nach Tinganes. Hier wurde früher Recht gesprochen und selbst heute sind dort noch hoheitliche Ämter in den Gebäuden untergebracht. Man erkennt diesen Bereich sofort an den roten Gebäuden, das dies ein eigenständiger Ortsbereich ist.

Da es nun schon Mittag war, entschlossen wir uns zu einer Pause am Hafen, um etwas zu essen und zu trinken.

Von hier sind wir gemütlich zum Campingplatz zurück und dann weiter mit dem Auto zur nächsten Insel. Es gibt zwar in der Nähe von Torshavn einen Tunnel zur Nachbarinsel, wir entschieden uns jedoch den längeren Weg über eine nördlich gelegene Brücke zu nehmen, um so noch ein wenig mehr von den Färöern sehen zu können.

In Saltangará machten wir halt um Nahrungs-mittel für die nächsten Tage einzukaufen. Es war früher Nachmittag und wir hatten Zeit weshalb wir auf einen Latte Macchiato in ein Café sind bevor es weiter ging.

Von dort war es nicht mehr so weit bis zum Campingplatz in Æduvik. Der Campingplatz liegt am Ende von Æduvik und damit am Ende der Straße – gefühlt am Ende der Welt. Hier angekommen, wussten wir erst gar nicht, wo wir uns anmelden können. Die einzige erkennbare Zeltwiese ist hinter dem Hauptgebäude und es war nur ein Zelt dort. Wir entschlossen uns unsere Zelte in einer Ecke aufzubauen. Später wurde uns dann von einem Herrn auf Nachfrage erklärt, wie das mit der Anmeldung und dem Bezahlen vor sich geht. Ganz einfach! Im Aufenthaltsraum gibt es einen Briefkasten und darauf sind Briefumschläge. Hier schreibt man das Kennzeichen des Autos und die Anzahl der Zelte und der Nächte auf. Das Geld dazu in den Umschlag und rein in den Briefkasten. Fertig.

Das Abendessen hatten wir später dann an einem leicht baufälligen Tisch im Freien zubereitet und gegessen. Als es dunkel wurde, sind wir dann doch noch in den Aufenthaltsraum. Kurz vorher hatten wir schon mit dem Pärchen aus Frankreich gesprochen, deren Zelt alleine bei unserer Ankunft auf der Wiese stand. Während wir uns unterhielten, bereiteten diese ihr Essen vor. Den Teig für die Pizza hatten sie am Morgen vorbereitet und in der Küche auf eine Schrank gestellt, damit er gehen kann. Alles für die Pizza, auch die Soße, wurde frisch gemacht. Essen wie Gott in Frankreich – da war hier nachvollziehbar, woher der Spruch kommt. Abgesehen davon, waren es sehr nette Gesprächspartner.


27. Juli

Der Nordosten war das Ziel für eine Tour an diesem Tag. Sämtliche Wettervorhersagen zeigten kein besonders gutes Wetter für die Region an. Dennoch sind wir los nach Vidoy, hatten wir doch schon die Erfahrung gemacht, dass der Wettervorhersage nur bedingt zu trauen ist. Auf dem Weg wurde es nicht wirklich besser und blieb gleichmäßig bewölkt. Solange es nicht regnet, würde uns das nicht von einer Wanderung abhalten.

Hinter Klaksvik fuhren wir zuerst an der Küste entlang und dann bei Anirnar nach Osten Richtung Norotoftir, um auf die Ostseite der Insel Bordoy zu gelangen. Auf der Landkarte ist dies eine Straße mit zwei längeren geraden Tunneln. Tunnel sind hier ja nichts ungewöhnliches. Aber dann… Kurz nach dem Abbiegen, standen wir an einer Ampel vor dem ersten Tunnel. Wie sich hier zeigte, ist der Tunnel nur einspurig. Als es grün wurde, ging es dann los in den Tunnel. So angespannt gefahren bin ich seltenst wie auf dem folgenden Abschnitt. Die Fahrspur war nur etwas breiter wie der Mietwagen und auf beiden Seiten mit Pfosten begrenzt. Dadurch das der Tunnel komplett aus Naturstein ist schluckt dieser fast das gesamte Licht des Autos und die Straße, welche in Wellen verlief machte es zusätzlich nicht einfacher. Da der Tunnel länger ist dauerte es bis das Licht am Ende des Tunnels zu erkennen war. Ein Aufatmen, war doch das Ende dieses anstrengenden Teils zu sehen. Raus ging es aus dem Tunnel und in eine Linkskurve, nur um dann in einen zweiten ähnlichen Tunnel zu fahren. Puh. Irgendwann waren wir dann auf der Ostseite der Insel und kurz darauf auf der nächsten Insel am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Leider war es hier nicht nur bewölkt, sondern auch sehr nebelig weshalb wir beschlossen, die Wanderung nicht anzugehen.

So ging es dann bis Klaksvik wieder zurück und somit wieder durch die beiden Tunnel. Nun waren wir die ersten im Tunnel und mit Fernlicht war es schon entspannter und so langsam stellte sich auch eine entspanntere Fahrweise ein.

In Klaksvik war es zwar ebenfalls nebelig, jedoch nicht so sehr und daher beschlossen wir, dort eine Wanderung auf den Aussichtsberg Klakkur anzugehen. Die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung führt am Ende des Ortes auf eine Schotterpiste und diese eigentlich ein gutes Stück bergauf. Aufgrund der Fahrrinnen und Löcher beschlossen wir, den Mietwagen und unsere Nerven zu schonen und haben uns einen Parkplatz am Rand der Schotterpiste gesucht, bevor der Weg nach oben ging. Von hier liefen wir zuerst den Schotterweg entlang bis zu einem kleinen See mit einer Staumauer. Ab diesem Punkt ging es dann auf einem schmalen, nicht immer eindeutig zu erkennenden, Weg hoch zum höchsten Punkt des Berges, um dort die Aussicht(!) im Nebel zu genießen. Von hier sieht man die Nachbarinsel ,getrennt durch das Meer, als würde man an einem Fluss stehen – zumindest wenn es nicht neblig ist. Wir konnten nicht mal 100 Meter weit sehen. Geschweige denn das Meer oder eines der beiden Ufer.

Nach dieser kurzen Wanderung ging es mit dem Auto wieder ein Stück zurück Richtung Campingplatz und somit auf die Insel Eysturoy. Der Weg zur nächsten Insel, nicht mehr verwunderlich, führte durch einen Tunnel. Auf Eysturoy angekommen, ging es jedoch zuerst nach Norden in das Örtchen Fuglafjørdur, um zu schauen, ob dort noch eine Wanderung möglich ist und da wir langsam Hunger bekamen, hofften wir dort was essen zu können.

Im Ort parkten wir etwas oberhalb in der Nähe des Sportplatzes. Von hier kann man an einem kleinen Bachlauf nach oben in das Hinterland laufen. Ein paar Meter sind wir gegangen, da aber abzusehen war, dass der Nebel sich nicht lichten wird, drehten wir um. Unten im Ort hatten wir im einzigen offenen Restaurant gegessen und sind dann zurück zum Auto.

Es war noch früher Nachmittag und so schauten wir, was wir noch unternehmen könnten. Miri sah in der Karte etwas von einem Festplatz an einem Sandstrand in Sydrugøta. Festplatz klang etwas merk-würdig, aber einen Sandstrand auf den Färöern – das konnten wir uns nicht entgehen lassen und es lag auch noch auf dem Weg zum Campingplatz. Also hin. Ein kleines Dorf, an dessen Rand wir parkten und das zuerst unscheinbar wirkte. Wie wir in Richtung Dorfzentrum liefen, erblickten wir schon den Sandstrand, den wir direkt ansteuerten. Das Schöne dort ist, dass in der Mitte vier Hängematten sind. Da es stark bewölkt war, war kaum einer dort und wir hatten damit die Hängematten für uns alleine. War schon irgendwie witzig. Vor allem als Miri meinte, sie hat da eine Idee….

Das war dann die Idee – Barfuß in’s Wasser. Geht, ist aber seeehr kalt.
Nach einiger Zeit sind wir dann weiter Richtung Süden zum Campingplatz. Vorher jedoch in Runavik in einem Café eingekehrt. Kurz hinter Runavik liegt ein See, an dem wir nun schon mehrmals vorbei sind und es uns dieses Mal nicht haben nehmen lassen, dort zu stoppen. So sind wir die Seerund gelaufen. Diese ist nicht besonders lang, jedoch sind hier sehr viele Vögel zu sehen und machen die Runde zu einem Erlebnis.

Nach der Seerund war es eine kurze Fahrt und wir waren wieder an unserem Campingplatz im Süden der Insel – gefühlt am Ende der Welt.

Durch das doch kühlere und feuchtere Wetter bereiteten wir unser Abendessen heute in der Küche zu.


28. Juli

Es stand heute wieder ein Wechsel des Campingplatzes an. So haben wir nach dem Frühstück im Freien alles gepackt und sind los nach Vagar. Das ist die Insel, auf der der Flugplatz liegt. Unser Ziel war Giljanes, wo wir schon für eine Nacht am Anfang der Reise waren. Auf dem Weg dorthin haben wir die Fahrt als Sightseeing Tour genossen und einen Abstecher zum Wasserfall Fossa genommen. Dieser mehrstufige Wasserfall ist nach Regenfällen oder einer Schneeschmelze imposant. Wir sahen ihn nur als schmalen Wasserfall. Von der Straße gibt es einen kleinen, nicht wirklich sichtbaren Wanderpfad zur höheren Ebene. Hier ist Trittsicherheit gefordert!

Die ständigen Begleiter auf der Insel – Schafe – haben wir selbstredend jederzeit erleben können. Auch als Hindernis auf der Straße.

Bei Giljanes angekommen,, riefen wir bei Christian an um uns zu vergewissern, wo wir unsere Zelte aufbauen können. Dies war fast wieder an der selbe Stelle wie beim ersten Mal. Nach dem Aufbau der Zelte kam Christian kurz vorbei um am Campingplatz und Hostel nach dem Rechten zu sehen. Er kam in Tracht, denn heute war der Vortag des Nationalfeiertages und alles ist in Tracht zur Hauptstadt. Uns war dies jedoch zu viel Trubel, gerade auch im Hinblick auf die Pandemie.

So machten wir uns anschließend auf eine beliebte Wanderung in der Nähe des Campingplatzes. Sie führt am Ufer des Sees Sørvagsvatn entlang bis zur Küste. Dort endet der See und geht in einen kleinen Fluß über, der kurz darauf in einem Wasserfall ins Meer endet.

Der Weg führt vom Parkplatz zu einem Häuschen an dem der eigentliche Wanderweg beginnt. Hier bekommt man, wenn gewünscht, einige Infos. Vor allem ist hier der Obulus für die Tour zu zahlen. Der Wanderweg danach geht ,etwas vom See entfernt, in Richtung Küste und dort einige Zeit an der Steilküste entlang. Zurück haben wir den Weg am See genommen. Irgendwann kommt dort eine kleine Hütte, hinter der es nach rechts geht. Wir sind natürlich erst einmal dort gerade vorbei und weiter am See entlang, bis es nicht mehr möglich war. Also wieder zurück. Wie wir den Weg dann an der Hütte entdeckten, sind wir diesem gefolgt. Letztlich kommt man in der Nähe der Eingangshütte wieder heraus. Bis dahin galt es jedoch aufzupassen. Von weitem hatten wir schon ein paar Highland Rinder gesehen. Wie sollte es auch anders sein, waren sie dann genau auf unserem Weg. Hier hieß es: Langsam und immer sichtbar sein. Zum Glück bewegten sich die Rinder vom Weg weg. So hatten wir dann freie Bahn für den Rest der Wanderung.

Da wir auf dem Weg zurück an einem Supermarkt vorbei kamen, hielten wir dort, um noch ein paar Vorräte einzukaufen. Wir wunderten uns schon, dass der Parkplatz so leer war. Er war leer, da der Supermarkt bereits geschlossen hatte. Die Geschäfte schließen am Vortag des Nationaltages schon zur Mittagszeit wie wir nun lernten.

Wir wollten auf alle Fälle einmal Essen gehen und sind deshalb, und da wir nicht einkaufen konnten, anschließend in das Nachbarörtchen des Campingplatzes gefahren, um nach der Speisekarte und den Öffnungszeiten des dortigen Restaurants zu sehen. Tja, auch das hatte zu und nicht vor, in den nächsten beiden Tagen zu öffnen.

Abends kochten wir uns etwas an den Zelten und sind wie es dunkler und kälter wurde auf einen Tee noch in den Gemeinschaftsraum des Hostels.


29. Juli

Wie sollte es auch anders sein als nebelig. Der Nebel zog am Vorabend auf und hat sich leider über Nacht gehalten. Es sah auch insgesamt etwas trüb aus. Christian kam an diesem Morgen früh vorbei und auch er gab keine Hoffnung auf wesentlich besseres Wetter. Was soll’s. Die Rucksäcke gepackt und auf in das Inselinnere zu einer Wanderung entlang des Fjallavatn. Dort ging es im mehr oder weniger dichten Nebel entlang der Nordseite des Sees bis zu einem Fluß. Da dieser jedoch zu tief war, um mit den Wanderschuhen trocken durchqueren zu können und wir keine Handtücher o. ä. zum trocknen der Füße dabei hatten, haben wir uns gegen eine Durchquerung entschieden und sind denselben Weg wieder zurück.

Mit den letzten Restbeständen haben wir uns ein Mittagessen gezaubert und vor dem Hostel in der Sonne gegessen. Währenddessen kam eine Nachricht bei mir ein. Es kam die Erinnerung zur Abgabe des Mietwagens, da diese schon überfällig war. Überfällig? Wir werden doch erst am nächsten Tag abreisen. Erste Überlegungen und Hektik das Nötigste zusammen zu packen, um den Mietwagen gleich abgeben zu können. Dann rief ich doch noch bei dem Mietwagenunternehmen an und erklärte, dass ich mich bei der Abgabe um einen Tag vertan habe. Es wurde sich für die Info bedankt und nach Rücksprache konnten wir den Mietwagen zu den normalen Konditionen einen weiteren Tag nutzen. Puh, Glück gehabt.

Den Nachmittag haben wir gemütlich gestaltet. Für das Abendessen und Frühstück brauchten wir jedoch noch etwas und sind so an die Tankstelle in der Nähe gefahren. Die Hoffnung war ,dass es dort einen Shop gibt, was sich zum Glück bestätigte. Groß war die Auswahl nicht, das Nötigste haben wir jedoch noch bekommen.

Es gab auch etwas Süßes und so war unser Nachmittagskaffee gerettet. Bevor es an den Nachmittagskaffee ging, hatten wir schon grob unser Gepäck für die Abreise vorbereitet und dazu kurzzeitig alles vor den Zelten ausgebreitet. Während des Kaffees haben Onni und Wickie dann eine Postkarte an ihre Mama nach Österreich geschrieben. So wie in jedem Urlaub.

Beim Abendessen haben wir ein wenig improvisieren müssen, indem wir das, was in der Hostelküche vorhanden war, mit dem Eingekauften kombiniert haben. Nun war es noch zu früh am Tag um im Zelt zu verschwinden und sind daher noch auf eine Rundfahrt unterwegs gewesen.

Zum Aufwärmen gab es danach einen Tee im Hostel. Wer immer wieder in den Aufenthaltsraum reinschaute, war der Hostelkater. Er hat seine eigenen Schälchen für Wasser und Futter in der Küche und wird von allen dort versorgt.


30. Juli – Abreise

Ein sonniger letzter Morgen begrüßte uns. Ein letztes Packen stand an, um anschließend nach Sørvagur zum Frühstück zu fahren. Direkt an der Tankstelle ist ein kleiner Shop mit Café. Dort frühstückten wir nach dem Tanken des Mietwagens.

Nun ging es langsam zum nahegelegenen Flughafen. Zuerst stand das Abgeben des Mietwagens an. Das Prozedere ist ähnlich wie bei der Abholung und vermutlich wird man dabei den Schlüssel in das Kästchen packen, das sich dann öffnet. Da wir jedoch um einen Tag verlängerten hat das nicht funktioniert mit dem Link über die e-Mail. Es gibt unter den zwei Kästen mit den Schlüsselfächern noch einen Schlitz zum Einwerfen von Schlüsseln. Den haben wir dann genutzt.

Von hier aus waren es nur noch wenige Meter bis in das Flughafengebäude und der Check In war schnell erledigt. Im Transitbereich hatten wir dann die Möglichkeit, gemütlich bei einem Kaffee und einem belegten Brötchen bis zum Abflug zu warten.

Also fast. An diesem Tag wollten wir eigentlich die Postkarte in einen Briefkasten werfen. Nur hatten wir keinen gesehen und daher war unsere Hoffnung das sich vielleicht einer am Flughafen befindet. Vor dem Check In hatten wir dann durch die Schlüsselabgabe nicht mehr daran gedacht und im Transitbereich gibt es keinen Briefkasten. Was nun? Ich fragte schließlich eine Bedienung des Bistros ob sie die frankierte Postkarte für uns in einen Briefkasten einwerfen könnte. Sie hatte damit kein Problem und die Postkarte entgegen genommen.

Der Rückflug ging wieder über Koppenhagen und verlief völlig ereignislos. 😊


Resümee

Färöer geht! 😊 Geht auch recht kurzfristig geplant. Die Infos zu den Wanderungen gibt es bei den offiziellen Stellen und der Webseite des Färöer Tourismus. Hier und da steht etwas von einer Abgabe zu Wanderwegen, eine Mautstelle haben wir allerdings nur einmal erlebt. Die Aussage „Man kann alle Jahreszeiten an einem Tag erleben“ können wir, abgesehen vom Schnee, mehrfach bestätigen. Also durchaus auch was kurzes mitnehmen. Für abends und morgens ist was warmes aber meist schon noch nötig.

Camping und Färöer geht auch. 😊 Wir hatten Drei-Jahreszeitschlafsäcke mit und lange Schlafwäsche. Die aber nur in der ersten Nacht an und danach auf kurze Sachen gewechselt. Es waren in den Zelten Nachts im Schlafsack angenehme Temperaturen und somit immer gut geschlafen. Man kann wie wir einen Kocher, Essgeschirr und ein wenig Nahrungsmittel mitnehmen, kommt aber auch durch die Küchen auf den Campingplätzen ohne aus. Die Nahrungsmittel waren abgepackte Portionen, da wir ein Wegwerfen von Nahrungsmittel vermeiden wollten. Letztlich kann man aber auch ohne Bedenken Mehl, Reis und anderes kaufen und stellt dann den Rest in den “Free for use”-Schrank der Küchen auf den Campingplätzen bzw. bedient sich dort.

Für uns war es auch eine große Auszeit von der Pandemie. Eine Maskevorgabe oder Abstandsregeln gab es nicht. So konnten wir uns in den Tagen dort frei bewegen – wie in der Zeit vor der Pandemie, mit dem Unterschied, dass durch die Pandemie deutlich weniger Personen dort Urlaub machten.

Uns wird dieser Urlaub sicherlich durch die kleinen Anekdoten und durch die Flexibilität, die dort nötig war, lange in Erinnerung bleiben.


Die Postkarte kam einige Zeit später auch tatsächlich an. 😊


#färöer #faroe #faroye #torshavn #giljanes #camping #papageientaucher #canon #canonR6 #tamron #tamronsp2470 #canonef70300

Portugal – Madeira – November 2021


13.11.21 – Tag 1

Am ersten Tag ging es nach dem Frühstück los zur Wanderung am Ostkap. Beim Restaurant vom Vortag erhielten wir dazu ein Essenspaket. Die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung war nicht allzu lang und da wir hier früh los sind waren erst wenige andere vor uns schon dort. Raus aus dem Bus und los ging es auf die Tour. Das Ostkap haben bestimmt viele schon in sattem grün auf Bildern gesehen. Wir jedoch waren im Herbst hier und so erwartete uns eine ausgedörrte hügelige Grasfläche. Kurz vor dem Ende des Ostkaps gibt es ein Café welches in dieser Trockenheit einer Oase glich. Das Bild oben gibt die Aussicht vom östlichsten Punkt auf die kleine vorgelagerte Insel wider. Ein wenig die Strecke zurück haben wir es uns in einer windgeschützten Kuhle für eine Pause gemütlich gemacht. Susanne, unsere Reiseleiterin hatte dazu für uns einige Spezialitäten wie Bollo de Mel, Käse usw. mitgenommen und verteilt. Genüsslich war unsere Pause in der Sonne mit den vielen Leckereien. Dennoch langsam mußten wir los, den der Bus sollte uns am Ausgangspunkt der Tour wieder abholen. Auf dem Rückweg kamen uns einige entgegen. Teils Einzeln teils in Gruppen. Zurück am Ausgangspunk war dieser nun vollgeparkt. Früh los zu gehen war gut um mehr Ruhe zu haben.

Am frühen Nachmittag zurück im Hotel hatten wir einen freien Nachmittag. Dieser wurde mit zwei anderen aus der Gruppe für einen Spaziergang durch Machico, eine Kaffeepause und einen Einkauf genutzt. Der Nachmittag klang bei einem kleinen Bier an einem der wenigen Sandstrände Madeiras aus. Am Abend trafen sich dann alle im Restaurant Mercado Velho. Ein paar Abendessen wie dieses gehörten zur Reise und so gab es ein Menü mit vielen typischen madeirensischen Spezialitäten wie z. B. Degenfisch mit Banane.


14.11.21 – Tag 2

Für den zweiten Tag war die erste Wanderung an einer Levada vorgesehen. Eine Levada ist ein Kanalsystem das nur eine geringe Höhendifferenz hat um Wasser über weite Strecken fließen zu lassen. D. h. Aber auch das diese allen Biegungen und Kerben folgt die die Berge haben. Nun es ging also eine zeitlang an einer Levada entlang. Selbig ist nicht unbedingt so spektakulär aber die Aussicht während des Verlaufes wechselt regelmäßig und das ergibt den Reiz der Levadawanderungen. Vor allem bedeutete es das wir heute und auch die nächsten Tage im Grünen unterwegs waren. Nach knapp 1 1/2 Stunden bogen wir von der Levada ab um in ein Tal hinein zu wandern an deren Ende wir dann über einen Einschnitt, den Boca do Risco, an die nördliche Steilküste gelangten. Von dort ging es an der Küste entlang bis Porto da Cruz.

In Porto da Cruz konnten wir in die alte Zuckerrohrfabrik schauen und zum Teil auch betreten. Alte Maschinen zur Verarbeitung die immer noch genutzt werden waren zu sehen. Hier wird nach der Ernte aus dem Zuckerrohr der Rohstoff für den Zuckerrohrschnapps. Wird kein Zuckerrohr verarbeitet so dient dies hier als eine Art Museum.

Zurück zum Hotel ging es mit dem Bus und Abends dann wieder in das bekannte Restaurant vom Vortag.


15.11.21 – Tag 3

Für diesen Tag war keine Wanderung sondern ein Ausflug nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras vorgesehen. Zuerst ging es oberhalb der Stadt in den schönen botanischen Garten – Jardim Botânico da Madeira-Engº Rui Vieira. Dieser ist auf alle Fälle ein Besuch wert, zumal von hier aus auch ein Blick über Funchal möglich ist.

Eine kurze Busfahrt brachte uns in die Innenstadt. Zuerst gingen wir in die Markthalle um anschließend im alten Kern von Funchal zu schlendern und ein Restaurant für das Mittagessen zu suchen. Unweigerlich kommt man dabei an all den bemalten Türen vorbei die auf Projecto artE pORtas abErtas zurück zu führen sind.

Anschließend trafen wir uns wieder an der Markthalle von der es zu einer Führung bei Blandy’s Weinlodge ging. Dort lernte wir das der maderensische Wein nicht im Keller sondern in oberen Stockwerke reift. Je älter je höher war das Stockwerk in dem das Faß ruht. Durch diesen Reifungsprozess oxidiert der Wein bereits und daher ist nach der Abfüllung in die Flaschen mit keiner geschmacklichen Veränderung zu rechnen. Man kann sogar die geöffnete Flasche wieder verschließen und später erneut öffnen ohne das es einen geschmacklichen Unterschied gibt. Am Ende der Führung war eine kleine Weinprobe mit zwei Weinen. Lecker. 😊


16.11.21 – Tag 4

Vom dritthöchsten Berg Madeiras zum höchsten Berg sollte es gehen – von Pico do Arieiro zum Pico Ruivo. Die Tour begann bei Sonnenschein und gefühlt über die Wolken – immerhin waren wie auf rund 1800 Metern. In die Wolken führte uns die Tour, so das wir am Pico Ruivo dann völlig im Nebel waren. Dennoch war es eine schöne Tour durch das Wolken- und Nebelspiel anfangs und der Ruhe im Nebel im späteren verlauf. Was beim Abschnitt mit den Überresten des Waldbrandes vor ein paar Jahren mystisch erschien.

Mit dieser Tour wechselten wir das Hotel. Unser neues Hotel erreichten wir nach einem Stopp zu einem Kaffee in São Vincente an der Nordküste.

Hier gab es an diesem wie auch am folgenden Tag das Abendessen in Form eines Menüs im Hotel. Hauser hatte sogar etwas mehr gezahlt damit wir das Menü an die beiden Tische bekamen und nicht zum Buffett gehen mussten. 👍 So sollte es gemütlicher und etwas hygienischer sein. OK, für den Nachtisch ging es dann doch ans Buffett. 😊 Leider muß man sagen das diese zwei Tage die mit dem bescheidensten Abendessen waren. Nicht das es schlecht war, richtig warm war es jedoch auch nicht.


17.11.21 – Tag 5

Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus über den Encumeada-Pass zur Hochebene Paul da Serra. Durch den Lorbeerwald von Rabacal führte uns die Wanderung über zwei Levadas. Dabei kamen wir auch an einem schönen Wasserfall über mehrere Ebenen vorbei. Ein leichter Regenschauer während der Wanderung hielt uns jedoch nicht ab weiter zu gehen. Ziemlich am Anfang ging es für uns zum ersten Mal durch einen Levada Tunnel. Moosbewachsene Wände zeigten den Eingang. Ohne eigenes Licht wäre es allerdings nicht möglich gewesen komplett durch zu gehen.

Nach der Wanderung folgte eine Busfahrt nach Porto Moniz. Dort konnte, wer Lust hatte in den Naturbecken schwimmen gehen. Das Schwimmbad im Zentrum mit weiteren Naturbecken war jedoch aufgrund des Wellenganges geschlossen. Ich hatte es mir daher gemütlich gemacht und den Wellen zugeschaut.


18.11.21 – Tag 6

Es war Regen angesagt worden für diesen Tag. Auf der anderen Seite stand eine Tour durch São Vincente an in dem unser Hotel lag. Also hatten wir uns gewappnet und gingen bei bewölktem Himmel los zum Kirchturm von São Vincente der auf einem Hügel gut sichtbar über dem Ort thront. Tja, auf dem Rückweg zeigte sich das die Wettervorhersage recht hatte und es begann zu regnen. Daher war der Gang durch die Altstadt etwas zügiger. Letztlich kamen wir dann zu einer weiteren kleinen Weinprobe im Porto de abrigo an. Ein Weinlokal in einem alten urigen Gebäude. Die Weine waren lecker und zur Aufwärmung gab es danach noch Punchas – ebenfalls typisch für die Insel. Vereinfacht ein Fruchtsaft aus frischen Orangen, Limetten, Tangerinen oder Ananas bzw. der Regional aus Orange und Limette. Aufgefüllt und hier nicht gerade sparsam wird mit Zuckerrohrschnapps. 😀🤪

Das Abendessen war an diesem Abend nicht eingeplant vom Veranstalter. Die Gruppe teilte sich aufgrund der unterschiedlichen Uhrzeit für ein Abendessen in zwei Teile. So lief ich mit der ersten Gruppe los. Unser Ziel war das Restaurant Taberna de São Vincente. Ein eher typisch eInheimisches Restaurant wie es in südlichen Ländern üblich ist mit einem großen Raum und reichlich Tischen darin.

Kaum dort angekommen wurden von den Mitarbeitern schnell einige Tische zu einem großen zusammengestellt. Als wir saßen kam auch die zweite Gruppe, ohne das das Restaurant abgesprochen war. Wir waren somit wieder alle zum Essen zusammen. Nach der Getränkebestellung ging es an die Wahl des Essens. Leider war nicht alles verfügbar. Anstatt uns alleine zu lassen hat sich die Wirtin dann zu uns auf die Bank gesetzt und Hilfe gegeben bei der Auswahl. Genauso kam dann der Vorschlag von Ihr ob sie mehrere Teller mit Gemüse, Salat und Kartoffeln in die Mitte stellen soll. Das wurde direkt angenommen und so wurde dieses Abendessen zu einem sehr geselligen.


19.11.21 – Tag 7

Regen wurde für den Inselteil angesagt an dem die nächste geplante Tour anstehen sollte. Da es an der Südküste besser aussah wurden dieser Tag mit dem Nächsten getauscht. Es führte uns somit zur Südküste in das Tal Ribeira Brava. Hier startete die Wanderung im Ort durch Straßen an denen immer wieder Bananenplantegen zwischen den Häusern waren und dann zeigte der Weg immer weiter nach oben. Je höher wir kamen umso mehr änderte sich der Anbau. Nun waren es Kartoffeln und Gemüse. Die erste Etappe führte uns in das kleine Dorf Eira do Mourao und bis kurz danach zu einer Kurve. Dort gab es eine kleine Pause mit Überraschung. Ein fahrender Bäcker kam vorbei und hielt spontan. Erst hatten wir nicht verstanden was er wollte, dann jedoch hatten fast alle die Gelegenheit wahr genommen einen Muffin oder Bollo (kleines Brot) zu kaufen.

An dieser Kurve war nun unser Einstieg für die Tour immer entlang der Levada Norte, immer entlang der Südküste. Der Weg selbst war einfach, die Aussicht wechselte vom Blick über die Südküste, durch bewirtschaftete Felder, an Eukaplytusbäumen vorbei, durch Wälder und Orte. Bei einem Ort nach ungefähr einem drittel der Strecke machten wir an einem Café halt. Auf der sonnigen Dachterrasse mit bester Aussicht war die Pause sehr angenehm. Hier trafen wir die, die nicht die gesamte Strecke laufen wollten. Weiter ging es an der Levada Norte, entlang der Südküste. Nach weiteren zwei Stunden machten wir unsere größere Pause an der Levada mit ebenso schönem sonnigen Ausblick wie bisher an diesem Tag. Weiter ging es dann bis Cabo Girão um dort die Levada zu verlassen und den kleinen Anstieg zum Skywalk zu nehmen. Diesen erreichten wir nach fast 17 Kilometern bei bestem Wetter.

Angekommen am Skywalk Cabo Girão bot sich ein Blick über Funchal und direkt vom Skywalk der Blick 580 Meter nach unten von Europas höchster Steilklippe.

Nach dieser langen und erlebnisreichen Wanderung ging es entspannt mit dem Bus zurück an die Nordseite zum Hotel. Für diesen Abend stand nur noch das Essen im Hotel an. Wir alle waren froh, die zwei letzen Tage getauscht zu haben und so einen sonnigen Südküstentag erlebt zu haben.


20.11.21 – Tag 8

Durch den Tausch stand heute die letzte Gipfeltour an. Wir fuhren zuerst an die Südküste um oberhalb eines Dorfes am Miradouro Boca da Corrida die Wanderung in Angriff zu nehmen. Bevor es los ging genossen wir noch den Blick hinab in das Nonnental, in dem unser Ziel für die heutige Tour war. Also los, leicht bergauf um dann relativ eben bis zum Sattel Boca de Cerro zu gelangen. Hier wurde eine Pause eingelegt schließlich kam nun der steilere und vor allem ausgesetztere Teil zum Gipfel des Pico Grande.

Je höher wir kamen um so nebeliger wurde es. Am Gipfel bot sich dann nur noch hin und wieder ein wenig Aussicht. Obwohl die letzten Meter mit Klettern verbunden sind, sind wir dennoch fast alle ganz oben gewesen.

Pause. Am Fuß des Gipfels legten wir unsere große Pause ein bevor es an den Weg zurück zum Sattel Boca de Cerro ging. Von Dort führte ein langer Weg hinunter in das Nonnental. Kurz vor dem Sattel und bis in das Nonnental hinunter war es an diesem Tag auch ein Teil des MIUT (Madeira Island Ultra Trail). Die Läufer, die hier auf ihrer 115 Kilometer langen und über 8000 Höhenmeter umfassenden Strecke unterwegs waren wurden immer von uns alle angefeuert.

Unten im Nonnental angekommen zeigte der Weg in das Dörfchen Curral Das Freitas. Direkt eines der ersten Häuser war unser Ziel für das frühe Abendessen. Auf der einen Straßenseite ein Restaurant mit Gemischtwarenladen und auf der anderen Seite ein Platz mit Tischen und Stühlen sowie einem Gebäude mit einem großen Raum. Nach der Gipfeltor gab es erst einmal ein gepflegtes Zielbierchen. 😀 Als das Essen fertig war zum Servieren ging es in das Gebäude. Dort war ein langer Tisch mit Bänken schon vorbereitet worden. Wein in Tonkrügen, Wasser sowie Brot und Butter waren neben Tellern und Besteck schon dort. Heute gab es ein types Essen für Madeira. Espetadas – Fleischspieße gegrillt an Lorbeerstöcken. Dazu reichlich Gemüse und Salat. Zum Nachtisch noch Maronenkuchen und einen selbstgemachten Kirschlikör.

Auf der Heimfahrt hatten wir die Idee für einen Trunk in das Weinlokal einzukehren. Dazu brachte uns der Busfahrer sogar bis direkt vor die Tür. Das ist Service! 😀 Dort griffen wir zu unserem Lieblingsgetränk – Punchas.

Wie die ersten zum Hotel gehen wollten fiel Ihnen eine Ankündigung für diesen Abend auf. Ein Fado Abend mit einer Sängerin wurde beworben. Daher entschieden ein paar später wieder zu kommen. Ein paar und wie ich blieben und genossen noch einen Puncha. 😀


Der Fado Abend

Fado ist ein musikalischer “Vortrag” aus Portugal. Gesungen wird über das täglich Leben, begleitet mit wenigen Instrumenten – so wie an diesem Abend. Eine Sängerin war mit zwei Gitarristen angekündigt. Bei Fado ist normalerweise immer eine zwölfsaitige Gitarre dabei und fällt daher mit der unüblichen Anzahl der Saiten und ihrem Klang hervor.

Die Sängerin war jedoch nicht alleine an diesem Abend. Es gab immer wieder kleine Pausen und oft wurde dann einer der anderen drei Sänger vorgestellt. In der ersten Pause unterhielt ich mich mit dem Musiker der zwölfsaitigen Gitarre, welcher begeistert von Fado berichtete. Um was es inhaltlich in den Gesängen geht und und wie sie vorgetragen werden.

21.11.21 – Rückreise

Sehr früh an diesem Tag gab es das Frühstück. So früh, das dies extra für uns vorbereitet wurde. Danach folgte die Fahrt zum Flughafen um uns dort von der Reiseleitern und dreien aus der Gruppe zu verabschieden. Diese blieben noch ein paar Tag länger auf Madeira.


Für alle andere folgte der Flug nach Lissabon und dann nach Frankfurt, Düsseldorf oder Wien über München.


Resümee

Ungeplante Reisen können gerade mit Reiseveranstaltern auch zu einem besonderen Erlebnis werden. Bei einer so einfach eingestuften Reise nicht unbedingt üblich hat es dennoch bei uns von der Gruppe her gut zusammengepasst.

Klar sieht man in Prospekten oder Social Media häufig eher die farbigen Bilder vom Frühjahr oder Sommer. Das sollte einen dennoch nicht abhalten im Herbst oder Winter nach Madeira zu reisen. Der Herbst zeigt hier ebenfalls sein Farbenspiel. Netter Nebeneffekt im Herbst ist das dann weniger los ist.



#protugal #madeira #levada #funchal #machico #saovincente #picogrande #picodoarieiro #picoruivo #zuckerrohr #puncha #degenfisch #fado #hauserexkursionen #canon #canon6dmk2 #tamron #tamronsp35 #35mm

Camping SPO

Deutschland – Schleswig Holstein – St. Peter Ording
Camping SPO – https://www.camping-spo.de/
Empfehlung – Ja – für nicht geräuschempflindliche
September 2021

#camping #deutschland # schleswigholstein #spo #campingspo

Auf dem Rückweg von Föhr sollte es 2021 nicht in die Lüneburger Heide sondern nach St. Peter Ording gehen. In nächster Nähe gibt es zwei Campingplätze. Der eine hinter dem Deich ist jedoch nicht für Zelte geeignet. Somit empfiehlt sich der Zweite – Camping SPO. Direkt an der B202 vor St. Peter Ording gelegen ist er einfach zu erreichen. Vor dem eigentlichen Eingang ist ein kleiner Parkplatz für die Zeit zur Anmeldung.

Geht man von dort direkt auf den Campingplatz, so läuft man geradewegs auf die Anmeldung zu. Ein Platz für zwei Zelte und den MINI ist schnell gefunden. WIr bekommen keinen Platz auf der kleinen Zeltwiese sondern eine normale Parzelle direkt am Zaun der das Gelände von einigen Bäumen/Büschen und der Straße trennt.

Die Parzelle mit dem Zaun gefiel uns gut, da Wind mit Böen angekündigt war und so ein gewisser Schutz bestand. Letztlich war es nur ein laues Lüftchen ohne Böen. Die deutlich zu hörenden Straßengeräusche konnten dank Oropax über Nacht verband werden.

Auf dem Gelände gibt es eine kleine Bar mit Außenbereich und wie auf dem ersten Bild im Post zu sehen einen Verkaufswagen. Dort kann man Nachmittags Fischbrötchen und am Morgen Frühstücksbrötchen bekommen. Lt. Schildern wird an Freitagen gegrillt und es scheint auch immer wieder einige Sonderevents zu geben.

Im Hauptgebäude befinden sich am einen Ende die Sanitärräume. Diese trennen sich hinter der Tür in einen Toilettenbereich mit einem Waschbecken und auf der gegenüberliegenden Seite in mehrere Duschkabinen und davor liegenden Waschbecken. Die Duschkabinen haben einen kleinen Vorbereich mit Ablage auf der die Kleidung trocken bleibt.

Pandemiebedingt waren nicht alle Duschkabinen offen und die Hälfte der Waschbecken gesperrt. Alles hier machte einen sauberen und gepflegten Eindruck.

In einem schräg gegenüber der Anmeldung, direkt neben der Zeltwiese stehenden Gebäude gibt es einen Raum mit einigen Spülbecken und einer kleinen Kochecke. Auch hier war die Hälfte der Becken gesperrt und ebenso war alles sauber. In einem kleinen Nebenraum gibt es die Möglichkeit eine Waschmaschine zu nutzen. Im Hauptraum sollte man einen Blick auf die Wandtafel mit Infos werfen. So werden Führungen, Vorführungen usw. dort bekannt gegeben.

Auf dem Gelände verteilt befinden sich noch Zapfstelle für Wasser.

Allen Wasserhähnen gleich ist, das diese mit einer Zeitfunktion versehen sind. Beim Duschen vielleicht etwas ungewohnt, auf der anderen Seite werden keine Duschmarken benötigt. 👍

Nach einer Übernachtung hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Bezahlt wird hier am Ende in Bar oder per EC-Karte. Für eine Übernachtung (2 Personen) auf der Parzelle hatten wir gerade einmal 19€ zu zahlen. Günstiger kann man in SPO wohl kaum unterkommen.

Insgesamt hat es uns dort gut gefallen zumal alle Mitarbeiter auf dem Gelände immer gut gelaunt waren. Sollte es uns wieder nach SPO treiben schauen wir bestimmt hier vorbei.

Vom Campingplatz ist es übrigens gar nicht weit bis zum Strand….

Camping Æduvik

Dänemark – Färöer – Æduvik
Camping Æduvik –
Empfehlung – Ja
Juli 2021

#camping #danmark #dänemark #färöer #faroe #aeduvik

Dieser Campingplatz war der am einfachsten ausgestatteste den wir auf den Färöern aufgesucht hatten. Auf der anderen Seite liegt diese am Ende eines Orts, am Ende der Straße. Hier kommt nur her wer zum Campingplatz möchte. Er bietet also sehr viel Ruhe.

Buchen oder Reservieren für Zelte ist hier nicht möglich. Wer zuerst kommt gewinnt. 😁 Da wir am frühen Nachmittag ankamen fanden wir einen fast leeren Zeltplatzbereich vor. Nur ein kleines Zelt war dort. Insgesamt passen dort fünf Zelte auf den Wiesenbereich. Das wird jedoch eng, wenn große Zelte ins Spiel kommen. Am Ende des Platzes gibt es ein kleines Fleckchen auf dem noch zwei weitere kleine Zelte passen.

Keine Reservierung, keine Rezeption. Zum Glück trafen wir im Gebäude eine Frau die dort mit Wohnwagen war. So bekamen wir die Info zur Selbstanmeldung. Im Aufenthaltsraum der direkt hinter der Eingangstür liegt gibt es an der linken Wand einen Briefkasten. Auf diesem sind kleine Briefumschläge. Auf einem Briefumschlag wird das Autokennzeichen, die Anzahl der Zelte und Tage notiert. In den Umschlag kommt der Betrag für den Aufenthalt und rein in den Briefkasten Anmeldung und Bezahlung erledigt.

Der Aufenthaltsraum bietet reichlich Sitzmöglichkeiten an mehreren Tischen. Dazu gibt es noch weitere Stühle und Tische auf der angrenzenden Terrasse.

Die Küche war klein, jedoch mit allem nötigen ausgestattet. Auch hier kamen wir wieder sehr schnell in Gespräche mit anderen campern.

Neben der Küche ist vom Aufenthaltsraum aus ein Zugang zu einem kleinen Flur, der zu zwei Toiletten und einem Raum mit Dusche führt. Einfach, jedoch sauber.

Zum Teil haben wir im Innenbereich gekocht und gegessen. Zum Teil Außen. Dort gibt es Tisch/Bank-Kombinationen, die allerdings ihre besten Tage bereits hinter sich haben. Gehalten haben sie dennoch. Weit ab von allem sollte man sich früh genug Gedanken über das Essen machen. In Æduvik selbst gibt es kein Geschäft.

Camping Tórshavn

Dänemark – Färöer – Tórshavn
Camping Tórshavn – https://visittorshavnshop.fo/en/camping/
Empfehlung – Ja
Juli 2021

#camping #danmark #dänemark #färöer #faroe #torshavn

Der Campingplatz in Torshavn wird von der Stadt betrieben und war der Einzige mit Rezeption den wir auf den Färöern aufgesucht hatten. Wurde vorab gebucht ist die Anmeldung schnell erledigt.

Das Auto, sofern vorhanden kommt auf den großen Schotterbereich zu den Wohnwagen und Vans. Das Zelt bauten wir auf der Wiese hinter dem Campingplatzgebäude auf. Eine zweite Zeltwiese ist gegenüber dem Eingang und wird nur durch eine kleine Mauer und Hecke von der Hauptstraße getrennt. Auf „unserer“ Zeltwiese waren wir zusätzlich vom Gebäude abgeschirmt und bekamen dadurch den Verkehrslärm nicht wirklich mit. Der Wall, der auf den Bildern zu erkennen ist gibt ein wenig Schutz vor den Winden die vom Meer kommen können. Hinter dem Wall befindet sich eine Aussichtsplattform. Einen richtigen Zugang hatte diese jedoch noch nicht.

Im Hauptgebäude befindet sich links (ausgehend vom unteren Bild) die Küche mit den zwei Tischreihen. Hier ist alles was zum Kochen benötigt wird. Dennoch genossen wir es am Wall mit Blick auf das Meer oder auf einer der zu sehenden Tisch/Bank-Kombination zu Frühstücken oder unser Abendessen zuzubereiten.

Gerade aus und auf der rechten Seite befinden sich kleine Räume mit je einer Toilette, einem Waschbecken und einer Dusche. Jedoch haben nur die Räume auf der rechten Seite in der Dusche auch einen funktionierenden Wasseranschluß. Zum Duschen benötigt man 10 DKK (Münze) welche für vier Minuten Wasser geben. Dabei ist der Duschautomat mit einer Start/Stop-Taste ausgestattet und somit sollten die vier Minuten in den meisten Fällen ausreichen.

An der Wand zur Dusche befinden sich Haken zum Aufhängen. Ein kleines Manko wie ich finde ist das die Toiletten keinen Deckel haben. Somit bietet sich nur die kleine Fläche über dem Duschautomat noch als Ablageort an. Schumtzige Wäsche kann zwar auf den Boden, je nach Duschvorhang, kann es jedoch sehr naß werden. 🙃

Von einer Außenseite zu erreichen ist ein kleiner Raum für die Vans/Wohnmobile (Toilette!). Hier befindet sich zusätzlich eine Waschmaschine und ein Trockner.

Insgesamt war alles sehr sauber und wurde regelmäßig gereinigt.

Giljanes

Dänemark – Färöer – Sandavágar
Á Giljanes Hostel & Campsite – http://www.giljanes.fo/
Empfehlung – Ja
Juli 2021

#camping #danmark #dänemark #färöer #faroe #giljanes

Giljanes ist hauptsächlich ein Hostel, welches auch ein paar Stellplätze für Wohnmobile/Wohnwagen, Vans und eben auch für ein paar Zelte bietet. Für die Zelte ist der rechte Bereich (siehe Bild) gedacht. Wenn nicht viel los ist wie an unserem ersten Tag, so hat man durchaus auch die Möglichkeit das Zelt links aufzubauen. Dort ist der Boden jedoch fester und die Heringe benötigen etwas mehr Druck. Von der Straße rechts sollte man sich nicht abschrecken lassen. Diese führt in ein Industriegebiet mit wenig Verkehr. Dafür ist direkt dahinter bereits das Meer. 🙂

Von der Straße auf der rechten Seite kommt man auf das Gelände. Der Zeltbereich ist rechts und nach links geht es zum eigentlichen Hostel, das obwohl man campt komplett mitgenutzt werden darf.

Hinter dem Eingang zum Hostel wird man mit einer mehr oder weniger gro0en Menge an Schuhen begrüßt. Das ist der einzige Bereich im Gebäude der mit Schuhen betreten werden darf. Danach geht’snur noch ohne weiter!

In diesem Vorraum sind zwei Sessel und ein kleiner Tisch mit zwei Telefonen. Das eine ist nur eine Attrappe, während das neuere mit einem Aufkleber und einer Nummer versehen ist. Hierüber kann man Kristian, den Betreiber erreichen. In einem kurzen Gespräch wird einem das grundlegende erklärt. Die Bezahlung erfolgt Abends, wenn er die Runde macht. Ein wenig Smalltalk, die Neuankömmlinge abrechnen und nach dem Rechten sehen. Alles sehr relaxt.

Direkt vom Eingangsbereich geht es zu zwei Toilettenräumen mit Dusche. Nach rechts gelangt man in den großen Aufenthaltsraum und den drei dort befindlichen Küchenzeilen.

Wir empfanden den Aufenthalt dort sehr entspannenden und durch die Kombination mit dem Hostel kommt man recht einfach ins Gespräche und zu Infos über die Färöer.

Im Küchenbereich gibt es einen Schrank, eine Ablage und ein Fach im rechten Kühlschrank mit Lebensmittel „Free for use“. Also dagelassenes von vorherigen Gästen. Außen rechts neben dem Eingang befinden sich Gaskartuschen. Auch diese sind zur freien Nutzung. Gerne natürlich auch die eigene dort lassen, wenn sie nicht für die weitere Reise nach Hause mitgenommen werden kann.

Im Eingangsbereich gibt es noch einen Gang nach Links. Dort befindet sich ein Teil der Hostelzimmer und am Anfang zwei Bäder mit je einer Toilette, zwei Waschbecken und zwei Duschkabinen.

Die Duschkabinen sind reine Duschen. Bieten somit keine Ablagemöglichkeit für die Kleidung. Daher sind diese zwei Bäder auch nach Geschlechtern getrennt. Ob es bei den Herren auch so ist, kann ich nicht bestätigen aber zusätzlich gab es dort noch eine Waschmaschine und einen Trockner. In den Schränken befinden sich Handtücher.

Links ist Kristian in Tracht für den Nationalferiertag zu sehen. Rechts könnt Ihr Felix den Hauskater sehen. Meist ist dieser im Aufenthaltsraum an zu treffen. Er macht sich bemerkbar wenn er in das Gebäude möchte oder Hunger hat. Neben dem rechten Kühlschrank stehen seine Näpfe und Trockenutter ist auf dem Kühlschrank.

Färöer

Dänemark – Färöer
Empfehlung – Ja
Juli 2021

#camping #färöer #faroyen #dänemark #danmark

Im Juli 2021 führte der Weg auf die Färöer. Acht Tage auf den „Islands of maybe“. Treffender kann die Planung nicht lauten. Das Wetter ist sehr wechselhaft und bietet mehrere Jahreszeiten während eines Tages. Oft ist es bewölkt und Nebel ist fast täglich vorhanden. So kann man vom nebligen Campingplatz zum sonnigen höchsten Berg der Inseln an einem Tag gelangen.

Eingepackt hatten wir alles was zum campen nötig ist. Zelt, Isomatte, Drei-Jahreszeiten-Schlafsack, einen Kocher und einiges mehr. Das Gas für den Kocher gab es in einem kleinen Laden in Sörvagar kurz vor dem Punkt an dem die Fähre nach Mykines abgeht.

Auf der offiziellen Seite https://camping.fo/locations findet man alle Campingplätze inkl. einer kurzen Beschreibung und Pictogrammen zur Ausstattung. Dort ist u. a. oft ein Pictogramm mit Küchenzugang. Könnte sich um die Info zu den oft vorhandenen Kochmöglichkeiten dahinter verbergen. Aber weit gefehlt – zumindest bei den drei Campingplätzen auf denen wir waren. Hier waren immer komplette Küchen inkl. Geschirr und Kochgeschirr vorhanden. So kann man, wenn man möchte sogar auf den eigenen Campingkocher verzichten und damit Ausrüstung und Gewicht sparen.

In den Küchen gab es eine Ablage oder einen Küchenschrank mit „Free for use“. Dort findet man alles möglich an Nahrungsmittel, das andere dort gelassen haben. Gerade für Flugreisende bleibt am Ende der Reise die Frage wohin mit den Resten. Hier findet sich die Lösung in dem man dies für nachfolgende vor Ort läßt.

Wer durfte auf der Reise nicht fehlen?

Campingplatz Rettin

Deutschland – Schleswig-Holstein – Neustadt i. H. – Rettin
Campingplatz Rettin – https://www.camping-rettin.de/
Empfehlung – Ja
Mai/Juni 2021

#camping #deutschland #schleswigholstein #neustadt #lübeckerbucht

Wo kann man ohne große Einschränkung in 2021 hin fahren? Das war die Frage die zu lösen war. Im Mai hatte Schleswig-Holstein begonnen mit einigen Vorgaben einen Uralub zu ermöglichen. So war zur Anreise und alle drei Tage ein Antigen-Test (natürlich negativ) nötig – zumindest für die noch nicht vollständig geimpften. Keine allzugroße Hürde da es genügend Testzentren und -stationen gab.

Somit wurde alles gepackt für ein paar Tage an der Lübecker Bucht, Holsteinischen Schweiz und Lübeck. Die fahrt war wenig aufregend und angekommen gab es erst einmal ein kleines Problem. Die zuvor per e-mail bestätigte Reservierung war nicht vorhanden. Allerdings stellte sicher heraus das noch genügend Platz auf der Zeltwiese war und eine Adhoc-Anmeldung war schnell erledigt.

Anders als auf der Karte des Campingplatzes ist die kleine Wiese hinter der Anmeldung jedoch nicht mehr für die Zelte gedacht. Dort standen Camper und Vans. Statt dessen ging es über einen längeren Schotterweg zur neuen Campingwiese. Diese war bis auf ein anderes Zelt und einem Bulli leer und somit gabe es die freie Wahl wo das Zelt aufgebaut werden konnte. Da die Wiese jedoch leicht abschüssig ist galt es zuerst eine Stelle zu finden, die einigermaßen gerade ist. Diese fand ich fast am Anfang der Wiese.

Meine Ankunft war kurz nach der Mittagszeit und ein wenig Hunger hatte ich schon. Praktisch ist, das es vor dem Campingplatz ein Gebäude mit einem kleinen Laden, einem Imbiss und einem kleinen Restaurant gibt. Ein Fischbrötchen am Meer zur Einstimmung sollte es werden.

Gestärkt konnte der Aufbau des Zeltes beginnen. Anfangs zu Dritt waren wir zwei Tage später nur noch mit den Zelten auf der Wiese und am vorletzten Tag kamen dann noch drei Bullis. Somit war während des gesmaten Aufenthaltes immer genügend Platz und Ruhe vorhanden.

Das Sanitärgebäude ist in der Nähe der Anmeldung und somit fast am Anfang des Campingplatzes. In dem Gebäude befinden sich die Toiletten und Duschen, getrennt nach Geschlecht und ein Raum mit einzelnen Kabinen mit Waschbecken für alle. Zu den Duschen und zu dem Raum mit den Kabinen gelangte man nur mit einem Schlüssel welchen man bei der Anmeldung gegen ein kleines Pfand bekam. In der Mitte des Gebäudes war ein Eingang hinter dem sich zum einen ein kleiner Waschraum mit Waschmaschine befand, hauptsächlich aber der größere Gemeinschaftsraum mit Koch-, Wasch- und Sitzmöglichkeit.

Der Gemeinschaftraum

In Anbetracht der möglichen Anzahl der Zelte etwas mager von den Sitzplätzen aber immerhin etwas für weniger gute Tage.

Die gesamten Räume wurden zweimal am Tage gereinigt und waren immer in einem sauberren Zustand.

Für warmes oder heißes Wasser in den Duschen sind Duschmarken nötig, welche bei der Anmeldung erhältlich sind. 50 Cent pro Marke für 5 Minuten heißes Wasser. Danach steht nur noch kaltes Wasser zur Verfügung. Aber Achtung. Hat die vorherige Person die Zeit nicht ganz aufgebraucht zählt die Restzeit trotz neuer Marke. Daher ist immer erst zu prüfen ob noch warmes Wasser kommt. Ist genügend Restlaufzeit vorhanden kann dies zum Duschen verwendet werden und dann mit einer neuen Marke verlängert werden. Eigentlich! Ungünstig ist hierbei jedoch das der Automat mit dem Einwurf außerhalb der Duschkabine liegt. Das geht auf anderen Campingplätzen besser, wo der Automat innerhalb des Vorbereichs der Duschkabine ist.

Wie schon angedeutet liegt die Campingwiese nicht direkt in der Nähe des Sanitärgebäudes. Auf der anderen Seite – hält fit. 😅 Da der Campingplatz fast nur durch eine Düne vom Strand getrennt ist habe ich morgens auf dem Rückweg immer einen kleinen Umweg über den Strand zum Zelt zurück gemacht. Der Campingplatz ist hauptsächlich mit Dauercampern und für Wohnmobile/Wohnwagen ausgelegt. Daher ist die Zeltwiese an einer Stelle die für Wohnmobile/Wohnwagen etwas ungünstig zu erreichen ist und für uns zu einem längeren Weg zum Sanitärgebaude führt. Durch die Lage am Rand des Campingplatzes hatte man aber auch keinen Durchgangsverkehr!

Durch das warme Wetter und der teils feuchten Wiesen im Umfeld kam an einem Abend plötzlich ein Nebel auf.

Vom Campingplatz gibt es mehrere kleine Wege zum Strand, so das eine kleine Strandschleife immer gut umsetzbar war. Der Campingplatz wurde zur Düne vom kleinen Küsten(rad)weg getrennt. Dieser Weg führt auch direkt an der Zeltwiese vorbei. Störend war dies jedoch nie.

Ein Teil des Strandes ist gebührenpflichtig! Die Gebühr konnte bei der Anmeldung gezahlt werden. Für die Strandkörbe gab es am Strand die Möglichekit der Mietung.

Etwas nördlicher ist der Strand schmaler, jedoch ruhiger und gebührenfrei.

Skagen Camping AS

Norwegen – Lofoten
Skagen Camping AS – http://www.lofotenbeachcamp.com/
Empfehlung – Ja
Juli 2011

#camping #norwegen #jotunheimen #besseggen

2011 war ich für einige Zeit im Norden Norwegens unterwegs. Teils mit Übernachtungen auf Campingplätzen, eine wilde Übernachtung auf Senja und zweimal in einer Hütte für ein paar Tage in Reine auf den Lofoten, das das Hauptziel des Urlaubs war.

Skagen Camping ist mir dabei noch am deutlichsten in der Erinnerung geblieben. Zum einen aufgrund seiner Größe oder besser gesagt nicht Größe. Zum anderen und vorallem aufgrund seiner Lage. Die Plätze befinden sich geschützt in Dünentälern. So kan man sein Zelt geschützt vor den Morgen- und Abendwinden aufbauen. Die Anmeldung war damals eine ganz kleine Hütte und nebenan war das Sanitärgebäude. Zwei Toiletten, zwei Waschbecken und zwei Duschen. Unisex! Klein, gepflegt und sauber.

Zum Strand mußte man nur über die Düne und war dann schon da. 😀

Für die Lofoten ist Juni / Juli die beste Zeit. Allerdings sind dann auch viele dort unterwegs. Für Zelte findet sich aber immer noch was. Ob hier oder z. B. am Ende der Lofoten hinter Å (nur für Zelte).

Die Lofoten befinden sich bereits nördlich des Polarkreisesn. Nebeneffekt dieses Urlaubs ist, das ich seit dem auch im hellen Schlafen kann. Im Juni/Juli geht die Sonne gar nicht oder kaum unter. Im Zelt ist es somit immer hell.

Die beiden Bilder auf dieser Seite sind vom selben Strand. Oben am Tag, unten kurz vor Mitternacht und zwar ohne Langzeitbelichtung!